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  • ‘Wandelt nicht weiter so wie die Nationen’
    Der Wachtturm 1979 | 15. September
    • was wir uns ansehen, und der Schamlosigkeit des römischen Theaters und der Grausamkeit der Arena? Die Tatsachen zeigen, daß einige Christen durch das, was sie sich anzusehen pflegten, unachtsam geworden sind und sich deswegen in unsittliche Handlungen verstrickten.

      22. (a) War es für die Christen im ersten Jahrhundert leicht, als Kinder des Lichts zu wandeln? Was gelang ihnen dennoch? (b) Welche weiteren Fragen bedürfen einer Antwort?

      22 Welch außergewöhnliche moralische Kraft dagegen doch die ersten Christen aufwiesen! Sie lebten unter Menschen, deren Herz so versteinert war, daß sie nicht einmal mehr merkten, wenn sie sündigten, Menschen, die jedes Schamgefühl und jeglichen Anstand verloren hatten. Dennoch gelang es ihnen, ihren Sinn auf Dinge gerichtet zu halten, ‘die wahr, von ernsthaftem Interesse, gerecht, keusch, liebenswert waren, über die man wohlredete, die tugendhaft und lobenswert waren’ (Phil. 4:8). Wie bewahrten sie eine solche Kraft inmitten einer unsittlichen Welt? Behalten wir im Sinn, daß sie wie wir Menschen aus Fleisch und Blut waren. Auch sie verspürten das Bedürfnis, sich zu entspannen. Doch worin bestand ihre Unterhaltung? Wie können wir diese „Kinder des Lichts“ als bewährte Vorbilder noch genauer nachahmen? Das sind wichtige Fragen, die im folgenden Artikel behandelt werden.

  • „Fahrt fort, als Kinder des Lichts zu wandeln“
    Der Wachtturm 1979 | 15. September
    • „Fahrt fort, als Kinder des Lichts zu wandeln“

      „Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in Verbindung mit dem Herrn. Fahrt fort, als Kinder des Lichts zu wandeln“ (Eph. 5:8).

      1, 2. (a) Warum mußte der in der Veranschaulichung erwähnte Mann weiter gegen den Sturm ankämpfen und vorwärts gehen? (b) Weshalb muß ein Christ kämpfen, um nicht wie die Nationen zu wandeln?

      DER Mann kämpfte gegen den Sturm. Jeder Schritt war für ihn eine ungeheure Anstrengung, doch er ging unentwegt vorwärts. Warum strengte er sich so sehr an? Warum kehrte er nicht einfach um, so daß er den Wind im Rücken gehabt hätte? Weil nicht weit hinter ihm ein tiefer, finsterer Abgrund gähnte. Er hatte also keine andere Wahl, wenn er am Leben bleiben wollte. Kein Wunder, daß er gegen den Sturm ankämpfte und vorwärts ging!

      2 Heute droht der „Geist der Welt“ unter dem Einfluß Satans wie ein Sturm die ganze Menschheit auf einen Weg abzudrängen, der unausweichlich in einen „Abgrund“ führt, nämlich in die Vernichtung, die durch die Äußerung des Zornes Gottes verursacht wird (1. Kor. 2:12; Eph. 5:6). Um diesem Zorn zu entgehen, muß ein Christ sozusagen „gegen den Sturm“ ankämpfen und vorwärts gehen. Er muß kämpfen, wenn er wie ein ‘Kind des Lichts’ wandeln möchte und nicht so wie die Nationen (Eph. 4:17; 5:8).

      INNERE KRAFT ERFORDERLICH

      3. (a) Worauf müssen wir gemäß Epheser 3:16 unsere Anstrengungen konzentrieren, damit es uns gelingt, nicht so zu wandeln wie die Nationen? (b) Wie stärken wir den ‘inneren Menschen’?

      3 Worauf müssen wir unsere Anstrengungen konzentrieren, um in diesem Kampf siegreich sein zu können? Paulus ermahnt uns, „mit Kraft durch seinen [Gottes] Geist gestärkt zu werden an dem Menschen, der ... [wir] innerlich“ sind. Daran müssen wir also arbeiten, an dem ‘inneren Menschen’, an der „verborgenen Person des Herzens“. Diese muß gestärkt werden. Wie? Indem wir ‘den Christus durch unseren Glauben mit Liebe in unserem Herzen wohnen’ lassen (Eph. 3:16, 17; 1. Petr. 3:4).

