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Die zuverlässige Verheißung einer neuen OrdnungDer Wachtturm 1977 | 1. Juli
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Die zuverlässige Verheißung einer neuen Ordnung
„Aber die Sanftmütigen selbst werden die Erde besitzen, und sie werden in der Tat ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Ps. 37:11).
GOTT erschuf Mann und Frau für ein Leben in einem Paradies. Er bereitete für sie „einen Garten in Eden“ zu, in dem, wie die Bibel sagt, „Jehova Gott aus dem Erdboden allerlei Bäume hervorwachsen [ließ], begehrenswert für den Anblick und gut zur Speise“ (1. Mose 2:8, 9). „Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: ‚Seid fruchtbar und werdet viele und füllet die Erde und unterwerft sie euch, und haltet euch die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt‘“ (1. Mose 1:28). Die Lebensbedingungen unserer Ureltern konnten in den Worten zusammengefaßt werden: „Es war sehr gut“ (1. Mose 1:31).
Gott hatte also ohne Zweifel bei der Erschaffung des Mannes und der Frau die Voraussetzungen für ein Leben in völliger Sicherheit geschaffen. Die beiden lebten in einer herrlichen Umgebung, erfreuten sich vollkommener Gesundheit und köstlicher Dinge zum Essen, hatten eine angenehme Beschäftigung und konnten sich auch um andere Lebewesen kümmern. Darüber hinaus war ihnen die Aufgabe übertragen worden, Kinder hervorzubringen und sie dazu zu erziehen, ihnen zu helfen, das Edenparadies so weit auszudehnen, daß schließlich die ganze Erde ein Paradies wäre. Das alles läßt deutlich erkennen, daß Jehova schon bei der Erschaffung des Menschen im Sinn hatte, die ganze Menschheit mit einer Fülle von irdischen Gütern zu segnen, und sie sollte sich auch ohne Furcht an diesen Segnungen erfreuen können; sie sollte sich im wahrsten Sinne des Wortes sicher fühlen. Dafür verlangte Gott von den Menschen mit Recht, daß sie seinen Gesetzen gehorchten, was sich nur zu ihrem Nutzen ausgewirkt hätte (1. Mose 2:17; Ps. 19:7-11).
Da Adam und Eva, unsere Ureltern, sich gegen Gott auflehnten, wurden ihnen diese Segnungen entzogen. Sie wollten selbst entscheiden zwischen Gut und Böse und übertraten deshalb das Gesetz Gottes (1. Mose 3:1-6). Sie wollten von Gott unabhängig sein. Doch dadurch entzogen sie sich seiner Leitung sowie den Segnungen, die nur von ihm, dem Schöpfer, kommen können. Da der Mensch so geschaffen ist, daß er unabhängig von Gott nicht glücklich sein kann, mußte diese Handlungsweise zu Schwierigkeiten führen (Jer. 10:23). Das viele Leid, von dem die vergangenen Jahrhunderte gezeichnet waren, ist der beste Beweis dafür. Zu den tragischen Folgen gehörte auch der Verlust wahrer Sicherheit, weshalb in den Jahrtausenden, die seit der Auflehnung der ersten Menschen vergangen sind, Milliarden in Armut gelebt, Hunger gelitten oder kein richtiges Obdach gehabt haben und von Furcht beherrscht worden sind. Millionen und aber Millionen haben durch Krieg oder durch andere Gewalttaten einen frühen Tod gefunden. Obendrein ist das allgemeine Volk von skrupellosen Politikern, Geschäftsleuten und Geistlichen ausgebeutet worden (Pred. 8:9). Auch werden die Menschen von dem Gedanken gequält, an einer Krankheit oder an Altersschwäche zu sterben (Röm. 5:12).
WO WAHRE SICHERHEIT ZU FINDEN IST
Hat sich deswegen aber an Gottes Vorsatz in Verbindung mit der Erde und dem Menschengeschlecht etwas geändert? Nein, sein erklärter Vorsatz ist nach wie vor, die ganze Erde zu der von ihm bestimmten Zeit in ein Paradies umzuwandeln. Unsere Erde wird zur ewigen Freude ihrer Bewohner wie ein herrlicher Garten werden. Während der Herrschaft des himmlischen Königreiches Gottes unter Christus wird diese wunderbare Aussicht Wirklichkeit werden (Matth. 6:10). Sogar die Verstorbenen werden wieder ins Leben zurückkehren (Apg. 24:15). Deshalb konnte Jesus zu dem mitfühlenden Übeltäter, der mit ihm hingerichtet wurde, sagen: „Du wirst mit mir im Paradiese sein“ (Luk. 23:43).
