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    Der Wachtturm 1965 | 1. Oktober
    • Fragen von Lesern

      ● Wie sind die Worte nach Jeremia 51:39, 57 zu verstehen, wo von den Babyloniern gesagt wird, sie würden „entschlafen zu ewigem Schlafe und nicht mehr erwachen“? Heißt das nicht, daß sie nicht mehr auferweckt werden? — R. A., USA.

      Das 51. Kapitel des Buches Jeremia enthält eine prophetische Vorschau auf den Sturz Babylons. Jehova gibt darin bekannt, daß er die umliegenden Nationen erwecken werde, damit sie Babylons Macht brächen. In der Mitte dieser Prophezeiung, in den Versen 39 und 57, heißt es: „Wenn sie erhitzt sind, richte ich ihnen ein Trinkgelage an und berausche sie, auf daß sie frohlocken und entschlafen zu ewigem [unabsehbar lange dauerndem, NW] Schlafe und nicht mehr erwachen, spricht Jehova. Und ich berausche seine Fürsten und seine Weisen, seine Landpfleger und seine Statthalter und seine Helden, daß sie entschlafen zu ewigem Schlafe und nicht mehr erwachen, spricht der König, Jehova der Heerscharen ist sein Name.“

      In der Nacht, in der Babylon in die Hände der Meder und Perser fiel, hatte König Belsazar für tausend seiner Gewaltigen ein üppiges Festmahl veranstaltet, bei dem auch viel getrunken wurde. Doch bevor die Nacht vorüber war, bemächtigten sich die feindlichen Soldaten der Stadt, „Belsazar, der König der Chaldäer, [wurde] getötet“, und viele von seinem Gefolge und andere wurden auf den Straßen ergriffen und erschlagen. (Dan. 5:1-4, 30) Sie schliefen nicht einfach als Betrunkene ein, um am anderen Tag wieder aufzuwachen, sondern entschliefen zu „einem unabsehbar lange dauernden Schlaf“; denn sie starben.

      Sie verspürten nicht nur die Wirkung des buchstäblichen Weines, sondern taumelten auch von dem symbolischen „Becher Zornwein“ aus der Hand Jehovas, des Gottes, den sie gehöhnt hatten. Das Kriegsschwert machte sie taumeln wie Trunkene, und einige von ihnen, die durch das Schwert umkamen, entschliefen „zu einem unabsehbar lange dauernden Schlaf“, von dem sie kein Mensch aufwecken konnte. — Jer. 25:15, 16, 26.

      Heißt das, daß niemand von ihnen zu den „Toten“, den „Großen“ und den „Kleinen“, gehören wird, die auferstehen und, wie der Apostel Johannes es in einer prophetischen Vision sah, vor dem Richterthron stehen werden? (Offb. 20:12, 13) Offenbar nicht. Belsazar war der letzte König jener Königslinie. Er wurde in der Nacht, in der Babylon fiel, umgebracht und entschlief „zu einem unabsehbar lange dauernden Schlaf“, von dem er bis heute noch nicht erwacht ist, weil er nicht von einem Wein trunken geworden war, von dessen Wirkungen er sich durch einen erfrischenden Schlaf hätte erholen können, sondern weil er getötet wurde. Er gehört demnach offenbar zu denen, die im Scheol sind. Wenn das auf ihn zutrifft, sollte man vernünftigerweise annehmen können, daß auch die anderen Babylonier, die damals umkamen, dort sind. Wie lange ihr „unabsehbar lange dauernder Schlaf“ anhalten wird, bis sie durch Gottes Macht unter dem messianischen Königreich auferweckt werden, wissen wir nicht. Sie können sich nicht selbst aufwecken. — Vergleiche Hiob 14:10-12, 19-22.

      ● Kann in Anbetracht der Worte in 1. Chronika 28:9 gesagt werden, Salomo werde auferweckt? — B. M., USA.

      Um festzustellen, ob die Bibel etwas sagt, was auf die Möglichkeit einer Auferstehung Salomos hindeuten würde, ist es gut, die Texte, in denen von ihm die Rede ist, mit Texten zu vergleichen, aus denen hervorgeht, was mit anderen Menschen, die in der vorchristlichen Zeit lebten, geschah, als sie starben.

      Abraham, Moses und David waren Jehova wohlgefällig. Sie werden daher unter den Glaubensmenschen angeführt, die an eine Auferstehung glaubten und auch auferstehen werden. (Hebr. 11:17-19, 23-28, 32-35, 39, 40) Das bedeutet, daß sie beim Tod in den Scheol oder Hades kamen, in das allgemeine Grab der Menschheit, aus dem die Toten auferstehen werden. (Offb. 20:13) Wir haben keinen Grund, daran zu zweifeln, daß Jehova das, was er in Verbindung mit ihnen zu tun beschlossen hat, durchführt. Interessanterweise gebraucht die Bibel stets ähnliche Ausdrücke, um zu erklären, was mit all diesen Menschen geschah, als sie starben. Von Abraham heißt es, er sei bei seinem Tod in Frieden zu „seinen Vätern“ eingegangen. (1. Mose 15:15) Als Moses starb, legte er sich zu „seinen Vätern“. (5. Mose 31:16) Von David heißt es: „David legte sich zu seinen Vätern; und er wurde begraben in der Stadt Davids.“ — 1. Kö. 2:10; Apg. 13:36.

      Demnach waren alle drei, Abraham, Moses und David, Gott wohlgefällig, kamen in den Scheol und wurden, wie gesagt, bei ihren Vätern begraben oder zu ihnen versammelt. Mit dem immer wiederkehrenden Ausdruck „bei seinen Vätern begraben“ kann nicht gemeint sein, daß sie alle in ein und dasselbe Grab kamen, denn diese Männer wurden nicht alle an derselben Stelle begraben. Moses wurde sogar von Jehova selbst begraben, und „niemand weiß sein Grab bis auf diesen Tag“. — 5. Mose 34:5, 6.

