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  • Berichte aus dem Jahrbuch 1958 der Zeugen Jehovas
    Der Wachtturm 1958 | 15. Februar
    • hatte. Es wurde ein Heimbibelstudium mit ihm begonnen.

      Ein Zeuge Jehovas, der in einem kleinen Dorfe arbeitete, fand dort ziemlich viel Interesse. Wegen der Tätigkeit der Zeugen setzte ein katholischer Pfarrer eine Aktion gegen sie in Gang. Er hieß die Dorfbewohner, nicht mehr auf sie zu hören, sondern sie aus dem Dorfe zu jagen, wenn sie kämen. Nun ist es in jenem Dorfe Brauch, daß die Bauern der Reihe nach jede Woche den Priester mit dem Pferdewagen ins Nachbardorf fahren, damit er dort seinem Amt als Priester nachkommen kann. Jetzt war ein Landwirt, der sich für die Wahrheit interessierte, an der Reihe, den Priester mitzunehmen. Unterwegs fragte er den Pfarrer: „Sind Jehovas Zeugen ebenfalls Christen?“ „Ja“, erwiderte der Priester. „Ist Jehova der Name des wahren Gottes?“ „Ja“, war die Antwort. „Sind Jehovas Zeugen kluge Leute?“ „Gewiß, das sind sie“, sagte der Geistliche. „Warum sollten wir also nicht mit klugen Leuten sprechen?“ Nun begann sich der Priester darüber zu beschweren, daß Jehovas Zeugen den Katholizismus stürzen könnten. „Und wenn wir uns nicht verteidigen“, sagte er, „werden sie bald ihre Botschaft selbst von unseren Kanzeln herab predigen. Wir müssen uns verteidigen, sonst sind wir verloren.“

      Im Dienstjahr 1957 wurden die polnischen Brüder mit geistiger Speise reich versorgt, und in den Fällen, in denen sie Not litten, da sie Kleider brauchten, konnten die Brüder in der Schweiz und in Schweden Kleiderpakete senden, die ein Gewicht von ungefähr 1850 kg ausmachten, was den Bedürftigen sehr zustatten kam. Unsere Brüder in Polen blicken vertrauensvoll dem neuen Jahr entgegen. Sie sind nicht beängstigt, weil einige der Aufseher wieder eingesperrt worden sind. So wie David werden sie sagen: „Ich aber werde in meiner Lauterkeit wandeln.“

      SCHWEIZ

      Christliche Gastfreundschaft trägt stets Frucht. Wir sollten daher an jeder Türe, an der wir vorsprechen, einen gastfreundlichen Geist offenbaren. Da wir die alte Welt verlassen haben, müssen wir uns mit der richtigen Erkenntnis über die neue Welt ausrüsten. Jeder Christ muß die Anweisungen beachten, die Paulus dem Timotheus gab. „Halte an mit dem Vorlesen, mit dem Ermahnen, mit dem Lehren. Bedenke dieses sorgfältig; lebe darin.“ (1. Tim. 4:13, 15) Heute befassen sich Jehovas Zeugen weit und breit damit, die Menschen, mit denen sie zusammenkommen, in biblischen Sinne zu ermahnen. Ohne Frage unterweisen sie sie außerdem, und bei ihren Bibelpredigten lesen sie ihnen auch viele Bibeltexte vor. Dies alles bewirkt Gutes. Hier folgen nun einige der guten Erfahrungen, die in der Schweiz gemacht worden sind.

