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Der Ursprung seines LebensDer Wachtturm 1962 | 15. Dezember
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Jesus Christus war bei seiner Auferstehung Gottes Schöpfung, von Gott erschaffen. Doch auch zu Beginn der ganzen Schöpfung war Jesus eine Schöpfung Gottes, ein Geschöpf, von Gott hervorgebracht. Als das Wort, das „im Anfang“ im Himmel war, war er „der Erstling der Schöpfung Gottes“ (Reinhardt). Durch ihn als Werkzeug machte Gott alle anderen Dinge, wie dies Johannes 1:3 zeigt. Er war nicht der Ursprung oder Urheber der Schöpfung Gottes. Er war der Ersterschaffene der Schöpfung Gottes.
48. (a) Wieso kann gesagt werden, daß die Neue-Welt-Übersetzung Offenbarung 3:14 richtig wiedergibt? (b) Wem schreiben die Schriften des Johannes die Urheberschaft für die Schöpfung zu?
48 Die Neue-Welt-Übersetzung gibt Offenbarung 3:14 richtig wieder, indem sie zeigt daß Jesus der Anfang der von Gott hervorgebrachten Schöpfung war. In all seinen Schriften wendet der Apostel Johannes auf Jesus Christus nie den Titel Schöpfer (Ktístes) an, sondern schreibt die ganze Schöpfung dem zu, den er „Herr, Gott, Allmächtiger, der da war, und der da ist [ho ōn], und der da kommt!“ nennt, dem, der im Himmel thront. Zu ihm wird gesagt „Du bist würdig, o unser Herr und unser Gott, zu nehmen die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht; denn d u hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden.“ (Offenbarung 4:8, 11; 10:5, 6) Das Wort war Gottes erste himmlische Schöpfung.
„MEIN HERR UND MEIN GOTT“
49. Warum sprach der Apostel Thomas Jesus mit „Mein Herr und mein Gott“ an?
49 Dreieinigkeitslehrer behaupten, die Worte des Apostels Thomas, laut Johannes 20:28, bewiesen, daß Jesus Christus Gott sei. Thomas hatte den anderen Aposteln gesagt, er glaube nicht eher, daß Jesus von den Toten auferstanden sei, bis sich Jesus vor ihm verkörpere und er seinen Finger in die Abdrücke der Nägel, mit denen er an dem Pfahl aufgehängt worden sei, legen und seine Hand an die Seite Jesu legen könne, die ein römischer Soldat mit einem Speer durchstochen habe, um sich zu vergewissern, ob Jesus tot sei. Die folgende Woche erschien Jesus den Aposteln wieder, und er gebot Thomas, das zu tun, was er gesagt habe, damit er sich überzeuge. „Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ Im ursprünglichen griechischen Text lautet dieser Ausdruck buchstäblich, Wort für Wort übersetzt: „Der Herr mein und der Gott mein.“
50. Bedeutet nach dem Gelehrten der griechischen Sprache Professor Moule der Gebrauch des bestimmten Artikels der vor Gott notwendigerweise, daß Jesus der allmächtige Gott genannt wurde?
50 Trinitarier argumentieren daher, daß der von Thomas gebrauchte Ausdruck „der Gott“, mit dem er Jesus anrede, beweise, daß Jesus Gott selbst sei, ein aus drei Personen bestehender Gott. Professor C. F. D. Moule sagt jedoch, der Artikel der vor dem Hauptwort Gott müsse nicht so bedeutsam sein, daß dies unbedingt damit gemeint wäre.f Ungeachtet dieser Tatsache möchten wir die damalige Situation in Betracht ziehen, um uns zu vergewissern, was der Apostel Thomas meinte.
51. Welche Botschaft empfing Thomas von Jesus an dessen Auferstehungstag, und was wußte somit Thomas über Jesus und seine Gottesanbetung?