In dieser neuen Ordnung unter der Herrschaft des Königreiches Gottes werden die Menschen erneut wahre Sicherheit genießen. Sie werden sich sicher fühlen, da sie wissen, daß sie die beste Regierung aller Zeiten haben, eine Regierung, die für sie sorgt (Jes. 9:6, 7). Wie dies durch die Wunder gezeigt wurde, die Jesus wirkte, als er auf der Erde war, werden die Menschen auch insofern gesegnet werden, als Krankheiten, Leiden, Altersschwäche und Tod blühender Gesundheit und ewigem Leben weichen werden (Matth. 15:30, 31; Joh. 11:43, 44; 1. Kor. 15:25, 26). Gott wird in dieser neuen Ordnung „jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offb. 21:4).
Die Sicherheit in Jehovas neuer Ordnung wird nicht einmal durch wilde Tiere gefährdet sein, denn wir dürfen erwarten, daß die in den folgenden Prophezeiungen über das geistige Paradies vorhergesagten Zustände, die jetzt schon unter Gottes Volk herrschen, sich dann auch im buchstäblichen Paradies der neuen Ordnung widerspiegeln werden: „Ich will einen Bund des Friedens mit ihnen schließen, und ich werde gewißlich die Schaden verursachenden wilden Tiere aus dem Land beseitigen, und man wird tatsächlich in der Wildnis in Sicherheit wohnen und in den Wäldern schlafen“ (Hes. 34:25). „Der Wolf wird tatsächlich bei dem männlichen Lamme weilen und beim Böcklein wird selbst der Leopard lagern, und das Kalb und der mähnige junge Löwe und das wohlgenährte Tier, alle beieinander; und ein noch kleiner Knabe wird sie führen. Und die Kuh und der Bär, sie werden weiden; zusammen werden ihre Jungen lagern. Und selbst der Löwe wird Stroh fressen so wie der Stier“ (Jes. 11:6, 7).
Die Bibel geht zwar nicht im einzelnen darauf ein, wie diese Zustände herbeigeführt werden, aber wir können fest davon überzeugt sein, daß sie eintreten werden, denn es ist Jehovas Vorsatz, bei den Menschen zu „weilen“ und sie zu segnen, und Jehova ‘kann nicht lügen’ (Offb. 21:3; Tit. 1:2). Außerdem haben sich schon viele seiner Prophezeiungen erfüllt, sei es entweder am Volk Israel oder aber in buchstäblichem oder geistigem Sinne an seinem heutigen Volk. Das gibt uns die Gewißheit, daß sich die Prophezeiungen für Gottes neue Ordnung genauso erfüllen werden (Jes. 55:11). Diese neue Ordnung steht kurz bevor.
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Wie kannst du wahre Sicherheit finden?Der Wachtturm 1977 | 1. Juli
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Wie kannst du wahre Sicherheit finden?
„Habe Wonne an Jehova, und er wird dir die Bitten deines Herzens gewähren“ (Ps. 37:4).
1. Wo wird wahre Sicherheit in absolutem Sinne zu finden sein?
IN Gottes neuer Ordnung wird man überall sicher sein. Auf der ganzen Erde werden sich die prophetischen Worte aus Micha 4:4 im großen erfüllen, denn friedliebende Menschen werden „sitzen, ein jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und da wird keiner sein, der sie aufschreckt“. Ja, „die Sanftmütigen selbst werden die Erde besitzen, und sie werden in der Tat ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Ps. 37:11). Schon heute erfreuen sich die Anbeter Jehovas einer gewissen Sicherheit, besonders in geistiger Hinsicht. Absolute Sicherheit in allen Lebensbereichen wird jedoch erst in Gottes neuer Ordnung Wirklichkeit werden. Wie wunderbar wird es sein, wenn Jehova durch sein himmlisches Königreich für immerwährende Sicherheit und für eine solche Fülle von materiellen Dingen sorgen wird, daß das Leben Tag für Tag eine „Wonne“ sein wird!
2, 3. Welche Segnungen wird die Königreichsregierung mit sich bringen? (Jes. 32:1, 2).
2 Dann wird es keine Flüchtlingsprobleme mehr geben, denn niemand mehr wird aus einem Gebiet fliehen müssen, weil es von einem unmenschlichen Diktator regiert würde. Auch wird man nicht mehr befürchten müssen, daß Eltern und Kinder durch schreckliche Kriege auseinandergerissen werden, denn die Menschen werden „das Schwert [nicht] erheben, Nation gegen Nation, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen“ (Micha 4:3). Es wird überall Frieden herrschen, da die ganze Menschheit von dem großen Befreier gesegnet werden wird, von dem geschrieben steht: „Er richte die Niedergedrückten des Volkes, er rette die Söhne des Armen, und er zermalme den Übervorteiler. ... In seinen Tagen wird der Gerechte sprossen und Fülle von Frieden, bis der Mond nicht mehr ist. Und er wird Untertanen haben ... bis zu den Enden der Erde“ (Ps. 72:4-8).
