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  • Wo ist die Wahrheit, die uns frei machen kann?
    Der Wachtturm 1983 | 15. Juli
    • Wo ist die Wahrheit, die uns frei machen kann?

      „Jesus [fuhr] fort ... zu sagen: ,... ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen‘“ (JOHANNES 8:31, 32).

      1. Welche Freiheiten haben die Menschen in der heutigen Welt begehrt?

      FREIHEIT! Dieses Wort hat schon jahrhundertelang Sinn und Herz der Menschen erregt. Um der Freiheit willen sind Kriege geführt worden. Millionen Menschen sind dafür gestorben. Viele denken wie der amerikanische Staatsmann Patrick Henry, der vor über 200 Jahren erklärte: „Gebt mir die Freiheit oder den Tod.“ Während des Zweiten Weltkriegs forderte US-Präsident Franklin D. Roosevelt die „vier Freiheiten“: die Freiheit der Rede, die Freiheit der Anbetung, die Freiheit von Not und die Freiheit von Furcht.

      2, 3. Was muß wahre Freiheit einschließen?

      2 Wahre Freiheit in einem tieferen Sinne muß jedoch mehr einschließen. Könnte uns zum Beispiel eine der eben genannten Freiheiten von menschlicher Unvollkommenheit befreien? Könnte sie uns von Krankheiten befreien? Darüber hinaus muß sich jeder, ganz gleich, wie gesund er ist, mit der harten Tatsache abfinden, daß alle Menschen früher oder später alt werden und sterben. Woran kann man sich im Grab erfreuen? In der Bibel heißt es: „Was die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt.“ Deshalb sagt sie auch, daß „ein lebender Hund besser daran ist als ein toter Löwe“ (Prediger 9:4, 5).

      3 Damit wir im vollsten Sinne des Wortes frei sein können, müssen wir aus der Knechtschaft der Unvollkommenheit, der Krankheit und des Todes befreit werden. Außerdem müssen wir von Armut, Bedrückung, Kriminalität und Krieg befreit werden — den schrecklichen Dingen, die die Menschheitsgeschichte geprägt haben. Wer kann uns aber diese Art Freiheit geben? Kann irgendein Arzt dafür garantieren, daß der Mensch von Krebs, Herzkrankheiten und anderen Leiden befreit werden wird? Kann irgendein Wissenschaftler verhindern, daß wir alt werden und sterben, oder kann er uns nach dem Tod wieder zum Leben erwecken? Kann irgendein Politiker für alle Zeit Frieden auf Erden und Freiheit von Krieg garantieren? Gibt es in irgendeiner Stadt der Welt einen Bürgermeister oder einen Polizeipräsidenten, der uns völlig von Kriminalität befreien kann? Welches Wirtschaftssystem kann Freiheit von Armut, Arbeitslosigkeit oder Inflation bringen und wahren Wohlstand für jeden und für immer herbeiführen?

      4. Worauf muß wahre Freiheit beruhen?

      4 Falls irgendeine Hoffnung besteht, daß die vielen schlimmen Verhältnisse, unter denen die Menschheit gegenwärtig leidet, beseitigt werden können, dann muß die Lösung auf Wahrheit beruhen. Wahre Freiheit kann nicht auf Täuschung oder Lüge beruhen. Wenn daher irgend jemand — ob Politiker, Wissenschaftler, Wirtschaftler oder Geistlicher — seine Meinung darüber äußert, wie die ersehnten Freiheiten erreicht werden können, muß man sich die Frage stellen: Sagt er die Wahrheit? Die Menschen haben sehr viel Zeit gehabt, um festzustellen, ob menschliche Meinungen, Versprechungen und Bemühungen der Wahrheit entsprachen.

