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Die Segnungen des Millenniums für die MenschheitDer Wachtturm 1967 | 15. April
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des Königreiches ewigem Leben auf einer paradiesischen Erde entgegenführen.
16. Welches priesterliche Werk wird zur Vergebung der Sünden durchgeführt werden, und welchen Zustand zu erlangen hilft es den Dankbaren und Gehorsamen?
16 Die Priester der Christenheit haben Gottes Hohenpriester, Jesus Christus, falsch dargestellt. Sie werden deshalb von der Erde verschwinden, wenn Babylon die Große kurz vor Harmagedon vernichtet wird. Danach werden die auferstandenen Glieder der Versammlung Christi im Himmel mit Christus zusammen ein lebenrettendes priesterliches Werk durchführen. Sie werden während der tausend Jahre den Menschen den Nutzen seines vollkommenen Loskaufsopfers zukommen lassen. (Matth. 20:28; 1. Tim. 2:5, 6) Die Sünden, die die Menschen zufolge ihrer Schwächen, die sie von Adam, ihrem Urvater, ererbt haben, werden ihnen vergeben werden, sofern sie sie bereuen. Das Urteil, dem sie wegen der Sünde verfallen sind, wird durch den Wert des Lösegeldes Christi aufgehoben werden. Die Vergebung der Sünden wird sich auf ihren Körper und ihren Geist segensreich auswirken, wie das durch das Heilungswerk veranschaulicht wurde, das Jesus durchführte, als er auf der Erde war. Das Königreich wird dafür sorgen, daß auf der Erde gerechte Zustände herrschen und die Menschen auf dem Weg der Gerechtigkeit bleiben. Durch das priesterliche Werk werden sie geistig und körperlich geheilt werden. Das wird denen die dankbar und gehorsam sind, helfen, so vollkommen zu werden, wie Adam es nach seiner Erschaffung im paradiesischen Garten Eden war. — Matth. 8:14-17; 9:1-12.
HADES UND TOD AUSGELÖSCHT
17. Wie wirkt sich dieses priesterliche Werk auf die verstorbenen Menschen aus, und was zeigt Offenbarung 20:5 hinsichtlich der „übrigen der Toten“?
17 Dieser Priesterdienst wird sich sogar für die Milliarden verstorbener Menschen segensreich auswirken. Jesus Christus, Gottes Hoherpriester, wurde selbst von den Toten auferweckt, damit er allen, für die er starb, als Priester dienen könne. Auch die Glieder seiner Versammlung der Unterpriester werden durch die „erste Auferstehung“ von den Toten auferweckt, damit sie einen Anteil haben können an dem priesterlichen Werk, das Christus in den tausend Jahren für die Menschheit durchführt. Ihre Auferstehung bietet Gewähr dafür, daß auch die übrigen der menschlichen Verstorbenen, die sich im Hades oder Scheol befinden, im Laufe der tausend Jahre unter dem Königreich auferweckt werden. (Apg. 17:31; 1. Kor. 15:20-26) Das erklärt, warum es in Offenbarung 20:5 heißt: „Die übrigen der Toten kamen nicht zum Leben bis die tausend Jahre zu Ende waren.“
18, 19. (a) In welchem Zustand werden sich die gehorsamen Untertanen am Ende der tausend Jahre befinden? (b) Was wird Christus am Ende des unter seinem Königreich Wirklichkeit werdenden Tausendjahrsabbats tun?
18 Zu diesem Zeitpunkt werden sich dann sowohl die Überlebenden der Schlacht von Harmagedon, die nicht auferweckt zu werden brauchen, als auch die zum Leben auf der Erde Auferweckten auf der höchsten Stufe menschlicher Vollkommenheit befinden. Das Todesurteil zufolge Unvollkommenheit wird dann nicht mehr auf ihnen ruhen. (Hebr. 7:22-27; 5:5-10) Im Hinblick auf diesen Ausgang wird in Offenbarung 20:11-14 die Auferstehung der Toten aus dem Hades und aus dem Meer beschrieben. Diese Auferstehung ist das Zeichen für den Beginn des priesterlichen Werkes zugunsten der Toten im Hades und im Meer.
19 Am Ende seines tausend Jahre dauernden priesterlichen Werkes wird Jesus Christus die vollständig geheilten, gereinigten und vollkommen gemachten Untertanen seines Königreiches Jehova Gott, dem höchsten Richter aller, übergeben. (1. Kor. 15:24-28) Zu diesem Zeitpunkt wird dann der für die Menschheit bestimmte Tausendjahrsabbat unter Gottes Königreich durch Christus zu Ende sein. Welch wunderbare Befreiung dieser Sabbat herbeiführen wird!
20. Warum müssen dann alle diese vollkommen gemachten Menschen einer Prüfung unterzogen werden, und warum wird Satan, der Teufel, dann für eine kurze Zeit losgelassen werden?
