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  • In Übereinstimmung mit dem Willen Gottes leiden
    Der Wachtturm 1958 | 15. Juni
    • mich verhöhnt.“ (Spr. 27:11, NW) Welch bessere Antwort an seinen großen Schmäher, Satan, könnte es geben als unser unerschütterliches Ausharren unter all dem Druck, den der Teufel auf uns ausübt, da wir ihn dadurch zum Erzlügner stempeln und beweisen, daß wir den höchsten Souverän lieben und auf ihn vertrauen!

      PRÜFT DIE URSACHE EURER LEIDEN

      Es ist demnach sehr wichtig, daß wir die Ursache oder den Ursprung unserer Leiden prüfen, um festzustellen, ob wir gemäß dem Willen Gottes leiden oder nicht. Wenn wir nicht glücklich sind, wenn wir leiden, ist etwas nicht in Ordnung, und wir mögen daran erkennen, daß wir nicht um der rechten Sache willen leiden. Jesus erklärte: „Glücklich seid ihr, wenn die Leute euch um meinetwillen schmähen und euch verfolgen und lügnerisch allerlei Böses wider euch reden. Freut euch und springt vor Freude, da euer Lohn in den Himmeln groß ist.“ (Matth. 5:11, 12, NW) Das bedeutet nicht, daß der, der leidet und dabei glücklich ist, stets mit einem Lächeln auf dem Gesicht oder leichtbeschwingt, mit einer Melodie auf den Lippen, daherginge. Es bedeutet vielmehr, daß er eine tiefe innere Befriedigung empfindet, die von einem reinen Gewissen Gott gegenüber herrührt. (1. Pet. 3:21) Er muß überzeugt sein, daß er deshalb leidet, weil er in der universellen Streitfrage mit ganzem Herzen für die Seite Jehovas eintritt. Hast du diese Genugtuung und diese Überzeugung?

      Unzählige Menschen, die sich Christen nennen, sind der festen Überzeugung, daß sie die Leiden und Prüfungen, die sie in ihrem Leben durchmachen, nicht verdient haben. Viele sind stets so sehr damit beschäftigt, andere umzumodeln oder ihnen vorzügliche Ratschläge zu erteilen, daß sie nie dazu kommen, ihre eigenen offenkundigen Torheiten einzusehen und zu korrigieren. Solche Personen sind entsetzt, wenn man ihnen offen und unverhüllt sagt, daß sie sich in die Angelegenheiten anderer Leute einmischen. Andere suchen ihre Familien-, Ehe- und Gesundheitsprobleme in der Weise zu lösen, die s i e als die richtige ansehen, ohne auch nur die Frage aufkommen zu lassen, welchen Rat wohl Gottes Wort in dieser Hinsicht geben würde. Dabei behaupten sie jedoch, Gottes Willen zu tun. Wenn ihre törichte Handlungsweise Leiden zur Folge hat, dann jammern und klagen sie, und sie fühlen sich sehr beleidigt, wenn sie erfahren, daß Gottes Wort sie als Übeltäter kennzeichnet.

      Viele zeigen durch Wort und Tat, daß sie ihre Mitmenschen hassen. Sie schließen sich politischen Bewegungen an, die ohne Bedenken jeden, der sich ihren selbstsüchtigen Plänen widersetzt, schädigen oder gar umbringen. Gott bezeichnet solche Menschen als Mörder. (1. Joh. 3:15) Andere sogenannte Christen suchen ihre Mitmenschen zur Förderung irgendeines selbstsüchtigen Zieles zu gewinnen, sei es nun politischer, geschäftlicher oder persönlicher Art. Wieder andere verfehlen, Jehova Gott unablässig die Ehre, den Dienst und die Anbetung darzubringen, die ihm gebühren. Sie alle werden von dem Allmächtigen als solche betrachtet, die betrügen und stehlen. — 2. Sam. 15:6; Mal. 3:8, 9.

      Alle diese verschiedenen Menschen sind unglücklich, mißmutig und werden gehässig, wenn sie widerwärtige Erfahrungen durchmachen müssen. Sie haben der Warnung des Apostels Petrus keine Beachtung geschenkt, der sagte: „Möge niemand von euch leiden als Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als einer, der sich in Dinge anderer Leute einmischt.“ (1. Pet. 4:15, NW) Sie setzen sich einerseits über Jehovas Gesetze hinweg und mißachten die tröstende Königreichsbotschaft, die er heute verkündigen läßt, behaupten aber andererseits, um der Gerechtigkeit willen zu leiden. Durch ihre törichte Handlungsweise und ihre Unzufriedenheit kritisieren sie in Wirklichkeit den vollkommenen, liebenden Souverän des Universums. — Röm. 9:20.

