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Eltern, beschützt das Leben eures Kindes durch genaue Erkenntnis!Der Wachtturm 1961 | 1. Juni
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Lebenskameraden nach dem beurteilen, was sie haben möchte: einen Ehemann, Fürsorger, Vater. Ein Mann wünscht sich mit Recht eine Ehefrau, ferner eine Person, die die Küche und den Haushalt besorgen kann, und eine Mutter für seine Kinder. Vor der Heirat sollte man genügend Verstand haben, zu wissen, daß ein Ehevertrag für das ganze Leben gilt. „Eine Frau ist während der ganzen Zeit, da ihr Mann lebt, gebunden.“ — 1. Kor. 7:39, NW.
WER SOLL LEDIG BLEIBEN?
17. Weshalb ist es angebracht, den ledigen Stand besonders heute ins Auge zu fassen, und welchen Grund gibt Paulus dafür an, daß der ledige Stand gewählt werden sollte?
17 Da wir nun an der Schwelle der neuen Welt Jehovas stehen, mögen viele junge Leute den Wunsch haben, ihre Eheschließung auf die Zeit nach Harmagedon zu verschieben, also bis auf die Zeit, in der die Wahl einer Ehegattin unter gerechten Verhältnissen erfolgen wird und in der man den Ehepflichten ohne die Ablenkungen, unter denen die Menschheit heute leidet, nachkommen kann. Der weise König Salomo gab Jugendlichen folgenden Rat: „Gedenke nun deines großen Schöpfers in den Tagen deiner Jünglingszeit, ehe die unglücklichen Tage kommen.“ (Pred. 12:1, NW) Da Harmagedon sich rasch nähert, sollten junge Leute in der Neuen-Welt-Gesellschaft den Wunsch hegen, von den großartigen Vorrechten, die sie haben können, Gebrauch zu machen, das heißt um des Königreiches willen alles hinzugeben und so ihre Stellung zu dieser Zeit des Endes zu sichern. Der ledige Stand bietet eine größere Freiheit und nicht so viele Ablenkungen, wie dies der Apostel sagte: „Der ledige Mann ist besorgt um die Dinge des Herrn, wie er des Herrn Anerkennung erlange. Der verheiratete Mann aber ist besorgt um die Dinge der Welt, wie er die Anerkennung seiner Frau erlange; er ist also geteilt. Ferner sind die Unverheiratete und die Jungfrau um die Dinge des Herrn besorgt, damit sie sowohl an Leib wie auch an Geist heilig seien. Die verheiratete Frau dagegen ist um die Dinge der Welt besorgt, wie sie die Anerkennung ihres Mannes finde. Ich sage euch dies aber zu eurem persönlichen Nutzen, nicht um eine Schlinge über euch zu werfen, sondern um euch zu dem zu bewegen, was schicklich ist und was bedeutet, sich ohne Ablenkung, ständig dienend, dem Herrn hinzugeben.“ (1. Kor. 7:32-35, NW) Also für ein Leben, das nicht so viel Ablenkung kennt, ermunterte Paulus zum Ledigsein, nicht zum Heiraten.
18. Wann sollte eine ledige Person eine Heirat ernstlich ins Auge fassen?
18 Der ledige Stand ist eine Gabe, die einigen als Lohn für den Sieg des Geistes über das Fleisch verliehen wird. Oft bedeutet er ein einsameres Leben, doch ist es ein frohes Leben. Eine ledige Person mag mehr allein sein, doch ist sie frei. Ihr Leben, das nicht von den gewöhnlichen Sorgen um materielle Dinge erfüllt ist, kann sich zu um so größeren Höhen emporheben. Ob aber jemand das Leben eines Verheirateten oder eines Ledigen führt, muß es in beiden Fällen ein Leben der Reinheit sein. Wenn ein Lediger finden sollte, daß er durch Leidenschaft abgelenkt, also schwer bedrängt wird, wäre es für ihn weiser, sich einen Ehepartner zu suchen und zu heiraten, statt sich ständig der Versuchung zur Hurerei oder zu anderen Mißbräuchen auszusetzen. Die Ehe ist in Gottes Augen ehrenhaft; Hurerei ist es nicht. Jene aber, die sich für das Ledigsein Raum schaffen können, sollten das tun. Paulus sagt, daß diese „besser tun“ als jene, die heiraten. — 1. Kor. 7:38; Matth. 19:12.
19, 20. (a) Welchem Problem sehen sich viele ledige christliche Frauen heute gegenüber, und wie sollten sie diese Sache ansehen? (b) Welchen Wunsch sollten alle Christen hegen, da Harmagedon nun so nahe herbeigekommen ist, und warum?
