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Leben wir wirklich in den „letzten Tagen“?Der Wachtturm 1979 | 1. Januar
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Es gibt jedoch heute ein Volk, das sich nicht an diesem „Spiel“ beteiligt. Es handelt sich um eine internationale Gruppe, die als Jehovas Zeugen bekannt ist. Wenn sie ‘den Krieg lernen’ würden, würden sie Feinde ihrer christlichen Brüder in anderen Teilen der Erde werden. Sie ziehen es aber vor, gegenüber Mitchristen und gegenüber der ganzen Menschheit Liebe zu pflegen, und auf diese Weise erfüllen sie die Prophezeiung Michas. Ihre neutrale Haltung hat ihnen in vielen Teilen Afrikas, in Irland, im Libanon und an anderen Orten, wo die Religion die Menschen in militante Splittergruppen gespalten hat, Achtung eingetragen. Da die Zeugen konsequenterweise auch unter dem Druck der Verfolgung „ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden“, sind sie als diejenigen zu erkennen, an denen sich „im Schlußteil der Tage“ diese Prophezeiung erfüllt.
Glücklicherweise gibt es „im Schlußteil der Tage“ auf der Erde ein Volk, das weltweit in Liebe geeint und entschlossen ist, nicht gemäß den „Göttern“ religiöser Sekten, sondern immerdar in dem erhabenen Namen ‘Jehovas, seines Gottes’, zu wandeln (Micha 4:5). Die Glieder dieses Volkes sind aufgrund erfüllter Prophezeiungen fest davon überzeugt, daß wir in den „letzten Tagen“ leben und daß nach den Worten des Petrus „Jehovas Tag ... kommen [wird] wie ein Dieb“ und das böse System, das heute die Erde beherrscht, vernichtet werden wird. Sie sind deshalb darauf bedacht, den Rat zu befolgen:
„Da alle diese Dinge so aufgelöst werden, was für Menschen solltet ihr da sein in heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit, indem ihr die Gegenwart des Tages Jehovas erwartet und fest im Sinn behaltet“ (2. Petr. 3:10 bis 12).
An diesem „Tag“ werden sie nicht aufhören, ‘im Namen Jehovas, ihres Gottes, zu wandeln’, denn sie beabsichtigen, dies immer zu tun. Während sie daher darauf warten, daß Jehova eine neue Ordnung herbeiführen wird, tun sie ihr Äußerstes, um sich als würdig zu erweisen, diese herrliche Zeit mitzuerleben. Ihre wunderbare Hoffnung kommt in den weiteren Worten des Petrus zum Ausdruck:
„Es [gibt] neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen“ (2. Petr. 3:13).
Dies ist eine reale Hoffnung, eine Hoffnung für die Gegenwart, denn alle Beweise laufen darauf hinaus, daß wir tatsächlich in den „letzten Tagen“ des gegenwärtigen Weltsystems leben. Diese Erkenntnis zu erlangen ist dringlich.
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Drängt die Zeit?Der Wachtturm 1979 | 1. Januar
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Drängt die Zeit?
„Um meines [Jesu] Namens willen werdet ihr Gegenstand des Hasses aller Menschen sein. Wer aber bis ans Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden“ (Mark. 13:13).
1. Welche Drangsal sagte Jesus für Gottes Volk voraus, an wem hat sich diese Voraussage erfüllt, und wie?
IN SEINER aufrüttelnden Prophezeiung über den „Abschluß des Systems der Dinge“ sagte Jesus: „Dann wird man euch der Drangsal überliefern und wird euch töten, und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Nationen sein“ (Matth. 24:9). An welcher Gruppe von Menschen haben sich diese Worte in unserer Zeit erfüllt? An den christlichen Zeugen Jehovas. Von allen religiösen Gruppen sind sie die einzigen, die auf der ganzen Erde angegriffen worden sind — von Nationalsozialisten, Kommunisten, Militärdiktaturen und sogar von sogenannten demokratischen Staaten.
2. Wie sind Jehovas Zeugen in Afrika den Schwierigkeiten begegnet? (Ps. 37:39).
2 In den letzten Jahren hat der unerschütterliche Glaube, den die malawischen Zeugen Jehovas trotz der Gefahr, getötet, vergewaltigt, geschlagen und eingesperrt zu werden, bekundet haben, sowohl bei ihren Glaubensbrüdern als auch bei vielen freiheitsbewußten Menschen aller Länder Achtung und Bewunderung hervorgerufen. Während in Malawi eine gewisse Erleichterung eingetreten ist, wird aus anderen afrikanischen Ländern zunehmende Verfolgung gemeldet.
