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  • ,Wache beständig über den Dienst um ihn zu erfüllen‘
    Der Wachtturm 1957 | 15. Mai
    • und heute in der Organisation dienen, einschließlich der vielen anderen Schafe, die jetzt in der Stellung von „Fürsten“, nämlich als verantwortliche Diener in Gottes Neuer-Welt-Gesellschaft, dienen. Wie jeder Diener in einer Versammlung dir schnell sagen wird, ist dieser Titel „Fürst“ nicht nur ein Ehrentitel! Das Wort, so wie es in der Heiligen Schrift gebraucht wird, betont an sich schon die schwere Verantwortung, die eine führende Stellung im Dienste Jehovas und der Brüder mit sich bringt. Die Brüder können sich jetzt an ihre Diener wenden, um bei ihnen einen solch wünschenswerten Bergungsort, Schutz und „Schatten“ sowie Erquickung zu finden. Jehova verheißt, daß sein großer König und ein jeder seiner Fürsten in dieser Zeit großer Not eine solche Quelle des Trostes und Schutzes sein wird.

      12. Wovor müssen sich die Diener hüten, und welche zwei Extreme sollten sie meiden?

      12 Trotz der gewichtigen Verantwortlichkeiten sollten Aufseher sich nicht aufs hohe Pferd setzen und hochmütig oder überheblich werden. Hütet euch davor, wegen der Schwachheiten eurer unreifen Brüder ungeduldig zu werden! „Sei nicht vorschnell in deinem Geiste zum Unwillen, denn der Unwille ruht im Busen der Toren.“ Über diese nach der Elberfelder Bibel wiedergegebenen Worte aus Prediger 7, Vers 9, können wir uns anhand der modernen Moffatt-Übersetzung (engl.) noch weitere nützliche Gedanken machen: „Sei nie vorschnell in deinem Ärger; nur Toren hegen Zorn.“ Bewahrt die Haltung der Demut. Seid weder kleinlich noch allzu kritisch, denn dies ist eines Mannes nicht würdig. (Micha 6:8) „Doch ihr alle“, gibt Petrus den Rat, „gürtet euch mit Demut des Sinnes, einer gegenüber dem anderen; denn Gott widersteht den Hochmütigen, erweist aber den Demütigen unverdiente Güte. Demütigt euch daher unter die mächtige Hand Gottes.“ (1. Pet. 5:5, 6, NW) Nehmt euch auch vor euren eigenen Schwachheiten in acht, damit ihr nicht fallet. (1. Kor. 10:12) „Sei nicht allzu gerecht, und erzeige dich nicht übermäßig weise: warum willst du dich verderben?“ (Pred. 7:16) Während ihr also vor den Schwachheiten eurer Brüder auf der Hut seid, solltet ihr gleichzeitig über eure Stärke wachen und daran denken, daß „der Gottesfürchtige beide Extreme meiden wird“. — Pred. 7:18, Mo.

      WIE MAN DEN ANFORDERUNGEN ENTSPRICHT

      13. Ist es möglich, daß jemand den hohen Anforderungen, die an die Diener in der Versammlung gestellt werden, entsprechen kann, und wie?

      13 Während wir die vielen Verantwortlichkeiten der Diener einer Versammlung in Betracht ziehen, steigt in uns die Frage auf: Kann jemand diesen hohen Anforderungen überhaupt entsprechen, und wie? Eine weitere Anforderung, die gestellt wird, gibt uns die Antwort. „Werdet stark“, lautet das kurze Rezept. (1. Kor. 16:13, NW) Was steht der Entwicklung der notwendigen Fähigkeiten im Wege? Strebt unablässig danach, den Zustand der Reife zu erreichen, indem ihr euren Brüdern eine Hilfe seid, ihnen zum Segen gereicht und Jehova wohlzugefallen sucht. „Ein weiser Mann ist einem starken überlegen und ein einsichtiger einem kraftvollen.“ — Spr. 24:5, Me.

