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  • Salzsee und Heiligtum von Larnaka
    Erwachet! 1978 | 8. August
    • Salzsee und Heiligtum von Larnaka

      Vom „Awake!“-Korrespondenten auf Zypern

      IN Larnaka (Zypern), einer Küstenstadt mit ungefähr 38 000 bis 40 000 Einwohnern, liegt ein recht interessanter See, der der Hauptlieferant für Zyperns Salzversorgung ist. Der See hat eine Fläche von ungefähr 1,3 Quadratkilometern und bietet einen schönen Anblick. Abends kann man sehen, wie sich im ruhigen Wasser kahle Hügel und üppiges Laubwerk spiegeln.

      Der Salzsee wird während der Wintermonate durch den Regen aufgefüllt. Im Sommer, besonders im Juli und im August, trocknet der See aus und hinterläßt eine große Salzdecke. Arbeiter tragen im Auftrag der Regierung das Salz zu kleinen Haufen zusammen, die sie auf Esel verladen, um sie in spezielle Lagerhäuser zu transportieren. Zuerst wickeln sie um die Beine und Füße der Tiere alte Stofftücher, damit sie sich nicht am Salz verletzen. Diese Transportarbeiten erstrecken sich über einen Zeitraum von rund eineinhalb Monaten. Schließlich kommt das Salz in Pappschachteln und wird auf Märkten verkauft.

      An der Westseite des Salzsees liegt, von Dattelpalmen umgeben, ein berühmtes mohammedanisches Heiligtum, das als Tekke von Umm Haram bekannt ist. Es beherbergt ein Grab, in dem die sterblichen Überreste einer Tante Mohammeds ruhen sollen. Gelehrte, die die Herkunft dieser Frau erforscht haben, glauben jedoch, daß es nicht eine Verwandte, sondern eine gute Bekannte Mohammeds und eine Tante seines Sekretärs war. Man sagt, diese Frau habe dem Propheten des Islams auf seiner Flucht von Mekka nach Medina geholfen.

      Nach der Legende begleitete Umm Haram ihren Gatten auf einer Invasion Zyperns, die im Jahre 647 u. Z. von Arabern unternommen wurde. Vermutlich fiel sie von ihrem Maultier, wurde getötet und auf der Stelle beerdigt. Später errichtete man ihr zu Ehren ein Monument aus zwei aufrechten ungefähr 5 Meter hohen Steinen mit einem dritten Stein darüber. Besuchern des Heiligtums erzählt man, daß der obere Stein durch ein Wunder aus Mekka gebracht und nachts obenauf gelegt worden sei.

      Dieses Heiligtum erlangte Bedeutung zu der Zeit, als Zypern von den Türken besetzt war. Man errichtete an dieser Stelle eine Moschee, die jetzt ein Wallfahrtsort für viele ergebene Mohammedaner ist. Nach der Kaaba in Mekka und Mohammeds Heiligtum in Medina ist diese Moschee das drittwichtigste mohammedanische Heiligtum.

      Solltest du jemals nach Zypern fliegen, wirst du wahrscheinlich auf dem Flughafen von Larnaka landen. Ungefähr 500 Meter vom Flughafen entfernt, wirst du diesen bemerkenswerten Salzsee und das nahe gelegene Heiligtum mit den Dattelpalmen und dem übrigen üppigen Pflanzenwuchs finden. Sowohl im Winter, wenn die ruhigen Wasser des Sees einen lieblichen Anblick bieten, als auch im Sommer, wenn sich im Becken des ausgetrockneten Sees riesige Salzhaufen auftürmen, macht dieses Fleckchen Erde einen gemütlichen Eindruck.

  • Die neue „Uniting Church“ Australiens
    Erwachet! 1978 | 8. August
    • Die neue „Uniting Church“ Australiens

      NACH 76 Jahren der Kontroverse, der Abstimmungen, Diskussionen und verschiedener Gerichtsfälle wurde schließlich im Sommer (in Australien Winter) 1977 die „Uniting Church“ Australiens geboren. Sie setzt sich aus Gemeinden der Methodisten, Presbyterianer und Kongregationalisten zusammen, übernahm 1 500 Gemeindepfarrer, mehr als 240 000 Mitglieder und rund eineinhalb Millionen „Anhänger“ und bildet somit Australiens drittgrößte Glaubensgemeinschaft.

      Man wählte die Bezeichnung „Uniting Church“, um die ständige Einheitsbestrebung hervorzuheben. Die Mitglieder hoffen, daß sich noch andere Kirchen in dieser Richtung bemühen werden.

      Was den organisatorischen Aufbau und die Titel betrifft, wird die neue Kirche Merkmale der drei ursprünglichen Kirchen beibehalten. Frauen dürfen kirchliche Ämter und prominente Stellungen in der Geistlichkeit und Laienschaft bekleiden. Gegenwärtig gibt es keine festen Regeln über den Genuß von Alkohol, obwohl dieses Problem noch im Gespräch ist. Die methodistischen Geistlichen haben sich in der Vergangenheit traditionsgemäß des Alkohols enthalten. Es hat den Anschein, daß sich der Gottesdienst in den verschiedenen Gemeinden danach richten wird, was in der betreffenden Gegend üblich ist.

      Allerdings haben sich nicht alle Mitglieder und Gemeinden dieser drei Kirchen der „Uniting Church“ angeschlossen. 37 der 307 Kongregationalistengemeinden werden für sich weiterbestehen unter der Bezeichnung „Fellowship of Congregational Churches“ (Gemeinschaft der Kongregationalistengemeinden). Außerdem haben 521 der 1 437 presbyterianischen Gemeinden die Vereinigung abgelehnt. Zu den Gründen, die sie von einem Zusammenschluß abgehalten haben, gehörten Glaubensfragen und organisatorische Verfahrensweisen. Weitere Probleme sind durch das Vermögen der Kirchen entstanden. Die Spaltung der presbyterianischen Kirche hat einen harten Kampf um die Aufteilung des Vermögens bewirkt, das auf einen Wert von mehreren Milliarden Dollar geschätzt wird. Dazu gehören Kirchengebäude, Häuser, die von Geistlichen bewohnt werden, Schulen, Krankenhäuser, Stadtverwaltungsgebäude und Grundstücke.

      Die Entstehung der „Uniting Church“ hat viel Aufsehen erregt und Hoffnungen auf vermehrte Gemeinde- und Sozialarbeit geweckt. Werden die einzelnen Mitglieder bei der Suche nach Gott vermehrte Anstrengungen unternehmen? Das bleibt abzuwarten (Apg. 17:11).

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