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In der Heiligung verharrenDer Wachtturm 1954 | 15. Juli
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und Liebe ihr Leben ändern, so daß ihre Glieder dargestellt werden als „Sklaven der Gerechtigkeit mit Heiligkeit vor Augen“. Das ist Dienst für die heilige Sache des heiligen Gottes. Zur Heiligung gehört, daß man seinen Leib, den man Jehova dargestellt hat, zum Erreichen der Heiligkeit hingebe. Diese Heiligkeit ist etwas Wirkliches und sie kann erreicht und bewahrt werden.
WIE EMPFANGEN?
20. Von wem kommt die Heiligung?
20 In Übereinstimmung mit anderen Texten zeigen die oben betrachteten Schriftstellen, daß Jehova Gott es ist, der heiligt. Er ist es, der durch sein Wort der Wahrheit Menschen durch Christus zu sich führt, indem er sie mit seiner eigenen Gerechtigkeit anzieht. Er ist es, der es durch die Loskaufsvorkehrung Christi unvollkommenen Menschen ermöglicht hat, in ein Verhältnis des Versöhntseins mit Gott zu gelangen, da sie durch das Verdienst des Opfers Jesu und ihren Glauben daran gerechtgesprochen werden. „Dank seiner [Gottes] Veranlassung aber seid ihr in Einheit mit Christus Jesus, der uns geworden ist Weisheit von Gott, ferner Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung.“ (1. Kor. 1:30, NW) Jehova Gott ist es, dem sich Gläubige hingeben; somit ist es in Wahrheit Jehova, der heiligt. Jesus hat dies angezeigt mit den Worten: „Sagt ihr zu mir, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: ‚Du lästerst‘, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn?“ — Joh. 10:36, NW.
21. Welche Rolle spielt die Wahrheit in der Heiligung?
21 Wenn wir ferner das Mittel zur Heiligung betrachten, denken wir sogleich an Jesu Worte, die zeigen, daß die Wahrheit dieses Mittel ist, denn er sprach zu seinem himmlischen Vater: „Heilige sie mittels der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.“ (Joh. 17:17, NW) Somit ist Gottes geoffenbartes Wort für den gerechten Weg der Heiligung unerläßlich. Jehova, der die Gott hingegebenen Glieder der christlichen Versammlung des Leibes Christi geheiligt hat, indem er sie zum himmlischen Königreich berief und sie mit seinem Geist salbte, sondert sie ab zu seinem heiligen, geweihten Dienst, weiht sie und leitet sie durch sein Wort der Wahrheit. O ja, doch welches ist das erste, wodurch Männer und Frauen in ihrem Leben als einzelne zur Wahrheit gelangen? Bestimmt kommt Jehova Gott nicht hernieder und setzt sich zu ihnen und unterweist sie in seinem Wort. Auch tut Christus Jesus dies nicht, denn er ist der himmlische König. Der Apostel Paulus, der an dieselbe Versammlung der Thessalonicher schrieb, zeigt, auf welche Weise die Wahrheit, die heiligt, Menschen zukommt, weil er sich erinnert, wie sie jenen in Thessalonich zukam, denn er sagt: „… weil Gott euch von Anfang an zur Errettung erwählte, durch eure Heiligung mittels Geist und durch euren Glauben an die Wahrheit. Gerade zu diesem Geschick berief er euch durch die gute Botschaft, die wir kundtun … So stehet denn fest, Brüder.“ — 2. Thess. 2:13-15, NW.
22. Zeige die Rolle, die der christliche Dienst in der Heiligung spielt.
22 Sollen wir verstehen, daß die Thessalonicher mittels der Verkündigung der guten Botschaft durch Paulus das göttliche Wort der Wahrheit erhielten, das sie glaubten und wovon sie überzeugt wurden, und das dazu führte, daß sie von Gott zur Rettung durch die Heiligung ausgewählt wurden? Ja, genau das! So geschah es während des ganzen christlichen Zeitalters, und so geschieht es heute, daß Männer und Frauen mit ihrem Gott in das gesegnete Verhältnis der Heiligung oder der Hingabe an ihn eintreten, weil andere, die vor ihnen christliche Diener waren, mit der Botschaft des Wortes Gottes zu ihnen kamen und ihnen diese biblische Wahrheit predigten, so daß sie hören und Folge leisten konnten. „… um ein öffentlicher Diener Christi Jesu zu sein für die Nationen, der teilnimmt an den heiligen Werken der guten Botschaft Gottes, damit die Opfergabe, nämlich diese Nationen, sich als annehmbar erweisen möchte, da sie geheiligt ist mit heiligem Geiste.“ — Röm. 15:16, NW.
