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  • Deinen Entschlüssen entsprechend leben
    Der Wachtturm 1969 | 15. Juni
    • 13. (a) Wodurch wird das Glück in der Ehe oft getrübt? (b) Was ist in der Ehe das, was jedem Partner „zusteht“, und warum ist dies so wichtig?

      13 Aus Berichten geht hervor, daß viele Ehepaare unglücklich sind und Schwierigkeiten haben, weil sie entweder zu wenig oder zu häufig zur geschlechtlichen Vereinigung zusammenkommen. Die Frage erhebt sich daher: „Was steht dem Ehepartner zu?“ Denken wir daran, daß Paulus sagte, der Mann solle seiner Frau das leisten, was ihr zusteht, und die Frau sollte ihrem Mann gegenüber ebenso handeln. Was dem Ehepartner zusteht, ist das, was er zur Erfüllung seines sexuellen Verlangens benötigt. Das mag bei den einzelnen ganz unterschiedlich sein. Es sollte jedoch erreicht werden, daß keiner von beiden mit leidenschaftlichem Verlangen entweder eine andere Frau oder einen anderen Mann ansieht. Beide sollten innerhalb der Ehegemeinschaft Befriedigung finden, denn Jesus sagte: „Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat.“ — Matth. 5:28.

      14. (a) Wie sollte der christliche Ehemann zu dem, was ihm und seiner Frau in der Ehe zusteht, eingestellt sein? (b) Besonders unter welchen Umständen sollte der christliche Ehemann Selbstbeherrschung üben, und wie ist es ihm möglich?

      14 Ein christlicher Ehemann sollte in dieser Hinsicht nicht rücksichtslos und herrisch sein. Das würde das Eheglück bestimmt trüben und könnte sogar zu einer Trennung führen. Denkt immer wieder an die Freude, die ihr an eurem Hochzeitstag empfunden habt. Warum nicht daran arbeiten, diese Freude zu bewahren? Sollten gottesfürchtige Ehemänner so handeln wie Männer aus der Welt, die gedankenlos über ihre Frauen herrschen, sie rücksichtslos und grausam behandeln oder vielleicht sogar von ihnen erwarten, daß sie zu sexuellen Perversionen bereit sind? Der selbstlose und liebevolle Ehemann sollte stets an die Gesundheit und das Glück seiner Frau denken. Er sollte von ihr nicht mehr verlangen als ihre Körperkräfte und ihre Gesundheit zulassen. Genauso wie man die Leidenschaft fördern kann, kann man sie auch zügeln, und wenn der christliche Ehemann feststellt, daß er von seiner Frau mehr verlangt, als sie ihm geben kann, dann sollte er Selbstbeherrschung üben. Das kann er tun, indem er sich unter anderem mehr mit geistigen Dingen beschäftigt. Die eifrige Beteiligung am Predigtdienst, das persönliche Bibelstudium, die Vorbereitung auf Zusammenkünfte und die Beteiligung daran sowie die Erfüllung anderer Aufgaben in Verbindung mit der Versammlung helfen einem, Selbstbeherrschung zu üben. — Hohesl., Kap. 4.

      15. Wie sollte die christliche Ehefrau zu dem eingestellt sein, was ihrem Mann zusteht?

      15 Eine selbstlose, liebevolle Ehefrau bemüht sich stets, ihrem Mann das zu geben, was ihm zusteht, und das zu tun, was ihn glücklich macht und bewirkt, daß er sich mehr zu ihr hingezogen fühlt. Paulus sagte, der Ehemann habe Gewalt über seine Frau; wenn daher die Frau auch nicht die gleiche Befriedigung empfinden oder benötigen mag wie ihr Mann, sollte sie doch darauf bedacht sein, das sexuelle Verlangen ihres Mannes zu befriedigen. Ihre Freude und Befriedigung erwachsen ihr aus der Befriedigung ihres Mannes.