      Hoffnungen, die nicht auf Wahrheit beruhen

      5. Inwieweit ist die erhoffte Befreiung von Krankheiten realisiert worden?

      5 Zum Beispiel waren viele der Meinung, mit den fortschreitenden medizinischen Kenntnissen werde es möglich sein, die Menschheit von Krankheiten zu befreien. Man hat zwar viele Fortschritte auf medizinischem Gebiet erzielt, doch sind wir dadurch von Krankheiten befreit worden? Nein, denn Geißeln wie Krebs und Herzkrankheiten haben epidemische Ausmaße angenommen. Auch dachte man einmal, man könne mit Hilfe neuer „Wunderdrogen“ die Geschlechtskrankheiten besiegen. Aber das geachtete englische Ärzteblatt The Lancet schrieb: „Die Weltgesundheitsorganisation kommt zu dem Schluß, daß weltweit jährlich etwa 250 Millionen neue Fälle von Tripper und 50 Millionen neue Fälle von Syphilis auftreten. Andere durch Geschlechtsverkehr übertragbare Krankheiten mögen sogar noch häufiger sein.“ (Vergleiche Sprüche 7:10, 21-23.)

      6. Wieso kann man sagen, daß die Wissenschaft und die Industrie enttäuscht haben?

      6 Und was ist aus den großen Hoffnungen geworden, die vor 100 oder 200 Jahren durch die Wissenschaft und durch die Industrie geweckt wurden? Zum Beispiel wurde das Automobil als ein großer Fortschritt gepriesen, und in gewisser Hinsicht war es das auch. Aber es hat zu dem Verkehrschaos, dem Lärm und der Luftverschmutzung in den Großstädten beigetragen. Außerdem kommen weltweit jedes Jahr über 200 000 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben, und Millionen werden verletzt. Orville Wright, einer der Erfinder des Flugzeugs, beobachtete die enttäuschenden Folgen der Technologie. Während des Zweiten Weltkriegs schrieb er an Henry Ford folgendes: „Wilbur und ich dachten, das Flugzeug würde den Weltfrieden beschleunigen. Bisher scheint es das Gegenteil bewirkt zu haben. Ich vermute, als Sie die Massenproduktion einführten — eine der größten Erfindungen der Zeitalter —, dachten Sie kaum daran, daß sie angewandt würde ..., um Panzer zu bauen, die die Welt vernichten können. Anscheinend kann nichts Nützliches eingeführt werden, ohne daß jemand einen schlechten Verwendungszweck dafür findet.“

      7. Kann eines der Wirtschaftssysteme der Welt Wohlstand für alle garantieren?

      7 Haben die jahrhundertelangen Experimente mit verschiedenen Wirtschaftssystemen wenigstens ein System hervorgebracht, das stabil ist und allen Menschen Wohlstand garantiert? Nein, denn wirtschaftliche Unsicherheit ist heute an der Tagesordnung. Jack Weldon, Wirtschaftsprofessor an der McGill-Universität in Montreal, erklärte: „Jeder kompetente und ehrliche Wirtschaftswissenschaftler wird zugeben, daß wir wirklich nicht wissen, wie wir mit den schwerwiegenden Problemen fertig werden sollen, mit denen jetzt die meisten großen Industrienationen konfrontiert werden.“ Unterentwickelte Länder sind noch schlimmer daran. In einem solchen Land gibt es, wie die Zeitschrift Time berichtet, „über 2 Millionen Kinder, die von ihren mittellosen Eltern ausgesetzt worden sind, und 14 Millionen weitere, die in solch einer Armut leben, daß es für sie fast besser wäre, ausgesetzt zu werden“. Über einen anderen Teil der Welt hieß es in der Zeitung Philippine Daily Express: „Nahezu eine halbe Milliarde Asiaten können als ,absolut arm‘ eingestuft werden, und ihre Zahl wird vermutlich weiter steigen.“

      8. Inwieweit hat die Demokratie dem einzelnen Bürger Sicherheit gebracht?

      8 Im Ersten Weltkrieg hieß es, der Krieg werde geführt, um der Welt die Demokratie zu sichern. Heute gibt es wenig Länder mit einer demokratischen Regierung. Und wie sicher sind die Bürger dort, wo eine solche Regierung an der Macht ist? In den Vereinigten Staaten wird jede dritte Familie von irgendeinem Verbrechen betroffen. Warren Burger, der Vorsitzende des amerikanischen Obersten Bundesgerichts, erklärte: „Wir sind nahe daran, eine ohnmächtige Gesellschaft zu werden — eine Gesellschaft, die praktisch nicht imstande ist, Sicherheit auf den Straßen, in den Schulen und in den Wohnungen der Menschen zu gewährleisten.“ Er fügte hinzu: „In den letzten 10 Jahren redeten viele unserer Staatsführer und die anderer Länder vom internationalen Terrorismus. Doch die routinemäßigen, täglichen Terrorakte in fast jeder Großstadt der Vereinigten Staaten richten weit mehr Schaden an als die Anschläge aller ,internationalen Terroristen‘ in irgendeinem Jahr zusammen.“ (Vergleiche Prediger 8:11.)