19 Es gibt viele gottergebene christliche Töchter, die vor Harmagedon heiraten möchten, doch scheint es an guten und reinen Ehepartnern zu fehlen, die in Frage kämen. Was sollten sie tun? Sollten sie sich außerhalb der Versammlung Gottes einen Gefährten holen, der sich Jehova nicht hingegeben hat, um dessen Willen zu tun? Einige haben das zu ihrem Leidwesen getan. Die biblische Vorschrift lautet aber: Heirate „nur im Herrn“. (1. Kor. 7:39) Allerdings mag der ledige Stand vielen zu einer großen Glaubensprüfung werden, aber wer um der Gerechtigkeit willen Prüfungen erduldet, erhält Gottes Segen. Wer die Gesellschaft von Außenstehenden aufsucht, mag schließlich außerhalb der Wahrheit heiraten. Die Prüfungen, die aus solchen Mischehen entstehen, sind die Folge der Tatsache, daß man Gottes Rat unbeachtet gelassen hat. Solche Prüfungen veranlassen jemanden oft, geistig krank zu werden und die Wahrheit aufzugeben; so büßt er das Leben ein. Petrus erklärte: „Es ist besser, zu leiden, weil ihr Gutes tut, wenn der Wille Gottes dies wünscht, als weil ihr Übles tut.“ (1. Pet. 3:17, NW) Harre unter Prüfungen aus, so harrt ein Segen von Jehova deiner!
20 Da Harmagedon so nahe herbeigekommen und die verheißene neue Welt in Reichweite gerückt ist, „reiniget euch, die ihr die Geräte Jehovas traget“, damit ihr lebend in seine verheißene neue Welt eingehen könnt, um ihm dann immerdar in Gerechtigkeit zu dienen. Möge das euer glückliches Los sein! — Jes. 52:11.
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Der tiefe Sinn eines SpruchesDer Wachtturm 1961 | 1. Juni
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Der tiefe Sinn eines Spruches
VON einem Spruch oder Sprichwort sagt man, es sei „viel Weisheit, in möglichst wenige Worte gekleidet“. Das hebräische Wort für Sprüche (oder Sprichwörter), Meshalím, deutet auf eine Vergleichung hin. Es schließt mehr ein als das deutsche Wort, das — so wie wir es verstehen — einen Kernsatz bezeichnet, der in wenigen Worten eine gutbekannte oder offenkundige Wahrheit zum Ausdruck bringt.
Ein Spruch oder Sprichwort kann mit einem Weizenkorn verglichen werden, dem — obwohl es an sich klein ist — die Kraft innewohnt, sich auszudehnen und sich so zu mehren, daß es für Millionen Nahrung liefern kann. Ein Sprichwort gleicht auch einem kostbaren Diamanten, der, obwohl winzig klein, ein Vermögen sein kann. Selbst ein Kind, das nicht viel Kraft hat, kann einen Diamanten verbergen und ihn mit sich herumtragen. Würde aber der Wert des Diamanten durch Eisen oder ein anderes, gewöhnlicheres Metall ausgedrückt, so würde es die Kraft vieler Personen erfordern, den Klumpen von einem Ort zum anderen zu tragen. So verhält es sich mit Sprüchen, die wegen der geistigen und sittlichen Weisheit, die ihnen innewohnen, kostbar sind. Sie sind klein genug, um im Gedächtnis, auch im schwächsten, mitgeführt werden zu können, doch unbezahlbar, was ihren Lehrwert betrifft.
Als es in alter Zeit noch nicht so viele Bücher gab, war es ganz natürlich, daß man Beobachtungen über das Leben und die Lebensweise in möglichst wenige Worte zusammenfaßte und sie dem Gedächtnis einprägte. Die Leute trugen diese Worte mit sich fort und zitierten sie von Zeit zu Zeit zu ihrem Schutz. Ja, der eigentliche Zweck des biblischen Buches der Sprüche wird wie folgt dargelegt: „… damit man Weisheit und Zucht erkenne, die Reden des Verständnisses erfasse, die Zucht erlange, die Einsicht verleiht, Gerechtigkeit und Recht und Rechtschaffenheit, um den Unerfahrenen (Lebens-)Klugheit, einem Jüngling Erkenntnis und Denkvermögen zu verleihen.“ — Spr. 1:1-3, NW.
Viele der Sprüche sind aus gesammelten Erfahrungen und Beobachtungen heraus geboren, und dies nicht von nur e i n e m Weisen, sondern von vielen. Daher bezeichnet das Epigramm Lord Russells ein Sprichwort als „die Weisheit vieler und den Geistesblitz eines einzigen“. Einige Sprüche verdanken ihren Ursprung den gewöhnlichen Situationen des Alltagslebens einer gewissen Zeit, und man muß darüber Bescheid wissen, um klar zu erkennen, wie der Spruch aufgekommen und wie er zu verstehen und anzuwenden ist. Um den grundlegenden, praktischen Wert der Weisheit, die in den Sprüchen zum Ausdruck kommt, klar zu erkennen, fasse man einige von ihnen näher ins Auge und beachte die Lektionen, die sie lehren.
SPRÜCHE 17:19, NW
„Wer Übertretung liebt, liebt Streit. Wer einen Eingang hoch macht, sucht einen Einsturz.“
In verschiedenen Gegenden Palästinas waren die Juden genötigt, die Türen ihrer Höfe und Häuser sehr niedrig zu halten, nicht
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