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  • Die Vollstreckung des göttlichen Urteils an der falschen Religion
    Der Wachtturm 1964 | 15. Januar
    • der Erde große Bewunderung hervor, nicht aber unter den Zeugen Jehovas, die die biblischen Prophezeiungen kannten.

      41. Welche Äußerungen von führenden Männern der Welt zeigen, daß die Organisation der Vereinten Nationen genauso voll lästerlicher Namen ist wie ihr Vorläufer?

      41 Die Bewohner der Erde staunten über das wiederbelebte scharlachrote wilde Tier. Sie glaubten bestimmt, es werde eine Macht für den Weltfrieden und die Weltsicherheit sein. Sie setzten darum große Hoffnungen auf dieses „Tier“ und gaben ihm Namen, die vom biblischen Standpunkt aus wirklich lästerlich waren. Wie? Indem sie von ihm Dinge erwarten, die in Wirklichkeit nur Gottes Königreich und sein Messias oder Christus bewirken können. Im Jahre 1919 wurde der Völkerbund, das scharlachrote Tier, allen Ernstes als „der politische Ausdruck des Königreiches Gottes auf der Erde“ bezeichnet. Die Organisation der Vereinten Nationen, die den Völkerbund ablöste, wurde als das beste Friedensinstrument, ja als die „letzte Hoffnung auf Frieden“ bezeichnet. Somit sehen wir heute das, was der Apostel Johannes damals in Sinnbildern sah, in Wirklichkeit. Wir sehen heute, daß dieses scharlachfarbene wilde Tier tatsächlich „voll lästerlicher Namen“ ist. Diese Äußerungen der Bewunderung veranlassen die Anhänger der falschen Religion nicht, Jehova Gott, den Schöpfer, anzubeten, sondern verführen sie eher zur Vergötterung einer von Menschen hervorgebrachten Schöpfung, zur Anbetung eines politischen Bildes — einer internationalen Weltfriedens- und Weltsicherheitsorganisation. — Offb. 17:3, NW.

      DAS WEIB AUF DEM TIER

      42. (a) Warum werden die Anbeter dieses Tieres nicht gerettet werden? (b) Welche zeitgemäße Frage wird deshalb gestellt, und wie lautet die verblüffende Antwort?

      42 Wird die Anbetung des scharlachroten Tieres die bewundernden Erdbewohner retten? Nein! Denn es steht geschrieben, daß „ihre Namen seit Grundlegung der Welt nicht auf die Buchrolle des Lebens geschrieben worden“ seien. (Offb. 17:8, NW) Warum hält sie denn ihre Religion nicht von diesem Götzendienst ab, der doch eine Verletzung des ersten und zweiten der Zehn Gebote Jehovas, Gottes, ist? Das 17. Kapitel der Offenbarung gibt uns in symbolischer Sprache die Antwort: Weil auf dem scharlachroten Tier auch ein Weib sitzt. Wir lesen:

      43. (a) Beschreibe das Aussehen des Weibes auf diesem Tier. (b) Wie wird sie genannt, und wovon ist sie trunken?

      43 „Und in der Kraft des Geistes trug er [der Engel, der Johannes erschienen war] mich in eine Wildnis hinweg. Und ich erblickte ein Weib, welches auf einem scharlachfarbenen wilden Tier saß, das voll lästerlicher Namen war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Und das Weib war in Purpur und Scharlach gehüllt und war mit Gold und kostbaren Steinen und Perlen geschmückt und hielt in ihrer Hand einen goldenen Becher, der voll von abscheulichen Dingen und Unreinigkeiten ihrer Hurerei war. Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben, ein Geheimnis: ,Babylon die Große, die Mutter der Huren und der abscheulichen Dinge der Erde.‘ Und ich sah, daß das Weib trunken war vom Blute der Heiligen und vom Blute der Zeugen Jesu. Als ich sie nun erblickte, verwunderte ich mich mit großer Verwunderung [natürlich nicht ehrfurchtsvoll staunend].“ — Offb. 17:3-6, NW.

