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Die Früchte des Geistes hervorbringenDer Wachtturm 1961 | 15. Februar
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hält ihn beschwichtigend zurück.“ (Spr. 29:11) Wie leicht kann es geschehen, daß ein Christ, dem es an Selbstbeherrschung mangelt oder der sie verliert, auf die Pfade des Fleisches zurückgleitet und die Segnungen des Königreiches Gottes nicht mehr ererben kann. Wie töricht handeln also alle, die nicht danach streben, auch diese Frucht, die Selbstbeherrschung, hervorzubringen. Durch Selbstbeherrschung bekundet man Liebe.
23. Was müssen wir tun, um uns selbst zu erbauen und uns weiterhin am Werk des göttlichen „Baus“ zu beteiligen?
23 Alle diese Früchte des Geistes stellt Paulus den Werken des Fleisches gegenüber. Es muß eine Änderung eintreten, wenn sich eine gläubige Person Gott hingibt, um dessen Willen zu tun. Sie darf nun nicht mehr so handeln, wie die Welt handelt, denn „jene, die Christus Jesus angehören, schlagen das Fleisch samt seinen Leidenschaften und Begierden an den Pfahl“. (Gal. 5:24, NW) Es muß bei ihr eine Änderung, eine Auferbauung eintreten. „Wenn wir durch den Geist leben, so laßt uns auch weiterhin durch den Geist ordentlich wandeln. Laßt uns nicht ichsüchtig werden, indem wir uns gegenseitig zu Wettbewerbsleistungen antreiben und einander beneiden.“ (Gal. 5:25, 26, NW) Wer die Früchte des Geistes hervorbringt, erweist sich als geeignet, zu Jehovas Neuer-Welt-Gesellschaft zu gehören. So „gib beständig auf dich selbst acht und auf das, was du lehrst“ — das dient dir zum Guten. Du wirst „sowohl dich selbst als auch jene erretten, die auf dich hören“. (1. Tim. 4:16, NW) Strebe nach Erbauung, indem du auf deine Früchte des Geistes achtest und dabei etwas zum Wachstum der Neuen-Welt-Gesellschaft Jehovas beiträgst. Christen müssen in Einheit miteinander sein, müssen zeigen, daß sie so eins sind, „wie eine Herde Schafe in der Hürde, wie eine Herde mitten auf ihrer Weide“. „Weide“ zusammen mit den „Schafen“ Jehovas und bleibe in Einheit mit ihnen, denn „im Hause des Gerechten gibt es Vorrat in Fülle, aber der Erwerb des Bösen bringt Unannehmlichkeiten“. — Spr. 15:6, NW.
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Richtet euer Herz auf Gottes Wort!Der Wachtturm 1961 | 15. Februar
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Richtet euer Herz auf Gottes Wort!
1. Was ergibt sich aus der Freigebigkeit in Verbindung mit Gottes Wort, und welchen Lohn trägt sie ein?
WER dem Worte Gottes in seinem Sinn den ersten Platz gibt, wird sich einen guten Schatz sammeln. Beständig mit dem Worte Gottes zu arbeiten bringt großen Gewinn, und der Schatz, den jemand schon hat, wird dadurch vermehrt. Ungeachtet wieviel man von diesem Schatz austeilt, sei es durch das mündliche Wort oder durch Druckschriften, wird er doch immer noch größer. Mose erkannte diese Tatsache gut. Kurz bevor die Kinder Israel den Jordan überschreiten und in das Verheißene Land einziehen sollten, sagte er unter Inspiration zu den Israeliten: „Richtet euer Herz auf alle Worte, die ich heute als Warnung zu euch spreche … Denn es ist kein wertloses Wort für euch, sondern es bedeutet euer Leben, und durch dieses Wort könnt ihr eure Tage verlängern auf dem Grund und Boden, zu dessen Besitzergreifung ihr über den Jordan zieht.“ — 5. Mose 32:45-47, NW.
2. Wo sind Worte des Lebens heute zu finden, und welche Rolle spielt jemandes Herz beim Hervorbringen eines guten Schatzes?
2 Jehovas Worte enthalten wertvolle Belehrungen, ja sie sind Worte des Lebens. Ihre Beachtung führt zu großem Reichtum, zu einem Schatz. Wer sein Herz auf alle Worte richtet, die Jehova redet, wird den Willen Gottes tun. Er wird den guten Schatz während seines Lebens hervorbringen und wird für andere ein Segen sein. Jesus sagte: „Ein guter Mensch bringt aus dem guten Schatze seines Herzens Gutes hervor …; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund.“ (Luk. 6:45, NW) Wie notwendig ist es also, unser Herz auf Gottes Wort zu richten, um diesen guten Schatz zu haben! Dieser gute Schatz ist das Wort Gottes.
3, 4. (a) Welches Wunder Jesu veranschaulicht den Segen der Freigebigkeit? (b) Besteht die Möglichkeit, unseren Schatz zu verlieren, wenn wir beständig davon ausgeben?
