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  • Der eine wahre Tempel für die Anbetung
    Der Wachtturm 1973 | 1. März
    • deinen Willen, o Gott, zu tun.“‘ Nachdem er zuerst sagte: ,Schlachtopfer und Opfergaben und Ganzbrandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt noch Wohlgefallen daran gehabt‘ — Schlachtopfer, die gemäß dem ,Gesetz‘ dargebracht werden —, sagt er darauf wirklich: ,Siehe! Ich bin gekommen, um deinen Willen zu tun.‘ Er beseitigt das erste, auf daß er das zweite aufrichte. Durch den besagten ,Willen‘ sind wir durch die Darbringung des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt worden.“ — Hebr. 10:1-10.

      25. Was ist also unter dem Altar zu verstehen, zu dem Jesus kam, um sich als ein Schlachtopfer darzustellen?

      25 Daraus geht hervor, daß das, was im Gegenbild dem kupfernen Altar im Tempelvorhof entspricht, Gottes „Wille“ ist, seine Bereitwilligkeit, ein vollkommenes menschliches Schlachtopfer anzunehmen, für das er Vorbereitung getroffen hatte, wobei dieser „Wille“ Gottes durch das vorausgesagt wurde, was in der Rolle des Buches geschrieben stand. (Ps. 40:6-8) Gott war nicht willens gewesen, das unvollkommene menschliche Opfer Isaaks, des Sohnes Abrahams, anzunehmen, aber er war willens, das vollkommene menschliche Opfer seines einziggezeugten Sohnes, Jesus Christus, anzunehmen. Er wollte nicht und hieß es auch nicht gut, daß ihm in alle Ewigkeit am jährlichen Sühnetag Tieropfer dargebracht würden, sondern seinem Willen und Vorhaben entsprach ein vollkommenes menschliches Opfer, das menschliche Sünden sühnen, ja das wirklich ‘Sünden wegnehmen’ würde. Jesus Christus kam, um Gottes Willen zu tun, und der Wille Gottes bildete die Grundlage oder gleichsam den Altar, auf dem die Darstellung des vollkommenen Jesus als menschliches Schlachtopfer angenommen wurde und auf dem sein hierfür zubereiteter vollkommener menschlicher Leib geopfert wurde. Dieses vollkommene menschliche Opfer auf dem Altar des „Willens“ Gottes bewirkte, daß die Jünger Christi geheiligt wurden. Darum fügte Paulus hinzu: „Durch den besagten ,Willen‘ sind wir durch die Darbringung des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt worden.“ — Hebr. 10:10.

      26. Warum haben die jüdischen Priester keine Befugnis, von dem „Altar“ zu essen, von dem die christlichen Unterpriester essen?

      26 Deshalb sagte Paulus später auch: „Wir haben einen Altar, von dem zu essen die, welche im Zelt heiligen Dienst verrichten, keine Befugnis haben. ... Deshalb hat auch Jesus, damit er mit seinem eigenen Blut das Volk heilige, außerhalb des Tores gelitten.“ (Hebr. 13:10-12) Mit anderen Worten wollte Paulus damit sagen: Wir Christen, die wir geistige Unterpriester sind, haben ein sündensühnendes Opfer auf dem Altar des „Willens“ Gottes, von dem zu essen die Priester, die im Tempel des Herodes in Jerusalem dienen, keine Befugnis haben, weil sie nicht an Jehovas wahren Hohenpriester, Jesus Christus, den Mittler des neuen Bundes Jehovas, glauben.

      27. Wann stellte sich Jesus als Schlachtopfer dar, welche Grundlage für die Darbringung von Opfern kam damals ins Dasein, und welcher gegenbildliche „Tag“ begann damals?

      27 Wann kam Jesus als ein vollkommener Mensch, um sich als Schlachtopfer auf dem Altar des „Willens“ Gottes darzustellen, wie es in der Rolle des Buches vorgeschrieben war? Dies geschah im Jahre 29 u. Z., als er sich Johannes dem Täufer darstellte, um im Jordan untergetaucht zu werden. Daß Jehova Gott Jesu Selbstopferung annahm, steht fest, denn nach Jesu Wassertaufe goß Jehova seinen heiligen Geist auf ihn aus und machte ihn so zum Christus oder Gesalbten. Dann sagte er hörbar vom Himmel her: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“ (Matth. 3:13-17; Joh. 1:29-34) Das war somit der Zeitpunkt, zu dem Gottes gegenbildlicher „Altar“ ins Dasein kam, und es befand sich ein annehmbares Sündopfer darauf. Von da an hielt sich Jesus Christus im gegenbildlichen priesterlichen Vorhof auf und überwachte die Darbringung seines menschlichen Schlachtopfers bis zum Tode. Der große gegenbildliche Sühnetag hatte begonnen, und Jesus Christus diente als Gottes Hoherpriester an Gottes wahrem, geistigem „Altar“ auf ähnliche Weise, wie der aaronische Hohepriester am jährlichen Sühnetag, dem 10. Tischri, im Tempel von Jerusalem diente. — Hebr. 8:1-6.

