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Sie fördern das GeistiggesinntseinKönigreichsdienst 1970 | August
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Sie fördern das Geistiggesinntsein
1 Eine wesentliche Rolle bei dem stetigen geistigen Wachstum eines jeden von uns, der mit einer Versammlung des Volkes Jehovas verbunden ist, spielt der Versammlungsbuchstudiendiener. Er liefert einen guten Beitrag sowohl zum geistigen als auch zahlenmäßigen Wachstum der Versammlung, wenn er seine Vorrechte wahrnimmt.
2 Der Buchstudiendiener trägt in vielerlei Hinsicht zur Auferbauung seiner Brüder bei. Zum Beispiel erkennt er, daß es nicht nur wichtig für ihn ist, bei Menschen, mit denen er ein Heimbibelstudium durchführt, hervorzuheben, daß die Zeit drängt, sondern daß es ebenso nützlich ist, seinen Brüdern dies während des Versammlungsbuchstudiums vor Augen zu halten. (2. Petr. 1:12; 3:1, 14) Er zieht in Betracht, daß dieses System der Dinge einen Druck ausübt und in immer größerem Maße unsere Zeit und Kraft beansprucht. Daher ist er daran interessiert, einem jeden in seiner Gruppe beizustehen, damit er eine ausgeglichene Ansicht gegenüber geistigen Dingen bewahrt. Auf diese Weise wird allen geholfen, in ihrer Liebe zu Jehova und in ihrer Wertschätzung für die Vorkehrungen, die er in geistiger Hinsicht getroffen hat, zu wachsen. Der Buchstudiendiener sollte ein tiefes Interesse an den geistigen Bedürfnissen eines jeden Verkündigers und eines jeden Interessierten haben, der zu seiner Gruppe gehört. Im Buchstudium sollte er nicht nur versuchen, eine bestimmte Menge Stoff zu behandeln. Sein Bestreben sollte es sein festzustellen, daß jeder einzelne in geistiger Hinsicht aus dem Studium Nutzen zieht, indem seine Wertschätzung für Jehova vertieft wird und er in ein immer engeres Verhältnis zu ihm gelangt. Er wünscht, daß alle jedesmal aus dem Studium in irgendeiner Weise Nutzen ziehen. Würdest du sagen, daß er es leicht hat, seine Verantwortung zu tragen? Keinesfalls!
3 Aber es gibt noch mehr zu tun, und er setzt sich gerne ein. Verstehen einige die im Studium behandelten Gedanken nicht, ist es seine Verantwortung, den Grund festzustellen und Abhilfe zu schaffen. Vielleicht wissen sie nicht, wie man studiert. Ist das der Fall, kann er den betreffenden Verkündiger oder die Familie zu Hause besuchen und mit ihr einige Absätze des Stoffes betrachten, der im nächsten Buchstudium behandelt wird. Er kann zeigen, wie man sich auf eine Antwort aus den Absätzen vorbereitet, damit alle in der Lage sind, während des Studiums Kommentare zu geben. Welch ein Segen kann er doch auf diese Weise für alle Teilnehmer seines Studiums sein, indem er ihnen hilft, ‘eine öffentliche Erklärung ihrer Hoffnung abzugeben’, und wie auferbauend ist dies doch nicht nur für denjenigen, der den Kommentar gibt, sondern für alle Anwesenden! (Hebr. 10:23-25) Er ist wirklich mitfühlend um alle besorgt, die ihm Jehova anvertraut hat, und sie ihrerseits lieben ihn deswegen. Wie leicht ist es doch, den Rat des Paulus in Philipper 2:29 zu befolgen: „Haltet Männer von dieser Art weiterhin wert.“!
4 Der Buchstudiendiener weiß, daß man ‘mit dem Herzen Glauben zur Gerechtigkeit übt, mit dem Munde aber eine öffentliche Erklärung zur Rettung ablegt’. (Röm. 10:10) Während die meisten seiner Gruppe zweifellos die rechte von Herzen kommende Wertschätzung besitzen, benötigen wahrscheinlich einige Hilfe beim Vorbereiten biblischer Zeugnisse für den Haus-zu-Haus-Dienst. Wenn er sich nicht persönlich eines jeden annehmen kann, weiß er doch, daß es zuverlässige Brüder und Schwestern in seiner Gruppe gibt, die ihre Hilfe willig anbieten, und daher kann er sich auch an sie wenden. So arbeitet die ganze Gruppe zusammen, und alle können Jehova auf wirkungsvolle Weise dienen, wobei sie viel Freude haben und viele Segnungen ernten. Der Buchstudiendiener trifft auch in liebevoller Weise Vereinbarungen, um mit solchen zusammen zu arbeiten, die der Ermunterung zur Teilnahme am Felddienst bedürfen. Solche Verabredungen können vor oder nach dem Buchstudium oder bei einer Unterhaltung mit dem betreffenden Verkündiger anläßlich einer anderen Zusammenkunft während der Woche erfolgen.
