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Das Tier mit dem gemütvollen GesichtsausdruckErwachet! 1982 | 8. März
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Vor kurzem sind Große Pandas in Gebieten aufgetaucht, wo man sie jahrelang nicht mehr gesehen hatte. Aber die Zahl der in Freiheit lebenden Exemplare beträgt nicht mehr als 1 000, und man macht sich immer mehr Sorgen um ihren Fortbestand. Doch es besteht die Hoffnung, daß die „weißen Bären“ zahlreicher werden. Es wäre wirklich traurig, wenn diese Tiere mit dem gemütvollen Gesichtsausdruck von der Erdoberfläche verschwinden würden.
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Putzerfische & Co.Erwachet! 1982 | 8. März
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Putzerfische & Co.
GEDULDIG wartet ein Fisch hinter dem anderen, bis er an der Reihe ist. Vielleicht ist sogar einer jener Riesenhaie darunter, die bis zu einer Tonne wiegen. Aber worin besteht die Attraktion?
Selbst in den Tiefen des Meeres gibt es kleine Geschöpfe, die die Fische ebenso plagen wie die Zecken die Landtiere. Außerdem müssen Wunden von wildem Fleisch befreit werden. Fische, die unter Parasiten und Verletzungen leiden, haben offensichtlich eine Reinigung nötig. Für diese Arbeit gibt es Experten. Es handelt sich dabei um Putzerfische, die genau die richtige Ausrüstung haben — ein Maul, das einem Schnabel ähnelt, und Zähne, die wie eine Pinzette arbeiten. Unter diesen Putzerfischen gibt es keine Arbeitslosigkeit.
Im Fall des Riesenhaies tritt ein ganzer Schwarm kleiner Putzerfische in Aktion. Das Unternehmen ist für sie ein Festmahl, bei dem sie Parasiten, Pilze, Bakterien und wildes Fleisch verspeisen.
Die Fische, die gereinigt werden, arbeiten gut mit. Zum Beispiel öffnen sie zuerst den einen Kiemendeckel und dann den anderen, so daß der kleine Putzerfisch nach innen gelangen kann, um dort seinen Dienst zu verrichten. Bestimmte Arten der Haie öffnen das Maul, damit die Putzerfische hineinschwimmen und der lästigen Parasiten habhaft werden können. Man hat auch schon Muränen beobachtet, die sich auf diese Weise die Mundhöhle säubern ließen. Auch nach getaner Arbeit bleibt der Putzerfisch unversehrt, wohingegen andere Fische der Muräne zum Opfer fallen würden.
Bestimmte Garnelenarten haben großes Geschick darin, als einzelne oder in Gruppen Hautparasiten zu entfernen. Selbst wenn sich eine solche Garnele in ihrem Loch versteckt, warten Fische so lange, bis sie herauskommt. Hat ein Fisch eine Wunde nahe am Schwanz, dann lenkt er die Aufmerksamkeit zuerst auf diese Stelle. Der Fisch verhält sich völlig ruhig, während die Garnele über seinen Körper krabbelt und mit den Scheren Parasiten herauszieht und Einschnitte macht, um auch die Schmarotzer unter der Haut zu erreichen.
Selbst riesige Wale werden von Parasiten geplagt. Die Pottwale kommen bei ihren Wanderungen in bestimmte Gebiete, wo Wassertreter — kleine Küstenvögel — zu Hause sind. Sie tauchen aus dem Wasser, und die Vögel landen auf ihrem Rücken, um die Krustentiere zu verspeisen, die sich in der Haut eingenistet haben.
Die Reinigungsdienste für die Bewohner der Meerestiefe veranschaulichen, daß mehr als blinder Zufall am Werk ist. Man erkennt zweckmäßige Konstruktionen und liebevolle Fürsorge. Gewiß gebührt die Ehre dafür dem Schöpfer, Jehova Gott, der in seiner Weisheit für „Putzerfische & Co.“ gesorgt hat.
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