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‘Aus dem Mund von Kindern’Erwachet! 1972 | 8. September
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vorlesen. Je mehr der 18jährige Babysitter las, desto größer wurde sein Interesse. Schließlich begann sie, der Mutter des kleinen Mädchens Fragen zu stellen, und erzählte darauf einer Freundin davon, diese sprach mit ihren Angehörigen darüber. Das hatte erstaunliche Folgen. Im Laufe eines Jahres wurde nicht nur die Mutter des fünfjährigen Mädchens ein getaufter Zeuge Jehovas, sondern auch vier weitere Personen taten diesen Schritt im Dienste Gottes.
Auch kleine Kinder können schon an der öffentlichen Verkündigung der biblischen Botschaft einen Anteil nehmen. In Südafrika begleitet der vierjährige Jakob seine Mutter in den Predigtdienst von Haus zu Haus. Die Mutter führt den Jungen mit den Worten ein: „Wir Zeugen Jehovas unterweisen unsere Kinder in der Bibel und lehren sie auch, mit anderen darüber zu sprechen. Möchten Sie gerne hören, was er zu sagen hat?“ Bisher ist jeder bereit gewesen, ihn anzuhören, sei es, daß er in Englisch, sei es, daß er in Afrikaans sagt: „Ich heiße Jakob, ich beteilige mich an einem biblischen Werk, indem ich den Menschen die gute Botschaft vom Königreich verkündige.“ Darauf zeigt er den Leuten das erste Bild in dem Buch Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt und erklärt es kurz.
Kinder sind nie zu jung, um in der Bibel unterwiesen zu werden und Jehova zu lobpreisen. Wie nützlich ist es daher, wenn Eltern ihre Kinder unermüdlich und nach besten Kräften im Worte Gottes unterweisen!
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Die Fischer von der Ebrié-LaguneErwachet! 1972 | 8. September
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Die Fischer von der Ebrié-Lagune
EIN BERICHT, WIE ER DEM „AWAKE!“-KORRESPONDENTEN IN GHANA ERZÄHLT WURDE
MANCHMAL stehe ich nachts auf der alten Brücke und schaue den Ebrié-Fischern zu, wie sie in ihren Booten zum nächtlichen Fischfang ausfahren. Wenn ich sie unter der Brücke hindurchrudern und in der Nacht verschwinden sehe, steigt in mir gelegentlich der Wunsch auf, noch einmal mit ihnen zu fahren und eine Nacht in der Lagune zu verbringen. Denn auch ich bin ein Ebrié, und die Lagune war einst mein ganzer Lebensinhalt.
Jetzt wohne ich in Abidjan (Elfenbeinküste), einer verkehrsreichen, blühenden Stadt. Häufig sehne ich mich jedoch danach, nichts mehr von dem Staub, dem Lärm und den Betonmauern der Stadt zu sehen und wieder in meinem Boot zu sitzen und zwischen den Binsen am Rande der Lagune hindurchzugleiten.
Ich habe manch köstliche Nacht mit meinem Vater auf dem Wasser zugebracht. Über der Lagune, die einerseits von der Sandküste und dem Meer und andererseits vom grünen Urwald gesäumt wird, lag ein tiefer Friede, nichts war zu hören als das leise Plätschern des Wassers und gelegentlich der Ruf eines anderen Fischers. Manchmal schien der Vollmond alles zu versilbern: Silberne Wassertropfen glitzerten an silbernen Netzen, an silbernen Fischen, und über die schwarze Wasserfläche der Lagune baute der Mondschein für unser Boot eine silberne Straße.
Verschiedene Fischfangmethoden
Wir wandten verschiedene Methoden zum Fangen der Fische an. Mein Vater und ich gingen jeweils fischen, sobald es dunkel wurde. Einige Kilometer von unserem Dorf entfernt, stellten wir die Netze. Wir zogen uns dann ein kurzes Stück zurück und warteten etwa zehn Minuten. Darauf begannen wir mit unseren Rudern auf die Wasseroberfläche zu schlagen, worauf die Fische, die dadurch aus ihren Löchern aufgestört wurden, in die Netze schwammen. Wenn wir das ein- bis
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