      9. Was ist in unserem Jahrhundert aus den Ankündigungen geworden, es werde keinen Krieg mehr geben?

      9 Den Ersten Weltkrieg bezeichnete man auch als den „Krieg, der allen Kriegen ein Ende macht“. In der Encyclopedia Americana wird bemerkt: „Während des Krieges sprachen Politiker und Publizisten von den kommenden großen Tagen, der Zeit, wo es keine Kriege, keine Rüstung, keine Zusammenstöße zwischen den Nationen mehr geben wird.“ Doch genau das Gegenteil erwies sich als Wahrheit. In der südafrikanischen Zeitschrift The Natal Mercury war kürzlich zu lesen: „Präsident Woodrow Wilson beschrieb den Ersten Weltkrieg als den ,Krieg, der allen Kriegen ein Ende macht‘. Seine Vorhersage wäre viel genauer gewesen, wenn er ihn als den ,Krieg, der dem Frieden ein Ende macht‘, bezeichnet hätte.“ Weiter hieß es in dem Artikel: „Seit 1914 hat die Welt wahrscheinlich mehr Gewalttätigkeit und Unruhen gesehen als je zuvor in der Menschheitsgeschichte.“ Für militärische Zwecke werden gegenwärtig jährlich über 500 Milliarden Dollar ausgegeben. Die Nationen verfügen heute über genügend Kernwaffen, um über eine Million Großstädte auszulöschen. Dabei gibt es nicht einmal annähernd so viele Städte.

      10. Was kann über die Fortschritte auf verschiedenen Gebieten menschlichen Strebens gesagt werden?

      10 Nein, ganz gleich, welche Fortschritte auf verschiedenen Gebieten erzielt worden sind, steht doch fest, daß die Menschheit von Ausbeutung, Leid, Armut, Kriminalität, Krieg, Furcht, Krankheit und Tod nicht befreit worden ist. Die Behauptungen, Versprechungen und Meinungen der Führer dieser Welt beruhen somit nicht auf Wahrheit, wie die Tatsachen im Laufe der Jahrhunderte eindeutig gezeigt haben. Es ist vielmehr so, wie es in 2. Petrus 2:19 heißt: „Während sie ihnen Freiheit verheißen, führen sie selbst ein Dasein als Sklaven des Verderbens.“

      Die religiöse „Wahrheit“ prüfen

      11. Wie kann man Behauptungen in bezug auf die religiöse Wahrheit prüfen?

      11 Wir müssen nicht nur von den heute so üblichen bedrückenden Verhältnissen befreit werden, sondern auch von der geistigen Knechtschaft, die auf religiöse Irrlehren zurückzuführen ist. Die Religionsorganisationen der Christenheit und der übrigen Welt behaupten, ihre Glaubensansichten seien wahr. Das läßt sich leicht behaupten, doch was zeigen die Tatsachen? Behalten wir im Sinn, daß Gottes Wort sagt: „Der Glaube ohne Werke [ist] tot“ (Jakobus 2:26). Jesus Christus erklärte: „Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Ja, Religionssysteme können als wahr oder falsch erkannt werden — nicht an dem, was sie behaupten, sondern an dem, was sie hervorbringen. Bezüglich der falschen sagte Jesus warnend: „Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen“ (Matthäus 7:15-20).