23. Beschreibe das gegenwärtige Verhältnis von „älteren“ und „jüngeren“ geistigen Brüdern.
23 Geistig gesprochen, war Paulus ihr älterer Bruder, und sie waren seine jüngeren Brüder in Thessalonich, denn von ihm hatten sie diese Botschaft aus Gottes Wort empfangen. Dieses christliche Musterbeispiel hat sich nicht geändert. Es ist heute dasselbe. Seitdem das Königreich im Jahre 1914 geboren worden ist und der Herr im Jahre 1918 als Richter zum Tempel kam und seitdem die Botschaft von Gottes gegenwärtigem Königreich seit dem Jahre 1920 auf der ganzen Erde emsig verkündigt wurde, haben sich die Scharen derer, die Jehova anbeten, ausgebreitet. Und so gibt es heute Hunderttausende von Menschen, die in 143 Ländern Folge geleistet haben, als sie die Botschaft der Verkündiger hörten, die geistig „älter“ sind als sie, gleichwie die Thessalonicher der Predigt des Apostels Paulus Folge leisteten. Aktiv im Dienste Gottes, gibt es jetzt Prediger, die Jehovas Sache viele Jahre lang unterstützt haben. Einige davon, die schon, bevor das Königreich im Jahre 1914 geboren wurde, Verkündiger der guten Botschaft waren, gehen immer noch kraftvoll voran. Viele von ihnen haben während der ganzen Zeit der sich stets mehrenden Wohlfahrt des gegenwärtigen christlichen Werkes biblischer Erziehung, das heißt seit dem Jahre 1919, in diesem Werke gestanden. Diese treuen Diener Gottes haben viel gepredigt, und mit vergehenden Jahren haben sich ihnen andere angeschlossen, und so hat das Werk zugenommen. Auf der Erde gibt es jetzt ungefähr 20 000 Personen, die den Beweis davon ablegen, daß sie zu den Übriggebliebenen oder zum Überrest von Gottes geheiligtem Leib Christi gehören, wie dies die Zahl derer anzeigt, die im Jahre 1954 an den Gedächtnismahlsymbolen teilnahmen.
24. Woran erkennen wir unseren „älteren Bruder“?
24 Jene unter uns, denen durch die biblische Wahrheit erst unlängst die Augen aufgingen, um zu sehen, wie wunderbar Jehova ist, erkennen in diesen älteren Brüdern Diener, die uns gegenüber in einem ähnlichen Verhältnis stehen wie der Apostel Paulus der Versammlung in Thessalonich gegenüber. Des weiteren, und das ist von noch größerer Wichtigkeit, erkennen wir in der Organisation des gesalbten Überrests einen liebreichen älteren Bruder. Und wenn wir jetzt Gott ergeben sind, erkennen wir, daß wir darum zur Rettung ausersehen worden sind, nachdem wir der Wahrheit geglaubt haben, weil uns dieser „ältere Bruder“ die gute Botschaft predigte. Vor allem jedoch erkennen wir alle, welchen Dienst Christus Jesus, unser in Wahrheit ältester Bruder, uns in der Vergangenheit geleistet hat und gegenwärtig leistet. Dies erkennen wir gerne an und zollen Jehova Gott durch Jesus Christus Lob und Dank.
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Mögen alle „feststehen“!Der Wachtturm 1954 | 15. Juli
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Mögen alle „feststehen“!
„Daher, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und Krone, stehet in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte!“ — Phil. 4:1, NW.
