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Fragen von LesernDer Wachtturm 1952 | 15. April
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Vornamen, was bedingen würde, dass ein zweiter oder Familienname folgte. Es waren meistenteils die einzigen Namen. Einige trugen abwechslungsweise verschiedene Namen. Zum Beispiel war der Name, der zuerst Petrus gegeben worden war, „Simon“, und später wurde er nach dem Aramäischen „Kephas“ genannt oder nach dem Griechischen „Petrus“. In einigen Texten wird er „Simon Petrus“ genannt; somit war „Petrus“ eher ein Familienname als ein Vorname. In Markus 3:16 wird sogar gesagt: „Er gab dem Simon den Beinamen Petrus.“ Indes war dies nicht ein Beiname oder Familienname, wie wir sie heute kennen, sondern es war eher ein Name zur Abwechslung oder ein Zuname, der gegeben wurde, weil er besonders passte, was bei den Hebräern häufig Brauch war. Zunamen, wie wir sie heute kennen, bestanden unter den Juden der biblischen Zeiten nicht. Der Westminster Dictionary of the Bible (1944) sagt auf Seite 418: „Zunamen fehlten unter den Hebräern, man bezeichnete die Personen, indem man dem persönlichen Namen den Namen ihrer Stadt beifügte, wie Jesus von Nazareth, Joseph von Arimathia, Maria Magdalene, Nahum der Elkoschiter; oder durch eine Erklärung ihrer Abstammung, wie Simon, der Sohn Jonas, oder ihrer Einstellung, ihres Gewerbes oder einer andern Charakteristik, wie Simon Petrus, Nathan der Prophet, Joseph der Zimmermann, Matthäus der Zöllner, Simon der Eiferer, und Dionysius der Areopagit.“
Über diesen Punkt hat die Encyclopedia Americana, Ausgabe 1942, unter „Namen“, folgendes zu sagen: „Weder die Hebräer, Ägypter, Assyrer, Babylonier, Perser noch Griechen hatten Beinamen; und dasselbe mag von der frühesten Periode der Geschichte der Römer gesagt werden.“ (Band 19, S. 685) Diese Quelle zeigt des weitern, dass unser gegenwärtiges System der Beinamen erst Jahrhunderte später kam. All dies zeigt, dass die Bibelgestalten nicht Vornamen hatten, wie wir sie heute betrachten, mit einem darauffolgenden Beinamen zu formellerer Benutzung; folglich verrät der Gebrauch der Namen Petrus, Johannes und Paulus sowie anderer ähnlicher Namen, die uns als Vornamen erscheinen, keine Familiarität unter den ersten Christen und Aposteln. Solches war der Brauch von jener Zeit.
Wie ist heute normalerweise vorzugehen? Wenn Fremde eingeführt werden, werden die Familiennamen verwendet bis zur Zeit, da man miteinander gut bekannt ist. Wo ein grosser Unterschied im Alter besteht, wird der Jüngere den Älteren nie beim Vornamen nennen. Wenn Leute zu einer ernsthaften Zusammenkunft beisammen sind, werden die Familiennamen gebraucht. Dies ist die gebräuchliche Anrede, die würdigere und respektvollere. So können wir denn während unserer Gruppenversammlungen diesen Brauch hinsichtlich der Familiennamen nachahmen. Statt aber die weltlichen Titel Herr oder Frau oder Fräulein vor dem Beinamen zu gebrauchen, verwenden wir die Ausdrücke, die zeigen, dass wir uns eines viel engeren Verhältnisses erfreuen als Weltlinge.
Das Gebet des Herrn beginnt mit „Unser Vater“ und zeigt, dass er der Vater ist für viele, und diese vielen, die ihn so anreden, sind notwendigerweise Brüder und Schwestern und befinden sich alle mit Gott, dem Haupt, in einem Familienverhältnis. Wenn wir also in unsern Versammlungen einander als Bruder oder Schwester anreden, betonen wir diese gesegnete Verwandtschaft oder geistige Familieneinheit. Diese wunderbare Verwandtschaft ist das, was Jehovas Zeugen so verschieden macht, so rücksichtsvoll gegeneinander, so bereit, einander zu helfen. Für diese Verwandtschaft sind wir dankbar und sind bereit, dazu zu stehen, darauf aufmerksam zu machen, und dies, ohne dass wir uns im Gedanken an das, was irgendein Weltling denken könnte, schämen oder uns verlegen fühlten. Weltlinge rufen einander unter manchen Umständen beim Vornamen. Sie rufen uns und wir rufen sie beim Vornamen. Dies weist nur auf ungezwungenen Umgang oder auf gute Bekanntschaft hin. Wenn wir aber den Ausdruck „Bruder“ oder „Schwester“ verwenden, so deutet dieser auf ein gesegnetes Verhältnis hin, eine Familienverwandtschaft unter dem einen Vater, Jehova Gott. Eine Verwandtschaft, die weit enger und kostbarer ist als irgendeine, die durch den Gebrauch von Vornamen angezeigt würde. Ist dem etwa nicht so?