51 Weniger als zwei Wochen vorher hatte Thomas gehört, wie Jesus zu seinem himmlischen Vater gebetet und gesagt hatte: „Dies aber ist das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen.“ (Johannes 17:3) Am vierten Tag nach diesem Gebet, an seinem Auferstehungstag, hatte Jesus durch Maria Magdalene eine besondere Botschaft an Thomas und die anderen Jünger gesandt. „Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu [meinem] Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, und zu meinem Gott und eurem Gott. Maria Magdalene kommt und verkündet den Jüngern, daß sie den Herrn gesehen, und er dies zu ihr gesagt habe.“ (Johannes 20:17, 18) Aus dem Gebet Jesu und aus seiner Botschaft durch Maria Magdalene wußte somit Thomas, wer sein Gott war. Sein Gott war nicht Jesus Christus, sondern der Gott Jesu Christi. Sein Vater war auch der Vater Jesu Christi. Somit wußte Thomas, daß Jesus einen Gott hatte, den er anbetete, nämlich seinen himmlischen Vater.
52. Warum sollten wir keine falsche Bedeutung in Thomas’ Worte „mein Herr und mein Gott“ hineinlesen?
52 Wie hätte aber Thomas, außer sich vor Freude, als er den auferstandenen Jesus sah, Jesus als den einen lebendigen und wahren Gott, dessen Name Jehova ist, anreden können? Wie hätte er meinen können, Jesus selbst sei der allein wahre Gott oder Gott in der zweiten Person einer Dreieinigkeit? Wie können wir angesichts dessen, was Thomas von Jesus gehört hatte, eine solche Bedeutung in die Worte des Thomas: „mein Herr und mein Gott“, hineinlesen?
53. Warum wies Jesus Thomas nicht zurecht für das, was er sagte?
53 Jesus hätte Thomas zurechtgewiesen, hätte er verstanden, Thomas meine, er, Jesus, sei der allein wahre Gott, derjenige, den er „mein Gott“ und „mein Vater“ genannt habe. Bestimmt hätte Jesus weder einen Titel Gottes, seines Vaters, noch dessen einzigartige Stellung auf sich beziehen wollen. Da Jesus Thomas nicht zurechtwies, als hätte er ihn auf unrichtige Weise angeredet, erkennen wir, daß Jesus und der Apostel Johannes wußten, wie Thomas’ Worte zu verstehen waren.g
54. Welche ausgezeichnete Gelegenheit hätte Johannes hinsichtlich Johannes 1:1 an dieser Stelle gehabt?
54 Johannes war dabei und hörte, wie Thomas ausrief: „Mein Herr und mein Gott!“ Sagte Johannes, die einzige Schlußfolgerung, die wir aus den Worten des Thomas ziehen könnten, wäre, daß Jesus Gott sei — „der allein wahre Gott“, dessen Name Jehova ist? (Psalm 35:23, 24) Hier hätte Johannes eine ausgezeichnete Gelegenheit gehabt, Johannes 1:1 zu erklären und zu sagen, daß Jesus Christus, der das fleischgewordene Wort war, Gott selbst, „Gott der Sohn, die zweite Person der gesegneten Dreieinigkeit“, wäre. Doch ist dies die Schlußfolgerung, zu der Johannes gelangte? Ist dies die Schlußfolgerung, zu der Johannes seine Leser hinführt? Hört, zu welcher Schlußfolgerung uns Johannes bringen will:
55, 56. (a) Wovon wollte uns Johannes in seinem Bericht über das Leben Jesu überzeugen? (b) Zu welcher gleichen Schlußfolgerung wie Johannes gelangen wir?
55 „Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig sind, die nicht gesehen und geglaubt haben! Auch viele andere Zeichen hat nun zwar Jesus vor seinen Jüngern getan, die nicht in diesem Buche geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, auf daß ihr glaubet.“ Daß wir was glauben? „Daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und auf daß ihr glaubend Leben habet in seinem Namen.“ — Johannes 20:29-31.
56 Johannes schrieb seinen Bericht über das Leben Jesu, nicht um uns davon zu überzeugen, daß Jesus Gott sei, daß Christus Gott sei oder daß Jesus „Gott der Sohn“ sei, sondern davon, „daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes“. Es ist eine vorsätzliche Verdrehung der Tatsachen, wenn die Dreieinigkeitsverfechter „Gott der Sohn“ sagen. Doch wir nehmen die Erklärung des Johannes so, wie er sie niedergeschrieben hat, nämlich: „Christus …, der Sohn Gottes“. Wir gelangen zu derselben Schlußfolgerung, zu der Johannes im gleichen (zwanzigsten) Kapitel seines Evangeliums gelangt ist, nämlich daß Jesus der Sohn dessen ist, den er „mein Vater“ und „mein Gott“ nannte. Thomas betete daher nicht zugleich „Gott den Vater“ und „Gott den Sohn“ als zwei auf gleicher Stufe stehende Personen eines „dreieinigen Gottes“ an.