1. Zitiere oder lies von neuem 2. Thessalonicher 2:13-15 und zeige, wie dieser Text von uns richtigerweise angesehen werden kann.
WENN wir jüngeren der anderen Schafe des Herrn einen Text wie 2. Thessalonicher 2:13-15 lesen, so ist es, als ob unser großer „ältester Bruder“, Christus Jesus, durch die Klasse des „treuen und verständigen Sklaven“ Jehovas zu uns spreche und uns sage, daß wir, weil uns die gute Botschaft gepredigt worden ist, die Gelegenheit zur Rettung haben; und wir sind dankbar für die Ermahnung, „festzustehen“, die Jehova uns durch diesen Kanal gibt.
2. Worin findet sich ein Beweis, daß man in der Heiligung verharren kann?
2 Daß es auf Erden während vierzig Jahren seit der Geburt des himmlischen Königreiches standhafte, gesunde, treue Glieder der „kleinen Herde“ Geheiligter und auch Glieder der anderen Schafe des Herrn gibt, die lange im Dienste gestanden haben, ist ein Beweis dafür, daß die Heiligung für Christen nicht nur Jehovas Wille ist, sondern daß sie darin auch tatsächlich Jahr für Jahr verharren können. Sie hat sich nicht nur als etwas Wirkliches, sondern auch als etwas Mögliches erwiesen. Jene der Knechte Jehovas, die sich als zu den Leibesgliedern Christi oder als zur geheiligten Versammlung gehörend erkennen, danken ihm in Demut vor Gott für die Vorrechte, die sie gehabt haben und jetzt haben, und sie wissen, daß auch sie weiterhin feststehen und in ihrer Heiligung verharren müssen, indem sie mit zäher Entschlossenheit (sozusagen wie eine Bulldogge) daran festhalten. Sie trachten nicht danach, sich vom Dienste zurückzuziehen, denken nicht an ein Zurückweichen, was mit ihrer Salbung unvereinbar wäre. Ihre Schritte dem himmlischen Preise entgegen haben sie auf dem ihnen bestimmten Wege zu weit geführt, um auch nur den Gedanken aufkommen zu lassen, sich in dieser vorgerückten Zeit abzuwenden. Für sie ist der Königreichswohlstand, der schon vorhanden ist und noch bevorsteht, kein gegebenes Zeichen, daß irgend jemand die Hand erschlaffen lassen dürfte, um es gemütlicher zu nehmen oder sich in Ruhe niederzulassen und nach persönlichem Vergnügen zu trachten, sondern statt dessen drängen sie weiterhin voran, wie auch Paulus selbst es sagte: „Brüder, ich halte mich selbst noch nicht dafür, es ergriffen zu haben; eines aber ist zu sagen: Vergessend, was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorne ist, jage ich dem Ziel entgegen, dem Preis der Berufung droben, die Gott in Christus Jesus gewährt. Was uns betrifft: unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch sehnlich einen Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus, der unseren erniedrigten Leib neu formen wird, damit er seinem Leibe der Herrlichkeit gleichförmig sei, gemäß der Wirksamkeit der Macht, die er hat, sich sogar alle Dinge zu unterwerfen. Daher, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und Krone, stehet in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte!“ (Phil. 3:13, 14, 20, 21; 4:1, NW) Die betagte Versammlung, wozu die „Übriggebliebenen“ oder der „verständige Sklave“ und seine Glieder gehören, hat sich nach der Mehrung, die sie jetzt sieht, gesehnt, und sie nun sehend, empfindet sie große Freude.
3. Erkläre das Verhältnis zwischen dem Apostel Paulus und der Versammlung von Philippi und zeige entsprechende Tatsachen der Gegenwart.