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BekanntmachungenDer Wachtturm 1952 | 15. April
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Bekanntmachungen
„JUBELJAHRPOSAUNE“-ZEUGNISZEIT — 3. Mose 25:9, 10
Die Zeit, Freiheit auszurufen unter allen Bewohnern der Erde, allen Rassen und Nationen, ist herbeigekommen. Freiheit für alle! Dies ist für jedermann, der Gerechtigkeit und Wahrheit liebt und sich selbstlos nach wahrer Freiheit für das ganze Menschengeschlecht sehnt, eine willkommene Botschaft. Warum sollten die Menschen, während die Verhältnisse immer schlimmer und unerträglicher werden, nicht den Wunsch haben, von solchem befreit zu werden? Der große Befreier hat verordnet, daß das Böse nicht immer das Zepter schwingen soll. Nein, sein Wort der Verheißung bietet sogar jetzt schon Freiheit an. Diese gute Botschaft von der Befreiung muß wie durch Posaunenstöße ausgerufen werden. Dies geschieht weltweit durch Gottes treue Diener, und zwar durch die Verbreitung des Wachtturms. Die „Jubeljahrposaune“-Zeugniszeit im April bietet vielen eine Gelegenheit, in diesem vierten und letzten Monat am Wachtturm-Feldzug teilzunehmen. Das Jahresabonnement auf die Zeitschrift Der Wachtturm, zusammen mit drei Broschüren, wird gegen einen Beitrag von DM 5.— angeboten. Man beschaffe sich eine Anzahl Zeitschriften und benutze sie, um andere mit ihrem wertvollen Inhalt vertraut zu machen. Einzelnummern können bei solchen zurückgelassen werden, die kein Abonnement aufgeben. Durch die regelmäßige Verbreitung der Zeitschrift von Haus zu Haus wird vielen geholfen, wahre Freiheit kennenzulernen. Macht also den April zu einem Zeitschriften-Monat!
Tagestexte für Mai
16. Lobe Jehova … Jehova löst die Gebundenen [Gefangenen, ZB]. — Ps. 146:1, 7. wX 1. 9. 51 3, 2a
17. Vergeltet niemand Übles mit Üblem. — Röm. 12:17, NW. wX 1. 8. 51 17
18. Wir sind daher Gesandte an Christi Statt, als ob Gott durch uns ermahnte. — 2. Kor. 5:20, NW. wX 15. 3. 51 18, 19a
19. [Sie] sagen: Jah sieht es nicht, und der Gott Jakobs merkt es nicht. Habet Einsicht, ihr Unvernünftigen unter dem Volke! … der das Auge gebildet, sollte er nicht sehen? — Ps 94:7-9. wX 15. 2. 51 14a
20. Noah wandelte mit Gott. Das Ende alles Fleisches ist … gekommen. — 1. Mose 6:9, 13. wX 15. 11. 51 3, 5, 6a
21. Es kommt der, welcher stärker ist als ich … Er wird euch mit heiligem Geist und Feuer taufen. — Luk. 3:16, NW. wX 15. 1. 52 5-8.
22. Vergessend, was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorne ist, … Lasst uns … diese geistige Einstellung haben. — Phil. 3:13, 15, NW. wX 15. 12. 51 16a
23. So spricht Jehova: … Ich werde dich behüten und dich setzen zum Bunde des Volkes. — Jes 49:8. wX 1. 2. 52 8
24. Wer kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er wird wie das Feuer des Schmelzers sein. — Mal. 3:2. wX 1. 1. 52 10, 11a
25. Dass ihr feststehet in e i n e m Geiste, mit e i n e r Seele Seite an Seite kämpfend für den Glauben der guten Botschaft. — Phil. 1:27, NW. wX 15. 8. 51 23, 24b
26. Ein Strom — seine Bäche erfreuen die Stadt Gottes. — Ps. 46:4. wX 15. 5. 51 7, 8a
27. Es wird kein Verzug mehr sein; sondern in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er in seine Posaune stossen soll, wird das heilige Geheimnis Gottes gemäss der guten Butschaft tatsächlich vollendet. — Off. 10:6, 7, NW. wX 15. 9. 51 2, 6a
28. Daher wird ihnen das Wort Jehovas zu Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, hier ein wenig, da ein wenig; auf dass sie hingehen und rücklings fallen und zerschmettert werden und verstrickt und gefangen werden. — Jes. 28:13, AS. wX 1. 12. 51 9a
29. Er sendet sein Wort und heilt sie. — Ps. 107:20. wX 1. 7. 51 12-14
30. In diesem Jahre des Jubels sollt ihr ein jeder wieder zu seinem Eigentum kommen. Und wenn er nicht gelöst wird in diesen Jahren, so soll er im Jubeljahre [frei] ausgehen. — 3. Mose 25:13, 54, KJ. wX 1. 10. 51 25, 27, 28
31. An deiner Väter Statt werden deine Söhne [Kinder, KJ] sein; zu Fürsten wirst du sie einsetzen auf der ganzen Erde. — Ps. 45:16, Fussn. wX 1. 3. 52 13, 14a
Erklärung zum Auffinden weiterer Kommentare über diese Texte: Die Zahlen, die dem Datum des „Wachtturms“ folgen, beziehen sich auf Abschnitte im ersten Studiumartikel. Wenn nach der Abschnittsziffer ein „a“ folgt, ist der Kommentar im zweiten Studiumartikel zu finden; wenn ein „b“ folgt, betrifft es den dritten Studiumartikel.
„WACHTTURM“-STUDIEN
Woche vom 11. Mai: Ist interkonfessionelles Zusammengehen Gottes Weg?
Woche vom 18. Mai: Jehovas theokratische Organisation heute.
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