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  • Bist du bereit, Zucht anzunehmen?
    Der Wachtturm 1972 | 1. Februar
    • uns die Kraft und den Mut zu geben, die Schuld zuzugeben, den Tadel anzunehmen, ihn als berechtigt anzuerkennen und wie David im richtigen Geist daraus zu lernen. (Ps. 51:1, 2, 10-12; Jes. 26:16) Wir können uns so verhalten wie der Apostel Petrus. Er wurde vom Apostel Paulus öffentlich getadelt, weil er verkehrt gehandelt hatte. Petrus war aber Manns genug und vor allem als Christ stark genug, den Tadel anzunehmen. Er hegte keinen Groll gegen Paulus, sondern nannte ihn später sogar ‘unseren geliebten Bruder Paulus’. — Gal. 2:11-14; 2. Petr. 3:15, 16.

      Selbstverständlich brauchst du nicht zu warten, bis jemand anders dich zurechtweist. Du kannst dich selbst in Zucht nehmen. Wenn du aufmerksam bist, kannst du viele deiner Fehler selbst erkennen und Schritte unternehmen, um sie zu verbessern. — 1. Kor. 11:31, 32.

      Die Bereitschaft, Zucht anzunehmen, kommt uns allen in vieler Hinsicht zugute. Wer seine Fehler und Schwächen offen zugibt, fühlt sich innerlich wohl und hat ein reines Gewissen. Herz und Sinn werden dadurch gestärkt und das trägt dazu bei, daß er richtig handelt. Es hilft ihm, mit seinen Mitmenschen besser auszukommen; sie sehen in ihm einen ehrlichen, demütigen und ausgeglichenen Menschen, der unter den heutigen Menschen im allgemeinen angenehm auffällt. Was aber das wichtigste ist: Man erlangt dadurch Gottes Anerkennung und seinen Segen. Ja, „die Zurechtweisungen der Zucht sind der Weg des Lebens“. — Spr. 6:23.

  • Christliche Reife — ein unerreichbares Ziel?
    Der Wachtturm 1972 | 1. Februar
    • Christliche Reife — ein unerreichbares Ziel?

      WAS ist „christliche Reife“? Wie würdest du diesen Begriff definieren? Besitzt du christliche Reife? Oder strebst du noch danach?

      Das richtige Verständnis der christlichen Reife ist für uns von großem Wert, denn eine falsche Auffassung könnte uns entmutigen. Sie könnte uns veranlassen zu denken, die christliche Reife sei eine Fata Morgana, ein Phantom, das jedesmal, wenn man es zu erreichen glaubt, entweicht. Die christliche Reife ist jedoch kein solches unerreichbares Ziel.

      Eine falsche Auffassung über die christliche Reife könnte auch dazu führen, daß wir falsche Maßstäbe anlegen, wenn wir andere einschätzen oder beurteilen. Sie könnte bewirken, daß wir die guten Eigenschaften anderer nicht sehen und nicht anerkennen. Ja sie könnte in uns die Neigung fördern, auf andere verächtlich hinabzublicken und von uns selbst eine zu hohe Meinung zu haben oder unabsichtlich parteiische Unterschiede zu machen.

      DER GEISTIGEN KINDHEIT ENTWACHSEN

      Im üblichen Sinne des Wortes ist ein „reifer“ Mensch jemand, der der Kindheit entwachsen ist, ein Erwachsener. Das körperliche Wachstum erreicht einen gewissen Punkt und kommt dann zum Stillstand. Der seelische Reifungsprozeß geht ähnlich vor sich, dauert aber oft länger als die körperliche Entwicklung.

      Christen wachsen in geistiger Hinsicht ebenfalls vom Kind zum Erwachsenen, zur christlichen Reife, heran. Woran kann man erkennen, ob man in geistiger Hinsicht erwachsen ist?

