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Sie erfuhren die Wahrheit über Jehovas ZeugenDer Wachtturm 1969 | 15. Juli
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Wahrheit über die Zeugen Jehovas erfahren haben. Ja, Geistliche haben Gegnern schon unabsichtlich gezeigt, daß das, was die Zeugen lehren, die Wahrheit aus Gottes Wort, der Bibel, ist. Das bestätigt folgender Bericht aus Wisconsin:
„Meine Frau war eine strenge Katholikin. Sie hatte bis zum College ausschließlich katholische Schulen besucht. Als einmal ein Zeuge Jehovas, der versprochen hatte, uns zu besuchen, kam, lief sie aus dem Haus. Nachdem er weggegangen war, kehrte sie zurück und sagte, in unser Haus käme keine andere Religion. Ich mußte zu einem Nachbarn fahren, um die Bibel kennenzulernen, aber ich sprach mit meiner Frau über das, was ich lernte. Sie sprach mit ihrem Pfarrer darüber. Er lachte und spottete über Jehovas Zeugen. ‚Sie predigen das Ende der Welt schon seit Menschengedenken‘, sagte er lachend, ‚eines Tages mögen sie recht haben!‘
Seine letzten Worte veranlaßten meine Frau zum Nachdenken, und sie wollte unbedingt, daß er ihr beweise, daß die Zeugen im Irrtum seien. Er versprach ihr, dies zu tun, und gab ihr einige philosophische Bücher. Da wir unser Studium in meine Wohnung verlegen mußten, fragte ich meine Frau, ob sie den Pfarrer nicht einladen wolle. Sie war einverstanden. Er kam nicht, aber sie hörte uns zu, während sie auf den Pfarrer wartete, und sie fand unser Gespräch ganz interessant. Sie bestand aber immer noch darauf, daß der Pfarrer ihren Glauben verteidigen sollte, und schließlich gelang es ihr, eine Zusammenkunft mit ihm in seiner Wohnung zu vereinbaren.
Während unseres Gesprächs versuchte er verzweifelt, die Dreieinigkeit zu beweisen, aber die Bibelverse bewiesen etwas anderes. Als ich ihn über Johannes 17:20-22 befragte, bekam er einen roten Kopf und antwortete: ‚Darauf kann ich Ihnen im Augenblick keine Antwort geben.‘
‚Was, Sie sind schon ihr ganzes Leben lang [40 Jahre] Pfarrer‘, sagte ich, ‚und können diese Frage nicht beantworten? Wir studieren erst seit drei Monaten mit den Zeugen Jehovas und können sie beantworten.‘
Dann kam die eigentliche Überraschung. Meine Frau wandte sich dem Pfarrer zu und sagte: ‚Ich bin mit Ihrer Kirche fertig.‘ Sie kam zu diesem Entschluß, obwohl sie wußte, daß ihre Verwandten sehr darüber empört sein würden.“ Ja, sie hatte erkannt, wer die biblische Wahrheit lehrte.
Ein weiterer Fall, in dem ein Geistlicher jemandem unabsichtlich half, die Wahrheit über Jehovas Zeugen zu erfahren, wird aus Spanien berichtet. Ein Mann begann, mit den Zeugen die Bibel zu studieren, aber seine Frau war dagegen, weil sie die Zeugen als „Protestanten“ betrachtete. Sie unternahm alles, um ihren Mann zu veranlassen, das Studium mit ihnen abzubrechen. Sie rief ihre katholischen Verwandten herbei, die ihn davon abbringen sollten, und drohte ihm, die Polizei zu rufen, wenn der Zeuge zum Studium komme. Das hinderte ihn nicht; er setzte das Studium mit dem Zeugen einfach an einem anderen Ort fort. Er machte sehr schnell Fortschritte.
Nun drohte die Frau, ihn zu verlassen und die Kinder mitzunehmen, und sie tat es auch. Nach zwei Wochen kehrte sie aber zurück. Danach kamen die Verwandten des Mannes zu Besuch. Sie studierten ebenfalls die Bibel mit den Zeugen und besuchten an ihrem Wohnort deren Zusammenkünfte. Am Sonntag wollten sie alle die Zusammenkunft am Ort besuchen, und sie überredeten die Frau dazu, mitzugehen und die Wahrheit über Jehovas Zeugen zu erfahren. Sie war einverstanden und ging mit.
Sie wußte nicht, daß der Ortspfarrer gerade an diesem Tag erfahren hatte, wo Jehovas Zeugen ihre Zusammenkünfte abhielten, und daß er die Polizei davon unterrichtet hatte, damit sie die Zusammenkunft sprenge. Die Polizei kam und verhaftete alle, auch die gegnerisch eingestellte Frau. Sie wollte die Polizeibeamten davon überzeugen, daß sie kein Zeuge Jehovas sei, sondern sie bekämpfe. Die Polizeibeamten dachten, sie wolle ihnen etwas vormachen, um nicht verhaftet zu werden.
Sie wurde mit den Zeugen zusammen eingesperrt, und das war gerade das, was sie erkennen ließ, daß Jehovas Zeugen wahre Christen sind und daß der Pfarrer sehr unchristlich gehandelt hatte. Sobald sie mit den Zeugen aus dem Gefängnis entlassen wurde, bat sie darum, daß man mit ihr die Bibel studiere, und sie besuchte bald alle Zusammenkünfte der Zeugen. Sie machte sehr schnell Fortschritte und verwandte schon nach kurzer Zeit jeden Monat viele Stunden darauf, andere über die Wahrheit der Bibel zu belehren.