      12. Was beweist der Zustand der Religionen der Welt?

      12 Von einer Religionsorganisation, die die Wahrheit vertritt, sollte man zumindest erwarten, daß sie auf ihre Anhänger eine vereinigende Kraft ausübt. Jesus sagte, daß diejenigen, die die Wahrheit hätten, „alle eins“ sein sollten (Johannes 17:21). Außerdem sagt Gottes Wort: „... daß ihr alle übereinstimmend redet und daß keine Spaltungen unter euch seien, ... daß ihr in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint sein mögt“ (1. Korinther 1:10). Das muß auf die wahren Vertreter Gottes zutreffen, denn „Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens“ (1. Korinther 14:33). Aber die Religionen der Welt sind in Tausende von Sekten und Kulten aufgespalten. Ihre Lehren und Bräuche sind nicht nur in den verschiedenen Religionen nicht einheitlich, sondern oft auch nicht innerhalb ein und derselben Religion. Ein solches Durcheinander und ein solcher Irrtum können nicht von Gott ausgehen. Leaders’ Vision, eine kirchliche Zeitschrift in Australien, schrieb: „In einem Zustand der Uneinigkeit zu leben heißt, in einem Zustand zu existieren, den die Bibel als Sünde bezeichnet. Wir stellen eine deutliche Absage an das Wirken des Heiligen Geistes dar.“

      13. (a) Wozu hat die Uneinigkeit in der falschen Religion geführt? (b) Woher stammen also diese falschen Religionen?

      13 Weitere Beweise dafür, daß solche Religionen nicht die Wahrheit vertreten und nicht von Gott stammen können, treten in den Folgen ihrer Uneinigkeit zutage. Eine Grundvoraussetzung für eine Religionsorganisation, die die Wahrheit lehrt, besteht gewiß darin, daß sich ihre Mitglieder nicht gegenseitig umbringen. Was für eine Wahrheit und was für eine Bruderschaft wäre das sonst? Die Geschichte zeigt jedoch, daß Angehörige ein und derselben Religionsorganisation in Kriegen einander hinschlachteten, und zwar zu Millionen, und das nur, weil sie in verschiedenen Ländern lebten. Manchmal bringen sich Angehörige derselben Religionsorganisation innerhalb ein und desselben Landes in Bürgerkriegen und Revolutionen gegenseitig um. Die Bibel sagt in 1. Johannes 3:10-12, daß es die „Kinder des Teufels“ sind, die ihre Brüder hinschlachten. (Vergleiche 1. Mose 4:8.) Die Kinder Gottes tun so etwas nicht; sie haben statt dessen eine unverbrüchliche Liebe zueinander. Jesus sagte unmißverständlich: „Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“ (Johannes 13:35).

      14. Zu welchem Ergebnis kommt man, wenn man die Religionen der Welt nach „ihren Früchten“ beurteilt?

      14 Die schlechten Früchte — Uneinigkeit, Kriege sowie weitverbreitete Unmoral und Heuchelei —, die in den Religionen der Welt vorherrschen, beweisen eindeutig, daß sie nicht die Wahrheit und auch nicht Gott vertreten. Sie gleichen tatsächlich schlechten Bäumen, die faule Früchte hervorbringen und nahe daran sind, „umgehauen und ins Feuer geworfen“ zu werden.

      Dem Gott der Wahrheit vertrauen

      15. Wem sollten wir völlig vertrauen, und warum?

      15 Durch die Unfähigkeit des Menschen, in den wichtigen Dingen des Lebens wahre Freiheit herbeizuführen, wird das bestätigt, was die Bibel in Jeremia 10:23 sagt, nämlich „daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Manne, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten.“ Nein, Gott erschuf den Menschen nicht mit der Fähigkeit oder dem Privileg, unabhängig von seiner Führung zu leben und erfolgreich zu sein. Gott hat die Menschenherrschaft gerade zu dem Zweck so viele Jahrtausende bestehenlassen, um ein für allemal zu beweisen, daß sie keine wahre Freiheit und kein wahres Glück bringen kann. Deshalb lesen wir auch in Psalm 146:3: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt.“ Wem können wir dann vertrauen? Die Bibel antwortet: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerademachen“ (Sprüche 3:5, 6).