      44. (a) Was beweist die Tatsache, daß sie vom Blut der Diener Gottes trunken ist? (b) Was bedeutet ihr Name, Babylon die Große?

      44 Was beweist die Tatsache, daß das Weib „trunken war vom Blute der Heiligen [Gottes] und vom Blute der Zeugen Jesu“? Daß sie gegen Jehova Gott und seinen Sohn, den Messias oder Christus, ist, also nicht auf der Seite der allein wahren Religion oder Anbetung steht. Obwohl der Name auf ihrer Stirn ein Geheimnis ist, verrät er doch, wer sie ist, da sein bedeutendster Teil der Name der alten Feindin Jehovas, Gottes, ist: Babylon. Sie ist jedoch größer als die einst unter der Leitung Nimrods erbaute Stadt am Euphrat. Deshalb wird sie auch „Babylon die Große“ genannt. Die alte Stadt Babylon war bis zu ihrem Sturz (539 v. Chr.) auffallend religiös. Unter ihrer Führung wurde die falsche Religion besonders gefördert. Das läßt uns erkennen, daß Babylon die Große, deren Name ein Geheimnis ist, nicht das heidnische Rom auf den sieben Hügeln ist, sondern das Weltreich der babylonischen Religion, das die ganze Welt seiner Herrschaft unterworfen hat.

      45. (a) Was veranschaulichen die Wasser, auf denen die Hure sitzt, und wie lange sitzt sie schon auf diesen Wassern? (b) Wie hat diese Hure im Laufe der Jahre bewiesen, daß Sie sehr wendig ist?

      45 Deshalb sagte der Engel zu Johannes, als er das Geheimnis erklärte: „Die Wasser, die du sahst, wo die Hure sitzt, bedeuten Völker und Volksmengen und Nationen und Zungen. Und das Weib, das du sahst, bedeutet die große Stadt, die ein Königtum hat über die Könige der Erde.“ (Offb. 17:15, 18, NW) Sie saß schon lange vor der Schaffung des zu einem Götzenbild gemachten scharlachroten Tieres auf diesen symbolischen Wassern und regierte als Königin über die Herrscher der Erde. Sobald dieses symbolische wilde Tier nach dem Ersten Weltkrieg erschien, kletterte sie auf seinen Rücken. Angesichts ihrer religiösen Macht war das für sie ein leichtes. Als das scharlachrote wilde Tier im Zweiten Weltkrieg in den Abgrund ging, saß sie weiter „auf vielen Wassern“, das heißt auf den Völkern, Volksmengen, Nationen und Zungen, und behielt ihr „Königtum ... über die Könige der Erde“ bei. (Offb. 17:1, NW) Als das wilde Tier mit der besonderen Unterstützung seines siebenten Kopfes, der anglo-amerikanischen Weltmacht, wieder aus dem Abgrund heraufstieg, kletterte Babylon die Große sogleich wieder auf seinen Rücken, und dort sitzt sie heute noch.

      46. Wie hat dieses böse Weib bewiesen, daß sie die „Mutter der Huren“ ist?

      46 Da dieses Tier eine politische Organisation, eine Weltmacht ist, war es nicht anders zu erwarten, als daß sie es reiten würde. Babylon die Große ist eine Hure und wird „die Mutter der Huren“ genannt. Gottes Engel sagte, sie sei die „große Hure ..., die auf vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Hurerei treiben, während jene, welche die Erde bewohnen, mit dem Wein ihrer Hurerei trunken gemacht wurden“ (Offb. 17:1, 2, NW) Da das scharlachrote wilde Tier eine politische Organisation, das heißt die achte Weltmacht darstellt und seine sieben Köpfe „sieben Könige“ oder sieben Weltmächte veranschaulichen, war damit zu rechnen, daß Babylon die Große mit ihm genauso Hurerei treiben würde wie mit den vorangegangenen sieben Weltmächten und den anderen „Königen der Erde“. Sie würde somit, sinnbildlich gesprochen, mit einem wilden Tier Unzucht treiben, und das wäre in Wirklichkeit Sodomie, eine abscheuliche Sünde, die in Gottes Gesetz verurteilt wird. — 3. Mose 20:15, 16.

