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  • Gileads letzte Graduierung in South Lansing
    Der Wachtturm 1960 | 15. November
    • Gileads letzte Graduierung in South Lansing

      ZUM letzten Mal versammelte sich eine Menge Zeugen Jehovas in der Wachtturm-Bibelschule Gilead im nördlichen Teil des Staates New York, um den Abschlußfeierlichkeiten einer weiteren Klasse von Missionaren beizuwohnen. Im Laufe von siebzehneinhalb Jahren sind in dieser Schule alle sechs Monate annähernd hundert Missionare für Auslandsdienst und andere besondere Arbeiten, die es in Verbindung mit der voranschreitenden Neuen-Welt-Gesellschaft zu tun gibt, ausgebildet worden. Heute, nämlich am 24. Juli 1960, waren 5684 Personen auf der Königreichsfarm anwesend, um Zeugen der Graduierung der 35. und letzten Missionarklasse zu sein. Die prächtigen Anlagen, dazu ein ideales Wetter, machten diesen Anlaß für alle dem Frieden nachjagenden Zeugen zu einem glücklichen Ereignis.

      Das offizielle Graduierungsprogramm begann Punkt 9 Uhr. Der erste Redner war John Markus, der Königreichsfarmdiener. Er benutzte das Bild eines Farmers, um einen ausgezeichneten Gedanken hervorzuheben. Ein Farmer bestimmt seine Arbeit nach der Jahreszeit und nach dem täglichen Wetter. Bei sonnigem Wetter kann er eine bestimmte Arbeit tun, doch wenn es regnet, muß er sich umstellen und andere passende Arbeit suchen. Auch im Missionardienst muß man sich beständig den Verhältnissen anpassen, und gute Missionare werden sich stets jeder neuen Lage anpassen. Zum Schluß verlieh er seiner Wertschätzung Ausdruck für das, was die Studenten während ihres Aufenthaltes hier je drei Stunden täglich im ganzen Betrieb der Königreichsfarm geleistet hatten.

      Als nächstes folgten die Abschiedsworte der vier Unterweiser, verbunden mit Ratschlägen. Robert Porter erklärte, daß Frieden heute nur unter der Leitung des Friedefürsten, Jesu Christi, in der Neuen-Welt-Gesellschaft zu finden ist. Er ermahnte jeden Graduierten, seinen Herzensfrieden zu bewahren und den Frieden und frohen Geist Gileads den Menschen seines Missionargebietes zu überbringen. Jack Redford ermunterte darauf die Graduierten, die Dinge stets von der hellen Seite aus zu betrachten und immer im Dienst ihre Freude zu suchen. Er zeigte, daß die Wahrheit wahres Glück bringt, und ermunterte alle, mit der fortschreitenden Wahrheit Schritt zu halten und ihr bereitwillig zu folgen. Auch sollte jeder Missionar ein produktiver Prediger sein und positive Resultate erzielen; er sollte seine Arbeit mit Liebe tun und sich von wahren christlichen Beweggründen leiten lassen, so führte dieser Redner aus.

      Maxwell Friend, der seit dem Jahre 1943, also seit Eintritt der ersten Klasse, ein Mitglied des Lehrkörpers in Gilead gewesen ist, ermunterte nun die Graduierten, vorwärts- und nie rückwärts zu blicken. „Laßt es euch niemals an Enthusiasmus mangeln“, sagte er, „sondern bewahrt eure Jugendfrische für den Dienst Jehovas.“

      Schließlich hatten die Anwesenden das Vorrecht, A. D. Schroeder zu hören, der seit Eröffnung der Schule im Februar 1943 als Schulsekretär und präsidierender Unterweiser gedient hat. Er bemerkte, daß 3638 Personen aus 93 Ländern graduiert worden seien. „Nun“, sagte er, „wird die Wachtturm-Bibelschule Gilead nach Brooklyn verlegt, wo zu diesem Zweck neue Räumlichkeiten gebaut werden. Somit kommt das Erziehungsprogramm der Gesellschaft nicht zum Stillstand; es wird noch weiter ausgedehnt. Was die Schuleinrichtungen auf der Königreichsfarm betrifft, werden sie für die Schulung der Versammlungsdiener benutzt werden, von denen jeden Monat hundert hierher kommen werden, und zwar beginnen wir damit am 19. September dieses Jahres. Schon vor etwa einem Jahr haben wir mit diesem Programm der Schulung von Versammlungsdienern in der neuen Königreichsdienstschule begonnen, doch sind wir auf fünfundzwanzig in jeder Klasse beschränkt gewesen, weil die Missionarschule daneben noch in Betrieb war. Bisher sind wir in der Lage gewesen, 275 Aufseher in dieser Schule zu unterrichten.“ In seinen Schlußbemerkungen, die er an die Graduierten richtete, ermahnte er sie, „sich die vier Eigenschaften Jehovas immer mehr anzueignen“. Als er von der Eigenschaft der Liebe sprach, spornte er sie mit den Worten an: „Setzt die Interessen anderer voran, so werdet ihr im Predigtdienst wirklichen Erfolg haben.“