      16. In bezug worauf können wir Jehova vertrauen?

      16 Weshalb können wir Jehova völlig vertrauen? Weil er, wie es in Psalm 31:5 heißt, der „Gott der Wahrheit“ ist. Wenn wir über alle wichtigen Lebensfragen wirklich die Wahrheit wissen möchten, ja auch die Antwort auf Fragen, derentwegen sogar Weltführer ratlos sind — Gott hat sie. Da „es unmöglich ist, daß Gott lügt“, wird das, was er sagt, auch geschehen. „Jehova der Heerscharen hat geschworen, indem er sprach: ,Gewißlich, so, wie ich es erdacht habe, so soll es geschehen; und wie ich beschlossen habe, so wird es eintreffen‘“ (Hebräer 6:18; Jesaja 14:24).

      17. Inwiefern hat Gott dafür gesorgt, daß aufrichtigen Wahrheitssuchern eine Quelle der Wahrheit zur Verfügung steht?

      17 Gott macht seine Wahrheiten bestimmt aufrichtigen Wahrheitssuchern bekannt, denn Jesus sagte gemäß Johannes 8:32: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Auch sagte er im Gebet zu Gott: „Dein Wort ist Wahrheit“ (Johannes 17:17). Wo wird Gottes „Wort“, seine Wahrheit, dargelegt? Der Apostel Paulus antwortet: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert“ (2. Timotheus 3:16). Der allmächtige Schöpfer des Universums erhebt also den Anspruch, der Autor der Bibel zu sein. Durch seine mächtige wirksame Kraft, seinen Geist, veranlaßte er treue Männer, seine Gedanken niederzuschreiben. Wenn wir die Heilige Schrift lesen, ist es, als ob Gott zu uns spräche (1. Thessalonicher 2:13; 2. Petrus 1:20, 21).

      18. Warum ist es unvernünftig, anzunehmen, Gott sei nicht der Autor der Bibel?

      18 Einige behaupten, Gott sei nicht der Autor der Bibel. Menschen können jedoch Bücher schreiben, und Gott erschuf die Menschen. Sollte der Schöpfer, der weit über den Menschen steht, nicht in der Lage sein, das zu tun, was Menschen, die viel geringer sind als er, tun können? Wissenschaftler können mit Hilfe elektronischer Geräte Satelliten im Weltraum Anweisungen übermitteln und sie steuern. Ein Rundfunksprecher spricht in ein Mikrofon, und seine Botschaft wird in einer Entfernung von Tausenden von Kilometern gehört. Selbst Vorgänge auf dem Mond sind über Fernsehen in unsere Wohnung übertragen worden. Doch Jehova hat das Ohr, das Auge, die Elektrizität und die Schallwellen gemacht. Konnte er dann nicht mittels seiner „dynamischen Kraft“ seine Gedanken auf seine treuen Diener auf der Erde übertragen? Gewiß konnte der Schöpfer des wunderbaren Universums ein Buch hervorbringen! (Jesaja 40:26).

      19. Warum ließ Gott die Bibel so schreiben, daß einiges darin schwer zu verstehen ist?

      19 Andere sagen: „Aber die Bibel ist schwer zu verstehen.“ Ja, einiges darin ist schwer zu verstehen (2. Petrus 3:16). Warum ließ Gott solche Aufzeichnungen machen? Weil er dadurch bestimmt, wem die Wahrheit zuteil wird. Der Apostel Paulus sagte hinsichtlich der Wahrheiten Gottes: „Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat es fortwährend wachsen lassen“ (1. Korinther 3:6). Und über Gottes Weisheit und sein heiliges Geheimnis sagte er: „Uns hat Gott sie durch seinen Geist geoffenbart“ (1. Korinther 2:10). Gott behält sich somit das Recht vor, seine Wahrheiten nur denen zu offenbaren, die sie wirklich wünschen und die bereit sind, danach zu leben und ihm treu zu dienen: „Der Herr Jehova wird kein Ding tun, es sei denn, er habe seine vertrauliche Sache seinen Knechten ... geoffenbart“ (Amos 3:7; Daniel 2:28, 47).

      20. Wo ist die Wahrheit, die uns frei machen kann?

      20 Ja, es gibt einen Gott der Wahrheit. Seine Wahrheiten sind in seinem inspirierten Wort, der Bibel, zu finden. Und seinen demütigen, geeinten Dienern gewährt er ein Verständnis der Heiligen Schrift. Welche wichtigen Wahrheiten, die in seinem Wort enthalten sind, offenbart Gott Wahrheitssuchern besonders in unserer Zeit? In dem folgenden Artikel werden einige davon untersucht.

