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  • Berichte aus dem Jahrbuch 1960 der Zeugen Jehovas
    Der Wachtturm 1960 | 1. März
    • „Dann ist es ja gut, Annemariechen. Bete aufrichtig, und es wird bestimmt recht sein.“ Dann gab er ihr die Geburtsurkunde, die sie auf das Rathaus brachte. Sie hat nun den brennenden Wunsch, sich bei der nächsten Kreisversammlung taufen zu lassen.

      LIECHTENSTEIN

      Verkündiger-Höchstzahl: Bevölkerung: Verhältnis:

      2 14 757 1 zu 7 378

      Liechtenstein ist ein kleines Ländchen, das zwischen der Schweiz und Österreich liegt. Die katholische Kirche ist die Staatskirche. Die Verfassung des Landes gewährt zwar Glaubensfreiheit, und die protestantische Kirche ist dort tatsächlich vertreten und hat auch ihr Gebäude. Aber wenn es um Jehovas Zeugen geht, dann hat die Glaubensfreiheit keine Bedeutung mehr. Die Polizei will einfach nicht, daß unsere Verkündiger dort tätig sind. Man bringt immer wieder das Argument vor: „Wir wollen euch hier nicht. Die katholische Kirche genießt den Schutz des Staates!“ Ist es ein Zeichen von Stärke, wenn eine so große Kirche wie die katholische die Polizei und den Staat benötigt, um sich vor einigen harmlosen, friedliebenden Königreichsverkündigern zu schützen?

      Obwohl sich der Königreichsbotschaft in Liechtenstein viele Hindernisse in den Weg stellen, dringt sie doch bis zu einigen aufrichtiggesinnten Männern und Frauen durch, und wir hoffen zuversichtlich, daß diese mit der Zeit für die Wahrheit Stellung nehmen werden, wenn sie sie gründlich genug studiert haben; denn es sind einige verheißungsvolle Studien im Gange.

      SCHWEIZ

      Verkündiger-Höchstzahl: Bevölkerung: Verhältnis:

      4844 5 117 000 1 zu 1056

      Ein weiteres gesegnetes Dienstjahr gehört der Vergangenheit an, und unsere Blicke sind auf die Zukunft gerichtet. Doch vor Beginn des neuen Jahres sandte uns der Zweigdiener der Schweiz seinen Bericht über einige sehr interessante Erfahrungen in bezug auf das, was sich in diesem kleinen Lande zutrug. Der Apostel Paulus sagte: „Ihr erweist euch als ein Brief Christi, geschrieben durch uns als Diener, eingraviert nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern auf Tafeln von Fleisch, auf Herzen.“ (2. Kor. 3:3, NW) Durch unsere Predigttätigkeit treten Menschen guten Willens hervor, die sich als unsere Briefe erweisen. Wir haben in der nachstehenden Erfahrung diesbezüglich ein sehr interessantes Beispiel, das zeigt, wie jemand gesprochen, Nacharbeit geleistet und mit der Hilfe eines anderen einen solchen „Brief“ hervorgebracht hat. Laßt uns den Bericht über diese Erfahrung lesen.