  • Das Versammeln aller Nationen zur Anbetung in dem einen Tempel
    Der Wachtturm 1973 | 1. März
    • Das Versammeln aller Nationen zur Anbetung in dem einen Tempel

      1. Wie machte Jehova Jesus zu einem geistigen Priester, und welches geistige Heiligtum nahm damals Gestalt an?

      JETZT nahm das mit der Stiftshütte vergleichbare große geistige Heiligtum Jehovas Gestalt an. Wie denn? Indem nun das gegenbildliche „Heilige“ des geistigen Tempels Gottes ins Dasein kam. Das geschah dadurch, daß Gott seinen heiligen Geist auf Jesus ausgoß und ihn zu einem geistigen Priester machte. Er zeugte Jesus mit seinem Geist, um ihn zu einem geistigen Sohn Gottes zu machen, und bekleidete ihn mit der Ehre eines Priestertums, das höher war als das des irdischen jüdischen Hohenpriesters der Familie Aarons.

      2. In welchen Zustand gelangte Jesus auf diese Weise, und in welches Abteil des geistigen Tempels Jehovas konnte er hineingehen, um dort was zu tun?

      2 Darum schreibt Paulus: „Auch nimmt niemand diese Ehre von sich aus, sondern nur, wenn er von Gott berufen ist, so, wie auch Aaron war. So hat sich der Christus ebenfalls nicht selbst dadurch verherrlicht, daß er ein Hoherpriester wurde, sondern ist von dem verherrlicht worden, der mit Bezug auf ihn sprach: ,Du bist mein Sohn, ich, ich bin heute dein Vater geworden.‘ So, wie er auch an anderer Stelle sagt: ,Du bist Priester für immer nach der Weise Melchisedeks.‘“ (Hebr. 5:4-6) Auf diese Weise gelangte Jesus in einen Zustand, in dem er, obwohl noch im Fleische, geistgezeugt war. In diesem Zustand konnte er in das gegenbildliche „Heilige“ des geistigen Tempels Jehovas hineingehen und konnte in diesem „Heiligen“ Gott Gebete, Lobpreis und Dienst darbringen, was dem Darbringen von Räucherwerk gleichkam.

      3. (a) Welches andere Abteil des geistigen Tempels Jehovas nahm nun ebenfalls Gestalt an, und welche besonderen Merkmale wies es auf? (b) Von wann an war also Jehovas geistiger Tempel in Tätigkeit?

      3 Jetzt nahm auch das Allerheiligste des geistigen Tempels Gottes Gestalt an, das heißt der bestimmte Bereich des Himmels, wo Jehova Gott persönlich über den himmlischen Cheruben thront wie über einem Gnadenstuhl oder „Sühnedeckel“. (Ps. 80:1; 4. Mose 7:89; Hebr. 9:4, 5) In diesem himmlischen Bereich, der nun die besonderen Merkmale des als Allerheiligstes oder innerster Raum bezeichneten Abteils aufweist, thront Jehova wie über dem Sühnedeckel der Lade des neuen Bundes, bereit und willens, sich auf dem Höhepunkt des großen gegenbildlichen Sühnetages durch ein befriedigendes Sündopfer, durch das vollkommene menschliche Opfer seines Hohenpriesters Jesus Christus, versöhnen oder besänftigen zu lassen. (3. Mose 16:1-34) So war nun der große gegenbildliche geistige Tempel Jehovas mit seinem Allerheiligsten, seinem Heiligen, seinem Vorhof und dessen Opferaltar ins Dasein gekommen. Von der im Jahre 29 u. Z. erfolgten Taufe Jesu im Jordan an war Jehovas wirklicher Tempel in Tätigkeit, und es standen der ganzen Menschheit Segnungen bevor.

      4. (a) Wann brachte Jehova Jesus Christus hinter den „Vorhang“ in das wirkliche Allerheiligste, und wie? (b) Wann endete der gegenbildliche Sühnetag, und wie?