      4. (a) Was ist erforderlich, damit ‘Christus in unserem Herzen wohnen’ kann? (b) Welche aufschlußreichen Fragen sollte sich jeder von uns stellen?

      4 Um ‘Christus in unserem Herzen wohnen, zu lassen, müssen wir zuerst den Geist der Welt vertreiben. Wie könnte der Geist Christi den ‘Menschen, der wir innerlich sind’, erfüllen, wenn Satan, der „Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirksam ist“, immer noch in uns wirken würde oder anfangen würde, sich bei uns wieder einzuschleichen? (Eph. 2:2). Frage dich daher: „Finde ich in meinem Herzen immer noch Gefallen an dem satanischen Geist des gegenwärtigen Systems? Lasse ich mich von Personen unterhalten, die zeigen, daß sie jedes sittliche Gefühl verloren haben?“ Wir können anderen leicht etwas vormachen, während wir innerlich in Wirklichkeit eine ganz andere Person sind. Christus wohnt in unserem Herzen, wenn sich sein Beispiel und seine Lehren auf unsere Empfindungen und auf unser Handeln auswirken. Jesus sagte zum Beispiel, daß seine Nachfolger eine Person vom anderen Geschlecht nicht mit begehrlichen Augen ansehen sollten. Gehorchen wir in unseren Gedanken diesen Worten? Vermeiden wir gewissenhaft alles, was bei uns solche Empfindungen wachrufen könnte? Überlegen wir einmal: Würde Jesus an der Art der Unterhaltung, die wir suchen, Gefallen finden? Sind wir so eingestellt wie er, indem wir nicht nur ‘Gerechtigkeit lieben, sondern auch Gesetzlosigkeit hassen’? Wenn ja, dann lassen wir uns von dem Geist Christi erfüllen und haben die „gleiche Gesinnung“ wie der Christus (Matth. 5:27, 28; Hebr. 1:9; 1. Petr. 4:1).

      5, 6. (a) Warum sind persönliches Studium und Nachsinnen zur Stärkung des ‘inneren Menschen’ wichtig? (b) Genügt verstandesmäßige Erkenntnis? Wenn nicht, was ist noch erforderlich?

      5 „[Um] verwurzelt und fest gegründet [und] ... völlig imstande zu sein, mit allen Heiligen zu begreifen, welches die Breite und Länge und Höhe und Tiefe“ der Wahrheit des Wortes Gottes ist und in welchem Zusammenhang sie besonders mit dem Beispiel der Liebe steht, das Jesus Christus durch sein Leben und seine Lehren gegeben hat, ist es wichtig, in der Bibel zu lesen und darüber nachzusinnen. Was tief verwurzelt ist, kann man nicht leicht herausreißen; was auf einer festen Grundlage verankert ist, läßt sich nicht ohne weiteres beseitigen. Deshalb müssen wir unsere geistige ‘Wurzel und Grundlage’ stark erhalten, indem wir die Erkenntnis Christi tief in den ‘Menschen, der wir innerlich sind’, eindringen lassen (Eph. 3:17, 18).

      6 Wir sollten indes nicht denken, Christus in unserem Herzen wohnen zu lassen bedeute lediglich, sich lernbegierig ein umfangreiches Bibelwissen anzueignen. Der Apostel Paulus wußte, wie gefährlich es war, seinen Glauben lediglich auf verstandesmäßige Erkenntnis zu gründen. Deshalb sagte er weiter: „... und die Liebe zu Christus zu erkennen, die die Erkenntnis übersteigt, damit ihr in allem mit all der Fülle, die Gott gibt, erfüllt sein mögt.“ Man benötigt mehr als Kopfwissen. Es stimmt zwar, daß man jemandes Denkweise um so besser versteht, je mehr man mit dem Betreffenden Gemeinschaft hat, doch seine Empfindungen kann man erst dann richtig verstehen, wenn man beginnt, sein Verhalten gegenüber anderen oder seine Lebensweise nachzuahmen. So verhält es sich auch mit der Liebe Christi. Lediglich durch das Lesen von Büchern kann man sie nicht begreifen, sondern man muß wie Christus werden. Dann kann man durch Erfahrung mitfühlen und das verstehen, was „die Erkenntnis übersteigt“ (Eph. 3:19).