      Dann kam die Hauptansprache, die Milton G. Henschel, ein Direktionsmitglied der Watch Tower Society, hielt. Er hatte als Leittext die in 2. Timotheus 4:5 (NW) aufgezeichneten Worte des Apostels Paulus gewählt: „Du aber bewahre in allen Dingen dein Gleichgewicht; erleide Ungemach, leiste Missionararbeit, verrichte deinen Dienst gründlich.“

      Er wandte diese Worte der Bibel auf die Schulabsolventen an, indem er zeigte, daß Paulus gewußt hatte, daß er sich dem Ende seines Dienstes auf Erden näherte, und daher dem jungen Timotheus noch einen vernünftigen Rat in bezug auf seine künftige Tätigkeit als Christ geben wollte. Er hob jeden Teil des Textes hervor, verweilte aber besonders bei dem letzten Teil: „Verrichte deinen Dienst gründlich.“ Er sagte den Missionaren, die graduiert wurden, daß sie diesem Rat des Apostels folgen und ihre Arbeit, die darin bestehe, andere über die neue Welt der Gerechtigkeit zu belehren, gründlich verrichten sollten. „Es wird Probleme und Schwierigkeiten geben“, warnte er sie, „doch keinem von euch wird es so hart ergehen, wie es dem Apostel Paulus erging.“ Zum Schluß ermahnte er seine Zuhörer, regelmäßig in der Bibel zu lesen. „Jeder Missionar muß etwas Zeit reservieren, um regelmäßig in der Bibel zu lesen und sie zu studieren. Vernachlässigt die Heilige Schrift nie!“

      Es gingen viele Telegramme ein, die bei der Graduierung verlesen wurden, zum Beispiel aus Dänemark, Thailand, Peru, Korea, Guam, Australien, Vancouver, Quebeck und aus verschiedenen Teilen der Vereinigten Staaten.

      Nach dem Empfang der Grüße von so vielen lieben Brüdern aus der ganzen Welt, nach den schönen Ansprachen, die vom Podium aus gehalten wurden, und nachdem die 5000 Anwesenden gesehen hatten, wie eine weitere Gruppe von Missionaren in achtundzwanzig verschiedene Länder ausgesandt wurde, und nachdem alle die wunderbare Atmosphäre des Friedens, der Liebe und der Gastfreundschaft in Gilead verspürt hatten, begaben sie sich frohen Herzens nach Hause, mit dem Wunsch, in Jehovas wunderbarem Königreichsdienst treue und produktive Arbeiter zu sein.

  • „Die Zeugen Jehovas kennen die Bibel besser“
    Der Wachtturm 1960 | 15. November
    • „Die Zeugen Jehovas kennen die Bibel besser“

      Von einem Watch-Tower-Missionar in Ghana

      Jesus suchte sich seine Jünger aus demütigen Menschen aus, aus Fischern, Hirten und anderen Menschen, die aus ähnlichen Lebensschichten stammten. Es überrascht daher nicht, festzustellen, daß Leute von gleichem Schlag auch heute auf den christlichen Predigtdienst eingehen und ihn aufnehmen. Und so, wie es geschah, daß die Juden, als sie ‚die offene Sprache des Petrus und Johannes wahrnahmen und sahen, daß es ungelehrte und gewöhnliche Männer waren, sich verwunderten‘, verwundern sich heute auch viele über die Fähigkeit der bescheidenen Zeugen Jehovas, Gottes Wort, die Bibel, zu erklären. — Apg. 4:13, NW.

      Ein Prediger der Kirche der Wesleyaner fragte kürzlich einen Zeugen Jehovas: „Wie kommt es, daß Sie die Bibel so gut kennen?“ Er erhielt als Antwort, daß Jehovas Zeugen die Bibel privat und in der Versammlung studieren. Nach dem Gespräch mit diesem Prediger traf dieser Vorkehrungen, daß der Zeuge Jehovas zu seiner Gemeinde sprach. Ja, jedes Mal, wenn dieser Zeuge jene Stadt besucht, ist er gastierender Prediger bei den Wesleyanern. Bei einer Gelegenheit sagte deren Prediger zu seiner Gemeinde: „Es ist sehr gut, daß uns heute morgen ein Zeuge Jehovas besucht hat; denn Jehovas Zeugen kennen die Bibel besser als viele von uns hier.“

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