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  • Das, was in uns Zeugnis gibt
    Der Wachtturm 1973 | 1. Januar
    • „Entscheidung“ fällt. Wir mögen vernünftigerweise Rat und Anleitung suchen — doch kann das, was gesagt wird, darüber nicht hinausgehen, und das sollten wir auch nicht wünschen. Aber wie können wir die Gewißheit haben, daß das, was in uns Zeugnis gibt, richtige Aussagen macht? Wie können wir dafür sorgen, daß es stets laut und deutlich spricht? Lies den nächsten Artikel, um die Antworten auf diese Fragen zu erhalten.

  • „Uns ... jedem menschlichen Gewissen vor Gott empfehlen“
    Der Wachtturm 1973 | 1. Januar
    • „Uns ... jedem menschlichen Gewissen vor Gott empfehlen“

      1. Warum ist die Gabe des Gewissens an sich noch kein sicherer Führer?

      DASS jemand die Gabe des Gewissens hat, genügt nicht. Das Gewissen an sich ist noch kein sicherer Führer im Leben. Es ist nämlich ein Bestandteil von uns, eng mit unserem Herzen verbunden, und es wird durch die Wechselwirkung des Herzens und des Sinnes beeinflußt. Je nachdem, was wir selbst sind, was in unserem Herzen und in unserem Sinn ist, wird daher die Stimme dessen, was in uns Zeugnis gibt, entweder gedämpft oder klar sein; seine Aussage wird entweder vernünftig, zuverlässig und wahr sein oder fehlerhaft, irreführend, ja direkt falsch.

      2. Welche Beispiele veranschaulichen, wie das Gewissen verkehrtes Zeugnis ablegen kann?

      2 Christus Jesus sagte zum Beispiel warnend zu seinen Jüngern, daß „die Stunde kommt, da jeder, der euch tötet, meinen wird, er habe Gott einen heiligen Dienst erwiesen“. (Joh. 16:2) Saulus von Tarsus war ein solcher Mensch. In seinem Eifer für das, was er gewissensmäßig für richtig hielt, beging Saulus „viele gegnerische Taten gegen den Namen Jesu“, indem er die Jünger verfolgte, und ‘wenn sie hingerichtet werden sollten, gab er seine Stimme gegen sie ab’. (Apg. 26:9, 10; vergleiche Galater 1:13, 14.) Doch später, als er als der christliche Apostel Paulus selbst Verfolgung zu erleiden hatte, konnte er vor Gericht sagen: „Ich habe mich mit einem vollkommen reinen Gewissen vor Gott bis zum heutigen Tag betragen.“ (Apg. 23:1) Zwar war sein Gewissen zu der Zeit, da er das Christentum bekämpfte, „rein“ gewesen, doch hatte es fehlerhaftes, grundverkehrtes Zeugnis abgelegt und ihn veranlaßt, gegen Gott zu kämpfen. Was war verkehrt?

      ERKENNTNIS UND GOTTES GEIST SIND ERFORDERLICH

      3. Warum ist eine biblische Erkenntnis unbedingt erforderlich, damit das Gewissen gutes Zeugnis geben kann?

      3 ‘Ich war unwissend und handelte im Unglauben’, antwortet Paulus. (1. Tim. 1:13) Wenn uns unser Gewissen auf dem Weg zu ewigem Leben eine Hilfe sein soll, müssen wir Gottes Wort, die Heilige Schrift, sorgfältig studieren. Warum? Weil wir durch die Erkenntnis der Bibel und durch die Anwendung dieser Erkenntnis in unserem Leben Jehova Gott, seine Persönlichkeit, seine Wege und sein Vorhaben kennenlernen können. Ohne ein klares Bild von ihm zu haben, können wir unmöglich seine Eigenschaften und Maßstäbe widerspiegeln, und dann ist die Stimme unseres Gewissens entstellt, undeutlich und unklar.

      4. (a) Welche weitere Hilfe ist nötig? (b) Veranschauliche dies. (c) Was lernen wir aus den am Ende dieses Absatzes angegebenen Schriftstellen?

