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Wiedererschaffene gerechte WeltDer Wachtturm 1957 | 1. Mai
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der „neuen Erde“ oder der neuen irdischen Gesellschaft statt. Seit jenem Jahr haben sich der Neuen-Welt-Gesellschaft immer mehr Menschen in der Verkündigung der guten Botschaft vom aufgerichteten Königreich begeistert angeschlossen. Durch das unverbrüchliche Band der Liebe miteinander verbunden und erfüllt mit dem machtvollen Geiste Jehovas, haben sie die Grenzen ihres „Landes“ bis an die Enden der Erde vorgeschoben. Die Wiedererschaffung der gerechten Welt ist tatsächlich in vollem Gange! — Jer. 32:37-42; Jes. 51:3 bis 52:2.
Bald wird der Krieg von Harmagedon der bösen, alten Welt ein Ende machen. Die überlebende Neue-Welt-Gesellschaft wird die durch diesen Krieg entstehenden Trümmer beseitigen und die Gebeine der Bösen begraben. Mit grenzenloser Freude werden sich die Bewohner der Erde eilends daranmachen, die Fläche des Erdbodens zu erneuern, bis unser Planet ein herrliches Paradies der Wonne sein wird. Den Überlebenden werden Kinder geboren werden, die das Glück der Familien, die dann gegründet werden, vertiefen. Der Fortpflanzungsauftrag, demzufolge Kinder in Gerechtigkeit hervorgebracht werden sollen, wird in bildhaftem Sinne zur Genugtuung und Rechtfertigung dessen vollzogen werden, der den siebenten Schöpfungstag segnete und heiligte. — Hes. 39:9-16; 1. Mose 2:3, NW.
In dieses Paradies der Wonne kommen jene „in den Gedächtnisgrüften“, die „das Schlechte verübten“ und denen eine „Auferstehung des Gerichts“ verheißen ist. Nachdem sie von Christus Jesus durch die Macht des Geistes Gottes aus den Toten auferweckt sind, müssen sie Gerechtigkeit lernen. Es wird daher unter der Aufsicht der göttlichen Regierung ein angemessenes Erziehungsprogramm durchgeführt werden. Der Gerichtsentscheid wird davon abhängen, welche Fortschritte sie im Lernen der Gerechtigkeit machen. — Joh. 5:28, 29, NW.
Am Ende der tausend Jahre wird die Schlußprüfung der Lauterkeit stattfinden. Alle des Lebens Unwürdigen werden dann ausgesondert und vernichtet, die gehorsamen Menschen aber gerechtgesprochen und von Jehova völlig anerkannt werden. Dann wird die Wiedererschaffung der Welt vollendet sein. — Off. 20:7-10; 21:5, NW.
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Ein GlückwunschschreibenDer Wachtturm 1957 | 1. Mai
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Ein Glückwunschschreiben
Im Mai 1956 wurde in London bei einer Auktion das Original eines vor nahezu 400 Jahren geschriebenen Briefes für 640 £ (7526 DM) verkauft. Für den Brief wurde deswegen ein so hoher Preis geboten, weil es sich dabei um ein wertvolles historisches Dokument handelte. Er ist datiert vom 5. September 1572 und ist ein Glückwunschschreiben, das Papst Gregor XIII. anläßlich der Niedermetzelung der Hugenotten in der Bartholomäusnacht an König Karl IX. von Frankreich richtete. Dieses Blutbad begann am 24. August 1572. Eine Kirchenglocke läutete um 2 Uhr morgens, um das verabredete Zeichen dazu zu geben. Mit weißen Kreuzen an ihren Hüten und weißen Taschentüchern an ihrem linken Arm machten sich die Mörder auf. Bald darauf wurden die Bewohner von Paris aufgefordert, sich an dem Gemetzel zu beteiligen. „Bringt sie alle um — der König hat es befohlen“, schrien die Hofleute, während sie durch die Straßen der Stadt galoppierten und die bewaffneten Bürger zur Teilnahme an dem Gemetzel ermunterten. Die Hugenotten wurden ohne Rücksicht auf Geschlecht, Alter oder Zustand in ihren Betten hingeschlachtet. Auch viele Katholiken fielen geheimer Rache und persönlichem Haß zum Opfer und fanden den Tod durch katholische Mörderhand. Das Blutbad dauerte in Paris bis zum 17. September und in der Provinz bis zum 3. Oktober. Es wurden schätzungsweise 50 000 Hugenotten getötet. In Rom brach man darob in einen Freudentaumel aus. Der Papst ließ ein Tedeum singen, von der Engelsburg wurden Salutschüsse abgegeben, die Kirchenglocken tönten und Freudenfeuer wurden veranstaltet. Zur Erinnerung an das Ereignis ließ der Papst eine Denkmünze prägen, und er sandte Kardinal Orsini, um der Königin-Mutter seine persönlichen Glückwünsche zu übermitteln. In dem Brief aus dem Jahre 1572 schreibt Papst Gregor XIII. an den König von Frankreich: „Wir freuen uns mit Ihnen, daß Sie mit Gottes Hilfe die Welt von diesen verruchten Ketzern befreit haben.“ — New York Times vom 29. Mai 1956.
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