      Über den Tod Salomos ließ Jehova in seinem inspirierten Bericht die Worte niederschreiben: „Salomo legte sich [entschlief, Lu, Br, AB] zu seinen Vätern.“ (1. Kö. 11:43; 2. Chron. 9:31) Aufgrund des biblischen Parallelismus können wir somit vernünftigerweise folgern, daß sich Salomo bei seinen Vätern Abraham, Moses und David im Scheol oder Hades befindet, von wo er auferweckt werden wird. Manche mögen denken, Salomo sei wegen seiner großen Weisheit vollauf dafür verantwortlich, daß er sich der falschen Anbetung zuwandte; doch nur Jehova, der ein Gott der vollkommenen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit ist, kennt alle Einzelheiten, und er scheint nun einmal so entschieden zu haben.

      Bevor David starb, ermahnte er Salomo mit den Worten: „Wenn du ihn [Jehova] suchst, wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlässest, wird er dich verwerfen auf ewig.“ (1. Chron. 28:9) Was meinte David wohl mit diesen Worten, wenn wir das bereits Gesagte in Betracht ziehen? David bezog sich offenbar auf das gegenwärtige Leben, ohne daran zu denken, ob Salomo auferstehen oder ob er, wenn er von der wahren Anbetung abfallen würde, nicht auferstehen werde. Würde Salomo als König von Israel Jehova verlassen, so würde Gott ihn verwerfen. Das geschah auch. (1. Kö. 11:9-13) Dennoch deutet die Bibel an, daß Salomo offenbar auferstehen wird. — Joh. 5:28, 29; Matth. 6:29; 12:42; Apg. 7:47.

      Die Bibel sagt nicht von jedem Menschen, den sie mit Namen erwähnt, ob er auferstehen wird oder nicht. Beweisen wir aber heute unsere Lauterkeit gegenüber Gott, so werden wir das Vorrecht haben, der Auferstehung der Toten beizuwohnen, oder werden unter den Auferstandenen sein und werden dann genau wissen, wer alles von Gott einer Auferstehung für würdig befunden wurde.

  • Tatkräftig zu geistigem Leben zurückgekehrt
    Der Wachtturm 1965 | 1. Oktober
    • Tatkräftig zu geistigem Leben zurückgekehrt

      „Als vierzehnjähriger Junge“, so berichtet ein Zeuge Jehovas aus Nebraska, „kam ich durch das Interesse, das meine Mutter an der Bibel hatte, mit Jehovas Zeugen zum erstenmal in Verbindung. Im Jahre 1946 wurde ich getauft. Wenn ich aber auf die vergangenen Jahre zurückblicke, muß ich leider sagen, daß mich meine leichtsinnige Natur und meine Unreife veranlaßten, viele Fehler zu begehen, und ich bin Jehova für seine liebende Barmherzigkeit dankbar. Ich ließ mich von den Sorgen um die Gründung einer Familie und von materialistischen Interessen ablenken, bis ich geistig beinahe tot war. Dann wurde ich plötzlich arbeitslos. Was tun? Ich sah ein, daß es höchste Zeit war, Jesu Rat, die Königreichsinteressen an die erste Stelle zu setzen, zu befolgen. Nach einiger Zeit zogen wir in ein Gebiet, wo Hilfe not tat, und ich wurde ein Diener. Als Schwierigkeiten auftraten und wir daran dachten, wegzuziehen, setzte ich mich an meinen Schreibtisch und schaute die Verkündiger-Dienstkarten durch. Ich sah dabei nicht nur Namen, sondern lebende Seelen, die die ersten Schritte dem Leben entgegengetan hatten. Wie hätte ich sie im Stich lassen können, nachdem sie so weit gekommen waren und eine solche Bereitwilligkeit gezeigt hatten? So sind wir denn geblieben!“

  • Bekanntmachungen
    Der Wachtturm 1965 | 1. Oktober
    • Bekanntmachungen

      PREDIGTDIENST

      Nachdem Petrus zu Pfingsten des Jahres 33 in Jerusalem vor Tausenden von Juden über Christus Jesus Zeugnis abgelegt hatte, ermahnte er sie mit den Worten: „Laßt euch aus dieser verkehrten Generation retten.“ (Apg. 2:40) Die damalige Generation der Juden hatte ihren Sinn „nach diesem System der Dinge“ geformt. (Röm. 12:2) Ihr Sinnen und Trachten stand nach dem Fleische und nach materiellen Dingen. Von unserer Generation kann dasselbe gesagt werden. Durch ihre Handlungsweise beweisen heute die meisten Menschen, daß sie nach der Maxime leben: „Laßt uns essen und trinken, denn morgen werden wir sterben.“ (1. Kor. 15:32) Darum ist die Aufforderung: „Laßt euch aus dieser verkehrten Generation retten“, auch heute angebracht. Durch die Zeitschrift Erwachet! ist schon vielen Menschen geholfen worden, dieser Aufforderung nachzukommen. Im Oktober bieten Jehovas Zeugen ein Jahresabonnement auf diese Zeitschrift zusammen mit drei bibelerklärenden Broschüren gegen einen Beitrag von 5 DM (Österreich S 26; Schweiz 5 Fr.; Luxemburg 50 lfrs) an.

      „WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM

      31. Oktober: Eine Umkehr ist noch möglich. Seite 589.

      7. November: Ein junger Mann geht in die Irre. Seite 595.

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