      16. Unter welcher Voraussetzung werden sich die Ehepartner auf geschlechtlichem Gebiet verstehen?

      16 Der alles überragende Grundsatz ist der, daß beide gelobt haben zu geben, nicht zu nehmen. Diesem gemeinsamen Entschluß entsprechend zu leben ist in dem intimen Verhältnis zwischen Mann und Frau sehr wichtig. Sie sollten sich beide ganz offen darüber aussprechen, damit sie im Hinblick auf dieses ihnen von Gott verliehene Recht völlig miteinander übereinstimmen. Dadurch entsprechen sie in ihrer Ehe dem Willen Gottes und halten sich an den Entschluß, den sie faßten, als sie sich Gott hingaben.

      DEINEM ENTSCHLUSS, LEDIG ZU BLEIBEN, ENTSPRECHEND LEBEN

      17. Aus welchen Gründen haben manche sich entschlossen, ledig zu bleiben?

      17 Viele Gott hingegebene christliche Männer und Frauen haben sich entschlossen, eine Zeitlang ledig zu bleiben. Sie haben diesen Entschluß gefaßt, damit sie freier sind, um Jehova zu dienen und sich seinem Dienst noch ausgiebiger und ungehinderter widmen zu können. Einige haben sich entschlossen, in den letzten stürmischen Jahren dieses alten Systems der Dinge, mit anderen Worten bis nach Harmagedon, ledig zu bleiben. Andere haben sich entschlossen, eine bestimmte Anzahl Jahre ledig zu bleiben, um im Pionierdienst zu stehen, im Bethel zu dienen oder als Missionare tätig zu sein. Manche fassen diesen Entschluß einfach, weil sie anerkennen, daß sie noch jung sind, und geistig und seelisch noch reifer werden möchten, bevor sie den Entschluß zu heiraten ins Auge fassen. — 1. Kor. 7:32-35.

      18. Warum ist es wichtig, daß man, wenn man sich entschlossen hat, ledig zu bleiben, diesem Entschluß entsprechend lebt?

      18 Hast du diesen Entschluß gefaßt? Wenn ja, dann ist es sehr wichtig, daß du dementsprechend lebst. Wenn du als Lediger im Dienste Jehovas froh und glücklich bleiben möchtest, dann darfst du nicht in einem Zwiespalt sein, sondern mußt deine Gedanken auf dieses eine Ziel gerichtet halten. Du mußt, wie Paulus sagte, ‘in deinem Herzen feststehen, indem du keine Notwendigkeit empfindest’; nur so wirst du dich als Lediger im Dienste Jehovas freuen. — 1. Kor. 7:37.

      19. Wie kann man diesem Entschluß entsprechend leben? Veranschauliche es.

      19 Wie kannst du aber deinem Entschluß, ledig zu bleiben, entsprechend leben? Wenn jemand einmal die „Entscheidung in seinem eigenen Herzen getroffen hat, seine eigene Jungfräulichkeit zu bewahren“, dann sollte er sorgfältig darauf achten, daß er in geistiger und physischer Hinsicht dieser Entscheidung oder diesem Entschluß entsprechend lebt, damit er in seinem Herzen nicht wankend wird. (1. Kor. 7:37) Man könnte dies auf folgende Weise veranschaulichen: Angenommen, du hättest dich entschlossen, diät zu leben, um abzunehmen. Wäre es dann vernünftig, wenn du bei jeder Mahlzeit eine Menge fette, kalorienreiche Speisen auf den Tisch stellen würdest, die du nicht essen solltest? Wäre es nicht vernünftiger, du hättest nur das vor dir stehen, was du essen darfst, damit du dir nicht die Freude daran verdirbst, weil du ständig auf das siehst, was du zur Zeit nicht essen darfst? Genauso verhält es sich mit einem Ledigen, der sich entschlossen hat, ledig zu bleiben. Wenn er diesen Entschluß für eine bestimmte Zeit gefaßt hat, dann wäre es vernünftig, er würde davon abstehen, immer mit jemandem vom anderen Geschlecht zusammen zu sein. Er sollte keine Rendezvous haben und sich nicht ständig in der Gesellschaft des anderen Geschlechts aufhalten, da dadurch in ihm Wünsche wach werden könnten, die er zu unterdrücken sucht.

