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  • Die Vorrechte der christlichen Frau
    Der Wachtturm 1964 | 1. Juni
    • 13. Welchen Wunsch haben alle gottesfürchtigen Frauen? Welche Fragen entstehen aber trotzdem?

      13 Die gottesfürchtigen Frauen in der Neuen-Welt-Gesellschaft sind bestrebt, nach Jehovas Grundsatz von der theokratischen Leitung durch ein Haupt zu handeln. Ihre loyale Unterstützung in dieser Hinsicht steht in auffallendem Gegensatz zu der Handlungsweise vieler Frauen der alten Welt und ist ein Segen für die Neue-Welt-Gesellschaft. Sie trägt viel zu der wunderbaren Einheit und Harmonie innerhalb dieser Organisation bei. Von Zeit zu Zeit entstehen in diesem Zusammenhang jedoch Fragen, wie zum Beispiel: Wann muß eine Schwester den Kopf bedecken? Wann darf eine Frau vor anderen beten, und muß sie dabei stets eine Kopfbedeckung tragen?

      BIBLISCHE GRUNDSÄTZE

      14. In Verbindung mit welchem Grundsatz spricht Paulus über die Kopfbedeckung, und was sagt er nach 1. Korinther 11:4-7 über diesen Punkt?

      14 Die Bibel zeigt deutlich, daß eine Frau in bestimmten Fällen eine Kopfbedeckung als Zeichen der Unterwürfigkeit tragen muß. Nachdem der Apostel Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther (11:3) den Grundsatz, daß der Mann das Haupt einer Frau sei, dargelegt hatte, wandte er ihn auch auf die Ordnung in der Versammlung an. Wir wollen dabei im Sinn behalten, daß er diesen Rat eigentlich in Verbindung mit den Wundergaben des Geistes gab. Was er jedoch über die Kopfbedeckung sagte, ist im wesentlichen heute noch gültig. Nach 1. Korinther 11:4-7 (NW) schrieb Paulus weiter: „Jeder Mann, der betet oder prophezeit und dabei etwas auf seinem Haupte hat, schändet den, der sein Haupt ist; jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupte betet oder prophezeit, schändet den, der ihr Haupt ist, denn es ist ein und dasselbe, als wäre sie eine Frau mit rasiertem Haupte. Denn wenn sich eine Frau nicht bedeckt, so möge sie auch geschoren werden; wenn es aber für eine Frau schimpflich ist, geschoren oder rasiert zu sein, so möge sie sich bedecken. Denn ein Mann sollte sein Haupt nicht bedeckt haben, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; die Frau aber ist des Mannes Herrlichkeit.“

      15. (a) Warum sollte der Mann beim Beten oder beim Leiten der Versammlung den Kopf nicht bedecken? (b) Warum sollte die Frau unter denselben Umständen den Kopf bedecken? (c) Warum verglich Paulus eine Frau, die in der Versammlung unbedeckten Hauptes betet, mit einer kahlgeschorenen Frau?

      15 Da der Mann in Gottes Bild und Herrlichkeit geschaffen wurde, sollte er seiner Frau und seiner Familie gegenüber als Vertreter Gottes amten und die Verantwortung, die seine Stellung als Haupt für ihn mit sich bringt, übernehmen. Darüber hinaus sollte er auch in der Versammlung als Vertreter Christi, des Hauptes der Versammlung, amten. Es wäre daher nicht richtig, wenn er beim Beten in der Versammlung oder beim Leiten einer Zusammenkunft aus Achtung vor den Anwesenden eine Kopfbedeckung zum Zeichen der Untertänigkeit trüge. Dadurch würde er gleichsam seine Stellung als Haupt verleugnen und so handeln, als stünde ihm diese Stellung nicht zu. Er würde also Christus vor der Versammlung nicht gebührend vertreten, sondern ihn als sein Haupt entehren. Die Frau dagegen sollte mit Rücksicht auf diesen theokratischen Grundsatz den Kopf bedecken, wenn sie in der Versammlung bete oder, was damals noch geschah, prophezeie. Dadurch würde sie erkennen lassen, daß dies normalerweise die Aufgabe des Mannes wäre, und nicht den Eindruck erwecken, als ob sie sich in die Stellung des Mannes drängen wollte. Durch ein solches Vorgehen würde sie nicht nur die männlichen Glieder der Versammlung entehren, sondern auch ihr Haupt, ihren Mann, denn sie würde sich dadurch über ihn hinwegsetzen. Wenn eine Frau schon so weit ginge, folgerte Paulus weiter, könne sie ebensogut ihr Haar so kurz schneiden wie ein Mann oder wie eine Sklavin. Wäre das aber nicht schändlich für eine Frau? In den Tagen des Apostels Paulus war es jedenfalls so, denn damals war ein kahlgeschorener Kopf oder kurzgeschnittenes Haar bei einer Frau allgemein ein Zeichen dafür, daß sie eine Sklavin, oder noch schlimmer, eine Frau war, die als Hure oder Ehebrecherin ertappt und zum Zeichen öffentlicher Schande geschoren worden war.