      Wie notwendig es ist, dafür zu sorgen, daß jemand, mit dem wir über die Wahrheit gesprochen haben, von einem anderen Verkündiger besucht wird, wenn wir ihn selbst nicht mehr besuchen können, um sein Interesse weiter zu fördern, zeigt folgende Erfahrung. Ein Bruder in der Schweiz, der Arzt ist, wurde von einer Patientin aus England aufgesucht. Nachdem der Bruder ihr seine ärztlichen Ratschläge gegeben hatte, wechselte er das Thema und gab ihr ein gründliches Zeugnis über die Wahrheit. Sie hatte noch nie etwas davon gehört, aber sie schien sich dafür zu interessieren. Sie kehrte nach England zurück und der Bruder schrieb an das Zweigbüro, daß ein fähiger Verkündiger diese Person doch besuchen möchte. Das geschah auch. Einige Zeit später erhielt der Bruder in der Schweiz einen Brief von dieser Dame, in dem sie schrieb, sie beabsichtige nicht, diese Religion anzunehmen, aber sie könne sie einfach nicht mehr aus ihrem Sinn verdrängen. Ein zweiter Brief kam, der eine ganze Anzahl Fragen enthielt. Inzwischen studierte ein Verkündiger in England fleißig mit ihr. Es verging ziemlich viel Zeit, bis der Bruder eines Tages wieder einen Brief von dieser Dame erhielt, in dem sie sich entschuldigte, weil sie solange nicht geschrieben habe, aber Jehovas Zeugen würden eben von ihrer theokratischen Tätigkeit sehr in Anspruch genommen, und deshalb habe sie keine Zeit gehabt, ihm vorher zu schreiben! Ja tatsächlich, ihr Studium hatte dazu geführt, daß sie den Schritt der Hingabe getan hatte und sich anläßlich einer Bezirksversammlung in England taufen ließ!

      Schämt euch nicht, ihr jugendlichen Verkündiger für die Wahrheit Zeugnis abzulegen! Das zeigt folgende Erfahrung, die eine Schülerin gemacht hat. Eine Schulklasse fuhr für einen Monat in die Berge in die Ferien. Eines der Mädchen ist eine Zeugin Jehovas. Vor der Abreise überlegte es noch, wie es wohl in diesen Ferien Felddienst tun könnte. Es wollte für alle Fälle die Bibel mitnehmen. Nach einer sechsstündigen Reise kam die Klasse an ihrem Bestimmungsort an, müde und froh, zu Bett gehen zu können. Im Schlafraum nahm eines der Mädchen eine Bibel und ein religiöses Textbüchlein hervor und bat die junge Schwester, da sie besser lesen könne, eine Bibelstelle vorzulesen. Darauf entwickelte sich eine interessante Diskussion, an der sich auch andere Mädchen beteiligten. Es wurden viele Fragen gestellt, und unsere jugendliche Verkündigerin war überrascht, unter ihren Klassenkameradinnen ein solches Interesse an der Bibel festzustellen. Die Fragen waren so zahlreich, daß sie an einem Abend gar nicht alle beantwortet werden konnten, und so wurde die Diskussion an den folgenden Abenden fortgesetzt. Die Lehrerinnen waren erstaunt festzustellen, daß ihre Schülerinnen sich über die Bibel unterhielten. Von da an wurde dieser Schlafraum das „fromme Zimmer“ genannt. Während einer Wanderung ging eines der Mädchen drei Stunden neben der jungen Schwester her und stellte eine Frage nach der anderen. Es versprach schließlich, einmal eine Zusammenkunft der Zeugen Jehovas zu besuchen, um zu sehen, wie sie für ihren Predigtauftrag geschult werden. Wer weiß, ob sich unter jenen Kindern nicht eines der anderen Schafe des Herrn befindet, das er zur bestimmten Zeit in seine Hürde bringen wird!

      Wie viele haben doch schon die Wahrheit kennengelernt, weil sie zufällig mit Zeugen in Berührung kamen! Das gelegentliche Zeugnisgeben sollte deshalb nicht außer acht gelassen werden. Das wird durch folgende Erfahrung veranschaulicht. Eine Schwester, die einen Schönheitssalon führt, gab einer ihrer Kundinnen einen ungarischen Wachtturm. Diese nahm die Zeitschrift mit nach Hause und legte sie beiseite. Als ihr Mann heimkam, bemerkte er die Zeitschrift und sagte: „Was, eine ungarische Zeitschrift!“ Er begann darin zu lesen und legte sie erst wieder weg, als er sie vollständig durchgelesen hatte. Das machte seine Frau neugierig, und so las auch sie die Zeitschrift (es war zufällig die April-Sonderausgabe). Beiden gefiel das, was sie gelesen hatten, so gut, daß die Frau einige Tage später wieder in den Schönheitssalon ging, um sich zu erkundigen, ob sie noch weitere Ausgaben des Wachtturms erhalten könne. Sie sagte, sie seien von der katholischen Kirche sehr enttäuscht. Da die Schwester selbst nicht Ungarisch spricht, rief sie einen Bruder an, der die ungarische Sprache beherrscht, und brachte ihn mit diesen nach Wahrheit hungernden ungarischen Flüchtlingen in Verbindung.

