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Fragen von LesernDer Wachtturm 1967 | 15. Juli
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richtig, wenn Christen jemand von einem menschlichen oder fleischlichen Standpunkt aus betrachten würden, wenn sie auf die einen herabblicken würden, weil sie Heiden oder von niederem Stand wären, oder zu anderen aufblicken würden, weil sie Juden oder in einer führenden Stellung wären. Eine solche Einstellung, die sich nach dem Äußeren, nach dem Fleische, richten würde, sei etwas, was für die, die Christen geworden seien, der Vergangenheit angehöre.
Dann folgert Paulus gemäß Vers 16, daß gesalbte Christen nun niemand mehr gemäß dem Fleische kennen würden. Das geistige Verwandtschaftsverhältnis, das sie zu ihren Brüdern hätten, sei nun das wichtige. Jesus vertrat gemäß Matthäus 12:47-50 die gleiche Ansicht. Er betonte ebenfalls sein geistiges Verwandtschaftsverhältnis zu denen, die ihn als Messias anerkannt hatten.
Zum Schluß spricht Paulus von denen, die Jesus gemäß dem Fleische kannten. Damit meinte er nicht notwendigerweise nur Personen, die Jesus mit ihren buchstäblichen Augen persönlich gesehen hatten, denn viele (wenn nicht sogar alle) Glieder der Korinther Versammlung hatten Jesus als Mensch nie gesehen. Er wollte damit eher sagen, Christen würden ihn nun nicht mehr vom Standpunkt des Fleisches aus betrachten, wie das einzelne — zum Beispiel Juden, die gehofft hatten, der Messias stelle ein irdisches Königreich wieder her — getan hatten. All das hatte sich dadurch geändert, daß Christus für sie nicht nur „gestorben“, sondern auch „auferweckt“ worden war. — 2. Kor. 5:14, 15.
Der Schreiber von 2. Korinther 5:16 wollte also in erster Linie diesen Gedanken darlegen. Seine Worte beweisen jedoch auch, daß Jesus nicht mehr im Fleische wiederkommt, denn wir können den Wechsel, der durch das Bekanntwerden mit Christus und seinen Nachfolgern hervorgerufen wird, nicht von der Auferstehung Christi, von seinem Auferwecktwerden von den Toten, trennen. Wäre er mit Fleisch und Blut auferweckt worden, so hätte er nicht in den Himmel auffahren und sich zur Rechten Gottes setzen können; er wäre somit nicht der Christus oder der Messias. (1. Kor. 15:50; Ps. 110:1; Apg. 2:32-36) In diesem Falle müßte man ihn immer noch gemäß dem Fleische kennen.
Wie wurde er aber von den Toten auferweckt? Der Apostel wußte es, denn in seinem ersten Brief an die gleiche Korinther Versammlung hatte er geschrieben, Jesus sei als ein lebengebender Geist auferweckt worden. (1. Kor. 15:45) In seinem zweiten Brief schrieb er, daß die gesalbten Christen ihren Fleischesleib aufgeben müßten, um Unsterblichkeit zu empfangen. (2. Kor. 5:1-4) Er hatte auch erkannt, daß Jesus seinen Fleischesleib als Lösegeld hingegeben hatte und diesen bei seiner Auferstehung nicht hätte zurücknehmen können, ohne das Lösegeld ungültig zu machen. (Hebr. 9:28; 10:10) Ja, der Apostel Paulus hatte zweifellos erkannt, daß kein Mensch Christus je wieder im Fleische sehen würde. Er konnte daher in doppeltem Sinne sagen, daß Menschen Jesus nicht mehr gemäß dem Fleische kennen würden. Aus diesem Grunde kann anhand dieses Textes auch bewiesen werden, daß die Wiederkunft Christi nicht sichtbar sein und im Fleische erfolgen sollte.
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BekanntmachungenDer Wachtturm 1967 | 15. Juli
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Bekanntmachungen
PREDIGTDIENST
Jesus vernachlässigte „das Haus unseres Gottes“ nie. (Neh. 10:39, NW) Er ging „nach seiner Gewohnheit“ dorthin, um zu lernen und zu lehren. (Luk. 4:16) Heutige Christen können sich an ihm ein Beispiel nehmen. Um heute ein christlicher Diener Gottes zu sein, braucht man nicht in einem Kirchengebäude auf einer Kanzel zu stehen und vor einer Gemeinde zu predigen. Jeder Christ sollte sein Licht leuchten lassen, indem er bei jeder Gelegenheit über die Wahrheit des Wortes Gottes spricht. Er läßt sein Licht nicht nur an der üblichen Versammlungsstätte, im „Haus unseres Gottes“, leuchten, sondern überall, wo er einer Einzelperson oder einer kleinen Gruppe von Menschen anhand der Bibel eine Predigt hält. Im Juli tun dies Jehovas Zeugen, indem sie den Menschen bei solchen Gelegenheiten das Hilfsmittel zum Bibelstudium „Dinge, in denen es unmöglich ist, daß Gott lügt“ und eine bibelerklärende Broschüre gegen einen Beitrag von 2,50 DM (Österreich öS 15; Schweiz 2.50 sfr; Luxemburg 25 lfrs) anbieten.
„WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM
6. August: Von einem „Groschen“ dankbar Gebrauch machen, ¶ 1—34. Seite 425. Lieder: Nr. 38, 71.
13. August: Von einem „Groschen“ dankbar Gebrauch machen, ¶ 35—39, ferner: Die neuzeitliche Erfüllung des „Groschens“. Seite 434. Lieder: Nr. 66, 29.
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