3 Wie es sein Vorrecht war bei den Thessalonichern, so scheint es auch, daß Paulus der erste war, der den Philippern die gute Botschaft predigte, bevor er die obigen Worte schrieb. Das Band der Liebe zwischen Paulus und der Versammlung in Philippi war stark. Paulus besuchte sie zweimal, nachdem sie gegründet war, und stärkte sie im Glauben. Er schrieb ihnen seinen Brief, der in den Christlichen Griechischen Schriften als der Brief des Paulus „an die Philipper“ erscheint, und die Philipper leisteten dem Paulus sowohl geistigen wie materiellen Beistand. Bestimmt erfüllten sie sein Sehnen. Sie waren seine Freude. Von dem Standpunkte sowohl der alten Organisation als der älteren Diener in Gottes Werk in diesen Tagen aus gesehen, sagen wir: Ihr, die ihr erst jüngst zur Wahrheit und in den Dienst Jehovas gelangt seid, ihr, die ihr des Herrn andere Schafe seid und die Anzahl der Glieder und die Tätigkeit dieser Neuen-Welt-Gesellschaft mehrt — ‚ihr seid unsere Freude‘! Wir haben uns nach euch gesehnt. Ihr seid das lebendige Zeugnis und der offenkundige Beweis, daß sich die Hingabe an Jehovas gerechte Sache nicht auf eine kleine Handvoll beschränkt, sondern viele umfaßt, auch euch, und zu euch sagen wir: „Stehet in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte!“
4. Besprich die Herrlichkeit und den Schmuck der Neuen-Welt-Gesellschaft.
4 Die angebliche Herrlichkeit des alten Systems der Dinge ist unecht und schäbig, denn sie ist der Widerschein all des Bösen ihres falschen Gottes, Satans, des Teufels. Die wunderbare Herrlichkeit des Königreiches Jehovas kann mit unseren unzulänglichen Worten gar nicht beschrieben werden, denn sie ist ein Widerschein der Herrlichkeit des wahren Gottes, Jehovas. So weit es uns auf Erden als die Glieder betrifft, die als Grundstock die Neue-Welt-Gesellschaft vertreten, haben wir als gemeinsames Ziel die Anbetung dieses herrlichen Gottes. Jehovas Herrlichkeit und Schönheit, die auf der irdischen Organisation der Knechte Gottes ruht, findet sich in ihren treuen Gliedern, die sich selbst den Grundsätzen der Gerechtigkeit anpassen; und so wird in einem gewissen, wiewohl zwar beschränkten Maße die Herrlichkeit Gottes widergestrahlt. Wenn du von den Vorkehrungen Jehovas, wie sie in seinem Worte umrissen sind, etwas erfährst, wenn du Stellung auf seiner Seite beziehst, dich ihm hingibst und seine Sache unterstützt, so bist du dieser christlichen Gruppe ein Schmuck. Jehova kennt die Seinen, und wenn du zu ihnen gehörst, kennt er dich und liebt dich. Deine Mitdiener auf der Erde halten dich in hoher Achtung. Und ihr, die ihr in der Anbetung und im Dienste Gottes die jüngeren seid, seid tatsächlich gleichsam die Freude der irdischen Organisation Gottes von heute. Ihr tragt die große Verantwortung, rein und gerade zu bleiben und nicht auf dem Wege der Nationen zu gehen, die Gott nicht kennen, denn „wer Mißachtung bekundet, mißachtet nicht einen Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch gibt“. — 1. Thess. 4:8, NW.
5. Was sagt 1. Thessalonicher 2:19, 20 zu euch, die ihr zu den anderen Schafen des Herrn gehört, und welche Schuld schuldet ihr?
5 Während ihr weiterhin Jehova treu bleibt, ist es, als ob eure älteren Brüder und der ältere „verständige Sklave“ zu euch sagte: „Denn was ist unsere Hoffnung oder Freude oder Ruhmeskrone — nun, seid nicht tatsächlich ihr es? — vor unserem Herrn Jesus bei seiner Gegenwart? Sicherlich seid ihr unsere Herrlichkeit und Freude.“ (1. Thess. 2:19, 20, NW) Daraus folgt, daß ihr eine große Schuld, eine geistige Schuld, habt, und zwar Gott und seiner treuen Gesellschaft gegenüber, die euch die Wahrheit brachte, welcher ihr Folge geleistet habt, und die euch anleitete, eure Füße auf den Weg der Heiligkeit und Rettung zu setzen. So zahlet eure Schuld in Loyalität und liebender Ergebenheit!
