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  • Führt der Buddhismus zur Erleuchtung?
    Erwachet! 1974 | 8. April
    • an das Rad der Wiedergeburt gefesselt bleiben, gar nicht zu reden.

      Ursprung der buddhistischen Lehren

      Der Glaube Buddhas an die Wiedergeburt und daran, daß das, was ein Mensch während seines Lebens tut, sich auf sein nächstes Leben auswirkt, stammte aus dem Hinduismus. Auch seine Auffassung über die Meditation und das Nirwana waren aus dieser Quelle. Welches ist der Ursprung dieser hinduistischen Auffassungen?

      Das Werk The Encyclopædia Britannica (Ausgabe 1952) schreibt: „Die Religion [Indiens] beruht keineswegs auf etwas ausschließlich Indischem, sondern auf alten weltweiten Anschauungen.“ Wie gelangten diese „alten weltweiten Anschauungen“ nach Indien? William H. McNeill erklärt das in dem Buch The Rise of the West (Der Aufstieg des Abendlandes):

      „Da schon [im dritten Jahrtausend v. u. Z.] zwischen Mesopotamien und dem Industal Handelsbeziehungen bestanden ..., liegt die Vermutung nahe, daß die Sumerer die erste Entwicklung der Induskultur beeinflußt haben ... Der Schiffsverkehr mit den Sumerern mag fertige Modelle und Ideen geliefert haben, die die Indusbevölkerung den Besonderheiten ihrer eigenen kulturellen Tradition anpassen konnte.“

      Es ist interessant, daß nach der Bibel Babel in Mesopotamien der Mittelpunkt war, von dem die Kultur ausstrahlte, nachdem im dritten Jahrtausend v. u. Z. die Sprache des Menschen verwirrt worden war, weil er Gott nicht gehorcht hatte (1. Mose 11:1-9).

      Die Lehre von der Wiedergeburt hat sich natürlich aus dem Glauben an die Unsterblichkeit der Seele entwickelt. Die Bibel wirft Licht auf den Ursprung dieser Lehre.

      In der Bibel wird das Wort „Seele“ für alle atmenden Geschöpfe — Insekten, Vögel, Fische, Landtiere und Menschen — gebraucht. Die Bibel zeigt, daß die Seele das ganze Geschöpf ist, daß sie jede Faser des Geschöpfes einschließt, daß sie nichts Immaterielles und vom Körper Getrenntes ist. Deshalb lesen wir in der Bibel, daß der erste Mensch, Adam, bei seiner Erschaffung „eine lebendige Seele“ wurde, und nicht, daß er eine Seele erhielt (1. Kor. 15:45; 1. Mose 1:20-28; 2:7).

      In 1. Mose, dem ältesten Bericht über den Ursprung des Menschen, wird berichtet, daß Gott Adam gebot, von der Frucht eines bestimmten Baumes nicht zu essen. Gott sagte zu Adam, wenn er davon esse, würde er „bestimmt sterben“ (1. Mose 2:15-17). Bedeutet das, daß die Menschenseele sterben kann? Ja, denn auch der Prophet Hesekiel schrieb später: „Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben“ (Hes. 18:4). Aus der Bibel geht hervor, daß nichts Geistiges den Tod des Körpers überlebt. (Siehe auch Psalm 146:4; Prediger 9:5, 10.)

      Ein Widersacher Gottes, der in der Bibel Satan, der Teufel, genannt wird, widersprach jedoch Gott und sagte: „Ihr werdet bestimmt nicht sterben“ (1. Mose 3:1-5). Aber Adam starb (1. Mose 5:5). Die „lebendige Seele“ starb, und alle Menschenseelen, die von Adam abstammten, starben ebenfalls. Das ist so bis auf den heutigen Tag.

      Personen, die die buddhistische Meditation pflegen, können besonders leicht von Satan und seinen Dämonen verleitet werden, an die aus Babylon stammende Lehre von einem Weiterleben nach dem Tod zu glauben. Dadurch, daß sie bei sich eine Gedankenleere herbeiführen, setzen sie sich dem Einfluß der Dämonen aus. Deshalb kommt es manchmal vor, daß solche Personen übernatürliche geistige und körperliche Fähigkeiten bekunden. Ist es ihnen aber wirklich von Nutzen, von den Dämonen beeinflußt zu werden? (Beachte den Grundsatz, der in Matthäus 12:43-45 zu finden ist.)

