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  • Mit Mühe errettet werden
    Der Wachtturm 1957 | 1. Juni
    • denn wir zeigen dadurch, daß wir wahrhaft demütig sind und uns auf den höchsten Souverän stützen und auf seine unumschränkte Macht vertrauen, durch die er imstande ist, sein großartiges Vorhaben zu verwirklichen. Wahrhaft demütige Menschen nehmen die Sicherheit, die sie an diesem prüfungsreichen Gerichtstag genießen, nicht für selbstverständlich. Stolze Personen tun dies und setzen sich dadurch der Gefahr aus, angegriffen zu werden, was bestimmt zu ihrem Fall führt. — 1. Pet. 4:7, NW; Spr. 16:18.

      Wie wichtig ist es also, in dieser „Zeit des Endes“ die richtige geistige Einstellung zu haben, und zwar nicht nur eine Zeitlang, nein, wir müssen sie fortgesetzt pflegen, bis Harmagedon vorbei ist. Es gibt in diesem geistigen Kampf keinen Urlaub. Wir dürfen die uns von Gott verliehene Waffenrüstung nicht ablegen, denn wenn wir dies tun, werden wir einem überraschenden Angriff des Feindes zum Opfer fallen. Deshalb warnt Petrus: „Laßt euch das, was in eurer Mitte brennt und euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes.“ Es ist nichts Befremdendes dabei. Diese Welt ist immer noch in Gang. Sie haßt immer noch alles, was gottgefällig und christlich ist. Unter der direkten Leitung Gogs, ihres Herrschers, geht sie darauf aus, Jehovas Namensvolk zu plündern und zu vernichten. Je mehr wir uns dem „vollständigen Ende aller Dinge“ nähern, in umso größerem Ausmaß und mit desto vereinteren Kräften wird der Feind Anstrengungen machen, die Lobpreiser Gottes, Jehovas, zu beseitigen. Bemühe dich also nicht um die Gunstbezeugungen von seiten dieses alten Systems. Laß dich nicht täuschen. Diese Welt wird nur das Ihre lieben. — Eph. 6:10-20; 1. Pet. 4:12; Matth. 5:11; Joh. 15:19, NW; Hesekiel 38.

      Die Klasse des „Gerechten“ ist heute das Hauptangriffsziel der feindlichen Streitkräfte. Sie befindet sich in einer gefahrvollen Stellung. Nur indem die Glieder dieser Klasse einem Lauf vollkommener Lauterkeit gegenüber Jehova folgen, können sie Rettung erwarten. Sie dürfen die Dinge nicht leicht oder gleichgültig nehmen. Nein, sondern nur die Anerkennung der Dringlichkeit dieser Zeiten, Wachsamkeit im Gebet und das Verlangen, Gottes endgültige Gutheißung zu empfangen, wird sie aufrechterhalten; nur diese Einstellung führt sie zur Befreiung. Sie beherzigen den Rat des Apostels Paulus, wonach sie sich auf die kritischste aller Zeiten gefaßt machen und sich wappnen und, ohne sich auch nur einen Augenblick geistig einschläfern zu lassen, in diesem Zustand des Gerüstetseins verharren sollten. Fortgesetzte Gemeinschaft mit unseren Glaubensbrüdern — für das Studium und den Predigtdienst — ist ein Muß, wenn wir auf der Hut bleiben und die Gefahren erkennen wollen, die auf uns lauern. — Ps. 112:1; Spr. 27:17; 1. Pet. 4:18; Phil. 2:12; Eph. 6:13, NW.

      Innige Liebe zueinander ist die bindende Kraft, die alle Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft fest zusammenhält. Diese Liebe bedeckt „eine Menge von Sünden“ und läßt uns die von Adam, unserem Vater, her ererbten Unvollkommenheiten vergessen. Persönliche Meinungsverschiedenheiten werden beseitigt und Streitigkeiten geschlichtet und aus dem Sinn verbannt. Jede verderbliche Handlung und Einstellung wird geächtet werden. Wer es wagt, das in der alten Welt übliche Gebaren und ihre Praktiken wieder einzuführen, wird beobachtet; der Fall wird untersucht, und es wird dabei so verfahren, daß die Organisation rein und unbefleckt bleibt, damit sie Gott heiligen Dienst darbringen kann. Für Übeltäter und gottlose Menschen bleibt die Organisation tatsächlich geschlossen. Für aufrichtige, ehrliche Personen dagegen stehen die Tore dieser Stadt-Organisation im Geiste echter Gastfreundschaft weit offen. Die Glieder des Volkes Jehovas teilen darin miteinander beständig die guten Dinge, mit denen Jehova sein Volk segnet. Dies tun sie, indem sie in den Zusammenkünften der Versammlung und bei anderen Gelegenheiten immer wieder miteinander sprechen und sich so gegenseitig im Glauben auferbauen. — 1. Pet. 4:8, 9, NW; Mal. 3:16; Jes. 65:25.

