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Hast du vor, zu einer Hochzeit zu gehen?Der Wachtturm 1974 | 15. Februar
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alle Dinge nützlich“ — auch für eine glückliche Ehe (1. Tim. 4:8).
Eine weitere Gruppe, die aus einer solchen Hochzeitsansprache Nutzen ziehen kann, sind diejenigen, die ernstlich die Absicht haben zu heiraten. Wenn sie hören, was der Redner sowohl über die Vorrechte als auch über die Pflichten der Verheirateten sagt, sollte das ihnen helfen, zu einer reifen Ansicht über die Ehe zu gelangen, so, daß sie sie nicht nur von der romantischen Seite aus, gewissermaßen durch eine rosa Brille, betrachten. Es hilft ihnen erkennen, daß eine glückliche Ehe von vielen praktischen Faktoren abhängt, zum Beispiel davon, daß man einander gegenüber rücksichtsvoll, selbstlos und aufmerksam ist. Es wird ihnen auch nachdrücklich vor Augen geführt, daß man in der Ehe ‘Drangsal im Fleische’ hat und, daß man deshalb bereit sein muß, „das Bittere und das Süße“ anzunehmen.
AUS DEM HOCHZEITSFEST NUTZEN ZIEHEN
Manchmal haben Bekannte eines Brautpaars angeblich keine Zeit, sich die Hochzeitsansprache im Königreichssaal anzuhören, aber für das anschließende Fest, bei dem man gut essen, Wein trinken und tanzen kann, haben sie Zeit. Von solchen Leuten könnte man sagen, daß sie das Pferd beim Schwanz aufzäumen. Ja, es kommt in Wirklichkeit beinahe dem Fehler gleich, den einst der Jäger Esau machte, der ein Linsengericht den geistigen Segnungen der Verheißung vorzog, die zum erstenmal seinem Großvater Abraham gegeben worden war. Bei der Hochzeitsansprache zugegen zu sein ist ein Zeichen dafür, daß man das Brautpaar schätzt; ist man aber nur beim Fest dabei, so erweckt man den Eindruck, man sei in erster Linie am Vergnügen interessiert (Hebr. 12:16).
Unter Jehovas Zeugen werden Hochzeitsfeste oft so gestaltet, daß die Teilnehmer geistig gestärkt und erbaut werden. Vor kurzem wurden bei einem solchen Anlaß von einigen guten Freunden des Brautpaars kurze Ansprachen, verbunden mit Humor und guten Ratschlägen, gehalten. Es wurden auch einige schöne christliche Lieder gesungen, die für den Anlaß besonders passend waren, und natürlich wurde zu Beginn des Festes Gottes Segen erbeten.
Ein solcher Anlaß sollte auch stets auf einem gewissen Niveau bleiben und nicht in ein wildes Gelage ausarten, wie dies oft bei Weltmenschen der Fall ist. Kurz gesagt, auch bei einem Hochzeitsfest sollte der Rat des Apostels beachtet werden: „Ob ihr eßt oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Verherrlichung Gottes.“ Dann wird nicht nur die Hochzeitsansprache, sondern auch das anschließende Fest ein Anlaß zur Freude sowie zur gegenseitigen Erbauung sein, an den man sich immer gern erinnern wird (1. Kor. 10:31).
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Die biblische Wahrheit macht freiDer Wachtturm 1974 | 15. Februar
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Die biblische Wahrheit macht frei
Eine Missionarin, die in Westafrika dient, berichtet: „Ich besuchte eine Frau, die früher eine Gegnerin unseres Werkes gewesen war, sich dann aber bereit erklärt hatte, die Bibel zu studieren. Das Studium wurde jedoch nicht regelmäßig durchgeführt, und so fragte ich mich, ob ich es wohl weiterhin durchführen könne. Als wir aber das Thema Spiritismus betrachteten, merkte ich, daß sie das Studium doch ernst nahm. Noch in derselben Woche warf sie alles, was mit Spiritismus zu tun hatte, bis auf einen Gegenstand weg.
Bei unserem nächsten Studium brachte sie mir diesen Gegenstand und fragte, ob es wohl angebracht sei, daß sie hineinschaue, bevor sie ihn beseitige. Ein Medizinmann hatte ihr diesen Gegenstand gegeben, damit sie schwanger werde, denn sie hätte gern ein Kind gehabt, konnte aber keine Kinder bekommen. Mitten auf einem großen Tablett, das mit Sand bedeckt war, stand ein kleines Tongefäß auf dem Kopf. Behutsam drehte sie das Gefäß um. Da sie nichts sah, begann sie, mit einer Schere in dem Sand auf dem Tablett herumzustochern — auch nichts! Wütend darüber, daß der Medizinmann sie so betrogen hatte, stand sie auf, nahm das Ding und warf es aus dem Fenster.“
Ja, die Wahrheit macht von falschen Ansichten frei; das kann diese Frau — jetzt ein getaufter Zeuge Jehovas — bestätigen (Joh. 8:32).
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