      20. Warum ist es so wichtig, auf seinen Gesprächsstoff zu achten, wenn man seiner Entscheidung entsprechend leben möchte?

      20 Es ist ein wahres Wort, daß jemand von dem spricht, was ihn interessiert. Bist du daran interessiert, ledig zu bleiben? Dann solltest du dich nicht mit besonderer Vorliebe über das andere Geschlecht unterhalten und mit anderen über Dinge sprechen, die sich mit deinem Entschluß nicht vereinbaren. Da das Gesprächsthema oft von den anderen bestimmt wird, solltest du dir Freunde wählen, die den gleichen Wunsch haben und das gleiche Ziel verfolgen wie du, die sich wie du entschlossen haben, ledig zu bleiben.

      21. Welche zwei Möglichkeiten haben wir, was unser Denken betrifft, unserem Entschluß entsprechend zu leben?

      21 Damit man seinem Entschluß entsprechend leben kann, muß man auch auf sein Denken achten. Es wäre nicht gut, man würde sich im Geiste mit den Rechten beschäftigen, die die Ehe mit sich bringt, wenn man sich entschlossen hat, im Interesse des Dienstes Jehovas eine Zeitlang ledig zu bleiben. Wichtig ist ferner, daß man sich während dieser Zeit mit seinem Entschluß zufriedengibt und nicht immer wieder davon spricht oder darüber nachdenkt, sonst würde man nicht seinem Wunsch, ledig zu bleiben, entsprechend leben.

      22. Was kann der Ledige tun, damit er sich nicht einsam fühlt?

      22 Als Lediger solltest du im Dienste Jehovas eifrig tätig sein, du solltest darin aufgehen. Mache Jehova zum Mittelpunkt deines Lebens. Sei bereit, zusätzliche Aufgaben in seinem Dienst zu übernehmen. Halte dich ständig beschäftigt. Fülle deine Mußestunden zu Hause mit Gebet, persönlichem Studium und glaubensstärkenden Betrachtungen aus. Du bist nie allein, denn deine besten Freunde, Jehova Gott und Christus Jesus, sind stets bei dir. Suche dir gute Freunde, mit denen du etwas unternehmen kannst, wenn du Zeit zur Entspannung hast. Das hält dich ebenfalls beschäftigt und befriedigt dich.

      23. An welchen in der Bibel erwähnten Personen, die Jehova mit Erfolg im Ledigenstand dienten, können wir uns ein Beispiel nehmen?

      23 Nimm dir stets ein Beispiel an denen, die sich entschlossen haben, Jehova als Ledige zu dienen, und die dies mit Erfolg getan haben, denn das wird dich ermutigen. Für Brüder, die sich entschlossen haben, ledig zu bleiben, und die diesem Entschluß entsprechend leben möchten, ist der Apostel Paulus ein vortreffliches Beispiel. Für unsere Schwestern, die diesen Entschluß gefaßt haben, ist die Tochter Jephthas, die an ihrem Entschluß festhielt, ein hervorragendes Beispiel. Zu ihrer Zeit galt eine Frau als gesegnet, wenn sie eine kinderreiche Familie hatte. Sie hielt jedoch an ihrem Entschluß, dem Gelübde ihres Vaters entsprechend im Interesse des Dienstes Jehovas ledig zu bleiben, fest. — 1. Kor. 7:8; Ri. 11:36-40.

