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  • Der von Gott bereitete Weg der Genesung
    Der Wachtturm 1981 | 15. Februar
    • Die den Weg der Genesung eingeschlagen haben

      19. War Jesaja wie seine Mitisraeliten in geistiger Hinsicht krank, und was deuteten seine Worte an, die im Hebräerbrief zitiert werden?

      19 Möge niemand auf den Gedanken kommen, der Prophet Jesaja sei ebenfalls in geistiger Hinsicht krank und von der religiösen Heuchelei befallen gewesen, mit der sein Volk behaftet war. Der Mann, dessen sich Jehova Gott bediente, um diese Heuchelei bloßzustellen, mußte in einem guten, gesunden Verhältnis zu ihm stehen. Jesaja deutete die geistige Gesundheit, deren sich er und seine Familie erfreuten, mit den Worten an: „Siehe! Ich und die Kinder, die Jehova mir gegeben hat, sind wie Zeichen und wie Wunder in Israel von seiten Jehovas der Heerscharen, der auf dem Berg Zion weilt“ (Jes. 8:18). Der Apostel Paulus zitiert diese Worte in seinem Brief an die Hebräer und wendet sie auf Jesus Christus und dessen geistgesalbte Jünger an, indem er erklärt: „Wie er sagt: ,Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden; inmitten der Versammlung will ich dir lobsingen.‘ Und wieder: ,Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen.‘ Und wieder: ,Siehe! Ich und die Kinder, die Jehova mir gegeben hat‘“ (Hebr. 2:12, 13).

      20. Wer waren die ersten „Kinder“, die Jehova dem größeren Jesaja, Jesus Christus, gab?

      20 Die „Kinder“ Gottes, die Jehova zu Pfingsten 33 u. Z. Jesus Christus gab, waren Männer und Frauen, die der jüdischen Nation angehörten, deren Hauptstadt Jerusalem war. Bevor diese Personen zu Pfingsten mit Gottes Geist gesalbt wurden, waren sie mit dem geistig kranken System der Dinge verbunden gewesen, zu dem auch diejenigen gehörten, die Jesus Christus als die „verlorenen Schafe des Hauses Israel“ bezeichnete (Matth. 10:6; 15:24). Aber von Pfingsten an waren sie kein Teil der religiösen Organisation mehr, der der Prophet Jesaja den Tadel Jehovas verkündigen mußte. Unter der Leitung Jesu Christi hatten sie den Weg der Genesung eingeschlagen, den Jehova in Jesaja 58:8 verheißen hatte. Sie hatten die Organisation verlassen, zu der auch die selbstgerechten Pharisäer gehörten, die sich im Gebet im Tempel mit den Worten rühmten: „Ich faste zweimal in der Woche“ (Luk. 18:11, 12).

      21. Welche Segnungen waren den Jüngern Christi, die mit dem neuzeitlichen Gegenstück des untreuen Volkes Israel brechen würden, in Jesaja 58:8 verheißen worden?

      21 Ähnlich verhält es sich mit den getauften Zeugen Jehovas heute. Die meisten von ihnen kommen aus den Sekten und Denominationen der Christenheit, des neuzeitlichen Gegenstücks des Volkes Israel der Tage Jesajas und der Tage Christi. Als Lohn dafür, daß sie mit der in geistiger Hinsicht kranken, in Finsternis lebenden Christenheit gebrochen haben, erfüllt sich an ihnen die prophetische Verheißung aus Jesaja 58:8: „In diesem Fall würde dein Licht hervorbrechen so wie die Morgenröte; und eilends würde deine Genesung sprossen. Und deine Gerechtigkeit würde gewißlich vor dir hergehen, ja die Herrlichkeit Jehovas wäre deine Nachhut.“

      22. Wann begann die verheißene „Genesung“ für die Jünger, die sich losgelöst hatten?

      22 Im Nachkriegsjahr 1919 begann sich diese Prophezeiung sogleich an den christlichen Zeugen Jehovas zu erfüllen, die sich damals vollständig von der traditionsgebundenen und den Glaubensbekenntnissen verhafteten Christenheit loslösten, die von der Geistlichkeit beherrscht wird. Das Licht, das biblische Wahrheiten und Prophezeiungen erhellte, brach für diese Befreiten „wie die Morgenröte“ hervor. Ihre „Genesung“ sproßte eilends, indem sie in bezug auf ihr Verhältnis zu Jehova durch Christus eine gute geistige Gesundheit erlangten. Wie Jesaja im Tempel wurden sie gereinigt, um als Zeugen Jehovas zu dienen (Jes. 6:1-10; 43:10-12).

