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Die babylonische Religion führt zu Gewalttat und stürzt ein Volk ins VerderbenDer Wachtturm 1965 | 1. Januar
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Ohne Zweifel war das Kreuz ein heiliges Symbol unter jenen abgefallenen jüdischen Frauen, die Hesekiel sah, als sie dasaßen und den babylonischen Gott Bacchusd, den Gott Tammuz, beweinten und so den Tempel entweihten. Diese Frauen beweinten in Wirklichkeit den Tod des mächtigen Jägers Nimrod, des Gründers Babylons, der ohne Zweifel eines gewaltsamen Todes gestorben war, weil er sich der Gewalttat gegenüber Menschen und Tieren schuldig gemacht hatte. (1. Mose 10:8-10; 9:6) Während diese jüdischen Frauen gleich den babylonischen Frauen den Sonnengott indirekt anbeteten, sah der Prophet Hesekiel, wie im Tempel Salomos in Jerusalem die Sonne auch direkt angebetet wurde. — Hes. 8:16.
DIE NIMRODVEREHRUNG FÖRDERT GEWALTTAT
Nimrod ist der Vater der Gewalttat nach der Flut. Er schlachtete nicht nur Tiere mutwillig hin, sondern war auch ein Menschenjäger und brachte anderen bei, wie man Menschen jagt und hinschlachtet. So wurden Personen, die Nimrod als den Gott Tammuz oder Bacchus verehrten, veranlaßt, wie Nimrod zu handeln, denn es ist grundsätzlich so, daß eine Person den Gott, den sie verehrt, nachahmt und die guten oder schlechten Eigenschaften, die jenem Gott zugeschrieben werden, annimmt. (Röm. 1:22-28; Joh. 8:44; 1. Kor. 11:1; Röm. 12:2; Eph. 4:22-24; Gal. 5:22, 23) Die Babylonier unterstützten auch die „nimrodischen“ Gewalttaten durch ihren Glauben, daß das Leben in dem höhlenartigen Aralu, dem mutmaßlichen Aufenthaltsort der Toten, für gefallene Soldaten erträglicher sei als für die übrigen.e Der Gott Bacchus ist selbst heute noch ein Symbol für ausgelassene Lustbarkeiten. Die unter dem Symbol des Kreuzes auftretende Nimrodverehrung konnte im ganzen Land nichts anderes hervorbringen als Gewalttat und Ausschweifung.
Die erniedrigende und moralisch unreine babylonische Anbetung, der die Juden zum Opfer fielen, brachte viele ekelerregende Krankheiten über sie. Wo einst Gerechtigkeit und Gesetzestreue wohnten, wurde der Mord zu einer alltäglichen Erscheinung. (Jes. 1:15, 21; Jer. 7:9; 5. Mose 28:58-61) Haß und Gewalttat richteten sich besonders gegen jene, die für die Anbetung und das Gesetz Jehovas eintraten. (2. Kö. 24:3, 4; Jer. 26:8; 32:2, 3; 37:15, 16; 38:4) Sah das Gott, und kümmerte er sich darum? Schritt er ein? Er sagte zu Hesekiel: „Hast du [das] gesehen, Menschensohn? Ist es dem Hause Juda zu gering, die Greuel zu verüben, die sie hier verüben, daß sie auch das Land mit Gewalttat füllen und mich immer wieder reizen? denn siehe, sie halten das Reis an ihre Nase.f So will auch ich handeln im Grimm, mein Auge soll nicht schonen, und ich werde mich nicht erbarmen; und rufen sie auch vor meinen Ohren mit lauter Stimme, so werde ich sie doch nicht hören.“ — Hes. 8:17, 18.
