-
Erdzeichnungen in Peru — Landeplatz für fremde Raumfahrer?Erwachet! 1982 | 8. April
-
-
Wie die Inkas, so verehrten auch sie Sonne, Mond und Sterne. Der peruanische Archäologe Dr. Guillermo Illescas ist überzeugt, daß bestimmte Zeichen wie der Affe und die Spinne — ja vielleicht sogar alle — Sternbilder darstellen. So wie in anderen Kulturkreisen gewisse Sterne zur leichteren Übersicht und Bezeichnung in Gruppen zusammengefaßt, mit Namen belegt und figürlich dargestellt wurden (die Babylonier benannten sie beispielsweise nach Tieren wie dem Löwen und dem Krebs), so haben die Nazca nach seiner Meinung den Kolibri, den Affen, die Spinne usw. benutzt, um die Sternbilder des Südhimmels darzustellen.
Ferner markieren, wie einwandfrei nachgewiesen worden ist, die geraden Linien am Horizont bestimmte Positionen der Sonne während des Jahres, so zum Beispiel am Wintersonnenwendtag, der auf der Südhalbkugel auf den 21. Juni fällt. Andere Linien zeigen die Sonnenposition in Verbindung mit der Saat und der Ernte.
Da alles, was die Nazcas taten, mit ihrer Religion eng verknüpft war, haben die Zeichnungen vermutlich eine religiöse Bedeutung. Ihre Anfertigung gehörte zweifellos zum Aufgabenbereich der Priester, und bestimmt sind sie die Schöpfer dieser Zeichnungen. Wurden sie angefertigt, damit die Götter sie sähen? Vielleicht. Jedenfalls hatten sie nichts mit außerirdischen Raumfahrern zu tun.
Oder hat sich jemand einen Spaß erlaubt, indem er so große Zeichnungen anfertigte, daß niemand, nicht einmal der Künstler selbst, sie überblicken konnte? Vielleicht war es auch der Reiz, Zeichnungen auf den Wüstenboden zu übertragen.
Andere Kulturen schufen ebenfalls Monumente, die so groß waren, daß man sie vom Boden aus nicht völlig überblicken konnte, so daß sie vor dem gewöhnlichen Betrachter verborgen blieben. In dem Boden der Wüste bei Blythe (Kalifornien, USA) ist beispielsweise eine über 50 m lange menschliche Figur eingezeichnet. Ein anderes Monument, das eine Schlange darstellt, die ein Ei frißt, ist im Staat Ohio (USA) zu sehen. Es ist 1 m hoch und 400 m lang und ist vom Boden aus nicht als Gesamtkomplex sichtbar. Ein weiteres Monument ist in Südengland zu sehen. In den Kalkfelsen eines Hügels ist die über 100 m lange Gestalt eines Pferdes eingegraben, das Weiße Pferd von Uffington genannt. Und in Japan gibt es das Grab des Yamatotohimomosohime; es hat die Form eines riesigen Schlüssellochs. Vom Boden aus ist es ebenfalls unüberschaubar.
Warum wurden diese Monumente angefertigt? Niemand kann diese Frage mit Sicherheit beantworten. Aber die peruanischen Erdbilder bezeugen die Intelligenz der Nazca, deren Kultur von 300 v. u. Z. bis 900 u. Z. an der peruanischen Küste blühte. Da Jehova Gott eine Auferstehung sowohl der „Gerechten“ als auch der „Ungerechten“ (Apg. 24:15) verheißen hat, werden sicherlich viele Nazca unter denen sein, die in Gottes neuer Ordnung auf der Erde auferstehen. Dann werden wir eine Antwort auf Fragen erhalten, die wir jetzt nicht klären können. Denn wer könnte die Bedeutung der peruanischen Erdbilder besser erklären als ihre Schöpfer?
-
-
Die salzhaltigsten GewässerErwachet! 1982 | 8. April
-
-
Die salzhaltigsten Gewässer
Das Tote Meer, das zwischen Israel und Jordanien am Ende des Jordan liegt, ist eines der beiden salzhaltigsten Gewässer der Erde. Es ist etwa sechsmal so salzhaltig wie Meerwasser und enthält ungefähr 24 Prozent Feststoffe, hauptsächlich Salz. Einen vergleichbar hohen Salzgehalt hat der Große Salzsee im amerikanischen Bundesstaat Utah.
-