      7. Ist es richtig oder falsch, zu sagen, man erwarte zuviel, wenn man von uns verlange, wie Christus zu sein, da er ja vollkommen gewesen sei? Begründe deine Antwort mit der Bibel.

      7 Dieses leuchtende Vorbild nachzuahmen ist wirklich ein erhabenes Ziel. Ja, es scheint ein schwieriges Unterfangen zu sein, doch mit Gottes Hilfe können wir es trotz unserer unvollkommenen Fähigkeiten schaffen, denn Paulus sagt, daß Gott „über alles hinaus mehr tun kann, als was wir erbitten oder erdenken“. Es fragt sich nur, ob wir unseren Teil tun (Eph. 3:20; siehe auch 1. Petrus 2:21 und 1. Korinther 11:1).

      ‘STREIFT DIE ALTE PERSÖNLICHKEIT MIT IHREN TRÜGERISCHEN BEGIERDEN AB’

      8. (a) Was für Begierden können gemäß den Worten des Paulus in der „alten Persönlichkeit“ aufkommen? (b) Wie versuchen sich einige, die entwürdigende Formen der Unterhaltung wählen, zu rechtfertigen? Ist eine solche Argumentation biblisch zu begründen?

      8 Dazu fordert uns der Apostel Paulus in Epheser 4:22 auf. Nein, wir sollten die alte Persönlichkeit nicht mit einem Schönheitspflästerchen versehen, sondern ‘sie abstreifen’, uns ihrer entledigen (Kol. 3:9). Warum? Weil sie durch ihre „trügerischen Begierden“, die in unserem „verräterischen“ Herzen aufkommen, „verdorben“ oder immer mehr zum Schlechten beeinflußt werden kann (Jer. 17:9). Einige Christen, die sich mit offensichtlich entwürdigenden Formen der Unterhaltung befassen, suchen sich dadurch zu rechtfertigen, daß sie sagen: „Mein Gewissen ist nicht beunruhigt. Was ist also daran falsch?“ Könnte es sein, daß ihr Gewissen nicht in Ordnung ist und sie von den Begierden ihres Herzens betrogen werden? Wenn uns unser Gewissen nicht beunruhigt, ist das an sich keine Garantie dafür, daß wir richtig handeln. Selbst der Apostel Paulus sagte: „Denn mir ist nichts bewußt, was gegen mich spräche. Doch dadurch werde ich nicht als gerecht erfunden, der mich aber beurteilt, ist Jehova“ (1. Kor. 4:4). Das Gewissen vieler, die zur frühchristlichen Versammlung gehörten, war so gefühllos geworden, daß sie Unsittlichkeit in ihrer Mitte duldeten und sich sogar dessen rühmten. Ihr Gewissen war irregeleitet (1. Kor. 5:1, 2, 6; Tit. 1:15; 1. Tim. 4:2).

      9. Welcher besorgniserregende Bericht zeigt, daß sich das Gewissen allmählich wandeln kann?

      9 Es ist leicht möglich, daß wir unser Gewissen durch „trügerische Begierden“ allmählich beflecken lassen. Aus dem Zweigbüro der Zeugen Jehovas in einem europäischen Land stammt folgender besorgniserregende Bericht:

      „Vor ungefähr 10 Jahren hätten sich unsere Brüder die meisten Filme, die heute gespielt werden, ganz sicher nicht angesehen. Doch ihr Anstandsgefühl hat sich gewandelt. Es besteht kein Zweifel, daß einige unserer Brüder durch den Trend der Welt in gewissem Maße beeinflußt worden sind.“

      10. (a) Wie ging man im ersten Jahrhundert vor, damit die Gladiatorenkämpfe akzeptiert wurden? (b) Was können wir daraus lernen?

      10 Satan ist bemüht, uns zu veranlassen, seine verderbten Maßstäbe nach und nach anzunehmen. Als die Gladiatorenkämpfe in Palästina eingeführt wurden, nahmen Personen, die „derartige Anblicke nicht gewohnt waren“, sie mit „Schrecken“ auf, wie Livius schreibt. Dieser Historiker aus dem ersten Jahrhundert sagt weiter:

      „Durch häufige Wiederholungen und dadurch, daß die Kämpfer mitunter nicht weiter gehen durften,

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