      Personen, die immer noch „Unmündige in Christus“ sind, müssen noch mit der „Milch“ der christlichen Wahrheit genährt werden. Solche „Unmündige“ sind sich noch nicht sicher, was die Wahrheit ist, sie sind deshalb wankelmütig und lassen sich durch das Trugspiel und die List der Menschen, die Irrlehren verbreiten, leicht irreführen. In diesem unreifen Zustand können sie wenig zum Wachstum „des Leibes des Christus“, der Christenversammlung, und „zu dessen Auferbauung in Liebe“ beitragen. (Eph. 4:12-16) Sie sind immer noch „fleischlich“, neigen vielleicht noch zu Eifersucht, Streit und Sektierertum und müssen diesen weltlichen Eigenheiten gewissermaßen entwachsen, um „Geistesmenschen“ zu werden und nicht Unmündige zu bleiben. — 1. Kor. 3:1-4.

      Ist vielleicht auch jemand von uns noch wankelmütig, von der christlichen Wahrheit nicht genug überzeugt, immer noch geneigt, Menschen nachzufolgen, noch nicht eins mit unseren geistigen Brüdern und daher noch nicht vollkommen in der Liebe, die die Christenversammlung auferbaut und stärkt? Wenn ja, dann sollten wir uns bemühen, die christliche Reife zu erlangen. Wir sollten uns auch darüber im klaren sein, daß die Entwicklung vom geistigen Kind zum geistigen Erwachsenen nicht wie das körperliche Wachstum automatisch vor sich geht. Sie setzt voraus, daß man sich aufrichtig bemüht, daß man mit Gott und seinem Sohn zusammenwirkt und die Möglichkeiten, die sie zum Erlangen der geistigen Reife oder Vollständigkeit geschaffen haben, nutzt.

      DIE GANZE CHRISTLICHE WAHRHEIT ANNEHMEN

      Ein wichtiger Teil der geistigen Entwicklung zur christlichen Reife besteht somit darin, im Annehmen der ganzen christlichen Wahrheit Fortschritte zu machen. Einige hebräische Christen des ersten Jahrhunderts machten, nachdem sie die „elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes“ angenommen hatten, keine Fortschritte mehr und glichen deshalb Personen, die immer noch eine „Milchkost“ benötigten und die die feste geistige Speise noch nicht vertragen konnten, die „reifen Menschen [gehört], jenen, die ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben zur Unterscheidung sowohl von Recht als auch Unrecht“. Darum schrieb Paulus ihnen mahnend, sie sollten „zur Reife vorandrängen“. Wie sollten sie dies tun? Wie können wir es tun, sofern wir es nicht bereits getan haben?

      Der Apostel zeigte ihnen, daß sie nicht wie Bauende sein sollten, die, wenn sie den Grund des Gebäudes — in diesem Fall die elementaren oder Grundlehren über Christus — gelegt haben, mit Bauen aufhören. Sie sollten zum „Oberbau“ übergehen, der auf dem Grund ruht, zu den fortgeschritteneren Lehren über Gottes Vorhaben, die sein Sohn geoffenbart hatte, zu den Lehren, die schwieriger zu erklären sind als die elementaren Lehren.

      Es war dringend nötig, ja lebenswichtig, daß sie in dieser Hinsicht Fortschritte machten. Warum? Weil sie nicht auf unabsehbare Zeit stillstehen konnten; sie mußten schließlich Fortschritte oder Rückschritte machen. Was hätten Rückschritte für sie bedeutet? Abfall vom wahren Glauben, und das hätte zu ihrer Vernichtung geführt. — Hebr. 5:11 bis 6:8.

      Natürlich hätten ihre Fortschritte im Verständnis dieser schwierigeren Lehren Hand in Hand gehen müssen mit einer entsprechenden Entwicklung ihrer Geisteshaltung und einer christlichen Persönlichkeit. Ein Kopfwissen allein genügte nicht. Jene fortgeschrittenen Wahrheiten hätten ihr Leben ebenso beeinflussen sollen, wie die „elementaren“ Lehren es bereits getan hatten.

      Heute haben wir das vollständige inspirierte Wort Gottes. Nehmen wir seine Lehren alle an, und sind wir aufrichtig bemüht, danach zu leben? Oder sind wir wählerisch wie die vielen, die nur dem Namen nach Christen sind? Solche Leute halten sich nur an das, was ihnen paßt; sie sind nicht bereit, alles zu tun, was von Jüngern des Sohnes Gottes verlangt wird. Deshalb sind sie in die vielen Sekten der Christenheit gespalten. Handeln wir auch so? Unsere Antwort auf diese Frage hilft uns

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