      47. Warum interessiert sich diese Hure so sehr für die Weltpolitik, und wie weit ist sie gegangen, um in die Gunst der Weltregierungen zu gelangen?

      47 Ihre Unzucht besteht in ihrer Verbindung mit der Politik, das heißt darin, daß sie sich an der Politik beteiligt, um sich zu bereichern. Sie hat eine große Vorliebe für Politik. Am liebsten möchte sie die Weltpolitik zu ihrem Vorteil beherrschen und den Politikern vorschreiben, was sie zu tun haben. Sie behauptet, von Gott das Recht empfangen zu haben, Könige einzusetzen und Könige abzusetzen. Sie hat sich den politischen Herrschern verkauft. Sie hat ihren religiösen Einfluß dazu mißbraucht, den ehrgeizigen Plänen der Herrscher zu dienen. Sie hat sogar die in den Kampf ziehenden Armeen und die eigennützigen Feldzüge dieser Herrscher gesegnet und denen, die im Kampf gegen ihre angeblichen Feinde fielen, einen Passierschein in die himmlische Seligkeit gegeben. Kein Wunder, daß sie so prächtig gekleidet ist!

      48. Was bedeuten die Worte: „Jene, welche die Erde bewohnen, [wurden] mit dem Wein ihrer Hurerei trunken gemacht“?

      48 Wie hat sich aber ihr unzüchtiges Verhältnis zu den Weltherrschern auf die Menschen im allgemeinen ausgewirkt? „Jene, welche die Erde bewohnen, [wurden] mit dem Wein ihrer Hurerei trunken gemacht“, wird uns gesagt. Sie mußten unter den eigennützigen, ehrgeizigen, feindseligen und gewinnsüchtigen Bestrebungen, die sie den politischen Herrschern, ihren gutzahlenden Liebhabern, zuliebe segnete und unterstützte, viel leiden. Die Not, Bedrängnis, Armut, Mühsal und Bedrückung, die den Menschen in dem „goldenen Becher“ Babylons der Großen gereicht wurden, haben diese gleichsam betäubt oder trunken gemacht. Die Behauptung, diese Dinge seien Gottes Wille, hat ihr Los nicht erleichtert, ihre Wunden nicht geheilt und sie in ihrem Herzeleid nicht getröstet. Der goldene Becher Babylons der Großen ist inwendig voll Schmutz.

      49. Wer sind die Tochterorganisationen, die Babylon hervorgebracht hat?

      49 Durch ihre Unzucht ist sie Mutter geworden, aber eine Mutter von unehelichen Kindern, die dem Beispiel ihrer Mutter folgten. Deshalb wird sie die „Mutter der Huren und der abscheulichen Dinge der Erde“ genannt. Sie hat in verschiedenen Ländern Tochterorganisationen hervorgebracht, Religionsgesellschaften, die entweder durch eine Vereinigung von Kirche und Staat mit der Landesregierung verbunden sind oder eng mit den nationalen politischen Einrichtungen zusammenarbeiten und ihnen als Werkzeug dienen, das heißt mit ihnen buhlen. Sie ist auch die Mutter abscheulicher Dinge, die in Gottes Augen ein Greuel sind, so zum Beispiel der Absonderung bestimmter Personen für die Prostitution in ihren Tempeln, der Glücksspiele, die sie in ihren Gebäuden veranstaltet, um ihren Anteil an dem ungerechten Gewinn zu erhalten, der Bilderverehrung usw.