      4 Auch müssen wir fortwährend nach dem Geist Jehovas Gottes trachten und unaufhörlich darum beten. Der Apostel sprach davon, daß sein Gewissen ‘in heiligem Geist mit ihm Zeugnis gab’, und durch den Geist Gottes, der auf unseren Sinn und unser Herz einwirkt, die frei von Vorurteilen und biblisch geschult sind, können wir die Gewißheit haben, daß die Aussage dessen, was in uns Zeugnis gibt, richtig ist. (Röm. 9:1) Um dies zu veranschaulichen, können wir ein Kind betrachten, das von einem liebevollen Vater aufgezogen worden ist, der ihm sorgfältig gewisse Grundsätze und Maßstäbe beigebracht hat, nicht nur mündlich, sondern auch durch sein Beispiel. Nehmen wir nun an, daß jemand, wenn das Kind einmal nicht bei seinem Vater ist, es dazu veranlassen will, sich an etwas zu beteiligen, was den Grundsätzen seines Vaters widerspricht. Vielleicht ist die betreffende Handlung als solche nie von dem Vater erwähnt worden. Derjenige, der das Kind verleiten will, diese Handlung zu begehen, mag sogar sagen: „Hat dir denn dein Vater je ausdrücklich gesagt, daß du das nicht tun dürftest?“ Die Antwort mag lauten: „Nein, das hat er nicht.“ Und dennoch mag das Kind den Vorschlag mit den Worten ablehnen: „Auch wenn mein Vater das nie erwähnt hat, weiß ich einfach, daß ich es nicht darf. Ich weiß, daß er so etwas nicht haben will!“ Selbst ohne ein ausdrückliches Gebot weiß der Junge, was er zu tun hat. Wieso? Weil er den Geist seines Vaters hat, kennt er die Einstellung seines Vaters in der Angelegenheit. Auf ähnliche Weise können wir Jehovas Einstellung kennenlernen, und zwar mit der Hilfe seines Wortes und seines Sohnes und durch den heiligen Geist. (Vergleiche 1. Korinther 2:16 sowie das Beispiel, gemäß dem der „Geist“ des Paulus die Versammlung in Korinth leitete, wie dies in 1. Korinther 5:3-5 aufgezeichnet ist.)

      5, 6. (a) Warum sind Christen, die von Gottes Geist geleitet werden, „nicht unter Gesetz“? (b) Was gehört daher zu dem ‘Gesetz, das in das Herz der Christen geschrieben worden ist’?

      5 Über denjenigen, der sich von Gottes Geist leiten läßt, sagt der Apostel: „Wenn ihr vom Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter Gesetz. ... die Frucht des Geistes [ist] Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.“ (Gal. 5:18, 22, 23) Wie kommt es, daß sie „nicht unter Gesetz“ sind?

      6 Christus Jesus zeigte, daß sich die gesamte Gesetzessammlung, die den Israeliten gegeben wurde, auf zwei Grundgebote stützte: Liebe zu Gott mit ganzem Herzen, ganzem Sinn und ganzer Kraft und Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst. (Matth. 22:36-40) Der Apostel Paulus erklärt ebenfalls, daß die Gesetze gegen Ehebruch, Mord, Diebstahl, Begierde „und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ... in diesem Wort zusammengefaßt [sind], nämlich: ,Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.“ (Röm. 13:9, 10) Lassen wir uns von dieser Liebe zu Gott und zum Nächsten leiten, und haben wir eine genaue Erkenntnis des Wortes Gottes sowie einen starken Glauben? Dann können wir selbst ohne eine umfassende Sammlung von Bestimmungen, Regeln und Einschränkungen auf dem Weg der Gerechtigkeit bleiben, denn dann ist Gottes Gesetz ‘in unser Herz geschrieben’. (Hebr. 10:16) Das Wort „Gesetz“ bedeutet im wesentlichen „Verhaltensregel“. Alles, was wir durch das Studium und durch Gottes Umgang mit uns über Gott lernen, wird für uns zur Verhaltensregel oder zum „Gesetz“. Wenn dies der Fall ist, dann legt unser Gewissen gutes, zuverlässiges Zeugnis ab, wonach wir uns richten können.

      EIN SCHWACHES GEWISSEN UND EIN STARKES GEWISSEN

      7, 8. In welcher Hinsicht war das Gewissen einiger Christen in Korinth ‘schwach’, und welches war eine grundlegende Ursache dafür?

      7 Aber selbst bei getauften Christen ist dies nicht immer der Fall. Einige haben ein ‘starkes’ Gewissen, andere ein ‘schwaches’, wie dies aus dem ersten Brief des Paulus an die Versammlung in Korinth hervorgeht. In jener Stadt wurde Fleisch, das die heidnischen Korinther einem Götzen geopfert hatten, gewöhnlich auf den Fleischmärkten der Stadt verkauft. Das Gewissen einiger Christen gestattete ihnen nicht, solches Fleisch zu essen,

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