      23. Was für eine Vorhut und was für eine „Nachhut“ hatten sie selbst im Zweiten Weltkrieg?

      23 Nicht die Unehrlichkeit der Christenheit, sondern „Gerechtigkeit“ geht vor ihnen her und leitet sie auf Wegen, die in den Augen Jehovas recht sind. Bis heute hat er sich zu ihrem Schutz als eine „Nachhut“ hinter sie gestellt. Aus diesem Grund haben sie seine Anerkennung behalten und sind vor der Ausrottung bewahrt geblieben, die ihnen ihre Feinde im Zweiten Weltkrieg (1939—1945) angedroht hatten (Matth. 24:9-14).

  • Wie der Gesundheitszustand der Menschheit heute aussähe
    Der Wachtturm 1981 | 15. Februar
    • Wie der Gesundheitszustand der Menschheit heute aussähe

      1. Warum benötigt die Welt einen Arzt, und welche von Christus angeführte Regel gilt für die Mediziner und das Gesundheitswesen?

      DER Gesundheitszustand der Menschheit ist schlecht. Dringender als je zuvor benötigt die Welt einen Arzt, da ständig neue Krankheiten auftreten, die ihre Opfer fordern. Die Mediziner und das gesamte Gesundheitswesen sind nicht in der Lage, die Welt von all den Leiden zu befreien. Wir können auch nichts anderes erwarten, da die Regel gilt: „Arzt, heile dich selbst.“ Wer führte diese Worte an? Ein Mann, der alle Arten von Leiden heilte und sogar einen Menschen, der bereits vier Tage tot war, auferweckte. Der Mann, der diese Heilerfolge aufzuweisen hatte, war Jesus Christus (Luk. 4:23; Mark. 6:4-6). Sein eigener Tod im Jahre 33 u. Z. war nicht natürlichen Ursachen zuzuschreiben. Er wurde durch Mörder herbeigeführt (Apg. 7:52). Wie sähe wohl der Gesundheitszustand der Menschheit heute aus, wenn man Jesus damals nicht verworfen hätte?

      2, 3. (a) Welche Frage erhebt sich in Anbetracht der Fähigkeit Jehovas, Krankheiten zu heilen? (b) Was brachte Jehova über das alte Ägypten, um sein Volk zu befreien, und wovor warnte er die Israeliten, falls sie nicht auf seine Stimme hören würden?

      2 Wir können noch weiter in die Vergangenheit zurückgehen und die Frage stellen: Was wäre gewesen, wenn die Menschen die Dienste desjenigen angenommen hätten, der zur Zeit des Propheten Moses seinem auserwählten Volk sagte: „Ich bin Jehova, der dich heilt.“ (2. Mose 15:26)?

      3 Da Jehova sein auserwähltes Volk aus der Knechtschaft des alten Ägypten befreien wollte, schlug er jenes Land mit Plagen. Die ersten neun Plagen brach er jeweils wieder ab. Mit seinem befreiten Volk schloß er einen nationalen Bund, der in physischer, seelischer und geistiger Hinsicht zum Wohl der Glieder dieses Volkes gereichen sollte. Durch Moses ließ er die Israeliten vor dem warnen, was geschehen würde, wenn sie das Gesetz dieses Bundes ständig brechen würden. Moses sagte: „Auch irgendeine Krankheit und irgendeine Plage, von der im Buche dieses Gesetzes nicht geschrieben ist, Jehova wird sie über dich bringen, bis du vertilgt bist. Und es werden von euch in der Tat an Zahl sehr wenige übrigbleiben, obwohl ihr wie die Sterne am Himmel an Menge geworden seid, weil du nicht auf die Stimme Jehovas, deines Gottes, gehört hast“ (5. Mose 28:61, 62).

      4, 5. (a) Welche Frage kann hinsichtlich des neuzeitlichen Gegenstücks des Volkes Israel gestellt werden, da die Juden heute noch unter Krankheiten zu leiden haben? (b) Was wäre gemäß Jesaja 58:9-12 der Fall gewesen, wenn sich die Juden gebessert hätten?

