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  • Jehova mit ungeteiltem Herzen dienen
    Der Wachtturm 1971 | 1. Juni
    • Herz lange im voraus stärken, um dann widerstehen zu können.

      18. Welche Fragen helfen uns, unsere Beweggründe zu prüfen?

      18 Schon beim ersten Gedanken an eine unsittliche Handlung sollten wir uns fragen: „Möchte ich so etwas wirklich tun? Ich weiß doch, wozu es führt. Möchte ich Schmach auf meine Familie und auf die Versammlung, mit der ich verbunden bin, bringen? Und mein Ehepartner? Zugegeben, er mag Fehler und Schwächen haben — die habe ich aber auch. Möchte ich tatsächlich das Leid verursachen, das eine solche Handlung unweigerlich mit sich bringt? Wäre das Dankbarkeit gegenüber meinem Ehepartner, mit dem ich so viele Jahre seines Lebens geteilt habe? Ja möchte ich wirklich so undankbar sein und Jehovas Gabe, seinen Sohn, verachten, den Tod Jesu am Marterpfahl für nichts achten und die unverdiente Güte Jehovas verwerfen, bloß um mich einige Augenblicke einem unerlaubten Vergnügen hinzugeben? Wo ist meine Liebe zu Sittsamkeit, Rechtschaffenheit und Ehrlichkeit?“

      19. Welche Fragen könnten wir uns passenderweise stellen, wenn wir die Anziehungskraft des Materialismus zu verspüren beginnen?

      19 Wenn wir die Anziehungskraft des Materialismus spüren oder wenn uns das gegenwärtige System der Dinge mit seinen angeblichen Vorteilen und Gewinnchancen lockt, sollten wir uns, das heißt die „verborgene Person des Herzens“, fragen: „Kann ich, wenn ich ehrlich bin, sagen, daß mir materielle Dinge jemals die gleiche Freude vermittelt haben wie der Dienst Jehovas, die Gemeinschaft mit meinen Brüdern oder das Bewußtsein, anderen wirklich eine Hilfe gewesen zu sein und ihnen den Weg zum Leben gewiesen zu haben? Kann mir diese Welt eine Zukunft bieten, die ein gerechtes Herz wirklich wünschen könnte? Möchte ich ihr tatsächlich meine Zuneigung schenken, obwohl ich genau weiß, daß sie mich nur eine Zeitlang gebraucht und mich dann, wenn sie keine Verwendung mehr für mich hat, fallenläßt?“ Noch müssen wir auf Gottes gerechte neue Ordnung und ihre Segnungen warten, aber Jakobus gibt uns den Rat: „Übt auch ihr Geduld; befestigt eure Herzen, denn die Gegenwart des Herrn hat sich genaht.“ — Jak. 5:7, 8.

      20. Was für einen Rückblick sollten wir in unserem Herzen halten, wenn wir uns vor Fragen gestellt sehen, bei denen es um unsere Neutralität geht?

      20 Sollte man dich unter Druck setzen, um dich zu veranlassen, von deiner Neutralität gegenüber den Systemen dieser Welt abzugehen und deine Lauterkeit gegenüber Gott aufzugeben, dann halte in deinem Herzen einen Rückblick auf die abscheulichen Dinge, die der Gott dieser Welt, Satan, der Teufel, unter den Nationen gefördert hat: Blutvergießen, Verbrechen, Habgier und Grausamkeit. Wie könnten wir einwilligen, uns auch nur für einen Augenblick auf seine Seite zu stellen! Wie könnten wir, selbst wenn wir verfolgt, eingesperrt und mißhandelt würden, uns von Jehova, dem Gott des neuen Systems der Dinge, abwenden und uns auf die Seite Satans und seiner verderbten und herzlosen, mit wilden Tieren verglichenen Systeme stellen?

      21. (a) Wie können wir verhüten, daß unser Herz heute, wo wir in der „Zeit des Endes“ so weit vorgerückt sind, ‘beschwert wird’? (b) Was zeigt, daß Salomo den Rat seines Vaters, sein Herz ungeteilt zu bewahren, nicht befolgte?

      21 Auf ähnliche Weise können wir in unserem Herzen die Liebe zu allem, was recht, anständig und ehrbar ist, stärken und einen echten Haß entwickeln gegen alles, was Jehova verurteilt und verabscheut. (1. Chron. 29:17; Hebr. 1:9) Haben wir aber einmal ein gutes Herz entwickelt, dürfen wir es nicht dabei bewenden lassen. Wir müssen unser Herz behüten. „Gebt auf euch selbst acht, damit eure Herzen niemals durch zuviel Essen und zuviel Trinken und Sorgen des Lebens beschwert werden und jener Tag plötzlich, in einem Augenblick, über euch komme wie eine Schlinge. Denn er wird über alle jene kommen, die auf der ganzen Erdoberfläche wohnen.“ (Luk. 21:34, 35) Salomo erbat sich von Jehova ein gehorsames Herz und Unterscheidungsvermögen, um Gottes Volk zu richten. Gott gab Salomo „Weisheit und sehr große Einsicht und Weite des Herzens“. Wie traurig ist es deshalb, über ihn zu lesen: „Es geschah zur Zeit, als Salomo alt war, da neigten seine Weiber sein Herz anderen Göttern nach; und sein Herz war nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.“ (1. Kö. 4:29; 11:1-6) Stell dir das vor! Nachdem er von Jehova mit soviel Weisheit ausgestattet worden war und in Verbindung mit Jehovas Vorbild-Königreich so viele Vorrechte genossen und auch den herrlichen Tempel Jehovas erbaut hatte, ließ er zu, daß seine heidnischen Frauen sein Herz bewogen, sich der Anbetung anderer Götter zuzuwenden! Und gerade er hatte unter Inspiration so viel über das Herz geschrieben.

