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  • Eine ausgeglichene Ansicht über das Vergnügen
    Erwachet! 1970 | 22. November
    • Somit wird uns eindringlich die Wahrheit eingeprägt: Es gibt kein wahres oder dauerndes Glück, wenn man Vergnügen in einer Tätigkeit sucht, die von Gott verurteilt wird. Zwar heißt es in der Bibel, gewisse Personen seien „auf sinnliches Vergnügen ausgewesen“ (Jak. 5:5; 2. Petr. 2:13, 14) Aber solchen unerlaubten Vergnügungen nachzugehen befriedigt einfach nicht. Es bewirkt Enttäuschung, es lohnt sich nicht, und man handelt weise, wenn man es vermeidet. Man kann einfach nicht Gottes Anweisungen außer acht lassen und dabei echte Befriedigung finden.

      Jedoch mögen selbst angenehme Tätigkeiten, die mit gerechten Grundsätzen in Einklang sind, keine echte Befriedigung bringen, wenn man ihnen übermäßig viel nachgeht. Vergnügungen, die die Sinne erfreuen, sind wie das Gewürz in der Speise. Wenn man wenig davon nimmt, ist es etwas Köstliches, aber in großen Mengen kann es widerwärtig sein. Wenn du daher die größte Befriedigung aus einer Art der Unterhaltung erlangen möchtest, ist es weise, dich der betreffenden Unterhaltung nicht allzu häufig zu widmen.

      Heute ist es den Menschen allerdings zur Gewohnheit geworden, sich unvernünftig viel von Vergnügungen in Anspruch nehmen zu lassen. In der Bibel wurde tatsächlich auf unsere Zeit hingewiesen und vorhergesagt: „In den letzten Tagen [werden] kritische Zeiten da sein ..., mit denen man schwer fertig wird. Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, ... die mehr die Vergnügungen lieben als Gott.“ (2. Tim. 3:1-5) Aber diese Menschen, die so sehr „die Vergnügungen lieben“, können aus solchen „Vergnügungen“ niemals wahres Glück empfangen In ihrem Leben fehlt es an etwas. Woran?

      Wie wichtig es ist, geistig gesinnt zu sein

      Es fehlt ihnen daran, geistig gesinnt zu sein. Sie lieben Gott nicht. Sie studieren nicht sein Wort, die Bibel, und bemühen sich nicht, Gott zu dienen. Und ohne die Befriedigung, mit ihrem Schöpfer in Übereinstimmung zu sein, können sie einfach keine volle Befriedigung aus den anderen Freuden erlangen, die ihnen Gott ermöglicht hat.

      Wie wichtig ist es daher doch, daß du deine geistige Gesinnung nicht vernachlässigst! Jesus Christus wies auf die Gefahr hin, zuzulassen, daß die „Vergnügungen dieses Lebens“ in deinem Leben eine zu wichtige Rolle übernehmen. Er sprach von Menschen, die „durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen dieses Lebens fortgerissen werden“. Solche Menschen werden, wie er sagte, ebenso wie Pflanzen auf dornigem Boden „vollständig erstickt und bringen nichts zur Vollkommenheit“. „Vergnügungen“ nachzugehen kann auch in deinem Leben die geistige Gesinnung ersticken und dich in deinem Leben der Zufriedenheit berauben. — Luk. 8:14.

      Aber du kannst dadurch noch mehr verlieren: das Leben selbst. Jesus Christus selbst wies auf diese Gefahr hin. Er verglich die heute bestehende Situation mit derjenigen der Tage Noahs vor der weltweiten Flut. Damals waren die Menschen, wie er sagte, von Vergnügungen, nämlich Essen, Trinken und Heiraten, in Anspruch genommen. Dies war in einem solchen Ausmaß der Fall, daß „sie keine Kenntnis davon nahmen“, da Gott jenes böse System zur Vernichtung verurteilte. Jesus erklärte, dieses System der Dinge stehe vor einem ähnlichen Urteil. (Matth. 24:37-39) Wie wichtig ist es daher doch, dich nicht so sehr in die „Vergnügungen dieses Lebens“ verwickeln zu lassen, daß du geistige Dinge vernachlässigen würdest!

      Wenn du somit Zeit für das Studium der Bibel einräumst, so laß nicht zu, daß der Wunsch, ein Fernsehprogramm zu sehen, störend auf deine Pläne einwirkt. Wenn du dies zuläßt, können beim nächsten Mal andere Dinge deine geistigen Interessen noch leichter beeinträchtigen, und langsam, aber sicher wird die geistige Gesinnung erstickt. Besonders Familienhäupter sollten ihrer Familie helfen, sich an ein regelmäßiges Programm des Bibelstudiums und der Teilnahme am Dienste Gottes zu halten.

      Eine solche Tätigkeit für geistige Interessen ist nicht beschwerlich oder uninteressant. Gottes Vorhaben kennenzulernen kann vielmehr ein herrliches Erlebnis sein. Es ist wirklich etwas Angenehmes, Einblick in Dinge zu bekommen, die Gott und sein Vorhaben betreffen. Es ist eine Freude, die wahre Befriedigung mit sich bringt. Wie befriedigend es doch ist, wenn du dein Leben mit dem Willen des liebenden Schöpfers in Einklang bringst! Wenn du dies tust, führt das dazu, daß du in allem, was du tust, Zufriedenheit verspürst und dich auch der vielen guten Dinge erfreust, die Gott für seine Geschöpfe bereitet hat.