      50. Auf welch verschiedene Arten hat sich Babylon eine große Blutschuld aufgeladen?

      50 In den Augen Gottes, des Schöpfers lastet eine schwere Blutschuld auf Babylon der Großen. Sie ist für die Kriege, die sie durch ihre geheime Macht nicht zu verhindern suchte, mitverantwortlich. Sie machte sich am Tod derer mitschuldig, die sie — bevor sie gegeneinander in den Kampf zogen, Glaubensbruder gegen Glaubensbruder — gesegnet und dem Kriegsgott geweiht hatte. Sie führte im Namen der Religion grausame Verfolgungen durch und entfesselte blutige Religionskriege. Sie rief heilige Kriege aus und versprach den Soldaten, sie würden im Himmel belohnt, wenn sie in den Kämpfen fielen. Sie organisierte die Kreuzzüge, in denen nicht nur gegen die sogenannten Ungläubigen schonungslos gekämpft wurde, sondern auch gegen Andersgläubige, deren Religion man durch Feuer und Schwert auszurotten suchte. Sie führte die berüchtigten grausamen Ketzergerichte ein. Auch ist es eine geschichtliche Tatsache, daß sie in den beiden blutigsten Auseinandersetzungen der Menschheit, im Ersten und Zweiten Weltkrieg, unterwürfigst ihren Einfluß entsprechend geltend machte. In diesen Kriegen ließ sie hauptsächlich ihre eigenen Anhänger umkommen, doch sie waren alle Geschöpfe Gottes, und Gott macht Babylon die Große für ihr Blut verantwortlich.

      51. Inwiefern hat sie ganz besonders gegen Gott gesündigt?

      51 Durch ihre religiösen Verfolgungen hat sie ganz besonders gegen Gott, den Schöpfer, gesündigt. Der Apostel Johannes lenkt die Aufmerksamkeit auf ihre Blutschuld in dieser Beziehung mit den Worten: „Und ich sah, daß das Weib trunken war vom Blute der Heiligen und vom Blute der Zeugen Jesu.“ (Offb. 17:6, NW) Es macht ihr nichts aus, Blut zu trinken, obwohl Gott Noah, dem Urgroßvater Nimrods, gebot, kein Blut zu trinken. (1. Mose 9:8, 4) Babylon die Große hat sich mit Vergnügen an dem Blut der Heiligen Gottes und der Zeugen Jesu Christi berauscht. Sie hat sie als Ketzer verschrien, als eine Gefahr für die Gesellschaft der babylonischen Religion, und hat sie mit der Unterstützung des Staates verfolgt und umgebracht.

      52. Welche Worte eines der sieben Engel interessieren uns zunächst besonders?

      52 Wir sollten daher keineswegs überrascht sein, daß einem dieser leidenden „Zeugen Jesu“ in einer Vision gezeigt wurde, wie Gott an diesem Weltreich der babylonischen Religion sein Urteil vollstreckt. Johannes leitet diesen Teil der Offenbarung mit den Worten ein: „Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen [gefüllt mit dem Zorn Gottes] hatten, kam und sprach mit mir, indem er sagte: ,Komm, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die auf vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Hurerei trieben, während jene, welche die Erde bewohnen, mit dem Wein ihrer Hurerei trunken gemacht wurden.‘“ (Offb. 17:1, 2, NW) Wie wurde dieses Gericht oder dieses Urteil vollstreckt?

      DIE VOLLSTRECKUNG DES URTEILS

      53. Welches Urteil wird dann vollstreckt, und wer will, daß dieses Urteil vollstreckt wird?

      53 Johannes schildert es uns in folgenden Worten: „Und die zehn Hörner, die du sahst und das wilde Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihre Fleischteile auffressen und werden sie gänzlich mit Feuer verbrennen. Denn Gott gab es ihnen ins Herz, seinen Gedanken auszuführen, ja [ihren] e i n e n Gedanken auszuführen, indem sie ihr Königtum dem wilden Tier geben, bis die Worte Gottes vollbracht sein werden.“ — Offb. 17:16, 17, NW.