3 Das Wunderbare am Gutestun ist die Tatsache, daß sich der Schatz des Guten immer wieder selbst nachfüllt. Wenn unsere Herzen vor anderen überfließen und wir Gottes Wort verkündigen, vermindert sich die Wahrheit in uns nie. Sie wird nie erschöpft, sondern mehrt sich vielmehr, so daß noch mehr davon großmütig weggegeben werden kann. Das läßt uns an das Wunder denken, das Jesus wirkte, als er die große Volksmenge speiste. Er sagte zu seinen Jüngern: „Gebet i h r ihnen zu essen.“ „Sie aber sagen zu ihm: Wir haben nichts hier als nur fünf Brote und zwei Fische. Er aber sprach: Bringet sie mir her. Und er befahl den Volksmengen, sich auf das Gras zu lagern, nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf gen Himmel und segnete sie; und er brach die Brote und gab sie den Jüngern, die Jünger aber gaben sie den Volksmengen. Und sie aßen alle und wurden gesättigt. Und sie hoben auf, was an Brocken übrigblieb, zwölf Handkörbe voll. Die aber aßen, waren bei fünftausend Männer, ohne Weiber und Kindlein.“ (Matth. 14:16-20) Jesus war sehr freigebig. Er begann die Speisung mit fünf Broten und zwei Fischen, auf denen Jehovas Segen ruhte. So konnte er fortfahren zu geben, und nachdem er ihnen alles gegeben hatte, was sie wünschten, war noch mehr übrig, als man zu Anfang hatte. Ja, es blieben ihm zwölf Körbe voll Speise übrig!
4 Jehova hat die Heilige Schrift bereiten lassen, und sie ist voller Erkenntnis und Weisheit, und er hat seinen Dienern dieses geschriebene Wort gegeben. Je mehr wir von dem, was wir aus Jehovas Wort lernen, an andere weitergeben, um so mehr bleibt für uns übrig, damit wir weiter geben können. Je mehr wir mit der Wahrheit arbeiten, desto reicher werden wir. Gottes Wort sagt: „Der gute Mensch bringt aus seinem guten Schatze Gutes hervor.“ (Matth. 12:35, NW) Welch ein großer, unerschöpflicher Schatz ist doch die Wahrheit! Von denen, die treu sind und das, was sie haben, brauchen, sagt Jesus: „Jedem, der hat, wird mehr gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird selbst das, was er hat, weggenommen werden.“ — Luk. 19:26, NW.
ERGEBNISSE DES CHRISTLICHEN DIENSTES
5. Wie viele Personen haben sich im Dienstjahr 1960 regelmäßig damit befaßt, etwas aus Jehovas Schatz auszugeben, und in wie vielen Ländern?
5 Der Prophet Mose wußte, daß es notwendig war, auf die Worte Jehovas zu hören, und er sagte: „Richtet euer Herz auf alle Worte, die ich zu euch spreche, … es bedeutet euer Leben.“ (5. Mose 32:46, 47, NW) Jehovas Zeugen haben sich ernstlich bemüht, diese Wahrheit rings um den Erdball bekanntzumachen. Letztes Jahr, 1960, machten sie die Wahrheit in 179 verschiedenen Ländern, auf Inseln und in Protektoraten kund. Unter der Leitung der fünfundachtzig Zweigbüros der Watch Tower Society haben 851 378 ordinierte Diener Gottes die Wahrheit über die gute Botschaft von Gottes Königreich weltweit gepredigt. Diese christlichen Leute haben von dem guten Schatz ihrer Herzen freigebig ausgeteilt, indem sie gute Werke taten. Weil sie ihre erdenweite Predigttätigkeit in vielen Sprachen durchführten und zu Menschen von allen Arten sprachen, erleben Jehovas Zeugen heute die Freude zu sehen, wie 47 896 Personen mehr als im Vorjahr regelmäßig am Werke mitwirken. Der Jahresbericht über ihren Dienst zeigt, daß in der Zahl der Personen, die regelmäßig in Verbindung mit der Organisation predigen, eine Mehrung um 6 Prozent zu verzeichnen war.
6—8. (a) Welche großartige neue Königreichsverkündiger-Höchstzahl wurde erreicht? (b) Wie viele wurden getauft, und wie viele versammelten sich am 10. April auf der ganzen Erde, und weshalb? (c) Wie viele haben das Vorrecht, in Bethelheimen zu arbeiten?
6 Im Jahre 1960 wurde auch eine neue Verkündigerhöchstzahl erreicht. Es haben 916 332 Personen an der Verkündigung der guten Botschaft von Gottes Königreich teilgenommen. Das ist eine Ursache zur Freude. Alle diese Personen haben ihren Schatz dazu gebraucht, Gutes zu tun, und wenn sie im Dienste treu bleiben und ihr Herz auf das Wort
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