  • Gehorsam gegenüber Gott schlug zu einem Zeugnis aus
    Erwachet! 1970 | 22. November
    • Gehorsam gegenüber Gott schlug zu einem Zeugnis aus

      Vom „Awake!“-Korrespondenten in Brasilien

      WIE wichtig ist für dich der Gehorsam gegenüber Gott? Ist dir Treue zum Gesetz Gottes wichtiger als persönliche Sicherheit oder sogar das Leben? Heute neigt man immer mehr dazu, Gottes Gesetz zu mißachten, ja man betrachtet Menschen, die den Gehorsam gegenüber Gott höher achten als andere Werte, als fanatisch.

      Das Gesetz, das Jehova Gott den Christen gegeben hat, verbietet ihnen zum Beispiel, Blut zu essen. Es lautet: ‘Enthaltet euch des Blutes.’ (Apg. 15:29) Dieses Gebot, das die Christen empfangen haben, ist eine Wiederholung des Gesetzes, das Jehova Gott vor vielen Jahren seinem Volk gegeben hatte: „Das Blut irgend welches Fleisches sollt ihr nicht essen.“ (3. Mose 17:14) Hin und wieder kommt ein Fall an die Öffentlichkeit, in dem die Treue eines Christen, der sich bemüht, Gottes Gesetz über das Blut zu halten, besonders erprobt wird. Das ist kürzlich in Brasilien geschehen.

      Rosemberg Cabral do Nascimento, der vierjährige Sohn christlicher Zeugen Jehovas, wurde in das Erste-Hilfe-Krankenhaus für Kinder in Fortaleza (Ceará) eingeliefert. Er litt an der Werlhofschen Krankheit. Zu den Merkmalen dieses Leidens, dessen Ursache noch unbekannt ist, gehören Hautblutungen. Die Zahl der Blutplättchen hatte sich auf 20 000 je Kubikmillimeter vermindert, während der Normalwert rund 250 000 beträgt.

      Deshalb ordnete der diensttuende Arzt an, sofort Blut zu übertragen. Als die Eltern des Kindes diese Behandlungsmethode ablehnten, weil sie Gottes Verbot, Blut zu genießen, respektierten, sagte der Arzt, sie seien fanatisch. Er drohte ihnen, den Fall öffentlich bekanntzumachen, und rief dann die führende Zeitung der Stadt, O Povo, an.

      Bald darauf konnte jedermann die Meldung lesen: „Ein Kind muß im Krankenhaus sterben, weil der Vater seinem Gott und der Bibel gehorcht“. Dieser Fall wurde bald zum Stadtgespräch. Mancherorts machte er sogar Schlagzeilen, auch Radio und Fernsehen befaßten sich damit.

      Oft wurde der Glaube der Zeugen Jehovas jedoch stark entstellt. Man berichtete zum Beispiel, Jehovas Zeugen äßen kein Fleisch und sie lehnten Blutübertragungen ab, weil sie nicht zwei Seelen in ihrem Körper haben möchten. Mehrere Versammlungsdiener gingen zu der Zeitung O Povo, um diese Punkte klarzustellen. Daraufhin brachte die Zeitung unter der Datumszeile vom 22. August 1969 auf der ersten Seite einen vorzüglichen Artikel.

      Im Krankenhaus setzte das ganze Ärzteteam die Eltern unter Druck, um von ihnen die Erlaubnis zu bekommen, Blut zu übertragen, und so das Kind „zu retten“. Der Vater erklärte den Ärzten, was die Bibel über die Verwendung von Blut sagt, und bat sie, andere Behandlungsmethoden zu versuchen, um das Leben des Kindes zu retten.

      Trotzdem setzte man die Eltern immer mehr unter Druck. Der Jugendrichter der Stadt, der die Aufgabe hat, den Kindern beizustehen, wollte, wie berichtet wurde, eine gerichtliche Verfügung erlassen, damit Blut übertragen werden könnte. Jehovas Zeugen waren jedoch bereit, sich gesetzmäßig gegen den Eingriff in ihre verfassungsmäßigen Rechte zu verteidigen.

      Dann begann sich die Lage zu ändern. Die Zeitung Tribuna do Ceará veröffentlichte ebenfalls ein Interview, das viele Punkte klarstellte. Sie zitierte die Worte von Dr. Arthur Kelly vom kanadischen Ärzteverein: „Kein Arzt kann mit Sicherheit sagen, ob ein Patient ohne Transfusion sterben wird oder ob er durch eine Blutübertragung gerettet werden kann.“

      Dem kleinen Rosemberg ging es inzwischen langsam besser. Nach achtzehn Tagen wurde er schließlich aus dem Krankenhaus entlassen. Angestellte der Zeitung O Povo fuhren das Kind in ihrem Kombiwagen heim. Viele Leute im Krankenhaus und in der näheren Umgebung unterbrachen ihre Arbeit und sahen zu, wie er wegfuhr. Zu Hause hießen ihn seine Nachbarn herzlich willkommen.

      Viele Menschen zeigten jetzt, daß sie die richtige Herzenseinstellung hatten. Eine Krankenschwester bat die Zeugen Jehovas, mit ihr die Bibel zu studieren. Sie sagte: „Ich suche schon lange nach einer Religion, deren Anhänger Mut besitzen und die bereit sind, für ihren Glauben zu sterben.“ Seither hat sie einige Zusammenkünfte und einen Kreiskongreß der Zeugen Jehovas besucht.

      Eine andere Person sagte: „Das ist die einzige Religionsgemeinschaft, deren Glieder ihren Glauben ernst nehmen.“ Und andere, die mit Jehovas Zeugen studiert haben, äußerten den Wunsch, bald auf der Seite Jehovas Gottes Stellung zu nehmen. Der Gehorsam, den diese Eltern gegenüber dem Gesetz Gottes bekundeten, hatte zur Folge, daß ein schönes Zeugnis gegeben werden konnte.

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