      54. Was stellen die zehn Hörner des scharlachfarbenen Tieres dar, und warum sind es zehn?

      54 Johannes sah diese zehn Hörner auf den sieben Köpfen des scharlachfarbenen wilden Tieres. Was stellen sie dar? Der Engel sagte zu Johannes: „Und die zehn Hörner, die du sahst, bedeuten zehn Könige, die noch kein Königtum empfangen haben, aber sie empfangen Gewalt wie Könige e i n e Stunde mit dem wilden Tier. Diese haben einen Gedanken, und so geben sie ihre Macht und Gewalt dem wilden Tier.“ (Offb. 17:12, 13, NW) Folglich versinnbildlichen die Hörner politische Herrscher. (Man vergleiche Daniel 8:2-8, 20, 21.) Da die Zahl Zehn in der Bibel ein Sinnbild für Vollständigkeit ist, stellen die „zehn Könige“ alle politischen Herrscher dar, besonders jene, die zum symbolischen scharlachroten wilden Tier oder zur internationalen Weltfriedens- und Weltsicherheitsorganisation gehören.

      55. Was taten Babylon und die zehn Hörner am Ende des Ersten Weltkrieges nicht?

      55 Am Ende des Ersten Weltkrieges forderte Babylon die Große diese symbolischen „zehn Hörner“ nicht auf, ihre staatliche und imperiale Souveränität an Gottes messianisches Königreich abzutreten, das in den Himmeln geboren worden war und die Herrschaft über die ganze Erde übernehmen sollte. Auch die „zehn Hörner“ waren zu einer solchen Unterwerfung nicht bereit. Im Ersten Weltkrieg verfolgten sie Jehovas christliche Zeugen und lehnten die Botschaft von Gottes aufgerichtetem Königreich verächtlich ab.

      56. Wie führen die zehn Hörner nun den Gedanken Gottes aus?

      56 Gott hat die Vernichtung dieser symbolischen „zehn Hörner“ beschlossen und sie auch schon lange vorhergesagt. Er gedenkt sie nun so zu manövrieren, daß sie in die Vernichtung gehen, und zwar alle gemeinsam auf einmal. Er gab es ihnen deshalb „ins Herz, seinen Gedanken auszuführen“. Wie führten sie Gottes Gedanken aus, und wie bezogen sie gemeinsam gegen ihn Stellung? Indem sie gemeinsam auf den Gedanken oder die Idee kamen, eine internationale Weltfriedens- und Weltsicherheitsorganisation zu gründen und sich ihr als geeinte Völkerfamilie anzuschließen, wie das heute bei der Organisation der Vereinten Nationen der Fall ist. Statt also ihr Königtum Gott zu geben und ihre Souveränität über die Erde an seine messianische Regierung abzutreten, führten sie nach Offenbarung 17:17 (NW) ihren „e i n e n Gedanken“ aus, „indem sie ihr Königtum dem wilden Tier“ gaben, „bis die Worte Gottes vollbracht sein werden“.

      57. Wie gaben die Nationen dem „wilden Tier“ Macht und Gewalt?

      57 Als 1919 die Satzung des Völkerbundes ratifiziert wurde, begannen sie ihr Königtum dem scharlachfarbenen „wilden Tier“ zu geben. Sie gaben ihm ihre Macht und Gewalt. Dadurch, daß sie der internationalen Weltfriedens- und Weltsicherheitsorganisation oder der achten Weltmacht beitraten, empfingen sie „Gewalt wie Könige e i n e Stunde mit dem wilden Tier“. (Offb. 17:12, 13, NW) Es dauert verhältnismäßig nur kurze Zeit, nur „e i n e Stunde“, bis zur Vernichtung des Tieres. Sein Leben währt nur „e i n e Stunde“.

      58. Wie verhielt sich Babylon die Große zu diesem „wilden Tier“, und wie werden sie und das Tier schließlich enden?

      58 Babylon die Große, die darauf aus war, das „wilde Tier“ zu reiten, hieß dieses internationale Unternehmen gut, obwohl es gegen das himmlische Königreich des Lammes Gottes, das Jehovas christliche Zeugen verkündeten, gerichtet war. Wie hat es sich bisher ausgewirkt, daß dem „wilden Tier“, dem Liebling Babylons der Großen, staatliche Macht und Gewalt gegeben wurde, und wie wird es sich noch auswirken? Offenbarung 17:14 (NW) antwortet: „Diese werden mit dem Lamm kämpfen, doch wird das Lamm sie besiegen, weil er Herr der Herren und König der Könige ist. Auch die mit ihm Berufenen und Auserwählten und Treuen [werden das tun].“ Auf diese Weise oder aus diesem Grund wird das scharlachrote „wilde Tier“, das, nachdem es aus dem Abgrund heraufgestiegen ist, wieder da ist, „in die Vernichtung“ gehen. Wenn das geschieht, werden „die Worte Gottes vollbracht sein“. — Offb. 17:8, 17, NW.