In einem neuen Staat wurde allen Bürgern befohlen, politische Abzeichen zu tragen. In einem anderen Land verriet ein falscher „Bruder“ an dem Abend, an dem das Gedächtnismahl gefeiert wurde, die Versammlung, so daß die Polizei kam und das Gebäude, in dem die Zusammenkunft stattfand, umstellte, wobei sie sich allerdings aus irgendeinem Grund auf den Hintereingang konzentrierte. Als Alarm gegeben wurde, fanden die Zeugen den Vordereingang unbewacht, so daß alle außer zwei im Schutz der Dunkelheit entkamen. Diese beiden Christen wurden grausam geschlagen, doch sie hatten einen unerschütterlichen Glauben und gaben vor Gericht ein glänzendes Zeugnis.
In einem anderen Land wurden treue Zeugen, die sich weigerten, einen patriotischen Slogan herzusagen, geschlagen und aus ihren Dörfern vertrieben. Zu einigen sagte man spöttisch: „Ihr könnt irgendwohin gehen, auch zu eurem Jehova.“ Das Reisen wird in diesem Land immer schwieriger. Reisende Aufseher sind verhaftet worden. Doch in den Gefangenenlagern besteht kein Mangel an geistiger „Speise“. Diese unter Bewachung lebenden Zeugen freuen sich sogar darauf, einem Kongreß der Serie „Siegreicher Glaube“ beizuwohnen.
Aus einem anderen afrikanischen Land wird berichtet, daß 22 Zeugen festgenommen und fälschlicherweise der politischen Tätigkeit angeklagt wurden. Man hat sie grausam geschlagen, bis auf die Unterwäsche ausgezogen und in diesem halbnackten Zustand einen Monat lang gefangengehalten. In einem weiteren Land wurden drei Zeugen so lange geschlagen, bis sie starben, und einige andere wurden wegen der Neutralitätsfrage zum Tode verurteilt. Sie haben dagegen Berufung eingelegt. In einem anderen afrikanischen Land erhob ein koptischer Geistlicher in lügnerischer Weise die Anschuldigung, Jehovas Zeugen seien in die Politik im Nahen Osten verwickelt, was dazu führte, daß man 13 männliche und 20 weibliche Zeugen einsperrte. Eine Zeugin war schwanger, eine andere hatte eine kleine Tochter bei sich.
3. Wie stellen Jehovas Diener ihren Glauben unter Beweis?
3 Bei diesen Berichten handelt es sich zwar in der Hauptsache um neuere Vorgänge in Afrika, doch sind Jehovas Zeugen auch in vielen weiteren Ländern der Erde Beschränkungen auferlegt worden, was die normale Predigttätigkeit und die Veranstaltung christlicher Kongresse erschwert. Mehrere Länder haben Missionare ausgewiesen, und es wird schwieriger, Missionare in neue Gebiete zu senden. Es ist so, wie Jehova durch seinen Propheten Jeremia vorhersagte: „Sie werden gewißlich wider dich kämpfen.“ Genau das geschieht. Aber trotz haßerfüllter Propaganda und bitterer Verfolgung geben Jehovas Diener weiterhin ein gründliches Zeugnis. Sie glauben fest an Jehovas Verheißung: „Sie werden nicht die Oberhand über dich gewinnen, denn ‚ich [Jehova] bin mit dir ..., um dich zu befreien‘“ (Jer. 1:19).
„WIE ES IN DEN TAGEN NOAHS GESCHAH“
4. Was half Noah auszuharren? (Jak. 1:2-4).
4 Der Patriarch Noah lebte während einer sehr kritischen Zeit. Seine besondere Arbeit, die darin bestand, sich auf die Sintflut vorzubereiten, dauerte möglicherweise 60 Jahre — ungefähr ebensolange, wie wir in unserer Zeit bereits Gottes aufgerichtetes Königreich predigen. Zwar wurde „die Erde ... verderbt vor den Augen des wahren Gottes ... und ... mit Gewalttat erfüllt“, doch Noah war in der Lage auszuharren, weil er seinen Glauben in die Tat umsetzte. Wie Jehovas Zeugen von heute diente er unablässig als ein eifriger „Prediger der Gerechtigkeit“ (1. Mose 6:11; 2. Petr. 2:5).
5, 6. (a) Welche Vergleiche lassen sich zwischen den Tagen Noahs und der heutigen Zeit ziehen? (b) In welchem Werk sollten Christen aufgehen, und warum?
5 Doch die meisten Leute damals verhielten sich so wie die Menschheit heute. „Sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte.“ Gemäß dem Bericht des Lukas sagte Jesus:
„Sie aßen, sie tranken, Männer heirateten, Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, da Noah in die Arche hineinging und die Flut kam und sie alle vernichtete.“
Heute steht eine böse Welt, die ebenso eingestellt ist, vor der entscheidenden weltweiten „großen Drangsal“ (Matth. 24:21, 37-39; Luk. 17:26, 27).
6 Bedeuten die vorher zitierten Worte Jesu, daß es für Christen in diesen letzten Tagen verkehrt sei zu essen, zu trinken und zu heiraten? Nein, das sagte Jesus nicht. Es ist richtig, mit
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