5 Welch ein schönes Vorrecht besitzt doch der Buchstudiendiener! Welch gute Gelegenheiten bieten sich ihm doch, seine Brüder und andere interessierte Personen aufzuerbauen! Es stimmt, er trägt eine große Verantwortung, aber die Freude und Befriedigung, die ihm daraus erwächst, daß er dieser Verantwortung treu nachkommt und das stetige geistige Wachstum all derer beobachten kann, die zu seiner Gruppe gehören, ist das alles wert. Wie sehr wir alle doch diese Unterhirten und ihre harte Arbeit wertschätzen!
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Es beginnt im SeptemberKönigreichsdienst 1970 | August
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Es beginnt im September
1 Im Plan des Kreisdieners, jedem Buchstudiendiener zu helfen, noch besser für seine Gruppe zu sorgen, wird eine Änderung eintreten. Wie euch bekannt ist, hat der Kreisdiener bis jetzt am Donnerstagabend ein Buchstudium besucht und war dort als Beobachter anwesend. Nach dem Studium erteilt er dem Buchstudiendiener privat Rat und gibt ihm Anregungen. Dies wird er auch weiterhin tun.
2 Worin besteht nun die Änderung? Beginnend mit dem 1. September, wird er während des ganzen Dienstjahres 1971 am Freitagabend nach der Zusammenkunft mit dem Komitee mit allen Buchstudiendienern zusammentreffen. Bei seinem ersten Besuch wird er darüber sprechen und demonstrieren, wie man im Buchstudium ein besserer Lehrer sein kann, wobei er Stoff aus dem Wachtturm, dem Buch „Dein Wort ...“ und aus Königreichsdienst-Artikeln als Quellenmaterial verwendet. Das, was er durch den Besuch des Buchstudiums am Donnerstagabend erfahren hat, und die Anregungen, die er machte, kann er an die anderen Buchstudiendiener weitergeben.
3 Bei seinem zweiten Besuch wird er am Freitagabend die Pflichten eines Versammlungsbuchstudiendieners wiederholen, wie sie im Buch „Dein Wort ...“ niedergelegt sind, und er wird Fragen beantworten und Anregungen geben, wie die Buchstudiendiener die Tätigkeit der Gruppe organisieren und die Führung im Felddienst übernehmen können. Es wäre sehr nutzbringend für alle Buchstudiendiener, wenn sie sich freimachen könnten, wenigstens einmal während des Jahres mit dem Kreisdiener im Felddienst zu arbeiten.
4 Beim dritten Besuch wird er am Freitagabend mit den Buchstudiendienern zusammentreffen, um ihnen Anregungen zu geben und zu demonstrieren, wie die Buchstudiendiener den Verkündigern ihrer Gruppe geistig beistehen können, wie sie sie zum Besuch der Zusammenkünfte ermuntern und ihnen helfen können, sich am Felddienst zu beteiligen, und wie sie solche unterstützen können, die in einigen Dienstzweigen schwach sind. Er kann das betonen, wovon er glaubt, daß es der größten Aufmerksamkeit bedarf. Das Komitee wird bei allen drei Zusammenkünften mit den Buchstudiendienern anwesend sein, damit es ebenfalls unterrichtet ist und den Buchstudiendienern helfen kann, die Anregungen des Kreisdieners auszuführen. Die Freitagabendzusammenkunft mit den Buchstudiendienern sollte gewöhnlich nicht später als um 20 Uhr beginnen.
5 Während des Dienstjahres 1971 wird der Kreisdiener keine Versammlungszusammenkunft leiten, wie er es im vergangenen Dienstjahr getan hat.
6 Diese Zusammenkünfte mit den Buchstudiendienern werden sich als sehr nutzbringend für die ganze Versammlung erweisen, da die Buchstudiendiener die Gedanken, die sie gelernt haben, anwenden werden.
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FragekastenKönigreichsdienst 1970 | August
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Fragekasten
● Wer kann sich an den Predigtdienst-Zusammenkünften beteiligen?
Grundsätzlich können alle Verkündiger, die zur Versammlung in einem guten Verhältnis stehen, einschließlich der Kinder, in irgendeiner Weise in der Predigtdienst-Zusammenkunft mitwirken. Wenn es aber darum geht, einem Bruder die Verantwortung für einen Programmpunkt der Predigtdienst-Zusammenkunft zu übertragen, sollte ihn der Aufseher nur einem Gott hingegebenen und getauften Bruder übertragen, der anderen Christen ein gutes Beispiel gibt („‚Dein Wort ...‘“, Seite 54, 182, 183). Wenn nicht genügend Brüder vorhanden sind, können Schwestern aushelfen („‚Dein Wort ...‘“, Seite 154, 155).
Es ist gut, verschiedene Verkündiger für die Predigtdienst-Zusammenkunft zu verwenden, so daß, wenn möglich, nicht immer dieselben am Programm beteiligt sind. Ein Programmpunkt könnte einem Buchstudiendiener zugeteilt werden, und er könnte dafür verschiedene Verkündiger seiner Gruppe auswählen, die ihm dabei helfen, wobei er daran denkt, bei künftigen Programmpunkten andere mitwirken zu lassen. Wenn sich die Brüder bereitwillig zur Verfügung stellen und die Demonstrationen zu bestimmten Zeiten geprobt werden, werden die Zusammenkünfte sehr lehrreich, und sie laufen reibungslos ab.
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