      59. Wer wird jedoch zuerst vernichtet, und von wem?

      59 Werden Babylon die Große, die auf dem scharlachroten „wilden Tier“ sitzt, und das „wilde Tier“ gleichzeitig vernichtet? Wird die Hure das „wilde Tier“ bis zu dessen Ende reiten? Nein! Nach dem bereits aufgezeichneten Gerichtsurteil Jehovas, Gottes, jedenfalls nicht. Nach seinem Richterspruch wird sie von ihren eigenen „Liebhabern“ vernichtet, bevor sie selbst vernichtet werden. Sie hat dem „wilden Tier“ und seinen zehn Hörnern lange genug die eigennützige Liebe einer Hure oder Dirne geschenkt. Sie glaubt, sie werde immer anziehend auf sie wirken und könne ihre Gunst erhalten, wenn sie ihre eigennützigen, unmoralischen Wünsche stets befriedige. Darin täuscht sie sich aber. Sie wird eine unangenehme Überraschung erleben.

      60. Beschreibe das unheilvolle Ende der Hure.

      60 Gott, der Allmächtige, wird die Bande der eigennützigen Gemeinschaft zwischen der Hure und dem zehnhörnigen wilden Tier sprengen. Er wird die eigennützige Liebe der beiden in Haß und Verachtung verwandeln und dem Tier und seinen zehn Hörnern Gründe vor Augen führen, die diese veranlassen, die auf ihnen sitzende Hure zu hassen und sie ihren Haß auf grausame Art spüren zu lassen. Sie werden ihren Paradieseszustand verwüsten, ihr ihre purpur- und scharlachfarbenen Gewänder ausziehen, sie ihres goldenen Geschmeides und ihrer kostbaren Steine und Perlen berauben und ihr den goldenen Becher, der voll von abscheulichen Dingen ist, aus der Hand schlagen. Babylon die Große wird völlig entkleidet, das heißt als ein religiöser Betrug bloßgestellt werden. Ihr Fleisch wird seine Anziehungskraft verlieren, und das „wilde Tier“ und seine zehn Hörner werden sich nicht mehr auf ein Liebesverhältnis mit ihr einlassen, sondern werden gierig über sie herfallen und sich an ihren „Fleischesteilen“ sättigen. Ihre Gebeine werden sie mit Feuer verbrennen. Auf diese Weise wird das Weltreich der babylonischen Religion zu Asche werden, die von den überlebenden Anbetern des wahren Gottes, Jehovas, den treuen Nachfolgern seines regierenden Sohnes Jesus Christus, zertreten werden wird. — Mal. 4:3.

      61. Wer wird dafür sorgen, daß das scharlachrote „wilde Tier“ in die Vernichtung geht?

      61 Danach werden das scharlachrote „wilde Tier“ und seine zehn Hörner aber nicht in den Abgrund zurückkehren, sondern in die vollständige, endgültige Vernichtung gehen. Das siegreiche Lamm, das sie bekämpfen, wird dafür sorgen, daß das geschieht.