VERDERBEN ODER FRIEDEN HÄNGT VON DER ANBETUNG AB
In der Vision Hesekiels beginnen die Urteilsvollstrecker Jehovas mit der Tötung von fünfundzwanzig Sonnenanbetern. Dann töten sie die siebzig Männer, die die an den Tempelwänden befindlichen Götzenbilder anbeteten, und schließlich jene Frauen, die den mit Kreuzen gekennzeichneten Tammuz beweinten. (Hes. 8:17 bis 9:8) Das war jedoch nur ein Ausblick auf das, was in Wirklichkeit über Jerusalem kommen sollte. In späteren Ausgaben dieser Zeitschrift werden wir weiteres darüber erfahren. — Jer. 25:9, 15-18.
Dieses Blatt der Geschichte Judas läßt klar erkennen, daß die Ausübung der falschen, babylonischen Religion die eigentliche Ursache des Übels war. Juda war ein Volk, das Jehova zum Gott hatte. Gottes Gesetz war das Gesetz des Volkes. Juda hatte seinen Schutz genossen und in Frieden und Wohlfahrt in moralischer und physischer Reinheit gelebt, solange es ihm gehorsam war. Das läßt uns verstehen, warum die falsche, babylonische Religion auf der ganzen Erde die Wurzel von Schlechtigkeit, Gesetzlosigkeit und Gewalttat ist. Ihre verkehrten, im Namen Gottes gepflegten Praktiken, haben viele — selbst in der Christenheit — vollständig von dem Glauben an Gott abgezogen und sie zur Beute von Ideologien werden lassen, wie die des atheistischen Kommunismus, die die Gewalttat nur noch vermehrt hat. Wenn die religiösen Systeme eines Volkes heute den Praktiken babylonischer Religion folgen, dann ist dieses Volk genauso wenig von Bestand wie Juda.
Ehrlichgesinnten Einzelpersonen aber gab Jesus eine ermunternde Wegleitung mit den Worten: „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.“ (Joh. 17:3) Echte Erkenntnis über Jehova Gott und seinen Sohn in sich aufzunehmen und mit solchen Gemeinschaft zu pflegen, die Gott in Geist und Wahrheit anbeten, führt nicht zu Verwirrung oder abergläubischer Furcht vor einem Fegefeuer oder einem Höllenfeuer. Auch werden damit nicht verkehrte sexuelle Begierden oder das Verlangen genährt, dem Eigentum eines anderen oder dem Nächsten selbst Gewalt anzutun. Wir werden davon zurückgehalten, den erniedrigenden Weg in die Vernichtung zu gehen, auf dem sich die Nationen befinden. Wir werden rein, kommen in den Genuß der Gunst und des Friedens Gottes und erlangen die Aussicht auf Leben in seiner neuen Ordnung der Gerechtigkeit. — Joh. 4:23, 24.
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Sei ehrlich in allemDer Wachtturm 1965 | 1. Januar
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Sei ehrlich in allem
MENSCHEN, die bestrebt sind, Gott zu gefallen, halten sich streng an den christlichen Maßstab für Ehrlichkeit. Sie wissen, was die Worte bedeuten: „Der Verkehrte [wer sich auf Abwege begibt, Me] ist Jehova ein Greuel, aber sein vertrauter Umgang ist mit den Aufrichtigen.“ — Spr. 3:32, Fußnote.
Im ersten Moment mögen viele denken, das Ehrlichsein bereite ihnen keine Schwierigkeiten. Sie denken vielleicht, sie würden nie absichtlich lügen, betrügen, stehlen oder eine andere unehrliche Handlung begehen. Das genügt aber noch nicht. Der eine oder andere mag das Gefühl haben, er halte sich an den hohen christlichen Maßstab für Ehrlichkeit, obwohl er vielleicht Dinge tut, die die Ehrlichkeit verbietet. Die nachstehenden Ausführungen sollten daher einem jeden helfen, sich in dieser Beziehung einmal gründlich zu prüfen, um festzustellen, ob seine Denk- und Handlungsweise dem christlichen Maßstab für Ehrlichkeit entspricht oder ob er sie ändern muß.
EHRLICHKEIT GEGENÜBER DEM STAAT
Gewisse Formen von Unehrlichkeit, wie Stehlen und Lügen, sind leicht zu erkennen.
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