      UM DER GERECHTIGKEIT WILLEN LEIDEN

      Bei wahren Christen dagegen wirken sich Leiden ganz anders aus. Während Christen Gottes Willen tun und seinem Vorhaben dienen, tragen sie alles, was über sie kommt, mit Geduld. Sie wissen, warum sie leiden müssen, und halten sich stets Jesus, den Führer und Vollender ihres Glaubens, vor Augen, der „in den Tagen seines Fleisches“ viele Dinge erlitt und, obwohl er ein vollkommener Mensch war, ‚durch die Dinge, die er erlitt, den Gehorsam lernte‘. (Heb. 5:7, 8, NW) Er brachte seine Schwierigkeiten und sein Flehen mit Tränen seinem himmlischen Vater, dem Gott alles Trostes, dar. Welch ein wunderbares Beispiel für uns! Hier haben wir es also: wir müssen eine enge, beständige Verbindung mit unserem Vater und Gott aufrechterhalten, denn dadurch werden wir Kraft zum Ausharren empfangen. Vergessen wir nicht: von Mose wurde gesagt, daß er ‚standhaft blieb, als sähe er den Einen, der unsichtbar ist‘. — Heb. 11:27, NW.

      Wir dürfen auch nie vergessen, daß Leiden um der Gerechtigkeit willen in wunderbarer Weise zur Züchtigung dienen. Paulus nahm zweifellos auf sein Studium der alten heiligen Schriften Bezug, als er zu unserem Nutzen schrieb: „Keine Zucht scheint für die Gegenwart erfreulich zu sein, sondern betrüblich; nachher aber bringt sie für jene, die durch sie geschult worden sind, eine friedsame Frucht hervor, nämlich Gerechtigkeit.“ (Heb. 12:11; Spr. 3:11, 12, NW) Lassen wir uns durch die Zucht Jehovas schulen? Wir können diese Frage mit Ja beantworten, sofern wir in den Erfahrungen, die wir als Diener Gottes machen, wahrhaft glücklich bleiben und unseren Dienst treu und ohne Murren fortsetzen. Wenn wir wirklich in Übereinstimmung mit Gottes Willen leiden, sollten wir — ungeachtet, was die unmittelbare Ursache unserer Leiden ist, sei es unsere Veranlagung, die gegnerische Einstellung unserer Angehörigen, der fortgesetzte Widerspruch von Sündern oder der Haß der Welt — stets den rechten Geist bewahren. (Gal. 5:22) Ohne Zweifel werden wir auf diese Weise durch Gottes mächtige Hand geformt und auf noch größere und freudevollere Dienstvorrechte vorbereitet, die wir in der neuen Welt empfangen werden. Petrus ermuntert uns deshalb passenderweise mit den Worten: „Freut euch weiterhin, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr auch während der Offenbarung seiner Herrlichkeit euch freut und jubelt.“ — 1. Pet. 4:13, NW.

      Diese Offenbarung seiner Macht, während welcher er seinen Feinden Rache erstatten wird, steht nun bevor. Die Zeit, in der die Schmäher seines Vaters geduldet werden, ist jetzt abgelaufen. Als Jesus im Fleische war, nahm er willig Schmach und Schande auf sich, doch das Blatt hat sich gewendet, und nun sieht die ganze Horde der Feinde Gottes einer schimpflichen, endgültigen Niederlage entgegen. Schon scheint der Ruhm dieses Sieges die mutigen Kämpfer des Königs der neuen Welt zu umfangen, wenn sie auch noch „am Erleiden von Ungemach“ teilnehmen. — 2. Tim. 2:3, NW.

      Da der Schlußangriff Gogs und seiner Streitkräfte und damit auch die Zeit der größten Leiden nun herannaht, sollten alle Diener Jehovas feststehen. Tröstet euch mit der Verheißung, die uns so huldvoll gegeben wurde: „Gott ist treu, und er wird nicht zulassen, daß ihr über das hinaus versucht werdet, was ihr zu ertragen vermögt, sondern mit der Versuchung wird er auch den Ausgang schaffen, damit ihr sie ertragen könnt.“ — 1. Kor. 10:13, NW.

  • ,Die Christenheit steht im Wege‘
    Der Wachtturm 1958 | 15. Juni
    • ‚Die Christenheit steht im Wege‘

      Charles Clayton Morrison, ein ehemaliger Redakteur der Zeitschrift The Christian Century, äußerte die denkwürdigen Worte: „Wir haben es geschehen lassen, daß die Christenheit ihr Christentum Lügen straft. Die Christenheit selbst steht dem weltweiten Siegeszug des Christentums im Wege. Im Orient und in allen nichtchristlichen Ländern liebt man Christus, und die Missionare, die seine Lebensanschauung lehren, stehen in hohem Ansehen, aber wenn Staatsmänner und Studenten aus diesen fernen Ländern zu uns kommen und die Christenheit sehen, die neunzehnhundert Jahre lang unter dem christlichen Einfluß gestanden hat, dann wenden sie sich wieder ihren eigenen Glaubensansichten und Traditionen zu, weil das erhaltene Bild sie vom Christentum nicht zu überzeugen vermag.“

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