      62. Was raten wir allen, die Babylons Schicksal nicht teilen möchten?

      62 Was sollten wir als einzelne jetzt tun, da wir nun wissen, welches Urteil binnen kurzem an der falschen Religion vollstreckt wird? Die babylonische Hure sitzt auf „vielen Wassern“, vielen Völkern, Volksmengen, Nationen und Zungen. Sitzt sie vielleicht auch noch auf uns? Wenn ja, dann gibt es für uns nur eines, sofern wir zur Zeit der Vollstreckung des göttlichen Urteils an ihr nicht mit ihr vernichtet werden möchten: aus Liebe zur allein wahren Religion unverzüglich aus ihr zu fliehen! Sie ist zum Untergang verurteilt! In Verbindung mit der Vollstreckung des Urteils Jehovas, Gottes, erlebte Babylon die Große schon 1919 einen Sturz. Seit jenem Jahr sind über eine Million Männer, Frauen und Kinder aus ihr ausgezogen und genießen jetzt als christliche Zeugen Jehovas religiöse Freiheit. In ihrem gefallenen Zustand geht sie jetzt ihrer furchtbaren, endgültigen Vernichtung entgegen. Wir raten daher allen, die Gott suchen, aber immer noch unter ihrem religiösen Einfluß stehen: Verlaßt Babylon die Große!

      63, 64. Wem schließen sich jene, die der Vernichtung Babylons entrinnen möchten, nicht an? Für wen beziehen sie zu ihrer ewigen Rettung Stellung?

      63 Jene, die Babylon die Große verlassen, schließen sich nicht dem „wilden Tier“ und seinen „zehn Hörnern“ an, um das Weltreich der babylonischen Religion zu vernichten. Dieser Gewaltakt bringt dem „wilden Tier“ und seinen „zehn Hörnern“ keine Rettung. Er bringt auch ihren Helfershelfern keine Rettung. Lassen wir die enttäuschten politischen Mächte als Gottes sichtbare Werkzeuge das göttliche Urteil an der falschen Religion vollstrecken! Unsere Aufgabe ist es nicht!

      64 Unsere Rettung ist die allein wahre Religion, denn durch sie beten wir den allein wahren, lebendigen Gott an, der uns Rettung anbietet durch seinen Sohn Jesus, den Messias oder Christus. Denken wir stets an die Worte, die Jesus zu Jehova Gott betete: „Dein Wort ist Wahrheit.“ (Joh. 17:17) Diese Wahrheit macht uns frei von Babylon der Großen. Lassen wir uns in diese Freiheit führen, indem wir Gottes Wort, das wir in der Bibel finden, annehmen und den Fußstapfen Christi, des siegreichen Lammes Gottes, folgen! Er wird die politischen Liebhaber Babylons der Großen besiegen und uns vollends in die Freiheit unter Gottes triumphierendem Königreich führen. Gottes messianisches Königreich herrsche in alle Ewigkeit!

  • „Wir haben nie genug solche Schriften“
    Der Wachtturm 1964 | 15. Januar
    • „Wir haben nie genug solche Schriften“

      ● Zwei Zeugen Jehovas, die in Texas ein Gefängnis besuchten und mit dem stellvertretenden Gefängnisdirektor sprechen konnten, berichten unter anderem folgendes: „Wir konnten uns etwa eine Stunde mit ihm unterhalten. Wir fragten ihn, ob die Gefangenen einige Wachtturm- und Erwachet!-Ausgaben gebrauchen könnten, die ihnen beim Lesen und Studieren der Bibel eine Hilfe wären. Er erwiderte sofort: ,Wir haben nie genug solche Schriften. Es wäre schön, wenn sie uns einige Exemplare hier lassen könnten. Ich komme gern mit ihnen zum Wagen, um sie zu holen.‘ Wir ließen siebzig Exemplare der Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! zurück. Ich erkundigte mich nach der Neuen-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift [engl.], die wir bei einem früheren Besuch hinterlassen hatten. Seine Antwort: ,Sie ist gerade vom unteren Zellenflügel zurückgekommen, wo sie durch viele Hände ging, und nun schicke ich sie in den oberen Zellenflügel, wo sie schon von vielen verlangt wurde.‘ Ob denn das einzige Exemplar ausreiche, fragte ich. ,Wir könnten noch einige mehr gebrauchen‘, antwortete er. Er drückte seine Wertschätzung für unsere Besuche sowie für die Neue-Welt-Übersetzung und die Zeitschriften aus. Er habe, als er noch bei der Luftwaffe gewesen sei, auf seinen Flügen oft diese Schriften gelesen. Wir freuen uns auf unseren nächsten Besuch in dem Gefängnis.“

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