      14. Welche Zusicherung hat Jehova seinen Dienern auf Erden gegeben, gemäß welcher er ihnen helfen wird?

      14 Jehova hat verheißen, daß er seinen Dienern, denen nun die große Verantwortung obliegt, die gute Botschaft weltweit zu verkündigen, Kraft und neuen Eifer verleihen werde. „Weißt du es nicht? oder hast du es nicht gehört? Ein ewiger Gott ist Jehova, der Schöpfer der Enden der Erde; er ermüdet nicht und ermattet nicht, unergründlich ist sein Verstand. Er gibt dem Müden Kraft, und dem Unvermögenden reicht er Stärke dar in Fülle. Und Jünglinge ermüden und ermatten, und junge Männer fallen hin; aber die auf Jehova harren, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler; sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.“ (Jes. 40:28-31) Jehova wird seinen Dienern auf Erden auf diese Weise behilflich sein, seinen Willen zu tun und die Arbeit zu bewältigen.

      15. Woher kommen Erfolg und Wachstum in der theokratischen Organisation?

      15 Während ihr eure Fähigkeiten im Dienste vermehrt, solltet ihr euch stets daran erinnern, woher euer Wachstum kommt. „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist“, spricht Jehova der Heerscharen. (Sach. 4:6) Wie hätten wir, als Organisation gesehen, letztes Jahr mehr als 87 Millionen Stunden im Missionsfeld tätig sein können ohne die Hilfe dieser dynamischen Kraft, ganz besonders wenn wir unsere persönlichen Mängel und Schwachheiten und die Bemühungen zur Stillegung des Predigtwerkes in Betracht ziehen? Wir geben Jehova, unserem Gott, die Ehre für allen Erfolg und für das Wachstum, das er sowohl der Organisation wie jedem einzelnen geschenkt hat. „Schließlich: erwerbt weiterhin Kraft im Herrn und in der Macht seiner Stärke.“ — Eph. 6:10, NW.

      16. Wie kann man in der Stärke Jehovas erstarken?

      16 Jehova zeigt, wie das Wachstum durch den Antrieb seines Geistes und die Leitung seiner Organisation vor sich gehen soll. Die Kraft der Stärke Jehovas erhält man durch ein fleißiges Studium des Wortes Gottes und indem man sich im Dienste mit seiner Organisation verbindet, durch die man veranlaßt wird, Zeugnis zu geben und sich Gelegenheiten zu suchen, wie man selbst immer mehr predigen kann. Dann wird unsere Aufmerksamkeit auf die Qualität des Dienstes gelenkt, und wir lernen auch, noch wirkungsvoller zu predigen. Auf diese Weise dehnen wir unser Wirkungsfeld aus; wir sträuben uns nicht, anderen eine Hilfe zu sein, damit sie zunehmen an Erkenntnis, ihren Dienst mehren und sich Gott wohlgefällige Eigenschaften aneignen. Das bewirkt bestimmt nicht nur in uns ein Wachstum, sondern auch in den Brüdern, die unserem guten Beispiel folgen, denn schnell werden sie das richtige Beispiel nachahmen. (Titus 2:7) Aus diesem Grunde ermahnte Paulus den jungen Dienstamtgehilfen: „Sinne über diese Dinge nach, geh darin auf, damit deine Fortschritte allen Menschen offenbar werden. Gib beständig auf dich selbst acht und auf das, was du lehrst.“ — 1. Tim. 4:15, 16, NW.

