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Kolosser — vernünftiger Rat in bezug auf Glauben und LebenswandelDer Wachtturm 1983 | 1. April
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Christliche Sklaven sollten gehorsam sein und von ihren gläubigen Herren gerecht und anständig behandelt werden. Philemon und sein Sklave Onesimus lebten in Kolossä, und zweifellos nahmen beide diesen Rat mit großer Wertschätzung entgegen. (Siehe Seite 26.) Dieselben Grundsätze sollten von neuzeitlichen Christen, die in einem Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis stehen, angewandt werden. Was immer wir auch tun, wir sollten „mit ganzer Seele als für Jehova und nicht für Menschen“ daran arbeiten (Kolosser 3:18 bis 4:1).
Paulus bat seine Glaubensbrüder dringend, mit Danksagung im Gebet zu beharren. Außerdem sollten sie darum beten, daß Gott Paulus und seinen Gefährten eine Tür für das Wort auftue, „das heilige Geheimnis über den Christus zu reden“. Bestimmt sollten uns diese Worte dazu bewegen, Jehova zu danken und darum zu beten, daß er das Königreichswerk segnen möge. Und möge unsere eigene Rede — nach dem Rat des Paulus — stets gefällig sein, „mit Salz gewürzt“. Was wir sagen, sollte guten Geschmack verraten und unsere Zuhörer ansprechen. Es sollte dazu gereichen, daß diejenigen, die unsere Worte beherzigen, am Leben bleiben (Kolosser 4:2-6).
Persönliche Grüße und Ermahnungen beendeten diesen äußerst nützlichen Brief. Tychikus und Onesimus (die offensichtlich die Überbringer waren) teilten den Kolossern sicherlich Näheres über Paulus mit. Von Epaphras, der bei der Gründung der Versammlung in Kolossä mitgeholfen haben mag, wurde gesagt, ‘daß er allezeit in seinen Gebeten um sie ringe’. Paulus selbst schloß mit einem persönlichen Gruß und betete darum, daß die unverdiente Güte mit ihnen sein möge (Kolosser 4:7-18).
Die Worte des Paulus an die Christen in Kolossä helfen uns, die Vorrangstellung Jesu Christi in Gottes Einrichtung zu verstehen. Dieser Brief zeigt uns, was wir tun und was wir meiden müssen, wenn wir Gott näherkommen und Rettung erlangen möchten. Er weist auf die Anforderungen Gottes für Ehemänner, Ehefrauen, Kinder und andere Personen hin, die sich Gottes Gunst wünschen. In der Tat, der Brief des Paulus an die Kolosser enthält vernünftigen Rat in bezug auf Glauben und Lebenswandel.
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Fragen von LesernDer Wachtturm 1983 | 1. April
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Fragen von Lesern
■ Wie können wir denen in unserer Versammlung helfen, die einen ausgeschlossenen Verwandten haben?
Es ist schön, wenn Älteste und andere auf Christen, die in dieser Lage sind, liebevoll Rücksicht nehmen, denn dadurch, daß sie freundlich und verständnisvoll sind, können sie der gefühlsmäßigen und geistigen Belastung entgegenwirken, die sich aus der Situation ergeben mag. Jedoch müssen Christen, die einen ausgeschlossenen Verwandten haben, und diejenigen, die ihnen helfen möchten, ein klares und richtiges Verständnis über den Gemeinschaftsentzug haben.
Gottes Wort gebietet der Versammlung, Personen auszuschließen, die Sünde treiben, ohne zu bereuen (1. Korinther 5:11-13). Dadurch wird die Versammlung im allgemeinen davor geschützt, verunreinigt zu werden und ihren guten Ruf zu verlieren. Aber auch auf privater Ebene müssen Angehörige, die loyale Christen sind, und Personen, die ihnen helfen möchten, geschützt werden. Wir können das besser verstehen, wenn wir betrachten, was ein Gemeinschaftsentzug über den Herzenszustand einer Person verrät. Beachte die folgenden beiden Situationen in Verbindung mit dem Gemeinschaftsentzug:
1. Jemand hat eine schwere Sünde begangen, aufgrund deren er Gottes Gunst verlieren und ausgeschlossen werden kann, und ein aus Ältesten bestehendes Komitee setzt sich mit ihm zusammen. Er hat bereits erkannt, wie falsch seine Handlungsweise war, hat in seinem Herzen bereut und hat begonnen, „Werke [zu] verrichten, die der Reue entsprechen“ (Apostelgeschichte 26:20). In diesem Fall werden ihn die Ältesten anhand des Wortes Gottes zurechtweisen, werden ihm biblischen Rat darüber erteilen, wie er ‘gerade Bahn für seine Füße machen’ kann, und werden mit ihm und für ihn beten. Da er bereut, braucht ihm nicht die Gemeinschaft
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