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Erwachet! 1981
g81 22. 11. S. 23-24

Erkennst du die Bedeutung dessen, was du siehst?

ESSEN und Trinken gehört zum Leben. Unumgänglich? Jawohl. Angenehm? Gewiß. Und doch kann beides zeitweise Probleme verursachen, die im allgemeinen entweder durch Überfluß oder durch Mangel entstehen.

Jeder von uns hat schon Bilder von ausgehungerten kleinen Kindern mit aufgeblähten Bäuchen gesehen. Allerdings erkennen wir auch Anzeichen für die Erscheinung, die Dr. Kurt Franke, Professor an der Universitätsklinik in Göttingen, als „eines der am häufigsten auftretenden Leiden in den zivilisierten Ländern“ bezeichnete: die Fettsucht. In der Bundesrepublik Deutschland beispielsweise hat jeder zweite Erwachsene und jedes vierte Kind Übergewicht.

Übergewicht beeinträchtigt nicht nur das Aussehen; es ist auch eine große gesundheitliche Belastung. Im Tages-Anzeiger lautete eine Überschrift: „Nach Pest, Krieg, Hunger, Tod kommt als fünfter Apokalyptischer Reiter auf uns zu: der Überfluß“. Es hieß weiter: „Noch nie in der Geschichte haben irgendwo so viele Menschen soviel gegessen.“ Doch nehmen die Leute Kenntnis davon?

Mit der Freude am Essen geht auch oft die Freude am Trinken einher. In Maßen genossen, ist selbst gegen alkoholische Getränke nichts einzuwenden. In vielen Ländern nimmt der Alkoholkonsum zu. Im folgenden sind die Prozentsätze für den Anstieg vom Ende der 50er bis zum Anfang der 70er Jahre angegeben: Neuseeland 13, Kanada 17, Großbritannien 20, Schweden 26, Vereinigte Staaten 32, Irland 41, Dänemark 54, Bundesrepublik Deutschland 61 und Niederlande 83.

Es ist allgemein bekannt, daß übermäßiger Alkoholgenuß sowohl dem Trinker als auch den Menschen in seiner Umgebung viele Probleme bereiten kann. Er kann der Leber und dem Gehirn schaden und zu frühzeitigem Tod führen. In der Zeitschrift New Scientist vom 26. Februar 1981 wird außer auf die gut bekannte Tatsache, daß Alkohol Gehirnzellen abtötet, auch darauf hingewiesen, daß die abgestorbenen Zellen Löcher hinterlassen und das Gehirn des chronischen Alkoholikers eine geringere Dichte hat als das eines Nichtalkoholikers. Eine zunehmende Zahl von Einzelpersonen und Personengruppen einschließlich Regierungsbehörden lassen vernehmbarer und deutlicher als je zuvor Warnungen verlauten. Doch nehmen die Leute Kenntnis davon?

Der polnische Wissenschaftler Mikolai Tolkan verneinte das. Auf einem internationalen Kongreß über Alkoholismus sagte er, in Polen sei in fünf Jahren der Alkoholkonsum um 35 Prozent gestiegen und der weltweite Trend könne, wenn man ihm nicht Einhalt gebiete, für die Menschheit eine größere Bedrohung sein als die Atombombe. Die „Alkoholbombe hat schon zu ticken begonnen, und nur wenige merken es“, sagte er abschließend.

Gefahren des Überflusses und des Mangels

Es besteht kein Zweifel: Überall, wohin wir blicken, sehen wir Leute, die sich übermäßig Sorgen machen über „Essen und Trinken“ — manche aus eigenem Antrieb, andere aus Notwendigkeit. Was ist die größte Gefahr dabei? Nicht die Schädigung der körperlichen Gesundheit — wird von den Leuten oft nicht zur Kenntnis genommen oder gar ignoriert —, sondern die Schädigung der geistigen Gesundheit. Was meinen wir damit?