      22. Warum ist es wichtig, daß wir Jehova dienen, nicht weil wir müssen, sondern weil wir den Wunsch haben, seinen Willen zu tun?

      22 Tun wir daher alles, was immer wir tun, als für Jehova! Es freut ihn sehr, wenn wir ihm dienen. Er ist kein undankbarer Gott. Er schätzt alles, was wir tun; es freut ihn, uns zu belohnen, uns zu segnen und uns Gaben zu verleihen. Aber unser Dienst muß aufrichtig, echt und ganzherzig sein. Jehova kann jeden Vorwand durchschauen und sieht, wenn wir etwas aus anderen Gründen tun. Er sieht, ob wir mehr an einem Bericht interessiert sind als daran, ihn zu lobpreisen, ja er sieht, ob wir besonders auf unsere Erscheinung und den Eindruck, den wir bei anderen erwecken, bedacht sind und ob wir etwas nur tun, weil wir denken, wir müßten es tun. Zugegeben, wir müssen Jehova dienen, wenn wir leben möchten; wir werden aber niemals durchhalten, niemals ausharren und niemals das Ziel erreichen, wenn wir nicht den Wunsch und ein tief empfundenes Verlangen haben, ihm zu dienen, wenn wir uns nicht danach sehnen, in einer Zeit zu leben, in der wir ihm vollkommen dienen können, frei von allem, was uns jetzt veranlaßt, unrecht zu tun und seinen vollkommenen Maßstäben nicht zu entsprechen.

      23. (a) Warum mögen einige aus dem Wettlauf, bei dem es um das Leben geht, ausscheiden? (b) Was können wir wie Paulus im Interesse derer, die ein ungeteiltes Herz haben möchten, zuversichtlich beten?

      23 Alles deutet darauf hin, daß Gottes neue Ordnung unmittelbar bevorsteht. Doch selbst zu dieser vorgerückten Stunde fallen einige ab, die viele Jahre im Dienste Jehovas gestanden haben. Warum? Liegt es vielleicht daran, daß sie unabhängig sein möchten? Haben sie vielleicht erkannt, daß Gottes Regierung nun bald über alle überlebenden Erdbewohner herrschen wird, und möchten sie dies in ihrem Herzen in Wirklichkeit nicht? Möchten sie nicht, daß diese gerechte Regierung über die ganze Erde herrscht? Du hast Jehova gesucht und hast ihn auch gefunden; so bewahre nun dein Herz ihm gegenüber ungeteilt, liebe ihn und diene ihm ganzherzig. Verlaß ihn nicht, sonst wird er dich für immer verwerfen. Wie Paulus damals für seine Brüder betete, so beten wir jetzt auch für dich: „Möge der Herr fortfahren, eure Herzen sicher zur Liebe Gottes und zum Ausharren um des Christus willen hinzulenken.“ — 2. Thess. 3:5.

  • Warum die Dreieinigkeit gelehrt wird
    Der Wachtturm 1971 | 1. Juni
    • Warum die Dreieinigkeit gelehrt wird

      ◆ Eine Frau in Reidsville (Nordkarolina) fing an, mit Jehovas Zeugen die Bibel zu studieren. Nachdem sie sie erst einen Monat studiert hatte, sprach sie bei ihrem Geistlichen vor, um ihm verschiedene Fragen zu stellen, von denen einige mit der Lehre von der Dreieinigkeit zu tun hatten. Ihre Unterhaltung über die Dreieinigkeit verlief etwa wie folgt:

      „Lehrten die Apostel die Dreieinigkeit?“ fragte die Frau.

      „Nein“, erwiderte der Geistliche.

      „Lehrte denn Jesus die Dreieinigkeit?“

      „Nein“, antwortete der Geistliche wiederum.

      „Warum lehren Sie denn dann die Dreieinigkeit?“ fragte sie. Die Antwort des Geistlichen hierauf war, er lehre die Dreieinigkeit deshalb, weil die Kirche diese Lehre mehrere Jahrhunderte später angenommen habe.

      Aber in der Bibel heißt es, daß ‘jeder, der nicht in der Lehre des Christus bleibt, Gott nicht hat’. — 2. Joh. 9.

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