      4 Heute leiden nicht nur Millionen Juden, sondern die ganze Menschheit an physischen Krankheiten, ganz zu schweigen von den vielen Geisteskrankheiten und den religiösen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen. Die Christenheit ist in dieser Hinsicht nicht besser daran als die Juden. Sie trägt sogar eine noch größere Verantwortung vor Gott. Wenn es schon den Israeliten so schlecht erging, weil sie sich nicht besserten, obschon Jehova sie durch Jesaja dazu hatte auffordern lassen, was können wir dann schließlich für die Christenheit erwarten, und zwar in kurzem? Wie es hätte sein können, sagt der Prophet mit folgenden Worten:

      5 „In diesem Fall würdest du rufen, und Jehova selbst würde antworten; und du würdest um Hilfe schreien, und er würde sprechen: ,Hier bin ich!‘ Wenn du aus deiner Mitte die Jochstange, das Fingerausstrecken [als Ausdruck der Geringschätzung oder Verurteilung] und das Reden dessen, was schädlich ist, entfernen wirst und du dem Hungrigen dein eigenes Seelenbegehren gewähren wirst und du die in Betrübnis gebeugte Seele sättigen wirst, dann wird dein Licht gewißlich aufstrahlen, ja in der Finsternis, und dein Dunkel wird wie der Mittag sein. Und Jehova wird dich ganz bestimmt beständig führen und deine Seele selbst in einem versengten Lande sättigen, und er wird sogar deine Gebeine kräftigen; und du sollst wie ein wohlbewässerter Garten und wie der Wasserquell werden, dessen Wasser nicht lügen. Und auf deine Veranlassung hin wird man die lange Zeit verwüstet gewesenen Stätten gewißlich aufbauen; du wirst sogar die Fundamente fortdauernder Generationen aufrichten. Und du wirst tatsächlich der Ausbesserer der Bresche, der Wiederhersteller von Wegen, an denen man wohnt, genannt werden“ (Jes. 58:9-12).

      6. Angesichts der Möglichkeiten, die sich dem Volk Israel zur Zeit Jesajas boten, stellen wir uns welche Frage über die Möglichkeiten, die sich für das neuzeitliche Gegenstück des Volkes Israel ergeben hätten?

      6 Oh, in welchem Zustand hätte das Volk Israel sein können, wenn es den deutlichen Rat Jehovas beachtet hätte! Als der Allmächtige hätte Jehova mit Leichtigkeit die Verhältnisse herbeiführen können, die nach seinen Worten herrschen sollten, wenn die Israeliten von all dem Anstößigen abgelassen hätten, das sich auf sie und ihr Bundesverhältnis mit Gott schädlich auswirkte. Weil sie es nicht taten, ging es ihnen immer schlechter. In dem Jahrhundert nach der Prophezeiung Jesajas mußten sie eine schreckliche Züchtigung durchmachen. Wenn wir dieses Beispiel betrachten, können wir uns fragen: Wie steht es mit der Christenheit, dem neuzeitlichen Gegenstück des Volkes Israel? In welchem Zustand würde sie sich in sozialer, wirtschaftlicher, sittlicher und religiöser Hinsicht befinden, wenn sie die von Jehova, dem großen Arzt, verordnete Arznei eingenommen und der Königreichsbotschaft Gehör geschenkt hätte, die bereits mehr als hundert Jahre von seinen christlichen Zeugen verkündigt worden ist?

      7. Welches lebendige Beispiel haben wir heute dafür, in welchem Zustand die Christenheit hätte sein können?

      7 In welchem Zustand die Christenheit sein könnte, wird durch das veranschaulicht, was die geistgesalbten Jünger Jesu Christi heute erleben, die durch die Söhne Jesajas, die „Kinder“, die Jehova ihm gab, dargestellt wurden (Jes. 8:18; Hebr. 2:13). Diese Jünger Jesu machen der Welt bereits 65 Jahre lang bekannt, daß Jehovas messianisches Königtum nun auf den Schultern des inthronisierten Sohnes Gottes, Jesu Christi, des Friedefürsten, ruht (Jes. 9:6, 7). Auf diese Weise haben sie Hunderttausende von verzweifelten Menschen aus dem Dunkel und der Finsternis befreit, die die ganze Welt bedecken. Durch die von Jesus in Matthäus 24:14 vorhergesagte Verkündigung der Königreichsbotschaft versorgen sie geistig hungrige Menschen mit einer Nahrung, die mehr zur Erhaltung des Lebens beiträgt als buchstäbliche Speise. Dadurch sind diese Menschen geistig genesen.

