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Wie können wir ihm für seine liebende Güte danken?Der Wachtturm 1977 | 15. Mai
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du ein Vater bist, wenn deine Kinder dich um Rat und Hilfe bitten. Doch wie würde es dich berühren, wenn dein Kind sagen würde: „Vati, ich möchte dir sagen, wie sehr wir Kinder dich lieben. Du bist zwar streng, und wir respektieren dich deshalb, aber du zeigst uns auch, daß du uns liebst. Du bist unser bester Freund.“? Wenn du daran denkst, wie du dich über eine solch aufrichtige Äußerung freuen würdest, was meinst du, wie es Gott wohl berührt, wenn wir in unsere Gebete Danksagung und Lobpreis einschließen? Der Prophet Daniel gab uns hierin ein gutes Beispiel. Die Bibel erwähnt ausdrücklich, daß er Gott in seinen Gebeten Lobpreis darbrachte (Dan. 6:10).
21. Was, statt allgemeine Äußerungen, sollten wir in unseren Gebeten zum Ausdruck bringen?
21 Es ist auch gut, in unseren Gebeten direkt zu erwähnen, wie Gott uns Güte erwies. Hast du schon einmal gehört, wie ein Kind betete und Gott für das Schokoladeneis, das es bekam, für eine Bootsfahrt, die es machen durfte, oder für seine Schulferien dankte? Könnten wir nicht auch mehr auf Einzelheiten eingehen, anstatt Gott nur durch allgemeine Äußerungen zu danken? Hast du eine schöne Erfahrung im Predigtdienst gemacht? Dann bedanke dich bei Gott dafür! Wenn dir jemand ein Geschenk gemacht hat, dann bedankst du dich wahrscheinlich bei ihm dafür. Bedankst du dich aber auch bei dem, der alles gemacht hat? Oder hast du aus der Bibel herausgefunden, wie du ein schwerwiegendes Problem lösen könntest? Dann bedanke dich dafür im Gebet. Und wie wäre es, wenn du — sofern du das Vorrecht hast, andere im Gebet zu vertreten — gewisse Beweise des Segens Gottes, für die ihr alle dankbar seid, ausdrücklich erwähnen würdest? (Ps. 42:8).
22. Wie können wir, zusammenfassend gesagt, Jehova für seine liebende Güte danken, und welche Empfindungen bringen wir dadurch zum Ausdruck?
22 Es ist eine unbestreitbare Tatsache, daß Gott uns als seinen ihm wohlgefälligen Dienern auf vielerlei Weise liebende Güte erweist. Das können wir tagtäglich beobachten, wenn wir aufmerksam sind (Ps. 107:43). Wir können uns alle dankbar erweisen, indem wir von unserem Gott reden. Wie und wann? Bei unserer Predigt- und Lehrtätigkeit, in Gesprächen mit unseren Glaubensbrüdern und mit Außenstehenden sowie in Liedern und im Gebet. Ja, während wir der Zeit entgegensehen, da die ganze Schöpfung vereint Jehova lobpreisen wird, wie das aus dem 150. Psalm hervorgeht, können wir persönlich jetzt schon einen vollen Anteil an dieser Lobpreisung haben. Wir bringen dadurch die gleichen Empfindungen zum Ausdruck wie David, der gemäß Psalm 59:16, 17 sagte: „Was aber mich betrifft, ich werde von deiner Stärke singen, und am Morgen werde ich deine liebende Güte freudig kundtun. ... O meine ‚Stärke‘, dir will ich Melodien spielen, denn Gott ist meine sichere Höhe, der Gott liebender Güte mir gegenüber.“
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Die „Synagoge der Freigelassenen“Der Wachtturm 1977 | 15. Mai
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Die „Synagoge der Freigelassenen“
■ Unter denen, die mit Stephanus disputierten, waren auch Männer von der „sogenannten Synagoge der Freigelassenen“ (Apg. 6:9). Um wen mochte es sich dabei gehandelt haben? Ein „Freigelassener“ war ein freigelassener Sklave. Personen, die der „Synagoge der Freigelassenen“ angehörten, mögen daher entweder freigelassene Sklaven gewesen sein, die jüdische Proselyten geworden waren, oder Juden, die von den Römern gefangengehalten worden waren, aber später ihre Freiheit wiedererlangten.
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