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  • Dankbar dafür, von Kindheit an in Gottes Wegen erzogen worden zu sein
    Der Wachtturm 1972 | 1. November
    • Trinidad: Baummelonen, Ananas, Mangos, verschiedene Bananensorten usw. Da meine neue Heimat sich so wenig von meiner alten unterschied, fiel es mir leicht, mich einzuleben.

      Wenn man auf einer der Straßen Georgetowns, der Landeshauptstadt, steht und den Menschen biblische Zeitschriften anbietet, sieht man viele Afrikaner, Indianer, Chinesen, Inder und Portugiesen. Diese Leute verstehen alle Englisch, weil Englisch die Amtssprache ist. Im Jahre 1952 wurden meine Partnerin und ich einer kleinen Versammlung in Hope Town zugeteilt. Diese Ortschaft liegt etwa 20 Kilometer von New Amsterdam entfernt, am jenseitigen Ufer des Berbice. Am ersten Sonntag, nachdem wir unsere neue Zuteilung erhalten hatten, fuhren wir um 6.15 Uhr mit dem Boot, das uns über den Fluß bringen sollte, los. Wir nahmen auch unsere Fahrräder mit. Damit fuhren wir dann etwa 10 Kilometer weit bei strömendem Regen, um mit unserer Tätigkeit zu beginnen. Und sie erwies sich als fruchtbar. Ich begann mit einem jungen Mädchen die Bibel zu studieren. In der darauffolgenden Woche waren auch seine Großeltern, seine Mutter und zwei jüngere Schwestern beim Studium anwesend, und ein Bruder und eine Schwester, die nicht zu Hause wohnten, nahmen jeweils am Studium teil, wenn sie zu Besuch kamen. Alle acht wurden schließlich christliche Zeugen Jehovas.

      Im Jahre 1953 erhielten wir das Vorrecht, den Menschen, die am Ufer des Berbice wohnen, die gute Botschaft von Gottes Königreich zu bringen. Wir benutzten das Schiff, das zweimal wöchentlich von New Amsterdam nach Paradise fährt. Es braucht dazu etwa zwanzig Stunden. Zwei meiner christlichen Schwestern aus der Versammlung begleiteten mich. Wir hatten vor, eine Woche lang in diesem Gebiet die gute Botschaft zu predigen. Kaum waren wir an Bord des Schiffes, lernten wir eine Familie kennen, der wir von unserer Tätigkeit erzählten. Der Mann und die Frau baten uns, sie zuerst zu besuchen und sie in der Bibel zu unterweisen. Wir nahmen ihre Einladung an.

      Doch dann zeigte es sich, daß diese Leute, obwohl sehr gastfreundlich, nicht besonders daran interessiert waren, etwas über Gottes Königreich zu erfahren. Daher verabschiedeten wir uns am darauffolgenden Morgen von ihnen. Jeden Tag zogen wir ein Stück weiter flußaufwärts. Wir benutzten einen Pfad entlang dem Ufer; gelegentlich konnten wir aber auch in einem kleinen Boot mitfahren. Wir predigten jedem, dem wir begegneten.

      Als unsere Lebensmittelvorräte zur Neige gingen, stellten wir fest, daß es weit und breit keinen Laden gab, in dem wir etwas hätten kaufen können. Wir riefen uns in Erinnerung, daß Jehova für seine Diener, die treu seinen Willen tun, stets sorgt. Das tat er auch für uns; jemand anerbot sich, uns in seinem Boot flußaufwärts an einen Ort zu fahren, wo wir Nahrungsmittel einkaufen könnten.

      Wie glücklich waren wir, den vielen Menschen, die an diesem Fluß leben, die gute Botschaft überbracht zu haben! Eines der Mädchen der Familie, bei der wir zuerst übernachtet hatten, ist jetzt verheiratet; wir trafen die junge Frau vor einiger Zeit in einem Laden. Sie bat uns, sie zu besuchen, um mit ihr und ihren Kindern die Bibel zu studieren.

      Im Jahre 1963 wurde mir ein Gebiet in Georgetown zugeteilt; in dieser Stadt durfte ich vielen Menschen helfen, Gottes Wahrheiten kennenzulernen, und in Verbindung mit dieser Tätigkeit wurde ich reich gesegnet. Wenn ich Bibelstudien durchführe, mache ich es, wie es meine Eltern mit mir gemacht haben, ich benutze Bilder, um den Kindern, die noch nicht lesen können, zu helfen, aufmerksam zu bleiben und zu lernen, aber auch, um es Erwachsenen zu ermöglichen, einen Gedanken besser zu begreifen, der durch ein Bild veranschaulicht wird.

      Auch mit Liedern und Erfahrungen habe ich andern helfen können, ähnlich wie meine Eltern mir damit geholfen haben. Vor kurzem besprach ich zum Beispiel mit einer meiner christlichen Schwestern, die entmutigt war, das Lied Nr. 87 in dem Liederbuch „Singt und spielt dabei Jehova in euren Herzen“. Dem Lied liegt Psalm 55 zugrunde, und es ist überschrieben: „Wirf die Bürden auf Jehova!“ Das half ihr, ihre Bürde auf Jehova zu werfen, und ich ermunterte sie, immer, wenn sie niedergeschlagen sei, das Lied zu singen. Wie ich anderen durch Erfahrungen helfe, zeigt folgendes Beispiel: Eine Frau, mit der ich die Bibel studiere, wurde durch eine Erfahrung, die ich ihr erzählte, angeregt, ihr Leben in Ordnung zu bringen. Die Erfahrung zeigte nämlich, wie eine andere Erforscherin der Bibel das gleiche Problem überwand.

      Im Jahre 1950, dem Jahr, in dem ich nach Guyana kam, verkündigten in diesem Land 206 Personen die gute Botschaft von Gottes Königreich. Jetzt sind es zufolge der fleißigen Arbeit vieler Zeugen Jehovas über tausend.

      Es hat sich für mich als ein Segen erwiesen, daß ich den Vollzeitpredigtdienst zu meiner Lebensaufgabe gemacht habe. Ich bin dadurch Jehova nähergekommen, denn ich verbringe mehr Zeit damit, Aufschluß über ihn zu erlangen und andere über ihn zu belehren. Wie ich diese Nähe empfinde, wird in Psalm 125:2 wie folgt ausgedrückt: „Jehova [ist] rings um sein Volk her von nun an bis auf unabsehbare Zeit.“

      Wie dankbar bin ich, daß meine Eltern mich in Gottes Wegen erzogen haben!

  • Kinder brauchen nicht rebellisch zu sein
    Der Wachtturm 1972 | 1. November
    • Kinder brauchen nicht rebellisch zu sein

      In vielen Familien werden die Kinder schon von klein auf dazu erzogen, bei den Hausarbeiten mitzuhelfen. Sie lernen gehorchen. Ihr Eltern, wirkt dem Geist der Rebellion entgegen, solange die Kinder noch klein sind! Lest mit ihnen das interessante Buch Auf den Großen Lehrer hören.

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