      24. Was bedeutet es für dich, deinem Entschluß entsprechend zu leben?

      24 Für die Verheirateten und für die, die sich entschlossen haben, ledig zu bleiben, gilt der Rat des Apostels Paulus: „Bist du an eine Ehefrau gebunden? Höre auf, eine Loslösung von ihr zu suchen. Bist du von einer Ehefrau gelöst? So höre auf, nach einer Frau zu suchen.“ (1. Kor. 7:27) Bist du verheiratet, dann lebe deinem Entschluß entsprechend, deinen Partner zu lieben, für ihn zu sorgen und tiefen Respekt vor ihm zu haben, und beneide nicht die, die ledig sind. Hast du dich entschlossen, ledig zu bleiben, dann behalte diesen Entschluß im Sinn, und beweise es durch deinen Wandel, deine Gespräche, deine Denkweise und deine Freundschaften, und beneide nicht die, die verheiratet sind. Freue dich, ob du nun verheiratet oder ledig bist, an deiner Gabe von Gott, indem du deinem Entschluß entsprechend lebst. Dann wirst du Gottes Wort in deinem Leben anwenden und dadurch deinem wichtigsten Entschluß — deinem Gelübde, Jehovas Willen zu tun — entsprechend leben. — 1. Kor. 7:7.

  • Geduld führt zu Ergebnissen
    Der Wachtturm 1969 | 15. Juni
    • Geduld führt zu Ergebnissen

      ES KOMMT im Leben von Zeugen Jehovas oft vor, daß sie Geduld üben müssen, um andere davon zu überzeugen, daß sie den aufrichtigen Wunsch haben, ihnen zu helfen, aber die Ergebnisse zeigen, daß es sich lohnt. Folgende Erfahrung einer Zeugin Jehovas beweist, von welch unschätzbarem Wert die Geduld ist:

      „Im Jahre 1961 wurden wir als Zeugen Jehovas getauft. Unsere Nachbarin, die gegen Jehovas Zeugen war, wurde wütend, als sie es erfuhr. Sie sagte, wir seien zwar gute Nachbarn, aber mit unserer Religion wolle sie nichts zu tun haben. Unsere Bemühungen, sie umzustimmen, waren vergeblich. Wir beschlossen daher, den Rat der Wachtturm-Gesellschaft zu befolgen, und boten ihr lediglich Zeitschriften an, die Artikel enthielten, von denen wir dachten, sie würde sie gern lesen.

      Sie nahm die Zeitschriften tatsächlich entgegen und las die Artikel, die wir ihr empfahlen. Nach etwa einem Jahr durfte ihr sechsjähriges Töchterchen uns zum erstenmal besuchen.

      Wir unterhielten die Kleine, indem wir ihr die Bilder in dem Buch Vom verlorenen Paradies zum wiedererlangten Paradies erklärten. Natürlich erzählte sie nachher zu Hause ihrer Mutter, was sie über Jehova Gott, über das Paradies in Eden, über Adam und Eva usw. gelernt hatte. Etwa zwei Wochen später rief mich die Mutter an.

      Sie wollte wissen, ob ich mit ihrem Töchterchen Jo Ann die Bibel studiere. Ich sagte nein, ich würde ihr nur die Bedeutung der Bilder in einem unserer Bücher erklären. Ich holte das Paradies-Buch und erklärte ihr, wie ich dabei vorginge. Darauf sagte sie: ‚Jo Ann ist davon so begeistert, daß ich Sie fragen wollte, ob Sie Zeit hätten, mit ihr die Bibel zu studieren.‘

      Ich begann mit ihren beiden Kindern ein Studium. Kurz danach rief mich meine Nachbarin wieder an und sagte: ‚Ich schätze wirklich, was Sie für unsere Kinder tun. Sie lernen sehr viel aus der Bibel.‘ Dann sagte sie noch: ‚Wissen Sie, ich wollte Sie eigentlich schon seit Monaten fragen, ob Sie auch mit mir studieren würden, aber ich hatte einfach den Mut nicht. Ich habe Sie nun in den vergangenen sechs Jahren beobachtet und gesehen, wie ernst Sie Ihren Glauben nehmen. Ich bin daher zu dem Schluß gekommen, daß doch etwas daran sein muß. Glauben Sie, daß es Ihre Zeit erlaubt, auch mit mir zu studieren?‘ Überglücklich antwortete ich, daß ich das gern tun würde.“

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