      Kannst du dich an folgende Punkte erinnern?

      □ Wovon muß die Menschheit wirklich befreit werden?

      □ Inwiefern haben sich die Hoffnungen der Welt als enttäuschend erwiesen? Warum?

      □ Wie kann man die wahre Religion von der falschen unterscheiden?

      □ Aus welchen Gründen sollte man Jehova völlig vertrauen?

      □ Wem offenbart Jehova seine Wahrheiten?

  • Wahre Freiheit unter der Königreichsherrschaft
    Der Wachtturm 1983 | 15. Juli
    • Wahre Freiheit unter der Königreichsherrschaft

      „Die Schöpfung selbst [wird] auch von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden ... zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“ (RÖMER 8:21).

      1. Wer nur kann der Menschheit die dringend benötigte Freiheit schenken, und warum?

      DIE Menschheit muß dringend von alldem Elend befreit werden, das bis heute geherrscht hat. Doch wie die Geschichte zeigt, übersteigt es die Fähigkeit des Menschen, eine solche Freiheit herbeizuführen. „Viele Pläne sind im Herzen eines Mannes, aber der Rat Jehovas, der wird bestehen“ (Sprüche 19:21). Dieser „Rat“ Jehovas verheißt: „Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4). Welch ein begeisternder Ausblick! Wie gut er doch zu der Beschreibung der wahren Freiheit paßt, die gemäß der Bibel von Jehova kommen wird: „Die Schöpfung selbst [wird] auch von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden ... zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.“ (Römer 8:21)!

      2. Welches Mittel benutzt Jehova, um diese Freiheit herbeizuführen?

      2 Das Mittel, durch das diese wunderbare Freiheit herbeigeführt wird, ist die von Gott stammende Regierung, die über die ganze Erde herrschen wird — das himmlische Königreich Gottes. Durch dieses Königreich wird Gottes Wille „wie im Himmel so auch auf der Erde“ geschehen (Matthäus 6:10). Es wird in kurzem „alle diese Königreiche [die heute bestehen] zermalmen und ihnen ein Ende bereiten, und es selbst wird für unabsehbare Zeiten bestehen“ (Daniel 2:44).

      3. Warum sollten wir uns nicht täuschen lassen und glauben, menschliche Pläne könnten die Probleme der Welt lösen?

      3 Nein, Gott wird diese verderbte Welt nicht reformieren. Ihr ist nicht mehr zu helfen. Wenn jemand behauptet, durch die Verwirklichung eines bestimmten menschlichen Planes könnten die Probleme der Welt gelöst werden, dann glaube es nicht. Gottes Wort zeigt vielmehr wahrheitsgemäß, daß die „letzten Tage“ für das nun bereits etwa 6 000 Jahre dauernde klägliche Experiment des Menschen, von Gott unabhängig zu herrschen, weit fortgeschritten sind (2. Timotheus 3:1-5, 13).

      E i n e Regierung

      4. Was wird die e i n e Königreichsregierung für die Menschheit bedeuten?

      4 Gottes Königreichsherrschaft wird bedeuten, daß es für die ganze Erde nur eine einzige Regierung gibt. Der Hauptverantwortliche dieser Regierung wird Jesus Christus sein. Mit ihm zusammen wird eine verhältnismäßig kleine Gruppe treuer Diener Gottes, die von der Erde genommen werden, als Mitherrscher dienen. Stell dir vor, was die e i n e Regierung, die sich nach den Gesetzen und Grundsätzen Gottes ausrichtet, für die Erde bedeuten wird! Alle Grenzen, durch die die Nationen heute in feindliche Gruppen gespalten sind, werden beseitigt werden. Die Menschen werden zu einer einzigen großen Menschheitsfamilie vereint werden und frei sein, sich ungehindert auf der ganzen Erde zu bewegen. Keine Pässe, keine Visa und keine Grenzposten mehr! (Philipper 2:9, 10; Offenbarung 14:4; 20:6).