      17. Welchen Rat gibt uns Gottes Wort darüber, wie wir zur Reife voranschreiten und uns im Dienste auferbauen können?

      17 Seid nicht überrascht von dem, was Gottes machtvoller Geist bewirken kann, um euch für die Auferbauung eurer Brüder und zur Ehre und Freude Gottes zur Reife zu bringen. (Jer. 9:23, 24; Eph. 6:10; Kol. 1:10, 11) ‚Löschet also das Feuer des Geistes nicht aus.‘ (1. Thess. 5:19, NW) Vielmehr sollten wir „die Gabe Gottes“, die in Form des Predigtdienstes allen willigen, tatkräftigen Zeugen Jehovas heute verliehen ist, „wie ein Feuer anfachen“. Stellt euch an einen Platz in den Frontreihen der tapferen theokratischen Kämpfer. Während ihr „das Schwert des Geistes“ mit wachsender Zuversicht und Gewandtheit schwingt, wird Jehova euch mächtig segnen, damit ihr weiterhin ‚starke Verschanzungen stürzen‘ könnt. — 2. Tim. 1:6; 2. Kor. 10:4, NW.

      18. Was wird die Folge sein, wenn wir das Tempo unseres theokratischen Kriegszuges weiterhin beschleunigen?

      18 „Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue mit deiner Kraft“, spornt uns der Weise in Prediger 9, Vers 10 (RS), an. Wenn wir zurückweichen, wird Jehova kein Wohlgefallen an uns haben. Durch einen Schritt rückwärts mag eine zaghafte Seele schließlich in die Vernichtung stürzen. (Heb. 10:38, 39) Jehova segnet die Furchtlosen, indem er ihnen Kraft schenkt, um im theokratischen Kriegszuge, der „immerfort größer“ wird, zu kämpfen. (2. Sam. 5:10) Seine unüberwindliche wirksame Kraft wird immer mehr die Verwirklichung der Prophezeiung über die Mehrung, über eine fortgesetzte, nicht endende Mehrung, herbeiführen: „Der Kleinste wird zu einem Tausend werden, und der Geringste zu einer gewaltigen [starken, AS] Nation. Ich, Jehova, werde es zu seiner Zeit eilends ausführen.“ (Jes. 60:22) Jetzt, da Jehovas Neue-Welt-Gesellschaft immer zahlreicher wird, gilt es darauf zu achten, daß sie ihre Manneskraft nicht verliert, weil wir als Diener geistig schlaff, fett und träge würden. Wenn wir an unserem Platz bleiben, unseren Pflichten nachkommen und fortfahren, das Tempo unseres theokratischen Kriegszuges nach echter Mannesart zu beschleunigen, wird Jehova uns bestimmt nicht verlassen. Laßt es den Feind wissen, daß Jehova mit uns ist! „Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Jehova, stark und mächtig! Jehova, mächtig im Kampf!“ — Ps. 24:8.

      19. Welche Aussichten haben wir, wenn wir in die Zukunft blicken, und welches Bild finden wir in der Bibel von Jehovas Volk?

      19 Jehovas Predigtwerk, das von seiner Organisation durchgeführt wird, konnte durch nichts aufgehalten werden, und es sind wunderbare Ergebnisse erzielt worden. Wenn wir die atemberaubenden Aussichten in Betracht ziehen, haben wir keinen Grund zu irgendwelchem Zweifel, daß ‚das Volk, welches seinen Gott kennt, sich stark erweisen und handeln wird‘. (Dan. 11:32) „Stoßet in die Posaune auf Zion, und blaset Lärm auf meinem heiligen Berge! Beben sollen alle Bewohner des Landes; denn es kommt der Tag Jehovas, denn er ist nahe … ein großes und mächtiges Volk … Sie rennen wie Helden, wie Kriegsleute ersteigen sie die Mauer; und sie ziehen ein jeder auf seinem Wege, und ihre Pfade wechseln sie nicht [unterbrechen den Zug nicht, ZB]; und keiner drängt den anderen, sie ziehen jeder einzeln auf seiner Bahn; und sie stürzen zwischen den Waffen hindurch und halten in ihrem Zuge nicht inne.“ — Joel 2:1, 2, 7, 8, Fußn.

      20. Welche Rolle spielt die Liebe beim Vormarsch dieser Kämpfer, und welcher Unterschied besteht daher zwischen Gottes Welt und Satans Welt?

