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Befreiung von totalitärer Inquisition durch Glauben an GottDer Wachtturm 1961 | 1. Juli
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Er belebte und erquickte sie, wenn sie schwach wurden und fast verzagten. Er sicherte jenen, die bis zum Tode treu waren, Befreiung durch eine Auferstehung zu. Und zu seiner bestimmten Zeit wird er die Tore weit aufmachen und sein Volk befreien.
Befreiung auf Grund des Glaubens an Gott ist gewiß. Wir stehen an der Schwelle der neuen Welt der Gerechtigkeit. Bereits haben Jehovas Zeugen das Lied angestimmt: „Dank sei Gott, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!“ — 1. Kor. 15:57, NW.
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Fragen von LesernDer Wachtturm 1961 | 1. Juli
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Fragen von Lesern
● In welcher Gestalt oder Art kam Satan, um Jesus zu versuchen? Erschien er in Gestalt eines Menschen, oder hörte Jesus nur eine Stimme? Wie ist es ferner zu verstehen, daß Jesus Satan gestattet habe, ihn aus der Wüste mitzunehmen und direkt durch die Stadt und auf die Zinne des Tempels zu führen? Wurde Jesus physisch auf die Zinne des Tempels geführt? — D. A., Sierra Leone.
In Judas 6 (NW) lesen wir von den Engeln, die „ihre eigentliche Wohnstätte verließen“, daß Gott sie mit ewigen Banden unter tiefer Finsternis für das Gericht des großen Tages aufbehalten hat. Im Wachtturm vom 1. Dezember 1955 wird auf den Seiten 722 und 723 gezeigt, daß es sich bei dieser Finsternis um eine geistige, nicht um eine buchstäbliche handelt, und dann heißt es dort weiter: „Daß sie ‚aufbehalten‘ sind ‚mit ewigen Banden‘, bedeutet offenbar auch, daß ihnen nicht mehr erlaubt wird, sich zu verkörpern wie vor der Sintflut. Diese Macht der Verkörperung wurde, gemäß Gottes Willen und um seinen heiligen Zwecken zu dienen, Tausende von Jahren nach der Flut bis hinab in die Tage der treuen Apostel Christi durch Gottes treue Engel ausgeübt, darunter auch von Jesus Christus. Aber den sündigenden Engeln wurde nicht gestattet, diese Macht weiterhin zu gebrauchen“, da sie sie mißbraucht hätten. Deswegen müssen wir schließen, daß Satan, dem Teufel, auch verboten war, sich zu verkörpern, um Jesus so zu versuchen.
Was den Gedanken betrifft, daß Jesus Satan gestattete, ihn mit auf die Zinne des Tempels zu nehmen, so scheint es nicht vernünftig zu sein, zu schließen, daß alles, was im Bericht über Jesu Versuchung in der Wüste geschah, buchstäblich aufzufassen ist. Bestimmt gibt es keinen Berg, von dem aus jemandem „alle Reiche dieser Welt und ihre Herrlichkeit“ gezeigt werden könnten. So müssen wir denn vernünftigerweise folgern, daß Satan Jesus nicht buchstäblich, nicht leiblich oder physisch „mit in die heilige Stadt“ nahm und ihn dort „auf die Zinne des Tempels“ stellte. Das war gar nicht notwendig, damit die Versuchung tatsächlich gewirkt hätte. — Matth. 4:3-10.
● Welcher Sinn liegt in den Worten: „Der Pflüger wird den Schnitter einholen“, die in Amos 9:13 (RS; deutsch siehe Kautzsch) zu lesen sind? — J. G., Britisch-Honduras.
Nach der Neuen-Welt-Übersetzung (engl.) lautet Amos 9:13 wie folgt: „‚Siehe, Tage kommen‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚da der Pflüger tatsächlich den Erntenden einholen wird und der Traubentreter den Samenträger, und die Berge werden tatsächlich von süßem Weine triefen, und alle Hügel werden zerschmelzen.‘“ Das alte Israel trieb in erster Linie Ackerbau. Wenn der Pflüger den Erntenden einholen würde, so würde das anzeigen, daß die Ernte so groß wäre, daß sie bis zur Zeit der neuen Aussaat noch nicht völlig eingesammelt wäre. Desgleichen würde sich das Traubentreten und das Aussäen wegen der reichen Traubenernte überschneiden.
Diese Prophezeiung ist auf die Arbeiter in Jehovas geistigem Paradies anwendbar, in dem sich die Neue-Welt-Gesellschaft der Zeugen Jehovas befindet. Sie sagt die große Wohlfahrt voraus, deren sich Jehovas Zeugen heute in Übereinstimmung mit der prophetischen Verheißung erfreuen, die im Mosaischen Gesetz, in 3. Mose 26:5, dargelegt worden ist: „Die Dreschzeit wird bei euch reichen bis an die Weinlese, und die Weinlese wird reichen bis an die Saatzeit; und ihr werdet euer Brot essen bis zur Sättigung und werdet sicher in eurem Lande wohnen.“ Der Beweis hierfür ist aus dem Jahresbericht ersichtlich, der in der Zeitschrift Der Wachtturm erschienen ist.
● Wie können wir den Schrifttext in Jesaja 29:4 erklären? — P. M., USA.
Der Text in Jesaja 29:4 lautet: „Und erniedrigt wirst du aus der Erde reden, und deine Sprache wird dumpf aus dem Staube ertönen; und deine Stimme wird wie die eines Geistes [eines Geistermediums, NW] aus der Erde hervorkommen, und deine Sprache wird aus dem Staube flüstern.“
Der einleitende Vers von Jesaja 29 zeigt, daß diese Worte an Ariel gerichtet sind, von dem die Fußnote der Neuen-Welt-Übersetzung (engl.) sagt: „‚Ariel.‘ Bedeutet vielleicht ‚der Altarherd Gottes‘; oder ‚der Löwe Gottes‘. Bezeichnet hier Jerusalem.“ Diese Prophezeiung würde sich somit auf das geistliche Jerusalem beziehen, das auf der Erde durch den Überrest vertreten wird.
Diese Worte zeigen, daß Gottes irdische Organisation angegriffen und von den Feinden des Königreiches Gottes tief erniedrigt würde. Gottes Volk würde dann, wenn Gog es angreift, sozusagen zu Boden getreten werden, so daß es Äußerungen, Stimmtöne von sich geben würde, die aus der Tiefe seiner Erniedrigung herauftönen würden. Sie würden Lauten gleich sein, die aus dem Staube der Erde ertönen würden. Es wäre, als ob die Stimme eines Geistermediums
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