      16. Um welchen Grundsatz im Hinblick auf die Kopfbedeckung geht es hier, und was zeigt die Natur in diesem Zusammenhang selbst?

      16 In frühchristlichen Zeiten war es üblich, daß Frauen in der Öffentlichkeit stets eine Kopfbedeckung trugen. Eine Frau, die in der Öffentlichkeit mit unbedecktem Haupt erschien, galt als leichtlebig und unmoralisch, als eine Frau, die weder ihren Vater noch ihren Mann als Haupt anerkannte. Das war jedoch nicht der wesentliche Gedanke, um den es hier ging. Es ging um die Anerkennung des göttlichen Grundsatzes, daß der Mann das Haupt ist, und Paulus weist darauf hin, daß die Natur dies selbst andeute, wenn er sagt: „Urteilt für euch selbst: Ziemt es sich für eine Frau, unbedeckt zu Gott zu beten? Lehrt euch nicht die Natur selbst, daß, wenn ein Mann langes Haar hat, es ihm zur Unehre gereicht, wenn aber eine Frau langes Haar hat, es ihr zur Herrlichkeit gereicht? Denn ihr Haar ist ihr statt einer Kopfbedeckung gegeben.“ (Verse 13-15, NW) Das heißt jedoch nicht, daß ihr langes Haar als Kopfbedeckung genügt hätte, wenn sie in der Versammlung betete oder prophezeite, sonst wäre der Vers 6 sinnlos. Ihr langes Haar sollte sie vielmehr daran erinnern, daß sie bei solchen Gelegenheiten zum Zeichen der Untertänigkeit den Kopf bedecken sollte.

      17. Welche ihr zugewiesene Stellung erkennt die demütige Frau an?

      17 Eine kahlgeschorene Frau bietet bestimmt keinen schönen Anblick. Dasselbe wäre von einer Frau zu sagen, die keine Achtung vor der theokratischen Ordnung hätte, so zum Beispiel von einer Frau, die in der frühchristlichen Versammlung unbedeckten Hauptes prophezeit hätte. Eine solche Frau wäre in den Augen Jehovas und in den Augen der Brüder der Versammlung häßlich gewesen, weil sie keine Demut bekundet hätte. Eine gottesfürchtige Frau erkennt ihren Platz in Jehovas Ordnung. Nach den Versen 8-10 (NW) schrieb Paulus weiter: „Denn der Mann ist nicht aus der Frau, sondern die Frau aus dem Mann; und überdies ist der Mann nicht um der Frau willen erschaffen worden, sondern die Frau um des Mannes willen. Deshalb sollte die Frau, um der Engel willen, ein Zeichen der Befugnis auf ihrem Haupte haben.“

      18. Woran dachte Paulus offenbar, als er sagte, die Frau sollte „um der Engel willen ... ein Zeichen der Befugnis auf ihrem Haupte“ haben?

      18 Wieso „um der Engel willen“? Nicht etwa, weil die Frau auch Engeln untertan sein müßte. Die Worte des Apostels Paulus, die wir in 1. Korinther 11:3 lesen, besagen nicht, daß die Engel den Frauen auf der Erde gegenüber eine leitende Stellung innehätten. Engel sind nicht mit der Aufgabe betraut worden, die Christenversammlung zu leiten oder die gute Botschaft des Königreiches zu verkünden. Die Frau muß also nicht mit Rücksicht auf einen Engel, den sie vielleicht vertreten würde, den Kopf bedecken. Gottesfürchtige Männer und Frauen sind „der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen“. (1. Kor. 4:9, NW) Eine treue Frau kann unter Umständen Engeln ein vorzügliches Beispiel geben. Durch ihre treue Anpassung an die theokratische Ordnung, die von ihr verlangt, daß sie ihrem Mann als Haupt untertan ist, und auch durch ihre Achtung, die sie den männlichen Gliedern der Versammlung entgegenbringt, gibt sie den Engeln im Himmel, die Jehova und seinem regierenden König, Jesus Christus, in treuer Untertänigkeit dienen, ein gutes Beispiel.