3 Auch Armut, Hunger und Not werden die Sicherheit nicht mehr beeinträchtigen. Gottes Wort verheißt: „Es wird Fülle an Getreide auf der Erde geben; auf dem Gipfel der Berge wird Überfluß sein“ (Ps. 72:16). Ja, „der Baum des Feldes soll seinen Fruchtertrag geben, und das Land selbst wird seinen Ertrag geben“ (Hes. 34:27). Wir können davon überzeugt sein, daß dies geschehen wird, denn als Jesus Christus, der eingesetzte König des Königreiches Gottes, auf der Erde war, bewies er, daß er imstande ist, große Volksmengen mit genügend Nahrung zu versorgen (Mark. 8:19, 20).
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4, 5. (a) Was steht heute auf dem Spiel? (Vergleiche 5. Mose 30:15, 16.) (b) Wie nur können wir ewiges Leben erlangen?
4 Wie sollten wir angesichts dessen, was uns Gottes neue Ordnung in Aussicht stellt, die Dinge betrachten, von denen die Welt heute Sicherheit erwartet: Wohnung, Bankkonto, Arbeitsplatz oder Komfort? Wenn doch Jehova die Menschen so geschaffen hat, daß sie sich über materielle Dinge freuen können, ist es dann verkehrt, solche Dinge zu besitzen? Nein, es kann nicht gesagt werden, daß diese Dinge an sich verkehrt wären. Jehova hat uns in geistiger, seelischer und körperlicher Hinsicht so geschaffen, daß wir uns an guten Dingen erfreuen können, und nach seiner Verheißung wird es in seiner neuen Ordnung an den besten Dingen nicht fehlen. Doch wir leben in einer Zeit, in der es nicht darum geht, ob wir geschaffen wurden, um uns materieller Dinge zu erfreuen. Heute steht unser Leben auf dem Spiel.
5 Die Erfüllung biblischer Prophezeiungen zeigt, daß die „letzten Tage“ des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge sehr weit vorgerückt sind (2. Tim. 3:1-5). Bald wird Gott sein Strafgericht an diesem System vollziehen. Das wird für die Welt eine noch nie dagewesene Bedrängnis mit sich bringen (Dan. 12:1). In Gottes Wort ist jedoch von einer „großen Volksmenge“ die Rede, die „kein Mensch zu zählen vermochte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“, die „aus der großen Drangsal kommen“ wird (Offb. 7:9, 14). Diese Menschen werden nicht wegen irgendwelcher materieller Vorteile überleben, sondern weil sie Gottes Gunst und Schutz genießen. Jesus sagte: „Wenn jemand auch in Fülle hat, kommt doch sein Leben nicht aus den Dingen, die er besitzt“ (Luk. 12:15). Ewiges Leben in Gottes neuer Ordnung kann man nur erlangen, wenn man Jehova kennengelernt hat und seine Gunst genießt (Joh. 17:3).
6. Wird irgendein Teil des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge Sicherheit bieten? (Ps. 146:3).
6 Nichts, was diese Welt als Sicherheit zu bieten hat, wird etwas bedeuten, wenn Gottes Zorn gegen die gegenwärtigen menschlichen Systeme entbrennen wird. Alle Systeme, die die Menschheit heute beherrschen — politische, religiöse, militärische und wirtschaftliche —, werden beseitigt werden. Sie werden daher keine Sicherheit bieten (Offb. 6:16, 17). Was also heute noch stark zu sein und Schutz zu bieten scheint, wird zerfallen, wenn Gottes Vernichtungsstreitkräfte zuschlagen. In der Vergangenheit setzten viele ihr Vertrauen auf die Stärke des Rosses und sahen in ihm in Zeiten der Gefahr eine Möglichkeit des Entrinnens. Gottes Wort sagt aber: „Eine Täuschung ist das Roß zur Rettung, und durch die Fülle seiner leistungsfähigen Kraft läßt es nicht entrinnen“ (Ps. 33:17). Heute bieten ebenfalls weder starke von Menschen geschaffene Systeme noch materielle Vorteile Sicherheit oder eine Möglichkeit des Entrinnens, „Rettung gehört Jehova“; sie ist nicht von einem menschlichen System oder Werk zu erwarten. „Der Name Jehovas ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft hinein und wird beschützt“ (Ps. 3:8; Spr. 18:10).
7, 8. Wie würden die Passagiere eines sinkenden Schiffes dessen materielle Vorteile betrachten?
7 Man könnte die Lage der Menschen mit der Lage von Schiffspassagieren vergleichen. Es ist nichts gegen die materiellen Vorteile, die ein Schiff normalerweise bietet, einzuwenden: gegen die leckeren, nahrhaften Mahlzeiten, die gemütlichen und komfortablen Kabinen sowie die verschiedenen Dienstleistungen und anderen Vorteile. Was aber, wenn das Schiff gegen ein Hindernis stößt und zu sinken beginnt? Denken wir zum Beispiel an den Untergang der berühmten „Titanic“ im Jahre 1912. „Experten hielten den Dampfer für unsinkbar“, heißt es in einer Enzyklopädie. Doch welche Sicherheit bot die „Titanic“ mit all ihren materiellen Vorteilen, als sie mit einem Eisberg
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