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  • Biblische Ereignisse zeitlich einordnen
    Der Wachtturm 1975 | 15. Oktober
    • 29 u. Z. und endete im Frühjahr 33 u. Z. mit seinem Tod. Nach seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt setzten seine Jünger das Werk, das er begonnen hatte, fort. Um das Jahr 98 u. Z. beendete schließlich Johannes, der letzte noch lebende Apostel, die Niederschrift der Bibel. Er schrieb in jenem Jahr wahrscheinlich 1., 2. und 3. Johannes sowie das nach ihm benannte Evangelium. Etwa zwei Jahre vorher hatte er die Offenbarung niedergeschrieben.

      Dies alles zeigt, wie man die biblischen Ereignisse zeitlich einordnen kann. Wir sollten beim Lesen der Bibel versuchen, ein Ereignis zeitlich mit einem anderen in Verbindung zu bringen. Dadurch gewinnt die biblische Geschichte für uns an Bedeutung.

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1975 | 15. Oktober
    • Fragen von Lesern

      ● Wie sollten Christen gemäß Gottes Wort zu Selbstmord eingestellt sein?

      Als der Quell des Lebens hat Jehova das Menschenleben für kostbar, heilig erklärt (1. Mose 9:5; Ps. 36:9). Selbstmord — das heißt, sich das Leben selbst zu nehmen oder sich absichtlich selbst zu töten — wird daher in der Bibel verurteilt (2. Mose 20:13; 1. Joh. 3:15). Bei den wenigen in der Bibel erwähnten Selbstmördern handelte es sich um Personen, die Jehova untreu waren und die nicht daran dachten, daß ihr Leben eigentlich Gott gehörte (1. Sam. 31:4; 2. Sam. 17:5-14, 23; 1. Kö. 16:18; Matth. 27:5).

      Wer sich absichtlich das Leben nimmt, handelt in völliger Mißachtung der Heiligkeit des Lebens; er lädt Blutschuld auf sich. Jemand, der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte Selbstmord begeht, zeigt, daß es ihm an moralischer Kraft, an Glauben und an Gottesfurcht mangelt. Wenn er sich dadurch den Problemen und Verantwortlichkeiten des Lebens entziehen möchte, verrät seine Tat Feigheit. Hat der Betreffende sich als ein wahrer Christ ausgegeben, so ist sein Verhältnis zu Jehova durch seine Tat gewaltsam unterbrochen worden. Es könnte auch sein, daß jemand auf Drängen der Dämonen Selbstmord begeht (Matth. 17:14-18). Durch diese äußerst selbstsüchtige Handlung bekundet jemand keine Liebe zu seinen Hinterbliebenen, zu seiner Versammlung und seinen Freunden und auch nicht zu der Gemeinde, in der er lebte, da seine Tat für alle seine Bekannten Schmach und Kummer zur Folge hat (Mark. 12:31).

      In den meisten Ländern muß die Todesursache von einem Arzt, der als Leichenbeschauer bezeichnet wird, offiziell festgestellt werden. Im Bericht des Arztes ist vielleicht von Selbstmord die Rede, was jedoch nicht mit den Tatsachen übereinstimmen mag. In einem Fall, bei dem Selbstmord angegeben wurde, traten drei Wochen später klare Beweise dafür zutage, daß der Tod aufgrund eines eigenartigen Unfalls eingetreten war. Daher müssen stets die Umstände berücksichtigt werden. War eine Geisteskrankheit ausschlaggebend? War die Person zurechnungsfähig? Handelte sie fahrlässig oder tadelnswert? In vielen Fällen ist es schwierig, alle Tatsachen zu erfahren.

      Wie sollten daher die Glieder einer Christenversammlung zum Besuch einer Beerdigung eines angeblichen Selbstmörders eingestellt sein, der mit der Versammlung verbunden gewesen sein mag? Wie sollte sich ein Ältester verhalten, der gebeten wird, die Beerdigungsansprache zu halten? Wenn der Tod aufgrund eines Unfalls eingetreten zu sein scheint — obwohl vielleicht Selbstmord angegeben wurde — oder möglicherweise Geisteskrankheit eine Rolle gespielt hat, mag es das Gewissen einiger Glieder der Versammlung zulassen, daß sie der Beerdigung beiwohnen, um die Hinterbliebenen zu trösten. Ebenso bleibt es der persönlichen Entscheidung eines Ältesten überlassen, ob er in einem solchen Fall die Beerdigungsansprache halten möchte, wenn er darum gebeten wird. Die Versammlung mag es jedoch wegen der Wirkung auf die mangelhaft unterrichtete Öffentlichkeit vorziehen, die Beerdigungsansprache nicht öffentlich zu unterstützen oder im Königreichssaal stattfinden zu lassen.

      Andererseits mögen Glieder der Versammlung und Älteste nichts mit einer Beerdigung zu tun haben wollen, wenn es sich um einen eindeutig erwiesenen Selbstmord handelt. In einem solchen Fall würde es den Angehörigen überlassen bleiben, für eine private Beerdigungsansprache zu sorgen, bei der ein Glied der Familie für die Verwandten einige Worte spricht. Ferner mögen einige der Beerdigung einer Person, von der man annimmt, sie habe Selbstmord begangen, nicht beiwohnen wollen, wenn die Beerdigungsansprache auf Bitten der Familie von jemand anders als einem Glied der Versammlung gehalten wird, vielleicht vom Bestattungsunternehmer selbst.

      Als gerechtigkeitsliebende Personen vertrauen wir in der Frage bezüglich irgendwelcher künftiger Aussichten für einige der Menschen, die zum Selbstmord getrieben wurden, einem barmherzigen, allweisen Gott. Wir selbst lieben das Leben und halten es jeden Tag heilig, indem wir uns bemühen, so zu handeln und einen solchen Umgang zu pflegen, daß wir die Anerkennung desjenigen verdienen, der den Menschen das Leben gegeben hat.

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