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  • Kontakt mit den Zuhörern und Verwendung von Notizen
    Leitfaden für die Theokratische Predigtdienstschule
    • 18, 19. Wie können wir uns darin üben, einen Redeplan zu verwenden?

      18 Daß du nur wenige Notizen verwendest, um deine Ansprache zu halten, bedeutet nicht, daß du dich nur dürftig vorzubereiten brauchtest. Bereite die Ansprache zunächst ausführlich vor, indem du einen so vollständigen Redeplan anfertigst, wie du möchtest. Bereite dann einen zweiten, viel kürzeren Redeplan vor. Dies ist der Redeplan, den du tatsächlich verwenden wirst, um die Ansprache zu halten.

      19 Lege nun beide Redepläne vor dich hin, und sage so viel über den ersten Hauptpunkt, wie du kannst, während du nur auf den gekürzten Redeplan schaust. Wirf als nächstes einen Blick auf den ausführlicheren Redeplan, und sieh, was du übersehen hast. Gehe dann zum zweiten Hauptpunkt in deinem gekürzten Redeplan über, und tu dasselbe. Mit der Zeit wird dir der kürzere Redeplan so geläufig werden, daß du dich an alles aus dem ausführlicheren Redeplan erinnern kannst, indem du nur deine wenigen kurzen Notizen anschaust. Durch Übung und Erfahrung wirst du die Vorteile des freien Sprechens erkennen und nur dann ein Manuskript verwenden, wenn es unbedingt erforderlich ist. Du wirst dich beim Sprechen entspannter fühlen, und deine Zuhörer werden mit größerer Achtung zuhören.

  • Fließende, konversationelle Vortragsweise mit richtiger Aussprache
    Leitfaden für die Theokratische Predigtdienstschule
    • Lehrstück 29

      Fließende, konversationelle Vortragsweise mit richtiger Aussprache

      1—4. Führe die Ursachen und Merkmale mangelnden Flusses auf.

      1 Stellst du fest, wenn du vor eine Zuhörerschaft hintrittst, um eine Ansprache zu halten, daß du oft nach den richtigen Worten suchen mußt? Oder stockst du bei gewissen Ausdrücken, wenn du laut vorliest? Wenn ja, dann bereitet dir der Fluß Schwierigkeiten. Jemand, der fließend spricht, ist im Gebrauch von Worten gewandt. Damit ist nicht jemand gemeint, der „zungenfertig“ ist, das heißt jemand, der gedankenlos oder in unaufrichtiger Weise frei mit Worten umgeht. Es handelt sich um eine sanfte oder angenehm nette, ruhig oder frei fließende Sprache. Auf dem Ratschlagzettel ist Fluß aufgeführt, damit diesem Punkt besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

      2 Die allgemeineren Ursachen für mangelnden Fluß beim Sprechen sind ein Mangel an klarem Denken und ungenügende Vorbereitung des Stoffes. Die Ursache kann auch ein geringer Wortschatz oder eine schlechte Wortwahl sein. Beim Lesen liegt der Mangel an Fluß gewöhnlich an mangelnder Übung im lauten Vorlesen, obwohl auch hier eine ungenügende Kenntnis der Wörter zum Stocken oder Zögern führt. Im Predigtdienst kann ein Mangel an Fluß auf ein Zusammenspiel dieser Faktoren, verbunden mit Schüchternheit oder Unsicherheit, zurückzuführen sein. Dort ist das Problem besonders ernst, weil deine Zuhörer dich in einigen Fällen einfach buchstäblich stehenlassen werden. Im Königreichssaal werden deine Zuhörer nicht buchstäblich hinausgehen, aber ihre Gedanken werden wandern, und viel von dem, was du sagst, wird verlorengehen. Dies ist also eine ernste Sache; Fluß ist bestimmt ein Merkmal, das man sich aneignen sollte.

      3 Viele Sprecher haben die verwirrende Eigenart, Ausdrücke wie „und äh“ oder ähnliche Flickwörter einzufügen. Wenn du dir nicht bewußt bist, wie häufig du beim Sprechen solche Ausdrücke gebrauchst, könntest du einen Versuch machen, bei dem dir jemand zuhört und diese Ausdrücke jedesmal, wenn du sie sagst, wiederholt. Du magst überrascht sein.