20 Was jedoch unmittelbar danach folgt, wird für die Menschen von größter Wichtigkeit sein. Sie werden dann zwar vollkommen sein und auf einer paradiesischen Erde leben, doch das Recht auf ewiges Leben wird noch nicht allen als vollkommene, gerechte Geschöpfe vor dem höchsten Richter, Jehova Gott, stehenden Menschen verliehen worden sein. Sie werden erst beweisen müssen, daß sie dieses Rechtes würdig sind, wie Adam und Eva im Edenparadies beweisen mußten, ob sie des ewigen, vollkommenen menschlichen Lebens im irdischen Paradies würdig wären. Wie Adam und Eva von Satan, dem Teufel, geprüft wurden, so müssen am Ende der tausend Jahre auch alle ihre irdischen Nachkommen von diesem Versucher geprüft werden. Aus diesem Grunde wird Satan, der Teufel, für eine kurze Zeit aus seinem abgrundartigen Gefängnis losgelassen werden, sobald das Millennium zu Ende ist.
21. Welche Frage erhebt sich nun in Verbindung mit den vollkommen gemachten Nachkommen Adams, und was erwidert das prophetische Wort auf diese Frage?
21 Dann wird all das Böse, das Satan in den vergangenen sechstausend Jahren gewirkt hat, wiedergutgemacht sein. Wird es aber dem losgelassenen Satan und seinen Dämonen gelingen, die ganze vollkommen gemachte Menschheit von Gott, dem Souverän des Universums, abwendig zu machen, wie es ihm bei unseren Ureltern im paradiesischen Garten Eden gelang? Das prophetische Wort sagt nein! Es wird Menschen geben, die Jehova Gott und Jesus Christus in dieser entscheidenden Schlußprüfung treu bleiben werden. Sie werden Gott rechtfertigen, und er wird sie des ewigen Lebens würdig erachten und ihnen das Recht auf Leben verleihen, indem er ihren Namen in sein „Buch des Lebens“ einschreibt.
22. Was wird mit denen, die der Prüfung nicht standhalten, und mit dem Versucher geschehen, und wie wird sich das auf den ganzen Himmel und die ganze Erde auswirken?
22 Andere werden der Prüfung nicht standhalten. Sie werden die nicht vorhergesagte Zahl der Menge von Gog und Magog ausmachen, die im „zweiten Tod“, aus dem es keine Auferstehung gibt, vernichtet werden wird. Dann wird Satan, der Teufel, der seinen langen Kampf mit Gott verloren haben wird, mit seinen Dämonen für immer vernichtet werden. (Offb. 20:7-10, 15; Matth. 25:41, 46) Schließlich werden der ganze Himmel und die ganze Erde von aller Bosheit und deren schrecklichen Folgen gesäubert sein. Als endgültiger Sieger wird Jehova Gott dann immer und ewig in vollkommener Gerechtigkeit über alles herrschen!
23. Was für eine Vorkehrung ist die Tausendjahrherrschaft Christi, und warum sollten wir die gute Botschaft verbreiten?
23 Wie liebevoll und wunderbar ist doch Gottes Vorkehrung der Tausendjahrherrschaft seines Priester-Königs Jesus Christus, wenn man sie von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet! Hilf deshalb mit, die gute Botschaft zu verbreiten, so daß sich alle, die Gerechtigkeit lieben, freuen und sich auf dieses Befreiung bringende Millennium vorbereiten können, denn es ist nahe!
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Als Herde mit den vorangehenden Dienern zusammenarbeitenDer Wachtturm 1967 | 15. April
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Als Herde mit den vorangehenden Dienern zusammenarbeiten
WIE viele Verpflichtungen doch die Hirten haben, die die Dienerschaft der Versammlungen des Volkes Gottes bilden! Sie sind verpflichtet, im Predigtdienst führend voranzugehen, einen vorbildlichen Wandel zu führen und sich richtig um ihre Familie zu kümmern. Darüber hinaus müssen sie die Herde Gottes weiden und behüten. — 1. Petr. 5:2, 3.
Damit Hirten und „Schafe“ wirklich glücklich sind, müssen die Diener ihren Verpflichtungen richtig nachkommen, und die einzelnen „Schafe“ der die Versammlung bildenden Herde müssen mit ihnen zusammenarbeiten.
Sie müssen den Rat des Apostels Paulus befolgen: „Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden.“ Tun sie das, so beweisen sie Achtung vor dem großen Hirten, Jesus Christus, der von seinen Nachfolgern sagte: „Die Schafe hören auf seine Stimme.“ — Hebr. 13:17-20; Joh. 10:3.a
Wie kann man aber mit den vorangehenden Dienern richtig zusammenarbeiten? Indem man rücksichtsvoll, aufmerksam und bereitwillig ist. Das zeigt sich zum Beispiel schon darin, daß man pünktlich zu den Zusammenkünften erscheint, sich darauf vorbereitet und dann anderen den Nutzen seiner Vorbereitung zukommen läßt, indem man sich äußert, wenn sich Gelegenheit dazu bietet. Die Bereitschaft zusammenzuarbeiten zeigt sich auch darin, daß man sich regelmäßig am Predigtdienst beteiligt und pünktlich Bericht erstattet. Nicht zu übersehen sind die Spenden zum Unterhalt
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