      19. Wie beschreibt Paulus das Verhältnis zwischen Mann und Frau nach 1. Korinther 11:11, 12, und was wird dem Mann und der Frau helfen, ihre Stellung in Jehovas Ordnung demütig anzuerkennen?

      19 Um zu verhüten, daß der Mann seine Worte falsch verstehe und auf den Gedanken komme, er sei das wichtigste Geschöpf und die Frau habe keine Bedeutung, sagt Paulus weiter: „Außerdem ist in Verbindung mit dem Herrn weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau. Denn so wie die Frau aus dem Manne ist, so ist auch der Mann durch die Frau; aber alle Dinge sind aus Gott.“ (1. Kor. 11:11, 12, NW) Ja, das gilt es also zu beachten: die Anordnung, durch die alles einem Haupt unterworfen ist und die auch das Verhältnis zwischen Mann und Frau sowie die Verfahrensweise und Ordnung in der Versammlung bestimmt, stammt nicht von einem Menschen, sondern von Gott. Wenn wir diesen Standpunkt einnehmen, werden wir ausgeglichen, demütig und für Jehovas Segnungen dankbar bleiben, ob wir nun ein Mann oder eine Frau sind.

      20. Warum werden die mit der Kopfbedeckung der Frau in Verbindung stehenden Fragen heute erörtert?

      20 Offenbar bestanden in der Korinther Versammlung wegen dieser Frage Meinungsverschiedenheiten, weshalb sich auch der Apostel Paulus die Zeit nahm, die Grundsätze darzulegen, damit alle Klarheit erhielten. Er schloß seine Ausführungen ab mit den Worten: „Wenn indes jemand zugunsten eines anderen Brauches streitsüchtig zu sein scheint: wir haben keinen anderen, und auch die Versammlungen Gottes nicht.“ (1. Kor. 11:16, NW) Obwohl unter Jehovas Zeugen heute deswegen kein Streit entstehen sollte, scheint es doch gut zu sein, dieses Thema noch etwas eingehender zu betrachten, um festzustellen, wie diese Grundsätze im einzelnen in der heutigen Christenversammlung anzuwenden sind. Wir werden deshalb in der nächsten Wachtturm-Ausgabe einige Beispiele betrachten, die in dieser Hinsicht zu Fragen Anlaß geben könnten, damit gottesfürchtige Frauen in der Neuen-Welt-Gesellschaft wissen, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie mit der Bibel in Einklang sein und ein gutes christliches Gewissen haben wollen.

  • Die Gemeinde blieb wach
    Der Wachtturm 1964 | 1. Juni
    • Die Gemeinde blieb wach

      Eine zur Zeit in Missouri lebende Zeugin Jehovas berichtet aus der Zeit, da sie in einer Indianerreservation in Süddakota tätig war, folgendes Erlebnis: „Ich kam zu einem Laienprediger der katholischen Kirche. Jedes Dorf in der Reservation hat eine Kirche, aber nicht jedes Dorf hat einen Pfarrer. Die Priester besuchen in einer bestimmten Reihenfolge jede Woche ein anderes Dorf. Kommt der Pfarrer nicht, dann liest der Laienprediger, ein Indianer, eine gedruckte Predigt vor, die ihm der Pfarrer vorher zukommen läßt. Der Laienprediger nahm von mir die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! entgegen, und ich fragte ihn, ob ich ihn wiederbesuchen dürfe, um von ihm zu erfahren, wie sie ihm gefallen hätten. Etwa zwei Wochen später besuchte ich ihn wieder, und er war ganz begeistert. Er sagte: ‚Letzten Sonntag kam der Pfarrer nicht, und ich hatte auch keine Predigt von ihm erhalten. Kurz entschlossen las ich der Gemeinde aus dem Wachtturm vor, und alle freuten sich darüber. Sonst schläft alles in der Kirche, aber als ich aus dem Wachtturm vorlas, schlief niemand ein.‘ Bevor wir weitergingen, suchten wir noch verschiedene jener Dorfbewohner auf und konnten etwa 90 Zeitschriften abgeben und erlangten mehrere Abonnements. Viele interessierten sich dafür, weil sie dieser Vorlesung in der Kirche beigewohnt hatten.“

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