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Gottes Gesetz auf dein Herz geschriebenDer Wachtturm 1957 | 1. April
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unter ungünstigen Bedingungen zu keimen, da dies sein frühes Absterben, bevor er Frucht brächte, bedeuten würde. Wenn aber genügend Wasser fällt, so keimt er. Ähnlich war es zur Zeit Jesu: Wenn Personen, die Jesus zuhörten, genügendes Interesse bekundeten und bei ihm blieben, um weitere Worte von ihm zu hören, durch die die Hülle vom Gleichnis weggenommen wurde, sproßte in ihren Herzen die Wahrheit, die im Gleichnis enthalten war. Die weiteren Wasser der Wahrheit bewirkten, daß der Same der Wahrheit sproßte und wuchs, und das Interesse und der Durst, den jene bekundeten, die beharrlich waren, zeigten an, daß sie von der Art waren, die an der Wahrheit festhalten, bis sie christliche Früchte tragen würden.
20. Was wird durch das Wasser dargestellt, das von oben herabkommt, und durch die Feuchtigkeit, die den Samen von unten her benetzt?
20 Für den Samen von Wüstenpflanzen muß das Wasser von oben herab- und nicht von unten heraufkommen. Jehova hat einen Kanal, durch den die geistigen Wasser fließen; dieser Kanal kommt ebenfalls von oben her. Jehova, der Höchste, hat Menschen dazu inspiriert, die Bibel zu schreiben. Er legt sie aus; Christus sprach für ihn, als er auf Erden weilte, und seine heutigen irdischen Zeugen verkünden seine Botschaft. In diesen letzten Tagen hat Jehova eine sichtbare Organisation, „den treuen und verständigen Sklaven, den sein Meister über die Diener seines Hauses gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben“, und durch diese leitet er seinem Volke die Wasser der Wahrheit zu. Von Jehova kommt der „Strom mit Wasser des Lebens, klar wie Kristall, der vom Throne Gottes und des Lammes“ herfließt, und die Einladung, die weit und breit bekanntgemacht wird, lautet: „Jeder, den es dürstet, der komme; jeder, der es wünscht, nehme Wasser des Lebens umsonst.“ (Matth. 24:45; Off. 22:1, 17, NW) Das von den orthodoxen Konfessionen der Christenheit dargebotene Wasser kommt nicht nach theokratischer Art von oben herab, sondern sprudelt von unten, von Menschen her, und besteht in menschlichen Überlieferungen, Philosophien und Privatauslegungen. Solche Wasser bringen keine christlichen Früchte hervor, wie ein Blick auf die Verderbtheit der Christenheit es beweist. — Matth. 7:15-20.
21. Was sucht Satan zu tun, doch was für uns zu tun sollten wir Jehova bitten, und wie sollten wir es ihn tun lassen?
21 Von welchem Wasser willst du trinken, von dem, das aus der Höhe strömt, oder dem, das von unten kommt? Wen willst du auf dein Herz schreiben lassen: Jehova oder Satan? Satan ist darauf erpicht, dein Herz zu gewinnen, es zu stehlen oder gefangenzunehmen und es mit seiner dämonischen Propaganda so vollzustopfen, daß kein Raum bleibt, damit Jehovas Gesetz darauf geschrieben werden kann. Wenn du Satan auf dein Herz schreiben läßt, wird es deine Grabschrift sein. Bittest du aber Jehova, sein Gesetz darauf zu schreiben, so wird es dir den Weg zu ewigem Leben weisen. Die Vernunft drängt uns also, daß wir Jehova Gott auf unser Herz schreiben lassen. Wir müssen ihm dies gewähren, indem wir unseren Sinn seinem Worte öffnen, dieses studieren und darüber nachsinnen, indem wir uns selbst disziplinieren, um seine Gesetze in die Tat umzusetzen, indem wir das Gute kosten, das aus diesem Gehorsam erwächst, und damit schließlich soweit kommen, es aus Liebe zu tun. Dann möchten wir treu als Zeugen Jehovas dienen und mithelfen, Gottes Gesetz auf die Herzen anderer zu schreiben.
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Was tust du mit deiner Zeit?Der Wachtturm 1957 | 1. April
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Was tust du mit deiner Zeit?
Eine Umfrage, die in der Woche gehalten wurde, die mit dem 1. September endete, zeigte, womit ein großer Teil der Zeit verbracht werden kann. Die befragten Amerikaner verbrachten durchschnittlich 18 Stunden und 24 Minuten mit Fernsehen, und dies außer den 4 Stunden und 6 Minuten, die sie in Filmtheatern verbrachten. Wenn man noch die anderen Arten von Vergnügungen hinzurechnet, wird man sehen, wie notwendig es ist, das nächste Mal zu zögern, wenn einem die Worte „Ich bin zu beschäftigt“ (nämlich Gott gegenüber) auf die Lippen kommen wollen.
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