      Der Bruder besuchte sie und erlebte dabei viel Freude. Er mußte ihnen eine Frage nach der anderen beantworten. Sie wollten alles wissen und freuten sich wie Kinder. Als die Frau einen Augenblick das Zimmer verlassen mußte, um nach dem Kind zu sehen, sagte sie: „Sprecht bitte nicht weiter, bis ich wiederkomme, damit ich ja nichts verpasse.“ Sie bestellten sämtliche Schriften, die in Ungarisch erhältlich sind, auch eine Bibel. Sie besuchten ferner den öffentlichen Vortrag, der anläßlich der Bezirksversammlung in Bern gehalten wurde. Und nun ist bei ihnen ein Studium in vollem Gange. Wie segensreich ist doch das gelegentliche Zeugnisgeben, besonders in Verbindung mit Zeitschriften!

  • Sei ein Mann — trage Verantwortung!
    Der Wachtturm 1960 | 1. März
    • Sei ein Mann — trage Verantwortung!

      „WER schlecht schreibt, schiebt die Schuld der Feder zu.“ Dieses englische Sprichwort weist auf die allgemeine menschliche Schwäche hin, Verantwortung abzulehnen, wenn es gilt, eine Rüge einzustecken. In dieser Hinsicht sollten wir alle — ob Mann, Frau oder Kind — danach streben, ‚uns wie Männer zu benehmen‘. Unsere Freunde können uns zwar in Zeiten der Bedrängnis unsere Bürden tragen helfen, aber wenn es sich um Verantwortung oder Schuld handelt, muß „jeder seine eigene Last der Verantwortung tragen“. — 1. Kor. 16:13; Gal. 6:2, 5, NW.

      Oft gleichen unsere Bemühungen dem Versuch, einem Tadel auszuweichen, wie etwa der Entschuldigung, die Aaron bei einer gewissen Gelegenheit vorbrachte und die konfuses Denken verriet. Während Mose vierzig Tage auf dem Berge weilte, wurde das Volk ungeduldig und wandte sich wieder dem ägyptischen Götzenkult zu. Es brachte Aaron Schmuckstücke und bat ihn, daraus ein Götzenbild für das Volk zu machen. Dann heißt es ausdrücklich im Bericht, daß Aaron das Gold ‚aus ihrer Hand nahm und es mit einem Meißel bildete und ein gegossenes Kalb daraus machte‘. — 2. Mose 32:4.

      Nahm Aaron, als Mose vom Berge zurückkehrte und sah, was geschehen war und ihn mit gerechtem Zorn darüber befragte, die Verantwortung für das Geschehene auf sich? Nein. Er suchte sich dem Tadel zu entziehen durch die Worte: „Sie rissen es [das Gold, das die Leute mir gaben] sich ab und gaben es mir, und ich warf es ins Feuer, und dieses Kalb ging hervor“ — anscheinend wie von selbst, so wollte er Mose glauben machen! Könnte etwas widersinniger sein als das? Oft aber haben unsere Versuche, uns zu rechtfertigen, ebensowenig Sinn wie derjenige Aarons! — 2. Mose 32:22, 24.

      Ein Versuch unsererseits, einem Tadel auszuweichen und die Schuld an irgend etwas anderen Leuten zuzuschieben, mag eine Folge konfusen Denkens sein; doch ganz augenscheinlich

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