Ein Überfluß an Nahrungsmitteln und Getränken kann jemand selbstgefällig und überheblich machen. Da er der Befriedigung seines körperlichen Verlangens soviel Aufmerksamkeit widmet, wird er vielleicht ichbezogen. Verliert er geistige Bedürfnisse aus dem Auge, dann geht er möglicherweise so weit, daß er Gott leugnet — wenn nicht in Worten, dann zumindest durch Taten. Die Israeliten wurden vor dem Einzug ins Verheißene Land vor dieser Gefahr gewarnt: „Wenn Jehova, dein Gott, dich in das Land bringen wird ... und du gegessen haben und satt geworden sein wirst, so hüte dich, daß du Jehova nicht vergissest“ (5. Mose 6:10-12).

Andererseits sind viele Leute, die zuwenig zu essen und zu trinken haben, gezwungen, einen Großteil ihrer Zeit für den Existenzkampf zu opfern. Der Nahrungserwerb, unerläßlich für das Überleben, wird zu ihrer Hauptsorge und verdrängt alles andere, einschließlich geistiger Bedürfnisse.

Das wurde bei einem Experiment deutlich, das man 1945 in den Vereinigten Staaten durchführte. Eine Gruppe von Männern wurde sechs Monate lang auf „Hungerration“ gesetzt. Danach stellte sich heraus, daß sie aufgrund dieser Ernährung unentschlossen und pessimistisch geworden waren; sie hatten keine Initiative mehr und waren geistigen Interessen gegenüber fast völlig gleichgültig geworden.

Sowohl ein Zuviel als auch unangebrachte Sorge über ein Zuwenig mag jemandes Verhältnis zu Gott stören. Daher die Bitte: „Gib mir weder Armut noch Reichtum. Laß mich die mir beschiedene Speise verzehren, damit ich nicht satt werde und ich dich tatsächlich verleugne und sage: ,Wer ist Jehova?‘ und damit ich nicht verarme und ich tatsächlich stehle und mich am Namen meines Gottes vergreife“ (Spr. 30:8, 9).

Zusätzlicher Grund zum Nachdenken

Um glücklich zu sein, dürfen wir die Gefahren des Überflusses und des Mangels nicht verkennen. Aber Jesus erwähnte in seiner Bergpredigt ein weiteres Erfordernis für Glück: „Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind“ (Matth. 5:3). Sich dem Essen und Trinken so sehr zu widmen, daß man geistige Bedürfnisse vernachlässigt, wird einem niemals bleibendes Glück bringen.

Bedenke, welches Unglück den Menschen in der Flut der Tage Noahs widerfuhr, weil sie sich nicht „ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt“ waren. Das Essen und Trinken hielt sie so beschäftigt, daß sie „keine Kenntnis davon [nahmen], bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte“ (Matth. 24:38, 39).

Jesus nahm auf diese Katastrophe Bezug, als ihn seine Jünger fragten: „Was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ Er antwortete ihnen: „Geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart des Sohnes des Menschen sein“ (Matth. 24:3, 37). Die Leute in den Tagen Noahs waren so mit „Essen und Trinken“ und anderen alltäglichen Verrichtungen beschäftigt, daß sie von Noahs Warnung vor einer bevorstehenden Flut keine Kenntnis nahmen. Ebenso würde es sich, wie Jesus sagte, „in den letzten Tagen“, zur Zeit seiner Wiederkehr, verhalten (2. Tim. 3:1).

Überall, wohin du blickst, kannst du Beweise dafür sehen, daß sich die Leute übermäßig Sorgen machen über „Essen und Trinken“, und das oft zu Lasten ihres Geistiggesinntseins. Es wird eine Warnungsbotschaft verkündet, doch nehmen die Menschen Kenntnis davon?

Nimmst DU Kenntnis davon?

[Bild auf Seite 23]

Übermäßiges Essen und Trinken — Besteht darin eine Gefahr?

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