      20 Was hat alle diese vorrückenden Kämpfer mit unwiderstehlicher Macht in diese triumphierende theokratische Armee hineingezogen? Nichts anderes als Liebe, nämlich die Liebe Gottes, durch die er die Menschen zusammenbringt. Wir sind entschlossen, uns durch nichts daran hindern zu lassen, unsere Liebe zu ihm zu bekunden. (Röm. 8:35-39) Diese Liebe zu Jehova und die Liebe zum Nächsten ist das vollkommene Band der Einheit. Sie hilft uns, dem haßzüchtenden Einfluß dieser selbstsüchtigen Welt zu widerstehen. Dadurch unterscheidet sich die Neue-Welt-Gesellschaft so sehr von der Alten-Welt-Gesellschaft. Satans Welt wird diese Liebe niemals aus der Mitte der Organisation Gottes austilgen können, sondern sie wird Harmagedon überdauern und als feste Grundlage eines ewig gesegneten Dienstes für Jehova dienen.

      21. Was müssen wir tun, um die Gewißheit zu haben, daß Jehova nie aufhört, uns zu lieben?

      21 Die Liebe zu Jehova und unseren Brüdern dient nun als große stabilisierende Kraft, die uns in dem Entschluß, im Glauben festzubleiben und dementsprechend mächtige Taten zu vollbringen, stärkt. Sie veranlaßt uns, jede Verantwortung, die Jehova uns zur Wahrung der Interessen seines Königreiches auferlegen mag, rasch und in mannhafter Weise zu übernehmen. Da Selbstlosigkeit unser Beweggrund ist, werden uns unsere Brüder und vor allem Jehova sicherlich unsere unbeabsichtigten Verfehlungen, unsere Schwachheiten und Unvollkommenheiten des Fleisches vergeben. Jehova ließ uns durch seinen inspirierten Apostel diese Zusicherung geben: „Aber das vollständige Ende aller Dinge hat sich genaht. Seid daher gesunden Sinnes und wachsam im Hinblick auf Gebete. Vor allen Dingen hegt innige Liebe zueinander, denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.“ (1. Pet. 4:7, 8, NW) Jehova wird nie aufhören, uns zu lieben und uns zu segnen, wenn wir ‚wach bleiben, feststehen im Glauben, uns wie Männer betragen und stark werden‘. Alles, was Jehova für uns tut, tut er aus Liebe. Paulus schließt deshalb seine knappe Ermunterung mit den wohlüberlegten, passenden Worten ab, die wir euch Dienern besonders ans Herz legen möchten: „Regelt alle eure Angelegenheiten in Liebe.“ — 1. Kor. 16:13, 14, NW.

  • Die Bibel verboten
    Der Wachtturm 1957 | 15. Mai
    • Die Bibel verboten

      ● Im Jahre 1229 erließ das Konzil von Toulouse fünfundvierzig kirchliche Vorschriften zur Abschaffung der Ketzerei. Eine davon lautete: „Allen Laien ist der Besitz des Alten und Neuen Testaments mit Ausnahme der Psalmen und jener Teile, die im Brevier oder in den ‚Stunden der Jungfrau‘ enthalten sind, verboten; streng verboten ist ferner die Herausgabe dieser Werke in der Volkssprache.“ Einige Jahrhunderte später war Heinrich VIII. fieberhaft bemüht zu verhindern, daß Bibeln in England eingeschmuggelt wurden. Durch Anschläge wurde die Warnung herausgegeben: „Weder Frauen noch Handwerker, Lehrlinge, Handwerksburschen, Dienstboten, Freisassen, Ackerbauer oder Arbeiter sollen die Bibel in Englisch lesen, sei es, daß sie sie selbst lesen oder sie anderen vorlesen, sei es privat oder öffentlich, und dies bei Strafe von einem Monat Gefängnis.“ Und dennoch befinden sich heute, da Millionen Menschen die Bibel ungehindert lesen können, die meisten in Unkenntnis über die Bibel.

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