Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Was wollte der Weise damit sagen?
    Der Wachtturm 1978 | 1. April
    • Was wollte der Weise damit sagen?

      Welche Weisheit ist wirklich von Wert?

      NACHDEM König Salomo das gesamte Spektrum der Angelegenheiten des Menschen gründlich untersucht hatte, legte er seine Ergebnisse schriftlich nieder. Über sein Bestreben, andere aus seinen Nachforschungen Nutzen ziehen zu lassen, schrieb er: „Außer der Tatsache, daß der Versammler weise geworden war, lehrte er auch das Volk fortwährend Erkenntnis, und er stellte Erwägungen und gründliche Nachforschungen an, damit er viele Sprüche wohlgeordnet zusammenstelle. Der Versammler suchte die gefälligen Worte zu finden und die richtigen Worte der Wahrheit niederzuschreiben“ (Pred. 12:9, 10).

      In der griechischen Septuaginta lautet Prediger 12:9, 10: „Und überdies, weil der Prediger weise war, weil er die Menschen Weisheit lehrte; damit das Ohr finde, was von Gleichnissen angenehm ist, suchte der Prediger fleißig, Worte zu finden und eine Schrift der Geradheit — Worte der Wahrheit“ (Thomson; 1. Kö. 4:29-34; siehe auch The New English Bible und Ginsburgs Kommentar). In seinen Schriften bemühte sich Salomo, die Leser mit gefälligen Worten anzusprechen, mit interessanten und wirklich lohnenden Themen. Da Salomo von Gottes Geist unterstützt wurde, können wir seine Feststellungen heute vorbehaltlos annehmen. Außerdem entsprechen sie heute noch den Tatsachen.

      Zu welchem Schluß kam Salomo in bezug auf die in seinen Tagen vorhandene Literatur? Er schrieb: „Die Worte der Weisen sind wie Ochsenstacheln, und gleichwie eingeschlagene Nägel sind die, die sich dem Sammeln von Sinnsprüchen widmen; sie sind von e i n e m Hirten gegeben worden. Was irgend etwas außer diesen betrifft, mein Sohn, laß dich warnen: Des vielen Büchermachens ist kein Ende, und sich ihnen viel zu widmen ist ermüdend für das Fleisch“ (Pred. 12:11, 12).

      Die nützlichsten Schriftstücke sind somit diejenigen, aus denen die Weisheit des „e i n e n Hirten“, Jehovas Gottes, spricht. Sich anderen Wissensquellen in übertriebenem Maße zu widmen kann für jemand unnötig ermüdend sein, ohne daß er viel gewinnt, was von echtem und bleibendem Wert ist. Solche Schriften wirken sich — besonders wenn sie ein Produkt weltlicher Überlegungen sind und der göttlichen Weisheit widersprechen — schädlich auf den Menschen aus und zerstören den Glauben. Andererseits werden die Worte derer, die über göttliche Weisheit verfügen, gleichsam wie Ochsenstacheln wirken und die Zuhörer oder Leser zu Fortschritten im Einklang mit dieser Weisheit anspornen. Und wer sich dem Sammeln von Sinnsprüchen widmet — das heißt dem Sammeln wirklich wertvoller weiser Aussprüche —, gleicht Nägeln, und zwar deshalb, weil seine Zuhörer durch seine guten Worte, die Jehovas Weisheit widerspiegeln, gefestigt und gestärkt werden können.

      Salomo faßte seine gesamten Nachforschungen mit den Worten zusammen: „Der Abschluß der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den wahren Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze Pflicht. Denn der wahre Gott selbst wird jederlei Werk ins Gericht über alles Verborgene bringen im Hinblick darauf, ob es gut ist oder böse“ (Pred. 12:13, 14). Eine heilsame Furcht oder Ehrfurcht vor dem Schöpfer wird uns davor schützen, verwegen zu handeln, wodurch wir ungeahnte Schwierigkeiten für uns heraufbeschwören könnten. Und wenn wir anerkennen, daß der Aufmerksamkeit des Schöpfers nichts entgeht, mögen wir uns angespornt fühlen, seine Gebote zu halten. Der Höchste wird über alles richten, auch über das für menschliche Augen Verborgene. Ist es nicht richtig und wirklich vernünftig, seine Gebote zu halten, da sie doch zu unserem ewigen Wohl gereichen?

  • Honig aus einem Tier, das schon lange tot war
    Der Wachtturm 1978 | 1. April
    • Honig aus einem Tier, das schon lange tot war

      Manch einer konnte den Bibeltext Richter 14:8, 9 nicht recht verstehen, wo gesagt wird, daß Simson im Kadaver eines toten Löwen Honig fand und diesen herausstrich. Wieso können sich Bienen in einem toten Löwen ansiedeln? Diese Frage stellte ein Leser der in Melbourne (Australien) erscheinenden Zeitung Age; und in dieser Zeitung erschien darin unter der Überschrift „Tagebuch eines Naturkundlers“ eine Antwort. Der Verfasser, H. A. Lindsay, schrieb:

      „Die einzige Erklärung, die ich geben kann, ist die, daß es sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Tatsache handelt. In Palästina waren — und sind immer noch — hohle Bäume eine Seltenheit, in denen sich wilde Bienen ansiedeln könnten. Das hat zur Folge, daß sie ihre Nester in Felsspalten, in Höhlen und sogar in Erdlöchern anlegen.

      In dem trockenen Klima dieser Gegend, insbesondere im Sommer, wird die Leiche eines Tieres mit zäher Haut, wenn sie nicht begraben wird, schnell ein mit trockener Haut bespanntes Gerippe. Wilde Bienen, die keinen besseren Ort finden, um ihr Nest anzulegen, tun das in der Brusthöhle des toten Tieres.

      Das ist keine Theorie, sondern ich kann einen ähnlichen Fall anführen. ,Booborowie‘ in Südaustralien ist eine große baumlose Ebene mit vielen Luzernefeldern. Diese Futterpflanze ist während der Sommermonate für die Bienen eine reiche Nahrungsquelle.

      Im Jahre 1927 spazierte ich über einen Hügel südlich der Luzernefelder und stieß auf den Kadaver eines Pferdes, das Monate zuvor verendet war. Es war jetzt ein von der Sonnenhitze ausgetrocknetes, mit Haut überzogenes Gerippe. Das, was ich für einen Schmeißfliegenschwarm gehalten hatte, erwies sich als ein Bienenschwarm. ... Ich konnte dasselbe tun, was Simson vor über 3 000 Jahren getan hatte; ich aß etwas von dem Honig der Bienen, die sich in dem Kadaver eines Tieres, das schon lange tot war, angesiedelt hatten“ (21. November 1960, S. 17).

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen