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  • Eine vortreffliche Belohnung für Treue
    Der Wachtturm 1975 | 1. Mai
    • religiöser Organisationen zu erdulden, die für sich das alleinige Recht beanspruchten, geistige Speise an die „Herde“ auszuteilen, die angeblich ihnen gehörte. Doch diese Organisationen der Christenheit waren dafür bekannt, daß sie sich an Kriegen beteiligt und Blutschuld auf sich geladen hatten, was ihren Anspruch, Jünger und Sklaven Jesu Christi zu sein, schwer belastete. Außerdem nutzten sie die Kriegshysterie, um Glieder der kleinen Gruppe des Überrestes der christlichen Zeugen Jehovas von Pöbelrotten angreifen sowie verhaften, ins Gefängnis sperren oder töten zu lassen. Auch die während des Krieges herrschenden Beschränkungen erschwerten es der kleinen Gruppe des „Sklaven“, die einzelnen „Hausknechte“ ständig mit biblischem Aufschluß zu versorgen. Doch trotz der Schwierigkeiten tat er es treu.

      All das entsprach dem, was den Jüngern Jesu zur Zeit seines Todes im Jahre 33 u. Z. widerfuhr. Jesus hatte ihre Lage vorhergesagt, indem er folgende Worte der Prophezeiung Sacharjas zitierte: „Schlage den Hirten, und mögen die Schafe der Kleinviehherde zerstreut werden; und ich werde gewißlich meine Hand auf die zurückwenden, die unbedeutend sind.“ Nach dem Bericht über Jesu Verrat heißt es in der Bibel: „Dann verließen ihn alle Jünger und flohen.“ Die „Schafe“ wurden tatsächlich zerstreut (Sach. 13:7; Matth. 26:31, 56).

      Als eine Parallele dazu kam das Werk der „Sklaven“klasse im Jahre 1918 u. Z. fast völlig zum Erliegen, da ihre leitenden Glieder zu einer hohen Freiheitsstrafe verurteilt wurden, die sie in einer Bundesstrafanstalt verbüßen sollten. Die Aussichten waren trübe. Die „Sklaven“klasse wurde in bezug auf die Treue zu ihrem Auftrag einer Prüfung unterzogen.

      Aber Gott ‘wandte seine Hand auf sie zurück’. Das heißt, er wandte ihr wieder seine Gunst zu. Die in einer Bundesstrafanstalt Inhaftierten wurden freigelassen und in allen Anklagepunkten rehabilitiert. Die zerstreuten „Schafe“ wurden wieder eingesammelt, um eine organisierte Gruppe von „Hausknechten“ zu bilden, und sie teilten weiterhin tatkräftig geistige Speise aus und strengten sich sogar noch mehr an, die gute Botschaft vom Königreich zu predigen.

      ÜBER DIE GANZE HABE DES HERRN GESETZT

      Wie setzte Christus den „Sklaven“ über seine ganze „Habe“, und inwiefern war dies für den „Sklaven“ eine Beförderung?

      Kurz nach seiner Auferstehung war Jesus in ein „fernes Land“, in den Himmel selbst und in die Gegenwart seines Vaters, Jehovas Gottes, gegangen. Nachdem sich Jesus zur Rechten Gottes gesetzt und Gottes bestimmte Zeit abgewartet hatte, empfing er im Jahre 1914 Königsmacht über die Welt (Hebr. 10:12, 13). Im Jahre 1919 kam dann nach einer Zeit der Besichtigung für den Herrn der Zeitpunkt, seinen treuen „Sklaven“ zu belohnen. Da Jesus feststellte, daß diese Knechtsklasse beim Austeilen der Speise an die Hausgenossen des Glaubens wirklich treu handelte, versetzte er den „Sklaven“ in einen neuen Stand. Der „Sklave“ hatte den „Hausknechten“ Speise gereicht, doch nun wurde seine Verantwortung bedeutend ausgedehnt, und zwar über Christi „ganze Habe“. Sie schloß viel mehr ein als zuvor. Der Herr hatte Königsmacht erlangt, und der treue „Sklave“ sollte nun an den umfassenderen Interessen des Herrn teilhaben. Er sollte jetzt kein fernes Königreich vertreten und ankündigen, sondern das Königreich, dessen Herrschaftsgebiet nun die ganze Erde einschloß. Der „Sklave“ vertrat jetzt den eingesetzten messianischen König, der bald beginnen würde, für tausend Jahre über die ganze Erde zu herrschen.

      Außerdem würden die Glieder der „Sklaven“klasse dadurch begünstigt werden, daß ihnen in Verbindung mit dem Werk, das vor dem Ende dieses Systems der Dinge auf Erden getan werden sollte, eine Rolle übertragen würde. So wurden ihnen vermehrte Verantwortung und größere Segnungen zuteil. Sie konnten als Werkzeuge dienen, durch die die Königreichsprophezeiungen verwirklicht werden, die seit der Einsetzung des Königs im Jahre 1914 ihre endgültige Erfüllung finden. Dazu zählt auch die Erfüllung der vielen eindrucksvollen Sinnbilder aus der Offenbarung. Welch eine Verantwortung und welch eine Ehre!

      Und wie die „Sklaven“klasse an die übriggebliebenen Glieder des aus 144 000 geistigen Brüdern bestehenden Leibes Christi — es sind nur noch wenige Tausende — treu Speise ausgeteilt hat, so würde sie nun auch eine „große Volksmenge“, deren Zahl die der „Hausknechte“ um ein Vielfaches übertrifft, damit versorgen. Diese Anbeter sind „wie eine Wolke“ gekommen und haben sich dem „Sklaven“ angeschlossen und einen großen Teil dazu beigetragen, daß die gute Botschaft bis an die Enden der Erde gepredigt wird. Sie sind eine sehr kostbare Habe Christi und werden wegen ihres treuen, eifrigen Beistandes von der „Sklaven“klasse sehr geliebt (Offb. 7:9-17; Jes. 60:8). Die Offenbarung sagt von ihnen, daß sie die „große Drangsal“, durch die dieses System der Dinge vernichtet wird, überleben und die Grundlage einer gerechten neuen menschlichen Gesellschaft auf Erden bilden werden. Bestimmt gehört diese „große Volksmenge“, die von der „Sklaven“klasse geistige Speise erhält, zur „Habe“ des Herrn.

      Da sich die geistigen Brüder Christi als eine Gruppe von Christen, die mit dem Ausdruck „Sklave“ bezeichnet wird, als treu erwiesen haben, befinden sie sich jetzt vor Christus und seinem Vater in einer vortrefflichen, ehrenvollen Stellung. Als Klasse sind sie der „treue und verständige Sklave“. Aber der einzelne muß als ein Teil der „Sklaven“klasse, als einer der „Hausknechte“, eng mit seinen Brüdern verbunden bleiben. Jeder, der sich schließlich als treu erweist, wird als Belohnung himmlische Unsterblichkeit erlangen. Wer von ihnen seinen Lauf im Tod beendet, wird zu himmlischem Leben auferweckt und wird einer der Könige und Priester Gottes und seines Christus sein und mit diesem über die Erde herrschen (1. Kor. 15:50-54; Offb. 20:4, 6). Während dieser Zeit wird er zusammen mit den übrigen seiner 144 000 Brüder, die in der Vergangenheit, von der Zeit der Apostel bis heute, gedient haben, geistige Speise austeilen können. Darüber hinaus wird diese Gruppe von 144 000 Priestern mit großer Freude die Verdienste des Loskaufsopfers Jesu Christi auf die „große Volksmenge“ und die Milliarden von Auferstandenen anwenden. Sie werden diejenigen, die sich Gott gegenüber als treu und gehorsam erweisen, zu vollkommenem Leben wiederherstellen.

      Lohnt es sich nicht, treu zu sein? Gott weiß, daß derjenige, der in wenigem treu ist, auch in vielem treu sein wird. Er hat bewiesen, daß er seine „Sklaven“klasse in unserer Zeit mit der größten Verantwortung auf Erden belohnen kann, und er wird sie in Zukunft auf noch erstaunlichere Weise segnen. Dadurch werden wir alle ermuntert, treu zu dienen, da wir wissen, daß unsere Treue nicht übersehen wird und daß Gott treue Menschen weit mehr belohnen kann, als sie es sich vorstellen können (Hebr. 6:10).

  • Ein Mann, der nur ein einziges Ziel verfolgte
    Der Wachtturm 1975 | 1. Mai
    • Ein Mann, der nur ein einziges Ziel verfolgte

      AM Donnerstag, dem 23. Januar 1975, gingen für John Otto Groh einundvierzig Jahre ergebenen Dienstes für Jehova, seinen Gott, zu Ende. Alle Zeugen Jehovas, die ihn kannten, werden ihn als einen Mann in Erinnerung behalten, der nur ein einziges Ziel verfolgte. Er wurde am 3. Juli 1906 in Kulm (Norddakota, USA) geboren und war als junger Mann nach seinem Universitätsstudium in der Metallurgieforschung tätig. Im April 1934 wurde er getauft, und acht Jahre später begann er, sich gemeinsam mit seiner Frau Helen in der Gegend von Pittsburgh (Pennsylvanien, USA) ausschließlich der Verkündigung der guten Botschaft von Gottes Königreich zu widmen. Im Jahre 1953 wurden beide Glieder der Brooklyner Bethelfamilie, und Bruder Groh wurde schließlich Leiter der Einkaufsabteilung der Watchtower Society. Er war auch ein Glied der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas. Viele werden sich an Bruder Groh deshalb erinnern, weil er bei vielen großen Kongressen der Zeugen Jehovas in New York und an anderen Orten als verantwortliche Person die Aufsicht hatte. Bei der Beerdigungsansprache, die im Königreichssaal des Brooklyner Bethels gehalten wurde, waren unter anderem auch zahlreiche Geschäftsleute anwesend, mit denen er in Verbindung gestanden hatte. Sie hörten, welch beglückende Hoffnung dieser freundliche Mann gehegt hatte, dessen Trachten nur auf ein einziges Ziel ausgerichtet gewesen war. Wie der Redner bei diesem Anlaß sagte, hat Bruder Groh durch seinen treuen Lauf den Sieg errungen (1. Kor. 15:57). Von ihm kann dasselbe gesagt werden wie von anderen Gesalbten, die ihren Dienst auf Erden beenden: „Die Dinge, die sie getan haben, gehen gleich mit ihnen“ (Offb. 14:13).

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