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Rechte Gesellschaft suchenDer Wachtturm 1960 | 1. Mai
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alt und jung, interessant gestaltet würde. Vielleicht könnte man verschiedene Arten von biblischen Frage- und Antwortspielen veranstalten, wobei man die Fragen so auswählt, daß sie erzieherisch wirken, während man dabei auch die verschiedenen Grade der Erkenntnis der Anwesenden in Betracht zieht. Man könnte zum Beispiel einen Schrifttext zitieren und sehen, wer oder welches Team sich des Buches, des Kapitels und Verses erinnern kann, oder man weise auf eine Bibelstelle hin und sehe, wer sie im Wortlaut wiedergeben kann. Führt zum Beispiel Einzelheiten über eine bekannte biblische Gestalt an und stellt fest, wer ihren Namen nennen kann. Dasselbe kann mit gewissen Orten oder historischen Ereignissen geschehen. Erzählt Erfahrungen, widerlegt Einwände, diskutiert neue oder interessante Punkte aus dem Wachtturm oder aus anderen Publikationen oder besprecht aktuelle Geschehnisse, die von Weltbedeutung sind und durch die sich die Prophezeiungen erfüllen oder die uns über die Lage im allgemeinen orientieren, und benutzt dies als interessanten Gesprächsstoff. Man kann aus der Diskussion über viele weitere Dinge Nutzen ziehen und kann sich auch über etwas humorvoll Geäußertes freuen. Doch vergeßt nicht: Alles geschehe nach der Richtlinie, ‚damit es dem Frieden diene und ihr einander auferbaut‘.
18. Auf welche anderen Dinge zur Auferbauung aller in der Versammlung sollte man sorgfältig hinwirken?
18 Diese Richtlinie wird eine Hilfe sein, nicht nur um entscheiden zu können, was man im Interesse einer Erholung durch Geselligkeit tun soll, sondern auch, wie oft man es tun darf. Auch wird dadurch verhindert, daß sich aus Gründen der Geselligkeit in einer Versammlung Cliquen bilden, denn solche wirken nicht auferbauend. Der Rat, sich mit theokratisch gesinnten, geistig reifen Personen zu verbinden und mit ihnen Gedankenaustausch zu pflegen, bedeutet nicht, daß man die Neueren oder Schwächeren in der Versammlung übersehen dürfte. Im Gegenteil, alle reifen Personen werden sich bemühen, auch mit Schwächeren oder weniger reifen Personen geselligen Umgang zu pflegen, mit solchen, die etwas zurückhaltend oder schüchtern sind, sowohl bei Versammlungen als auch, indem man jemanden zu einer Mahlzeit, einem Imbiß oder einem geselligen Beisammensein an einem Abend einlädt, um mit ihnen vertrauter zu werden und ihnen behilflich zu sein, mit anderen besser bekannt zu werden, und um zu ihrer Auferbauung beizutragen. Nach dem Grundsatz, daß man nach auferbauenden Dingen streben soll, sollte niemand ausschließlich die Gesellschaft von Brüdern suchen, die in der Welt hervorragend oder finanziell besser daran sind, denn dadurch entstehen „Klassenunterschiede“. Verbindet euch ohne jede Parteilichkeit mit allen, indem ihr darauf hinwirkt, Arme wie Reiche, Schwache wie Starke aufzuerbauen. Brüder, die in dieser Welt prominent sind und über mehr Mittel in materieller Hinsicht verfügen, müssen Sorge tragen, wie sie ihre Gastfreundschaft üben, indem sie nicht ausschließlich die Gesellschaft prominenter Aufseher in der Organisation suchen, um durch die Verbindung mit ihnen sozusagen eine Art geistlicher Prominenz zu bilden. Natürlich ist es biblisch, den älteren Männern, die ‚in rechter Weise als Vorsteher dienen und hart arbeiten in bezug auf Rede und Lehre, doppelte Ehre‘ zu erweisen, und jemand, der solchen Gastfreundschaft erweist, hat eine ausgezeichnete Gelegenheit, durch auferbauende Gespräche über Gottes Wort selbst geistig auferbaut zu werden. Doch sollte man dabei den Beweggrund haben, durch den Umgang, den man zu pflegen sucht, geistige Auferbauung — nicht Prominenz — zu erlangen. — Röm. 14:1; 15:1, 2; 1. Kor. 14:12; 1. Thess. 5:14; Jak. 2:2-5, 9; 1. Tim. 5:17, 18, NW.
19. Auf welche andere Weise wird man schlechte Gesellschaft sorgfältig meiden und sich in gute Gesellschaft begeben und weshalb?