6. Erwähne kurz einige weitere Schritte der Heiligung entgegen.
6 Wir können sagen, daß uns Heiligung nicht nur von Gott und durch die Wahrheit und dadurch, daß uns diese gepredigt wird, zukommt, sondern auch durch den Schritt der Hingabe an Jehova. Folglich kommt die Heiligung der Glieder des Leibes Christi durch die Einheit mit ihm, durch Gottes Geist, der auf ihnen ruht, durch ihren Glauben an Jehova und sein Wort und durch Glauben an Christus Jesus und seine Vorkehrung zum Leben. So steht geschrieben: „… nach der Vorkenntnis Gottes, des Vaters, mit der Heiligung durch den Geist, damit sie gehorsam seien und mit dem Blute Jesu Christi besprengt werden.“ — 1. Pet. 1:2, NW.
7. In Abschnitt 7 werden verschiedene Gedanken über kirchliche Scheinheiligkeit erwähnt. Bitte wiederhole sie mit eigenen Worten.
7 Ja, wo werden in all diesen Punkten mit Bezug auf Heiligung und wie sie uns zuteil wird prunkvolle kirchliche Zeremonien erwähnt? Nirgends. Sie haben mit der in der Bibel gelehrten Heiligung nichts zu tun. Sie sind Erfindungen von Menschen, gehen direkt zurück auf das Heidentum und werden ausgeschmückt durch die Einbildungskraft neuzeitlicher heidnischer Anbeter, die auf das Volk Eindruck machen und es irreführen. Einer der hervorragenden Beweise außer der Bibel, daß die angebliche Heiligung durch die kindischen Zeremonien der orthodoxen Christenheit falsch ist und nur zu Heuchelei und Scheinheiligkeit führt, findet sich in der Tatsache, daß die Christenheit in jedem Teil moralisch schlecht, faul und verderbt ist, daß sie Jehova Gott schmäht, ihn bekämpft, nicht für ihn und seine Sache ist und jene bis zum äußersten verfolgt, die das Volk die reinen Grundsätze des heiligen Wortes Gottes zu lehren suchen. Somit ist sie verurteilt, durch die Hand Christi Jesu, des Rechtfertigers Jehovas, in der nahen Schlacht von Harmagedon Vernichtung zu erleiden. Für ihre heidnischen, falschen Lehren von der sogenannten „Heiligung“ und auch für andere Lehren und Bräuche gibt es in der Schrift keine einzige Stütze. Sie wirken sich zu einem großen Unrecht an der Menschheit im allgemeinen aus, weil sie die Wahrheit über wahre Heiligkeit aus Gottes Wort, der Bibel, vor den Augen der Menschen verbergen. Die Führer und das Volk tragen gemeinsam Schuld am Schmähen des Namens Gottes.
8. Was müssen jene tun, die der Gerechtigkeit ergeben sind?
8 In unserer Betrachtung der Heiligung brauchen wir nicht verwirrt oder entmutigt zu sein durch das, was die allgemein anerkannte Religion mit diesem treffenden Ausdruck getan hat, der in Gottes Wort zu finden und voller Bedeutung ist. Heiligung ist für Christen ein Erfordernis. Ihr, die ihr der Gerechtigkeit ergeben seid, könnt es euch keine Minute leisten, mit der alten Welt, diesem alten System der Dinge und seinen Maßstäben, seinen Lehren oder Bräuchen zusammenzugehen. Stehet rein da! Verharret in eurer Heiligung und bewahret eure Hoffnung auf Heiligung zum Leben.
WIE DARIN VERHARREN?
9. Welchen Punkt hebt Paulus betreffend Selbstbeherrschung hervor?
9 Einer der Hauptpunkte, die Paulus betonte, als er den Thessalonichern über Selbstbeherrschung schrieb, ist folgender: „Daß jeder von euch wisse, wie er Besitz ergreife von seinem Gefäß in Heiligkeit und Ehre, nicht in begierigen sexuellen Gelüsten, wie sie auch jene Nationen haben, die Gott nicht kennen; daß niemand so weit gehe, daß er seinem Bruder schade und in dieser Sache in die Rechte seines Bruders übergreife, denn Jehova ist es, der Strafe fordert für alle diese Dinge, wie wir es euch zuvor gesagt und euch auch gründlich bezeugt haben.“ (1. Thess. 4:4-6, NW) (Ein ähnlicher Gebrauch des Wortes „Gefäß“ findet sich in Apostelgeschichte 9:15, wo Saulus ein „auserwähltes Gefäß“ genannt wird.)
