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Die Hochmütigen im Gegensatz zu den DemütigenDer Wachtturm 1967 | 15. Juni
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vom 1. April 1965, Seite 203, 204, Absätze 11 bis 16.
20. Auf welche ähnliche Weise veranschaulichte Jesaja eine ebenso dramatische Wendung?
20 Du magst dich nun aber fragen: „War Jesus denn berechtigt, ein solches Bild zu gebrauchen? Konnte er sich auf einen früheren Fall stützen, in dem Tote als Lebende und Sprechende dargestellt wurden, um etwas besonders dramatisch zu veranschaulichen?“ Jawohl! Es handelt sich dabei um eine weitere interessante Parallele zwischen der Ausdrucksweise Jesu und der des Propheten Jesaja. Jesaja sagte unter Inspiration den dramatischen Sturz und die Vernichtung der babylonischen Königsdynastie voraus. Dieses Ereignis bedeutete eine solch gewaltige Wendung, daß von den Königen der anderen Nationen, von denen jeder in der großen Grube des Scheols sozusagen in seiner Gruft aufgebahrt lag, gesagt wird, sie seien bei der Ankunft des Königs von Babel oder Babylon aufgewacht und hätten vor Erstaunen ihre Hälse gereckt und gesagt: „Auch du bist schwach geworden wie wir, uns bist du gleich geworden? Deine Pracht ... ist auch zum Scheol gefahren; Maden werden dein Lager und Würmer deine Decke sein!“ Auch wurde dieser König nicht wie die anderen Könige in einer besonderen Gruft beigesetzt, sondern ‘hingeworfen, fern von seinem Grabmal, wie ein zertretenes Aas’. (Jes. 14:4, 10, 11, 19, SB) In verschiedenen englischen Übersetzungen wird dem „König von Babylon“ in Jesaja 14:12 der Name „Luzifer“ gegeben, der sich nach allgemeiner Auffassung auf Satan, den Teufel, beziehen soll. Demnach wäre Satan also nicht der Herrscher über die Hölle und würde dort nicht das Feuer schüren, sondern wäre als Verworfener in sein eigenes Herrschaftsgebiet verstoßen worden. Kein Wunder, daß die Bibelausleger der Christenheit sich nicht besonders auf diese Prophezeiung stützen, um ihre Lehre von der ewigen Qual zu beweisen.
21. Sollten Jesu Gleichnisse buchstäblich aufgefaßt werden? Wenn nicht, welchem Zweck dienen sie dann?
21 Nein, nichts — weder der Standpunkt der Bibel noch die Vernunft — berechtigt zu der Annahme, Jesus habe nun plötzlich etwas berichtet, was buchstäblich vor sich gegangen sei. Ein Gleichnis ist eine sinnbildliche Erzählung, eine bildhafte Darstellung gewisser Wahrheiten oder Ereignisse. Wie bei seinen anderen Gleichnissen, so gebrauchte Jesus auch in diesem Fall ein lebendiges Wortbild oder eine Geschichte, um etwas zu veranschaulichen, was zwei Klassen von Menschen bereits im Begriff waren zu erleben. Was die in diesem Gleichnis veranschaulichten Dinge in Wirklichkeit zu Jesu Zeiten bedeuteten und was sie in unseren Tagen bedeuten, wird in einer der nächsten Wachtturm-Ausgaben behandelt.
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Eine politische Vereinigung — von Anfang an zum Untergang verurteiltDer Wachtturm 1967 | 15. Juni
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Eine politische Vereinigung — von Anfang an zum Untergang verurteilt
„IN DER Politik schließt man seltsame Freundschaften“, lautet ein altes englisches Sprichwort. Das stimmt, denn Politiker suchen einander oft auszustechen und sind sich selten einig. Sobald aber ihr Vorgehen irgendwie bedroht zu sein scheint oder die in der Politik üblichen korrupten Methoden bloßgestellt oder ihre Pläne von irgendeiner Seite vereitelt zu werden scheinen, vereinigen sie sich mit ehemaligen Rivalen oder sogar mit ihren Feinden, um das, was sie für eine allgemeine
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