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      Geistige Wachsamkeit, das Gebet, innige Liebe zueinander und echte Gastfreundschaft — all dies trägt zur Bildung dieser einzigartigen Organisation von Dienern bei. Doch dieser „Gerechte“ kann jetzt und auch künftig, ja bis zum Ende der Prüfung seiner Lauterkeit in Harmagedon, nur „mit Mühe errettet“ werden. Die Schrift beschreibt ihn prophetisch als „ein Brandscheit, das aus dem Feuer gerettet ist“ und nur mit knapper Not dem Schicksal, zur Asche zu werden, entgeht. War dies nicht der Fall beim „gerechten Lot“? Der Bericht zeigt, daß die Engelboten ‚seine Hand ergriffen … ihn hinausführten, ihn außerhalb der Stadt ließen‘ und ihn dann aufforderten, um seines Lebens willen zu fliehen. Er und die Töchter, die ihn begleiteten, wurden in der Tat nur mit Mühe aus der zum Untergang verurteilten Stadt errettet. Nun steht dem neuzeitlichen Sodom und Gomorra das verdiente Ende bevor. Noch bis zur letzten Minute besteht die große Gefahr, daß wir unser Herz an etwas hängen und daß Dinge, die wir hinter uns gelassen haben, weltliche Dinge, die keinen wirklichen Wert haben, uns locken könnten, zum Beispiel eine höhere Stellung, besserer Lohn, etwas mehr Vergnügen und Ausspannung, in einem Wort: Materialismus. „Denkt an Lots Weib!“ ‚Kehrt nicht um nach dem, was hinter euch ist!‘ Eilt weiter, stets in derselben Richtung, indem ihr euch immer weiter von dieser alten Welt entfernt! — Sach. 3:2; 2. Pet. 2:7, NW; 1. Mose 19:15-17; Luk. 17:31, 32, NW.

      Hege keinen Wunsch, so zu leben, wie die alte Welt lebt, denn das würde bedeuten, daß du die unverdiente Güte Jehovas geringachten und ihren Zweck verpassen würdest. Du würdest dadurch in die gleiche Kategorie von Sündern kommen, und „wenn der Gerechte mit Mühe errettet wird, wo will der Ungöttliche und Sünder sich sehen lassen?“ Nirgends. Solche werden beim Höhepunkt des Gerichts, in Harmagedon, verschwinden und in die Vergessenheit geraten. Was tust du, während Jehova veranlaßt, daß Menschen guten Willens an der Hand genommen und eilends hinausgeführt werden aus dieser alten Welt, deren Szene nun bald auf die drastischste Weise wechseln soll? Blicke unablässig in die gleiche Richtung, nämlich vorwärts, in die Richtung, in der allein Sicherheit zu finden ist! Konzentriere dich so wie Paulus auf diesen einen Lauf. Laß alles, was zu der alten Welt gehört, hinter dir; setze dich tatkräftig für die Interessen der neuen Welt ein und sei ungeteilt um deren Wahrung besorgt. — 2. Kor. 6:1; 1. Pet. 4:18; Phil. 3:13, NW.

      Als Soldaten Christi, die für die großartigste Sache kämpfen, für die je gekämpft worden ist, werden wir aufgefordert, unseren Teil an Ungemach auf uns zu nehmen und die Beschwerden zu ertragen, die der fortgesetzte Kampf bis zum letzten Ende mit sich bringt. Dann, ja nur dann erlangen wir Rettung. Das ist die Bedeutung der Worte, „mit Mühe errettet“ werden. Wie wichtig ist es also, daß wir stets in Übereinstimmung und eng verbunden sind mit Jehovas „Gerechten“ und mit der Neuen-Welt-Gesellschaft! Versäumt also eure Zusammenkünfte nicht, in denen ihr euch gegenseitig zur Liebe, zur innigen Liebe, und zu rechten Werken anspornt. Denkt nicht, ihr dürftet es, wenn auch nur eine Zeitlang, gemütlich nehmen. Bewahrt den kostbaren Schatz des Dienstplatzes gut, mit dem euch der König der neuen Welt beehrt hat. Behaltet die Waffenrüstung Gottes an und schwingt das Schwert des Geistes weiterhin mit Kraft. Auf diese Weise werden wir durch „das vollständige Ende aller Dinge“, wenn auch mit Mühe, so doch heil hindurchkommen, und unsere Rettung wird dem Namen und der Macht Jehovas, unseres Gottes, zum Ruhme gereichen. — 2. Tim. 2:3; Matth. 24:13; Heb. 10:24, 25, NW.

  • Über Lügner
    Der Wachtturm 1957 | 1. Juni
    • Über Lügner

      ● Aus Europa kommt die Geschichte über einen Dorfgeistlichen, der seiner Gemeinde sagte: „Am nächsten Sonntag werde ich eine Predigt über Lügner halten. Ich möchte, daß ihr alle das 17. Kapitel des heiligen Markus lest.“ Am Sonntag sagte der Geistliche: „Alle, die das 17. Kapitel von Markus gelesen haben, mögen ihre Hand erheben.“ Beinahe alle Hände gingen in die Höhe. Dann erklärte er: „Markus hat nur 16 Kapitel. Ich werde jetzt eine Predigt über Lügner halten.“

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