Ja, wenn aufrichtiggesinnte Menschen die Wahrheit über Jehovas Zeugen erfahren, wirkt sich das auf ihr Leben aus. Sie wollen sich an dem Werk, das die Zeugen heute durchführen, beteiligen. Viele ehemalige Gegner der Diener Gottes befinden sich heute unter ihnen und freuen sich darauf, den allein wahren Gott schließlich für immer auf einer paradiesischen Erde anzubeten, auf der nur die wahre Religion ausgeübt wird.
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Umgewandelt durch die Kraft des Wortes GottesDer Wachtturm 1969 | 15. Juli
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Umgewandelt durch die Kraft des Wortes Gottes
DER Apostel Paulus gab den Rat: „Werdet durch die Neugestaltung eures Sinnes umgewandelt“, ja er sagte ferner: „[Werdet] erneuert ... in der Kraft, die euren Sinn antreibt“, und: „Kleidet euch mit der neuen Persönlichkeit, die durch genaue Erkenntnis neugestaltet wird.“ (Röm. 12:2; Eph. 4:23; Kol. 3:10) Werden diese Worte in unserer Zeit mit Erfolg in die Tat umgesetzt? Folgende Erfahrung, die ein Zeuge Jehovas gemacht hat, beantwortet diese Frage:
„Während ich als Sekretärin in einer großen Firma arbeitete, kam ich durch meine Arbeit mit einem jungen Mann in Verbindung, der ein typischer Vertreter dieses alten Systems der Dinge war. Er rauchte ununterbrochen und gebrauchte gemeine Ausdrücke, wenn er wütend war. Er konnte sehr taktlos sein und hatte eine sehr spitze Zunge. Abends und an Wochenenden hielt er sich in schlechter Gesellschaft und in anrüchigen Lokalen auf.
Eines Tages kam er in der Mittagspause zu mir an den Schreibtisch. Ich nahm dort meistens mein Mittagessen ein, damit ich allein war und studieren konnte. Er ging einige Male hin und her, als ob ihn etwas beschäftigen würde. Schließlich sagte er: ‚Darf ich Sie etwas fragen?‘ Ich sagte, selbstverständlich dürfe er das. Darauf zog er einen Stuhl an meinen Schreibtisch heran und fragte mich, welche Religion ich hätte. Ich wußte damals nicht, warum er mir diese Frage stellte; wie ich aber später erfuhr, hatte er beobachtet, daß ich anders handelte als die übrigen Angestellten im Büro.
Ich erwiderte, ich sei ein Zeuge Jehovas. Das sagte ihm aber offenbar nichts, denn sein Gesichtsausdruck blieb unverändert. Er sagte, er habe noch nie etwas von diesen Leuten gehört, und fragte, warum sie denn so anders seien als die Anhänger anderer Religionen. Ich erklärte ihm, sie würden sich in mancher Hinsicht unterscheiden, betonte aber besonders die Hoffnung auf ewiges Leben auf der Erde unter Gottes Königreich. Ich zeigte ihm in meiner Bibel die Beweise dafür. Wir mußten bald wieder an die Arbeit, aber am folgenden Tag kam er wieder, um das Gespräch mit mir fortzusetzen. Die Angestellte, mit der er zusammenarbeitete, erzählte mir später, wie unsere erste Unterhaltung auf ihn gewirkt hatte. Er habe ihr gesagt, er habe während der ganzen Mittagspause mit mir über Religion gesprochen. Als sie ihn gefragt habe, welche Religion ich denn habe, habe er erwidert: ‚Ich weiß es nicht mehr genau, aber es ist auf alle Fälle das Richtige!‘
Einige Zeit später nahm er eine andere Arbeitsstelle an. Ich empfahl ihm, sich durch ein Heimbibelstudium helfen zu lassen, und vereinbarte mit dem leitenden Prediger der Versammlung der Zeugen Jehovas in seiner Umgebung, ihn zu besuchen und ihm zu helfen. Der Prediger kam aber gar nicht dazu, denn der junge Mann suchte selbst den Königreichssaal auf und bat jemand, mit ihm ein Bibelstudium zu beginnen.
Ich war begeistert, als ich ihn auf unserem Kreiskongreß sah und feststellte, daß er bei allen Programmpunkten anwesend war. Man stelle sich meine Freude vor, als ich in seiner Versammlung, in der Theokratischen Predigtdienstschule, seine erste Ansprache hörte! Kurz danach wurde er getauft. Später hörte ich ihn zu meiner Freude seinen ersten öffentlichen Vortrag halten. Als ich dasaß und ihm zuhörte, mußte ich unwillkürlich daran denken, wie er damals bei der Arbeit war — an seine schlechten Gewohnheiten und seine gemeine Sprache. Nun stand derselbe Mann vor mir, aber die Kraft des Wortes Gottes hatte ihn umgewandelt und aus ihm einen befähigten Diener Gottes gemacht. Er machte weitere Fortschritte, und jetzt setzt er seine ganze Zeit dafür ein, anderen zu helfen, ‚die neue Persönlichkeit‘ anzuziehen, ‚die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist‘.“ — Eph. 4:24.
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