19 Schließlich kommen wir zu dem sehr wichtigen Punkte der Gemeinschaft mit anderen auf Grund dessen, was man liest, betrachtet, hört oder über das man nachsinnt. Auch hier nimmt man die Gedanken anderer in sich auf, und wenn man allein ist und sich auf das, was man liest, konzentriert, ist der Sinn empfänglich. Wenn man nicht mit gottlosen Personen, die über Gottes Wort spotten, oder mit moralisch verdorbenen Personen Gemeinschaft pflegen will, sollte man auch nicht deren Gedanken aufnehmen oder ihre Ansichten teilen und an ihren Handlungen teilhaben, indem man darüber liest. Wenn ‚Hurerei und Unreinigkeit unter uns gar nicht erwähnt werden sollen, wie sich das für Heilige geziemt‘, dann sollte man auf solches auch nicht hören. (Eph. 5:3, 12) Wenn solche Dinge ‚zu schändlich sind, um sie zu berichten‘, sind sie auch zu schändlich, als daß man darüber schreiben oder davon lesen sollte. Berichte von solcher Art in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern zu lesen oder zu solch unmoralischen Taten in Kinos angeregt zu werden bedeutet, Gemeinschaft mit den sittenlosen Personen zu pflegen, deren Taten beschrieben werden, oder mit dem, der die Geschichte verfaßt hat. Wer das tut, kann niemals seinen Sinn und seine Wünsche in Einklang bringen mit dem, der heilig ist. Wenn daher jemand etwas liest, Radio hört oder sich am Fernsehapparat oder in einem Kino etwas ansieht, sollte er darauf achten, daß er guten Umgang pflegt, sollte also nach guter Gesellschaft oder Gemeinschaft trachten. Vielleicht empfängt er Aufschlüsse von erzieherischer und belehrender oder auch humorvoller Art, doch stets sollten sie auferbauend wirken. Der Sinn kann nicht Gottes Gedanken aufnehmen, die in seinem Wort geoffenbart werden, und gleichzeitig die Gedanken von gottlosen, fleischlichgesinnten, unsittlichen Personen. — 1. Pet. 1:13-16; Jak. 3:11; 4:8.
20. Welche Hoffnung haben jene, die sich mit den Rechtschaffenen verbinden?
20 In der Tat, wer weise ist, meidet schlechte Gesellschaft und sucht sich rechte Gesellschaft. „Wenn Weisheit in dein Herz einkehrt … wird Denkvermögen über dich wachen … um dich von dem schlechten Wege zu erretten, von dem Manne, der verkehrte Dinge redet, von denen, die die Pfade der Geradheit verlassen, um auf den Wegen der Finsternis zu wandeln, von denen, die sich daran freuen, Schlechtes zu verüben, die über verkehrte Dinge der Schlechtigkeit frohlocken, deren Pfade krumm sind und die abbiegen von ihrem allgemeinen Lauf … Der Zweck besteht darin, daß du auf dem Wege der Guten wandelst und die Pfade der Gerechten einhältst. Denn die Rechtschaffenen werden auf der Erde wohnen, und die Untadeligen sind es, die darauf übrigbleiben.“ (Spr. 2:10-22, NW) So zu denken, wie die alte Welt denkt, bedeutet den Tod, aber so zu denken, wie Gott denkt, bedeutet Leben. „Die Welt vergeht und auch ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt für immer.“ (1. Joh. 2:17, NW) Suche schlechte Gesellschaft auf, und du wirst finden, daß es nur für kurze Zeit sein wird. Rechte, gute Gesellschaft dagegen wird dir ewig bleiben. Daher suche dir rechte Gesellschaft und erfreue dich ihrer immerdar!
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Ein zum Tode Verurteilter lernt die Hoffnung auf das Paradies kennenDer Wachtturm 1960 | 1. Mai
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Ein zum Tode Verurteilter lernt die Hoffnung auf das Paradies kennen
ALS Jesus vor neunzehnhundert Jahren am Marterpfahl starb, hingen neben ihm zwei Verbrecher, einer zur Rechten und einer zur Linken. Es waren Diebe, die die Strafe für ihre Verbrechen sühnten. Ob Gott auch solchen Menschen Gnade erweist? Der eine von ihnen höhnte Jesus ebenso wie die Volksmenge und die Schriftgelehrten. Der andere aber sagte: „Wir empfangen völlig das, was wir für unsere Taten verdienen; dieser Mann aber tat nichts Ungebührliches.“ Dann fügte er hinzu: „Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Königreich kommst.“ Jesus erwiderte: „Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradiese sein.“ Jehova Gott, der die Herzen der Menschen kennt und durch seinen Sohn den Loskauf vom Tode beschaffte, gab ihnen durch diesen Sohn, Jesus, auch die Hoffnung auf eine Auferstehung, die in eine Zeit fallen wird, in der das Paradies auf der Erde wiederhergestellt sein wird. — Matth. 27:44; Luk. 23:39-43, NW.
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