      Man darf nicht erwarten, von einem System, das auf einer Lüge aufgebaut ist und den Einfluß böser Geister begünstigt, wahrhaft erleuchtet zu werden. Die Bibel zeigt, daß die wahre Hoffnung für die Toten die Auferstehung und nicht die Wiedergeburt ist. Jesus Christus verhieß: „Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden“ (Joh. 5:28, 29). Milliarden Menschen, die gestorben sind, werden wieder als Menschen unter gerechten Verhältnissen auf unserer Erde leben. Das ist keine leere Verheißung. Jesus bewies, daß sich diese Verheißung erfüllen wird, indem er wenigstens drei Personen auferweckte (Luk. 7:11-17; 8:40-56; Joh. 11:1-40).

      Die Bibel sagt uns auch die Wahrheit über den Ursprung der Erde und des Menschen, ferner darüber, wie das Böse begann und wie Gott noch zu Lebzeiten der heutigen Generation aller menschlichen Bedrückung ein Ende machen wird. Möchtest du diese Hoffnung nicht näher kennenlernen? Jehovas Zeugen sind gern bereit, dir dabei behilflich zu sein.

  • Fidschiinseln — Palette des Pazifiks
    Erwachet! 1974 | 8. April
    • Fidschiinseln — Palette des Pazifiks

      Vom „Awake!“-Korrespondenten auf den Fidschiinseln

      AUF den Fidschiinseln bieten die Straßen ein buntes Bild. Man sieht Moslems mit farbenfrohem Turban, bärtige Sikhs, geschäftige Chinesen. Einige tragen einen kegelförmigen Hut und die traditionellen schwarzen Mandarinhosen. Inderinnen in leuchtend rosafarbenen und violetten Saris kaufen bei einem fliegenden Händler Süßigkeiten. Eine Frau in ungewöhnlicher Kleidung, die dem malaiischen Typus angehört, feilscht mit einem Touristen, der einen Korb kaufen will.

      Die eigentlichen Fidschiinsulaner mit ihrer Ballonfrisur überragen diese gemischte Bevölkerung um einige Zentimeter. Der gut gewachsene Fidschianer in seinem sulu (eine Art Sarong), den ein Häuptling „Kilt der Südseehochländer“ nannte, unterscheidet sich deutlich von allen übrigen Inselbewohnern.

      Du magst nun fragen: „Wie kommt es, daß es auf den Fidschiinseln, die weit weg im Stillen Ozean liegen, ein solches Rassenkunterbunt gibt?“ Um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, müssen wir uns der Geschichte zuwenden.

      Der Fidschiinsulaner

      Die Berichte über die Vergangenheit sind nur skizzenhaft. Vor langer Zeit — genau wann, weiß man nicht — unternahmen Angehörige eines Seefahrervolkes in Doppelbooten Fahrten in die Weiten des ihnen damals noch völlig unbekannten Stillen Ozeans auf der Suche nach einer neuen Heimat. Sie hatten keinen Sextanten, keinen Kompaß und keine Seekarten. Sie segelten der aufgehenden Sonne entgegen und kämpften dabei gegen Wind und Wellen. Ihre einzigen Navigationshilfen waren ihre Augen und ihre Kenntnisse des Meeres. Die Legenden lassen den Schluß zu — und jetzt ist es auch eine allgemein anerkannte Theorie —, daß diese Seefahrer aus Indonesien stammten. Indonesien gilt als Sprungbrett für die Besiedelung der Südseeinseln. Die Fidschiinseln wurden später ein Schmelztiegel für Melanesier und Polynesier.

      Die Melanesier entwickelten sich zu den besten Schiffsbauern des Südpazifiks. Ihre bekannten Doppelboote bauten sie aus starken Brettern, die sie mit Hilfe von Steinäxten aus einem Baumstamm schnitten und mit Tauen zusammenbanden. Diese Boote waren so genau gearbeitet, daß es selten notwendig wurde, die Fugen zu dichten. Manchmal bauten sie sieben Jahre lang an einem einzigen Boot. Das größte Boot, das je auf Fidschi gebaut wurde, hieß Rusa-i-Vanua. Es hatte eine Gesamtlänge von 36 Metern, und das Deck war 15 × 7,30 Meter groß. Die Höhe des Mastes betrug 21 Meter, und die beiden Rahen maßen 27,5 Meter. Solche Boote, in denen hundert Mann samt den Vorräten für eine lange

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