      4 Andere kommen immer wieder auf bereits Gesagtes zurück, das heißt, sie fangen einen Satz an, unterbrechen sich dann und fangen wieder ganz von vorn an. Wenn du diese schlechte Gewohnheit an dir hast, so versuche, sie in deinen täglichen Gesprächen zu überwinden. Mache bewußte Anstrengungen, zuerst zu denken und den Gedanken klar zu erfassen. Sage dann den ganzen Gedanken, ohne „mitten im Strom“ anzuhalten oder umzudenken.

      5—10. Welche Anregungen werden gegeben, um den Fluß eines Sprechers zu verbessern?

      5 Noch etwas anderes. Wir sind es gewohnt, Worte zu gebrauchen, während wir uns äußern. Daher sollten die Worte auf natürliche Weise kommen, wenn wir genau wissen, was wir sagen wollen. Du brauchst nicht an die Worte zu denken. Ja, um der Übung willen ist es besser, dafür zu sorgen, daß du den Gedanken klar im Sinn hast, und erst dann an die Worte zu denken, während du weitersprichst. Wenn du dies tust und wenn du deinen Sinn eher auf den Gedanken gerichtet hältst als auf die Worte, die du sprichst, sollten die Worte von selbst kommen, und deine Gedanken sollten so zum Ausdruck gebracht werden, wie du sie wirklich empfindest. Aber sobald du anfängst, Worte statt Gedanken im Sinn zu haben, wird deine Rede stockend.

      6 Wenn dein Problem hinsichtlich des Flusses eine Sache der Wortwahl ist, dann ist ein regelmäßiges Studium zur Aneignung eines Wortschatzes erforderlich. Achte im Wachtturm und in anderen Veröffentlichungen der Gesellschaft besonders auf Wörter, die dir nicht bekannt sind, und füge einige davon deinem täglichen Wortschatz hinzu.

      7 Da mangelnder Fluß beim Lesen gewöhnlich darauf zurückzuführen ist, daß du nicht mit den Wörtern vertraut bist, tust du gut daran, regelmäßig und systematisch zu üben, laut zu lesen, wenn dies dein Problem ist.

      8 Eine Möglichkeit, dies zu tun, besteht darin, ein oder zwei Absätze auszuwählen und sorgfältig still durchzulesen, bis du mit dem gesamten Gedanken des Teils vertraut bist. Sondere Gedankengruppen aus, indem du sie, wenn nötig, anzeichnest. Übe dich dann darin, diesen Teil laut zu lesen. Lies ihn zur Übung wiederholt durch, bis du ganze Gedankengruppen lesen kannst, ohne einmal zu zögern oder an falscher Stelle innezuhalten.

      9 Unbekannte oder schwierige Wörter solltest du immer wieder aussprechen, bis sie dir leichtfallen. Wenn du das einzelne Wort aussprechen kannst, dann lies den ganzen Satz mit diesem Wort, bis du es dem Satz ebenso frei hinzufügen kannst wie bekanntere Wörter.

      10 Übe auch regelmäßig, auf Anhieb vorzulesen. Lies zum Beispiel den Tagestext und den Kommentar immer gleich beim ersten Sehen laut vor. Gewöhne dir an, dein Auge Wortgruppen aufnehmen zu lassen, die ganze Gedanken zum Ausdruck bringen, statt nur ein Wort auf einmal zu sehen. Wenn du dich übst, kannst du dieses wichtige Merkmal wirkungsvollen Sprechens und Lesens beherrschen lernen.

      **********

      11—15. Inwiefern hängt der Unterhaltungston von den verwendeten Ausdrücken ab?

      11 Ein weiteres wünschenswertes Redemerkmal, das auf dem Ratschlagzettel vermerkt ist, ist der „Unterhaltungston“. Im täglichen Leben wendest du ihn an; tust du es aber auch, wenn du eine Ansprache hältst? Irgendwie werden Personen, die sich selbst mit einer großen Gruppe leicht unterhalten, oft sehr steif und ein wenig „salbungsvoll“, wenn sie aufgefordert worden sind, sich darauf vorzubereiten, „eine Ansprache zu halten“. Doch die wirkungsvollste Art des öffentlichen Sprechens ist die konversationelle Ausdrucksweise.

      12 Konversationelle Ausdrücke verwandt. Viel von der Wirksamkeit konversationellen Sprechens hängt von den gebrauchten Ausdrücken ab. Bei der Vorbereitung einer freien Rede ist es im allgemeinen nicht gut, Ausdrücke genauso zu wiederholen, wie sie im Druck erscheinen. Der Schreibstil ist anders als das gesprochene

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