10. Wie wird das Wort „Gefäß“ hier gebraucht, und in welcher Hinsicht ist Selbstbeherrschung unerläßlich?
10 Hier wird der Leib eines jeden einzelnen Christen als ein „Gefäß“ bezeichnet. Es wird von dem Leibe oder dem Ich des Knechtes Gottes als von einem Werkzeug gesprochen, das von Christen in der richtigen Weise gebraucht werden soll. Dies erheischt Selbstbeherrschung. Sie führt zur Zuverlässigkeit, und diese Zuverlässigkeit kommt aus unserer richtigen Einschätzung unseres Verhältnisses zu Jehova Gott, unseres herrlichen Schatzes des Dienstes und der theokratischen Neuen-Welt-Gesellschaft sowie unseres Anteils daran. Jemand, der in seiner Heiligung verharrt, ist ein zuverlässiger Mann oder eine zuverlässige Frau. Daß solches nicht automatisch geschieht, sondern daß ihm beständig nachgestrebt werden muß, zeigt die ernstliche Ermahnung des Paulus: „Nur benehmet euch auf eine Weise, die der guten Botschaft über den Christus würdig ist, damit, ob ich komme und euch sehe oder abwesend sei, ich über die Dinge euch betreffend höre, ihr feststeht in e i n e m Geiste, mit e i n e r Seele Seite an Seite kämpfend für den Glauben der guten Botschaft und euch in keiner Hinsicht erschrecken laßt von euren Gegnern. Gerade dies ist für sie ein Beweis des Verderbens, für euch aber der Rettung; und dieses Anzeichen ist von Gott, denn euch wurde das Vorrecht Christi halber gegeben, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch seinethalben zu leiden.“ — Phil. 1:27-29, NW.
11, 12. Was ist nötig, um in der Heiligung zu verharren?
11 Wir haben kurz die Mittel erwähnt, wodurch die Heiligung erlangt wird. Damit man in der Heiligung verharre, ist es nötig, diese Mittel, wodurch man sie erreicht, intakt zu halten. Die Heiligung kommt von Jehova Gott. Um darin zu verharren, halte man das Herz auf Jehova gerichtet. Die Heiligung kommt durch die Wahrheit des Wortes Jehovas, der Bibel. Um in diesem Zustande heiliger Ergebenheit zu bleiben, ist es nötig, das Wort der Wahrheit beständig zu studieren und ihm anzuhangen. Die Wasser der Wahrheit werden als ein großer Strom dargestellt, der aus dem Tempel Jehovas fließt. (Off. 22:1, 2) Aus diesem vollen Strome müssen Christen Herz und Sinn beständig füllen, und während sie so diese Wasser des Lebens in sich aufnehmen, sprudeln in ihnen selbst Quellen des Wassers zur Vermittlung ewigen Lebens auf. — Joh. 4:14.
12 Wir haben die Gelegenheit zur Heiligung erhalten, weil uns jemand diente, der die gute Botschaft aus Gottes Wort predigte. Von diesem Standpunkte aus gesehen, hing unsere Heiligung von diesem Dienste ab. Damit wir in unserer Heiligung verharren, ist es unerläßlich, daß wir im Dienste tätig sind, uns darin beschäftigen, die Wahrheit predigen und sie anderen bringen. Diese Tätigkeit ist ein Beweis unseres Dienstes und verherrlicht unseren Gott in Übereinstimmung mit dem, was der geheiligte Herr Christus Jesus erklärte: „Mein Vater wird darin verherrlicht, daß ihr fortwährend viel Frucht bringt und euch als meine Jünger erweist.“ (Joh. 15:8, NW) Die Hingabe an Jehova, die wir durch unser Untertauchen im Wasser als Sinnbild unserer Übergabe an ihn bezeugen, muß andauern, und so wird unsere Einheit mit unseren Mitknechten kundgemacht. Bleibet stark in dem Glauben, der uns in das Verhältnis mit Jehova hineingeführt hat, so daß sein Geist, der zur Heiligung führt, immerdar auf uns ruhe! Gleich den Thessalonichern kennen wir heute die Weisungen, die aus Gottes Wort an die Christen ergehen. „Denn ihr wisset, welche Weisungen wir euch gaben durch den Herrn Jesus.“ — 1. Thess. 4:2, NW.