      8. Welche weiteren Worte Jehovas über den Sabbat beachten nun alle, die die geistige Genesung an sich erfahren haben, und was wird ihnen verheißen?

      8 Alle, die diese Genesung erfahren haben, beachten nun Jehovas weitere Belehrung, die das Volk Israel außer acht ließ: „Wenn du in Anbetracht des Sabbats deinen Fuß an meinem heiligen Tage vom Tun deiner eigenen Gelüste zurückhalten und du den Sabbat wirklich eine Wonne nennen wirst, einen heiligen Tag Jehovas, einen, der verherrlicht wird, und ihn wirklich verherrlichen wirst, statt deinen eigenen Wegen zu folgen, statt das zu finden, was dir gefällt, und ein Wort zu reden, dann wirst du deine Wonne an Jehova finden, und ich will dich einherfahren lassen auf den Höhen der Erde; und ich will dich essen lassen von dem Erbbesitz Jakobs, deines Vorvaters, denn der Mund Jehovas selbst hat es geredet“ (Jes. 58:13, 14).

      9. Sind getaufte Christen heute verpflichtet, einen wöchentlichen Sabbat zu halten, und was für ein Sabbat rückt für sie eilends näher?

      9 Jehovas Zeugen der heutigen Zeit sind als Gott hingegebene, getaufte Christen nicht verpflichtet, einen wöchentlichen Sabbat zu halten, der mit dem Sonnenuntergang am Freitag beginnen und mit dem Sonnenuntergang am Samstag enden würde, denn sie stehen nicht unter dem Gesetz, das den Israeliten durch den Mittler Moses gegeben wurde (2. Mose 20:1-11). Jesus Christus, der Mittler des neuen Bundes, gebot seinen Jüngern nicht, den Sonntag als einen Sabbat zu halten. Sie wissen, daß sie am siebenten Tag der Schöpfungswoche Gottes leben, an dem Tag, da Jehova ruht und von direkten Schöpfungswerken hinsichtlich der Erde absteht (1. Mose 1:1 bis 2:4). Sowohl die Weltereignisse als auch die biblische Chronologie lassen erkennen, daß wir mit Riesenschritten dem Beginn der tausendjährigen Herrschaft Jesu Christi entgegengehen. Seine Tausendjahrherrschaft, die der ganzen Menschheit zum Segen gereichen soll, wird die letzten tausend Jahre des siebentausendjährigen Ruhe- oder Sabbattages Jehovas ausfüllen. Die Herrschaft Christi wird ein Sabbat großer Freude für die ganze Menschheit sein.

      10. Ist der wöchentliche „Sabbat“ der Christenheit biblisch, und wozu wird er heute hauptsächlich genutzt?

      10 Mehr als 1 500 Jahre hat die Christenheit formell den Sonntag als eine Art christlichen Sabbat gehalten. Aber der Sonntag ist weder christlich noch jüdisch. Wie sein Name schon zeigt, handelt es sich eigentlich um einen heidnischen Feiertag zu Ehren des Sonnengottes. Bestimmt beobachtet man in der Christenheit den Sonntag heute nicht als einen Ruhetag zur Ehre Jehovas und zum Wohl des menschlichen Körpers. Meistens nutzt man ihn für sportliche Tätigkeiten, Picknicks, Theaterbesuche und andere nichtreligiöse Aktivitäten und selbstsüchtige Genüsse, ganz abgesehen vom Glücksspiel und von einer Vielzahl unsittlicher Handlungen.

      11. Inwiefern beobachten die christlichen Zeugen Jehovas einen wirklichen „Sabbat“, wodurch sie das Beispiel Gottes nachahmen?

      11 Die christlichen Zeugen Jehovas beobachten einen ständigen „Sabbat“ zur Ehre Gottes. Wie? Indem sie ruhen oder von dem Versuch abstehen, sich durch eigene Werke vor Gott zu rechtfertigen und dadurch ihre ewige Rettung zu verdienen. Sie ruhen im Glauben an das Verdienst oder den Sühnewert des Loskaufsopfers Christi, das die Grundlage für ihre ewige Rettung ist. Auf diese Weise verhalten sie sich in Übereinstimmung mit dem großen siebenten „Tag“ der Schöpfungswoche Jehovas, dem sinnbildlichen „Tag“, an dem Gott selbst ruht.

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