      Als eine Wirkung der immer intensiver werdenden Verkündigung der neuen Welt nimmt auch die Opposition der Geistlichen beider Konfessionen zu. Es erscheinen in Kirchenblättern zahlreiche Artikel gegen Jehovas Zeugen. Diese vermögen oft viele Menschen vorübergehend zu beeinflussen, aber sie können auch das Gegenteil bewirken, wie folgende Erfahrung zeigt: Zwei junge Pioniere sprachen an einer Türe vor. Eine junge Dame öffnete, hörte einige Minuten aufmerksam der Predigt zu und sagte dann: „Kommen Sie doch herein, das interessiert auch meinen Mann.“ Die Pioniere predigten etwa eine Stunde lang über die neue Welt, und das Ehepaar folgte ihnen mit ungewöhnlichem Interesse. Die Verkündiger überreichten dann das Buch „Gott bleibt wahrhaftig“, eine Broschüre und Zeitschriften. Noch bevor sie einen weiteren Besuch vorschlagen konnten, fragte man sie: „Wann kommen sie wieder? Das ist wirklich interessant.“ In der nächsten Woche sprach der eine Pionier wieder vor, und sofort wurde ein regelmäßiges Bibelstudium eingeführt. Beim dritten Studium sagte der Mann: „Wissen Sie, weshalb ich Ihnen so interessiert zugehört habe?“ „Nein“, erwiderte der Pionier. „Nun, ich las im ‚Kirchenboten‘ einen kleinen Artikel über Euch, die Zeugen Jehovas. Dort hieß es, man solle, wenn zwei junge Leute an die Türe kämen, gut gekleidet und taktvoll und mit Bibelauslegungen Ihrer Richtung, ihnen nicht zuhören, sondern die Türe schließen mit der Erklärung, daß man die Kirche habe und der Herr Pfarrer uns schon alles sage. Ich aber bin ein freier Mensch und möchte alles prüfen, und deshalb habe ich Ihnen zugehört.“ Das war im November 1956. Zwei Monate später besuchten beide bereits alle Vorträge und das Wachtturm-Studium. Im April kamen sie zum erstenmal mit in den Felddienst, und im Juli symbolisierten sie anläßlich des Kongresses in Zürich bereits ihre Hingabe an Jehova. Beide sind seither regelmäßige Verkündiger. So hat sich der Fluch im Kirchenblatt in Segen umgewandelt.

      Wir haben immer noch mit Schwierigkeiten rechtlicher Natur zu kämpfen. Ein Fall entwickelte sich im Kanton Waadt und wurde vor Gericht gebracht. Im Oktober 1956 wurden drei Verkündiger von der Polizei aufgeschrieben und angezeigt. Sie wurden beschuldigt, ohne Patent hausiert und vor allem das Bundesgesetz über die Handelsreisenden übertreten zu haben. Der Angriff kam also dieses Mal von einer anderen Seite und richtete sich gegen das Anbieten von Zeitschriften-Abonnements. Jedem Verkündiger wurde eine Geldstrafe von 30 Franken auferlegt. Gegen diese Verfügung wurde Einspruch erhoben, und deshalb wurde der Fall dem Bezirksgericht überwiesen.

      Zur Unterstützung ihrer Anklage führte die Polizei in ihrem Rapport acht Zeugen an, darunter auch die Frau des protestantischen Pfarrers jenes Dorfes. Als die Gerichtsverhandlung angesetzt wurde, ersuchten wir das Gericht, alle Zeugen der Polizei und dazu noch fünf weitere vorzuladen. Anläßlich der Gerichtsverhandlung marschierten daher insgesamt 13 Zeugen auf. Sogar die Frau Pfarrer sagte zugunsten der Verkündiger aus. Der Pfarrer begleitete seine Frau in den Gerichtssaal, und obschon er nicht als Zeuge geladen worden war, erhob er sich während der Verhandlung und erklärte, er sei für die Glaubensfreiheit eingestellt und sei nicht so engherzig, zu glauben, daß niemand anders im Dorfe predigen dürfe als er. Andere Zeugen sagten ebenfalls zugunsten der Verkündiger aus, und der Richter, der die ganze Verhandlung sehr sachlich und liebenswürdig leitete, erhielt von unserem Werk einen guten Eindruck.

      In seinem Urteil sprach der Richter alle drei Verkündiger von Schuld und Strafe frei und erklärte, daß weder das Hausiergesetz noch das Bundesgesetz über die Handelsreisenden in diesem Falle angewandt werden könne, weil kein Handel vorliege und die ganze Tätigkeit nur der religiösen Werbung diene.

  • Yankee-Stadion und „Polo Grounds“!
    Der Wachtturm 1958 | 15. Februar
    • Yankee-Stadion und „Polo Grounds“!

      JEHOVAS Zeugen treffen Vorbereitungen, das Yankee-Stadion und die „Polo Grounds“ in der Stadt New York zu benutzen, um dort ihren internationalen Kongreß von 27. Juli bis 3. August 1958 abzuhalten. Die Watch Tower Bible and Tract Society von New York hat mit der Baseball-Verwaltung der „Yankees“ und der „New-York-Giants“ einen Vertrag geschlossen, diese beiden Stadien gleichzeitig zu benutzen.