SIND DIE ANDEREN SCHAFE GEHEILIGT?
13. Paulus kennzeichnet Geheiligte. Wer sind sie?
13 Wir bemerkten vorhin, daß Paulus, als er sich an die Thessalonicher wandte, an voraussichtliche Glieder des Leibes Christi schrieb, die von Jehova Gott geheiligt werden, weil sie abgesondert sind, um das Werk jener zu tun, die seine geistigen Söhne sind. „Übrigens, Brüder, wollen wir nicht, daß ihr unwissend seid über jene, die im Tode schlafen, damit ihr euch nicht betrübet gleichwie auch die übrigen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, daß Jesus starb und wieder auferstand, so wird Gott auch die in Todesschlaf Gefallenen durch Jesus mit ihm bringen. Denn dies sagen wir euch durch Jehovas Wort, daß wir, die Lebenden, die am Leben bleiben bis zur Gegenwart des Herrn, jenen keineswegs zuvorkommen werden, die in Todesschlaf gefallen sind, denn der Herr selbst wird mit gebietendem Zuruf vom Himmel herniederkommen mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Einheit mit Christus Gestorbenen werden zuerst auferstehen. Danach werden wir. die Lebenden, die am Leben bleiben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt, dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. Deswegen fahret fort, einander mit diesen Worten zu trösten.“ (1. Thess. 4:13-18, NW) Darauf schrieb Paulus ferner in Verbindung mit dem Verharren in der Heiligung und dem Sichfernhalten von Hurerei an die Korinther: „Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind? Soll ich denn die Glieder des Christus wegnehmen und sie zu Gliedern einer Hure machen? Niemals!“ — 1. Kor. 6:15, NW.
14. Auf wen bezieht sich Offenbarung 7:9?
14 Die erwähnten Texte, die wir aus den Christlichen Griechischen Schriften betrachtet haben, welche sowohl eine Anwendung gehabt haben, als sie geschrieben wurden, als auch in unseren Tagen, beziehen sich unmittelbar auf die geheiligten, geweihten, geistigen Söhne Gottes. Was kann denn von den
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Eine weise WahlDer Wachtturm 1954 | 15. Juli
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Eine weise Wahl
● Ein Berichterstatter der Chikagoer Tribune hatte jüngst ein Interview mit einer Gruppe Graduierter von den Chicago Southwest Side High Schools, die als hervorragende Vertreter ihrer Klassen ausgewählt worden waren. Man fragte die Graduierten über ihre Berufspläne. Über die weise Wahl, die eine Graduierte traf, berichtete die Tribune (vom 17. Januar 1954): „Eine Reise nach Europa und später ein Leben als Missionarin der Zeugen Jehovas hat die glänzende Studentin Miß Eleanore Spitzke, 17jährig, von der Gage Park High School vor sich … Sie wird nach der Graduierung eine Stelle annehmen, um für ihre Europatour, die auf den Sommer 1955 festgesetzt ist, wann ihre Gemeinschaft eine Reihe von Konferenzen auf dem Kontinent abhalten wird, Geld zu verdienen. Durch ihre Wahl des Missionarwerks hat Miß Spitzke frühere Wünsche aufgegeben, die sie hegte, als sie noch Ärztin oder Mathematiklehrerin werden wollte, und dies, weil sie glaubt, daß sie als Missionarin mehr Leuten eine größere Hilfe sein könne.“
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