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Jesu königlicher Akt der DemutDer Wachtturm 1977 | 1. April
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zunichte gemacht werden kann, müssen alle menschlichen Schwächen und Unvollkommenheiten beseitigt werden. Die Bibel nennt den Grund dafür mit den Worten: „Der Stachel, der den Tod verursacht, ist die Sünde“ (1. Kor. 15:56). Gemäß Offenbarung 20:4 werden Christus und einer Gruppe von Mitherrschern, die aus der Menschheit erkauft worden sind, „tausend Jahre“ eingeräumt, um den Tod zunichte zu machen, indem sie die Menschheit zur Vollkommenheit zurückführen.
Die Vorkehrung, durch die die Menschheit aus der Versklavung gegenüber Sünde und Tod befreit werden soll, wird in Offenbarung 22:1, 2 symbolisch dargestellt. Der Apostel Johannes beschreibt dort, was ein Engel ihm in einer Vision offenbarte: „Er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, klar wie Kristall, der vom Throne Gottes und des Lammes aus hinabfloß. ... Und diesseits des Stromes und jenseits standen Bäume des Lebens, die zwölf Fruchternten hervorbringen, indem sie jeden Monat ihre Früchte geben. Und die Blätter der Bäume dienten zur Heilung der Nationen.“
Die Bibel zeigt deutlich, daß der Makel der Sünde nur aufgrund des Opfers Jesu beseitigt werden kann. Der Apostel Johannes schrieb unter Inspiration: „Das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde“ (1. Joh. 1:7). Daher stellt der „Strom von Wasser des Lebens“ mit Bäumen an seinen Ufern Gottes Vorkehrung zum Erlangen des Lebens dar, die den sündensühnenden Wert des Opfers seines Sohnes einschließt. Da das „Wasser des Lebens“ und die Bäume ein Sinnbild für Gottes Vorkehrung zum Erlangen des Lebens sind, muß jeder, der sich diese Vorkehrung zunutze machen möchte, Glauben an den sündensühnenden Wert des Blutes Jesu ausüben (Offb. 22:17).
Ein solcher Glaube muß sich durch Taten zeigen, denn die Bibel sagt: „Der Glaube ohne Werke [ist] tot“ (Jak. 2:26). Welche Taten sind erforderlich? Man muß dem Königreich Gottes in den Händen Christi und seiner Mitherrscher gehorchen. Die Menschen, die sich während der Tausendjahrherrschaft Christi dem Königreich unterwerfen und den Sühnewert seines Opfers zu ihren Gunsten anwenden lassen, werden zur Vollkommenheit voranschreiten.
Daß die Rückführung der Menschen zur Vollkommenheit ein allmählicher Prozeß sein würde, läßt die symbolische Beschreibung der Vorkehrung Gottes zum Erlangen des Lebens erkennen. Die Bäume am „Strom von Wasser des Lebens“ geben ihre Früchte jeden Monat. Würde es genügen, daß man Gottes Vorkehrung zum Erlangen des Lebens nur e i n m a l in Anspruch nähme, so bedürfte es offensichtlich keines regelmäßigen, unerschöpflichen Vorrats lebenerhaltender Früchte.
Um der Menschheit zu helfen, werden sich Jesus Christus und seine Mitherrscher auch irdischer Vertreter bedienen. Diese werden Männer sein, die dem, was recht ist, besonders ergeben sind und aufrichtige Liebe zu anderen haben. Zu ihnen werden treue Männer gehören, die irdische Vorfahren Jesu waren. Dadurch, daß Jesus Christus sie auferweckt, werden sie seine Kinder (Ps. 45:16).
Somit mußte das messianische Königreich nur deswegen in Gottes Vorhaben einbezogen werden, weil die Menschheit der Sünde und dem Tod verfallen ist. Mit der Beseitigung aller Spuren der Sünde wird die Herrschaft des messianischen Königreiches in dieser Hinsicht nicht mehr erforderlich sein. Dieses Königreich wird aber kein gewaltsames Ende finden; es wird nicht „zugrunde gerichtet“ werden, da die Früchte seiner vortrefflichen Werke ewig bestehen werden (Dan. 7:14). Es scheint, daß die Bibel in diesem Sinne von der Herrschaft Christi sagt, sie werde „kein Ende“ haben (Jes. 9:7; Luk. 1:33; Offb. 11:15).