      Im Sommer 1950 und 1953 hielten Jehovas Zeugen internationale Kongresse im Yankee-Stadion ab und besetzten es bei diesen Anlässen bis auf den letzten Platz. Sobald sie hörten, daß in der Stadt New York ein weiterer internationaler Kongreß stattfinden werde, entstand die Frage, welche Stätte wohl groß genug wäre.

      Dankbaren Herzens sind wir nun in der Lage, euch allen mitzuteilen, daß wir die vorzüglichen Einrichtungen des Yankee-Stadions wie auch der „Polo Grounds“, die nur vier Häuserblocks auseinanderliegen, benutzen können, und dadurch wird es möglich sein, daß alle Kongreßteilnehmer bequem sitzen und die Geschehnisse eines Kongresses von dem erwarteten Ausmaß verfolgen können. Viele unserer Leser werden sich daran erinnern, daß im Jahre 1953 am letzten Tage des Kongresses 165 829 Personen anwesend waren. Natürlich fanden diese nicht alle im Yankee-Stadion Platz, doch war dieses mit 91 562 Personen bis unters Dach dicht besetzt. Die übrigen 25 240 Personen der gewaltigen Besuchermenge fanden in Zelten und auf Parkplätzen in der Nähe des Stadions Platz, und 49 027 weitere Personen hörten in einer Entfernung von etwa 65 Kilometern, im Wohnwagenlager, das sich in New Jersey befand, ebenfalls zu.

      Wir hoffen, daß im Jahre 1958 die meisten Teilnehmer im Stadion Sitzgelegenheiten finden werden, so daß es ihnen möglich sein wird, alles, was vor sich geht, zu sehen und zu hören. Im Yankee-Stadion und in den „Polo Grounds“ finden etwa 120 000 Personen Platz, und es kann für noch weitere Sitzplätze gesorgt werden.

      Nach dem Programm, das die Gesellschaft aufstellt, werden die gleichen Redner, die am frühen Nachmittag im Yankee-Stadion sprechen, etwas später am gleichen Nachmittag in den „Polo Grounds“ sprechen und umgekehrt. So wird es auch beim Abendprogramm sein.

      Gewisse Teile des Programms jedoch, z. B. die Graduierung der Studenten der Gilead-Schule, werden nur an einem Ort durchgeführt, weil wir z. B. kein doppeltes Graduierungsprogramm durchführen können. Dasselbe gilt für den öffentlichen Vortrag am letzten Sonntag, doch wird bei diesen Gelegenheiten alles, was im Yankee-Stadion gesagt wird, direkt nach den „Polo Grounds“ übertragen, damit sämtliche Teilnehmer, die nicht im Yankee-Stadion Platz finden, in der Lage sind, in den „Polo Grounds“ alles mit anzuhören.

      Durch Jehovas unverdiente Güte erwarten wir also mit Spannung unsere internationale Zusammenkunft, die im Sommer 1958 stattfinden wird. Jedermann, wo immer er auf Erden wohnt, ist herzlich eingeladen, diesem Kongreß beizuwohnen; ja, wir wissen bereits, daß Tausende von den Enden der Erde herkommen werden!

      Es werden auch Vorkehrungen getroffen, irgendwo in New Jersey ein kleines Wohnwagenlager einzurichten. Wir hoffen jedoch, daß die meisten Delegierten planen werden, in die Stadt New York selbst zu kommen und sich durch das Unterkunftsbüro Unterkünfte in Hotels oder in den Privatwohnungen in New York besorgen zu lassen, die dem Unterkunftsbüro während der 8 bis 10 Tage in der Stadt zur Verfügung stehen werden. Dies ist vielleicht der größte Kongreß, der jemals von der Watch Tower Society vor Harmagedon veranstaltet werden wird. Alle Zeugen Jehovas, die imstande sind, sich entsprechend einzurichten, blicken erwartungsvoll der Zeit entgegen, da sie in der Lage sein werden, zu einem solch großartigen Kongreß zusammenzukommen, der zur Ehre und zum Ruhme des Namens Jehovas gereichen soll. Wir werden bestimmt in unseren Gebeten darum bitten, daß Jehova allen Vorbereitungen im Interesse dieses kommenden internationalen Kongresses seiner Zeugen auf Erden seinen Segen geben möge. Alle unsere Leser werden durch diese Spalten über weitere Einzelheiten auf dem laufenden gehalten werden.

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