57. (a) Was anerkannte Thomas in bezug auf den Vater Jesu, als er Jesus mit den Worten „mein Gott“ anredete? (b) Welche Bedeutung hat Johannes 14:28 gemäß Kapitel 4 und 5 der Offenbarung?
57 Thomas betete denselben Gott an, den Jesus Christus anbetete, nämlich Jehova Gott, den Vater. Wenn Thomas Jesus mit „mein Gott“ anredete, mußte Thomas den Vater Jesu als den Gott eines Gottes erkennen, somit als einen Gott, der höher ist als Jesus Christus, als einen Gott, den Jesus selbst anbetete. Offenbarung 4:1-11 gibt uns eine symbolische Beschreibung dieses Gottes, der „Herr, Gott, Allmächtiger“ genannt wird und auf dem himmlischen Thron sitzt und in Ewigkeit lebt; doch das folgende Kapitel, Offenbarung 5:1-8, beschreibt Jesus Christus als das Lamm Gottes, das zu dem Herrn, Gott, dem Allmächtigen, der auf seinem Thron sitzt, kommt und eine Schriftrolle aus seiner Hand entgegennimmt. Dies veranschaulicht die Bedeutung der Worte Jesu an Thomas und die anderen Apostel: „‚Ich gehe zum Vater‘; denn der Vater ist größer als ich.“ (Johannes 14:28, Lu) Jesus erkannte somit seinen Vater als den Herrn, Gott, den Allmächtigen, an, dem keiner gleich ist und der größer ist als sein Sohn.
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Teil 5
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58. Zu welchem Verständnis in bezug auf Jesus Christus bringt uns Johannes am Schluß seines ersten Briefes an die Christen?
SOGAR am Ende seines ersten Briefes an die Christen vermittelt uns Johannes dasselbe Verständnis, nämlich, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist und daß er und Menschen, die von Gott gezeugt werden, Kinder Gottes sind. Die Menge-Übersetzung gibt die letzten Verse des Johannesbriefes wie folgt wieder: „Wir wissen, daß jeder, der aus Gott erzeugt ist, nicht sündigt, sondern wer aus Gott erzeugt ist, bewahrt sich, und der Böse tastet ihn nicht an. Wir wissen, daß wir aus Gott (= Gottes Kinder) sind, die ganze Welt dagegen im Argen liegt. Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht verliehen hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen.“ Wie in dem Wahrhaftigen? „(Indem wir) in seinem Sohne Jesus Christus (sind). Dieser ist der wahrhaftige Gott und ewiges Leben. Kindlein, hütet euch vor den Götzen!“ — 1. Johannes 5:18-21.
59. Wie lauten die verschiedenen Übersetzungen von Johannes 1:1, und was zu beurteilen, sind wir jetzt in der Lage?
59 Wenn derjenige, dessen Sohn Jesus Christus ist, „der wahrhaftige Gott und ewiges Leben“ genannt wird und wenn Jesus Christus derjenige ist, der „aus Gott erzeugt“ ist und Gottes andere Kinder beschützt, wie sollen wir dann Johannes 1:1, 2, wovon es verschiedene Lesarten gibt, verstehen? Viele Übersetzungen lauten: „Und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Andere: „Und das Wort (der Logos) war göttlich.“ Wieder andere: „Und das Wort war ein Gott.“ Da wir soviel von dem untersucht haben, was Johannes über Jesus, der das fleischgewordene Wort war, geschrieben hat, sind wir jetzt in der Lage zu entscheiden, welche dieser verschiedenen Übersetzungen richtig ist. Dies bedeutet unsere Errettung.
60. Welchen Kommentar gab Graf Leo Tolstoj über Johannes 1:1, 2 nach der allgemeinen Übersetzung dieses Textes?
60 Untersuchen wir zuerst die allgemein gebräuchliche Wiedergabe der Elberfelder Bibel, der King-James-Bibel und der Douay-Übersetzung:
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