Am Abschluß seiner Tausendjahrherrschaft wird Jesus Christus die ihm übertragene Aufgabe, die Menschheit zur Vollkommenheit zurückzuführen, ausgeführt haben. In wahrer Demut wird er dann die Gewalt, die er der Menschheit gegenüber als „König der Könige und Herr der Herren“ ausgeübt hat, seinem Vater übergeben. Dadurch werden sich die Worte aus 1. Korinther 15:28 erfüllen: „Wenn ihm [dem Sohn] aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem Einen unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allem alles sei.“ Seinem Beispiel folgend, werden seine Mitherrscher und die irdischen Vertreter des Königreiches freudig und demütig ihre Stellung aufgeben. Zu dieser Zeit werden alle Menschen vor Gott gleich sein, ohne Schwachheiten und Unvollkommenheiten.
Wie sollte uns diese Erkenntnis schon jetzt berühren? Sie sollte uns vor Augen führen, daß in der Christenversammlung nicht Stellungen als das Wichtigste zu betrachten sind. Nicht die Verantwortung oder Autorität, mit der jemand betraut worden ist, sondern das was er als Mensch ist, und daß er Gottes Gunst besitzt, ist wirklich von Bedeutung. In der Christenversammlung gibt es keine „großen Männer“; selbst Älteste oder Aufseher sind nur Diener oder Sklaven ihrer Brüder (Matth. 20:25-27). Darüber hinaus scheint es, daß die heutige Ältestenvorkehrung während der Tausendjahrherrschaft Christi vielleicht nur etwas Vorübergehendes ist und nur so lange besteht, bis die Menschheit in den Augen Jehovas die Vollkommenheit erlangt hat. Ja, so betrachtet, würde Jehova Gott als höchster Souverän entsprechend gewürdigt.
Wir sollten daher wie Jesus Christus demütig mit unserem Schöpfer wandeln und vor allem daran denken, daß seine Gunst ein dauerhafter Besitz ist (Spr. 22:4). Wenn wir das tun, dürfen wir vielleicht zu denen gehören, die Jesu königlichen Akt der Demut miterleben — wenn er das Königreich seinem Gott und Vater übergibt.
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Biologen verwirrtDer Wachtturm 1977 | 1. April
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Biologen verwirrt
In der Zeitschrift National Geographic hieß es, daß Wissenschaftler nicht nur Aminosäuren hergestellt hätten, sondern auch die meisten der für das Leben wichtigen Grundmoleküle. Ihre Kenntnisse seien aber begrenzt. Die Zeitschrift führte weiter aus: „Sehr zu ihrer Enttäuschung können die Biologen jedoch nur Spekulationen darüber anstellen, wie aus diesen einfachen organischen Molekülen im Laufe der Zeitalter Proteine und Gene entstanden. Ein noch größeres Rätsel gibt die Frage auf, wie sich diese Proteine und Gene zur ersten sich selbst vermehrenden Zelle vereinigten. Die Wahrscheinlichkeit, daß die richtigen Moleküle zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren, ist verschwindend gering. Doch nach den Maßeinheiten der Wissenschaft arbeitet die Natur in ungeheuer großen Zeiträumen. Ja, was zu irgendeinem Augenblick als unmögliches Geschehen erscheint, würde Wirklichkeit, wenn man dafür eine unermeßlich lange Zeit einräumte.
Nach dieser Argumentation könnten einige Schimpansen, wenn man ihnen Metallstücke, Draht und dergleichen gäbe und sie lange genug zusammenließe, einen vollständigen Jumbo-Jet bauen mit numerierten verstellbaren Sitzen und allem nötigen Zubehör. Doch die Schimpansen würden so etwas offensichtlich nie fertigbringen, selbst wenn man ihnen für diese Aufgabe „eine unermeßlich lange Zeit“ einräumte. Und die für das Leben erforderlichen Moleküle sind natürlich noch viel komplizierter als irgendein Flugzeug. Ihr wunderbarer Aufbau legt deutlich Zeugnis von jener höchsten Intelligenz ab, die sie hervorgebracht hat.
Weil die Wissenschaftler im allgemeinen dazu neigen, das Zustandekommen solcher Dinge dem Zufall und einer unermeßlich langen Zeit zuzuschreiben, sind für sie viele Wunder der „Natur“ immer noch ein Rätsel. Die meisten dieser Rätsel würden für sie gelöst sein, wenn sie Jehova als den „Gott, der alle Dinge erschaffen hat“, anerkennen würden (Eph. 3:9)
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