      4 Das einzige nun, was Jesus Christus, den Hohenpriester, vom wahren Allerheiligsten Jehovas trennte, war der symbolische „Vorhang“, die Schranke des fleischlichen Organismus. ‘Fleisch und Blut können Gottes Königreich nicht ererben.’ (1. Kor. 15:50) Aus diesem Grund brachte Jesus Christus sein vollkommenes menschliches Opfer auf Gottes „Altar“ vollends dar, indem er als ein unschuldiges Opferlamm am Passahtag, dem 14. Nisan, des Jahres 33 u. Z. starb. Aber am dritten Tag, nachdem Jesus gestorben war, nämlich am 16. Nisan, brachte der allmächtige Gott seinen Hohenpriester Jesus Christus hinter diesen „Vorhang“, indem er ihn von den Toten auferweckte, und zwar nicht als einen Hohenpriester von Fleisch und Blut, sondern als einen Hohenpriester im Geiste, der an der „göttlichen Natur“ teilhatte und mit Unsterblichkeit bekleidet war. (1. Petr. 3:18; 1. Kor. 15:42-54; 2. Petr. 1:4) Der auferstandene Jesus Christus befand sich nun hinter dem Tempel„vorhang“, der fleischlichen Schranke, und so konnte er am vierzigsten Tag, von seiner Auferstehung an gerechnet, in den Himmel selbst aufsteigen und mit dem kostbaren Wert seines sündensühnenden Blutes vor der Person Gottes erscheinen, um es zugunsten der ganzen Menschheit vor Gottes Sühnethron darzubringen. Mit dieser Darbringung endete der große gegenbildliche Sühnetag.

      DIE VERSAMMLUNG DER GEISTIGEN UNTERPRIESTER

      5, 6. (a) Wann begann Jesus Christus, seine Versammlung auf sich als dem Felsen aufzubauen? (b) Wie wurden die Glieder der Versammlung geistige Unterpriester, und was wird in 1. Petrus 2:5, 9 hierüber gesagt?

      5 Im Lichte all des Vorangegangenen könnte nichts klarer sein, als daß das von Moses errichtete Zelt und der von Salomo sowie der von Serubbabel und Herodes erbaute Tempel in Jerusalem nicht die Versammlung der Jünger Christi veranschaulichten. Die Christenversammlung kam erst am fünfzigsten Tag nach Jesu Auferstehung ins Dasein, also nachdem er in den Himmel aufgestiegen und im „Himmel selbst“ vor der Person Gottes zu ihren Gunsten erschienen war. Von sich als dem symbolischen Felsen sprechend, sagte Jesus zu seinen zwölf Aposteln: „Auf diesen Felsen will ich meine Versammlung bauen, und die Tore des Hades werden sie nicht überwältigen.“ (Matth. 16:18) Er begann diese geistige Versammlung am Pfingstfesttag, zehn Tage nach seiner Himmelfahrt, im Jahre 33 u. Z. aufzubauen. Er empfing von Gott heiligen Geist, den er dann auf seine Jünger ausgoß, die in Jerusalem darauf warteten. Auf diese Weise wurden sie vom Geist gezeugt, wurden also geistige Söhne Gottes. Durch denselben Geist wurden sie dazu gesalbt, geistige Unterpriester unter ihrem Hohenpriester Jesus Christus zu werden. (Apg. 2:1-36) Der Apostel Petrus sagt hierüber:

      6 „Werdet auch ihr selbst als lebendige Steine aufgebaut zu einem geistigen Haus für den Zweck einer heiligen Priesterschaft, um geistige Schlachtopfer darzubringen, Gott annehmbar durch Jesus Christus. Ihr aber seid ,ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz, damit ihr die Vorzüglichkeiten‘ dessen ,weit und breit verkündet‘, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat.“ — 1. Petr. 2:5, 9.

      7. In welchen gegenbildlichen Bereich und in welches Abteil des geistigen Tempels sind sie als geistige Unterpriester gebracht worden, und was sollen sie dort tun?

      7 Dieses „geistige Haus“ besteht aus „lebendigen Steinen“, aus Unterpriestern Jesu Christi, zu denen gesagt wird: „Demzufolge, heilige Brüder, Mitgenossen der himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohenpriester, den wir bekennen — Jesus.“ (Hebr. 3:1) Als ein solches Haus von Unterpriestern sollen sie ‘geistige Schlachtopfer darbringen, Gott annehmbar durch Jesus Christus’. (1. Petr. 2:5) Dies bedeutet, daß sie in den gegenbildlichen Vorhof, wo Gottes gegenbildlicher

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