      5. Wie ist die Notwendigkeit, nur e i n e Regierung für die ganze Erde zu haben, anerkannt worden?

      5 Einige haben schon lange die Notwendigkeit einer einzigen Regierung erkannt. In der auf den Philippinen erscheinenden Zeitung Bulletin Today schreibt der Kolumnist Gwynne Dyer: „A. J. P. Taylor, einer der führenden Historiker unseres Jahrhunderts, erklärte mir kürzlich, die einzige Hoffnung, einen katastrophalen Weltkrieg, der das Ende der Zivilisation bedeuten würde, zu vermeiden, bestehe seiner Ansicht nach darin, daß jemand ein Weltreich schaffe. ... Auf die eine oder andere Art müssen wir von unserer gegenwärtigen Lebensbedingung in [über 150] separaten souveränen Staaten — alle bis an die Zähne bewaffnet und alle gleicherweise der Vernichtung ausgesetzt — abrücken, hin zu einer einzigen Weltobrigkeit ... Und das müssen wir schleunigst tun. Der kläglich schwache und chronisch gespaltene Zustand der Vereinten Nationen ist ein Maßstab, wie weit wir zu gehen haben. ... Das alte Schlagwort der 1950er Jahre hat immer noch Gültigkeit: E i n e Welt oder keine.“

      6. Was für eine Regierung wird das Königreich sein?

      6 Es wird e i n e Welt unter e i n e r Regierung Gottes sein. Welch ein Segen wird es sein, eine Regierung zu haben, die jedermann gütig, gerecht und unparteiisch behandeln wird! Von dem himmlischen König, Jesus Christus, heißt es in der Bibel prophetisch: „Mit Gerechtigkeit wird er die Geringen richten, und mit Geradheit wird er Zurechtweisung erteilen müssen zugunsten der Sanftmütigen der Erde“ (Jesaja 11:3, 4). Ja, Christus wird das tun, was richtig ist. Das bewies er während seines Erdenlebens, denn er redete die Wahrheit und stellte Heuchelei bloß. Er trat für die Sache der Niedergedrückten ein und schmeichelte nicht den Reichen und Mächtigen, wiewohl er sie auch nicht diskriminierte. Bei einem solch fähigen und bewährten König, der unter der Leitung Jehovas amtet, wird „Wahrhaftigkeit ... aus der Erde selbst sprossen, und Gerechtigkeit, sie wird aus den Himmeln selbst herniederblicken“ (Psalm 85:11, 12).

      Wahrer Friede und wahrer Wohlstand

      7. Was werden diejenigen, die bewahrt und in Gottes neue Ordnung hinüberleben werden, bereits getan haben?

      7 Welch ein Segen wird es sein, nicht mehr unter der entzweiten Menschenherrschaft leben zu müssen, die auf gewaltige Streitkräfte und auf ständige Kriege angewiesen ist! Die Reichtümer der Erde werden nicht mehr für schädliche Zwecke verschwendet, sondern für friedliche, schöpferische Zwecke genutzt werden. Ja jeder, den Gott während des bevorstehenden Endes des gegenwärtigen Systems der Dinge am Leben erhalten wird, wird sich bereits an der Erfüllung von Micha 4:3 beteiligt haben: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht werden sie das Schwert erheben, Nation gegen Nation, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen.“ Wer unter all den Völkern der Erde erfüllt diesen Schrifttext heute schon? Die neuzeitliche Geschichte zeigt, daß es Jehovas Zeugen sind. Sie sind ein lebendiges Zeugnis für die Tatsache, daß der weltweite Friede unter Gottes Herrschaft eine Realität sein wird, weil er unter ihnen bereits eine Realität ist!

      8, 9. In welchem Ausmaß wird unter der Königreichsherrschaft Friede und Wohlstand herrschen?

      8 In Gottes neuer Ordnung wird auf der ganzen Erde Friede herrschen. In Jesaja 32:17, 18 ist von „Ruhe und Sicherheit auf unabsehbare Zeit“ die Rede, und es heißt weiter: „Mein Volk soll an einem friedlichen Aufenthaltsort wohnen und an Wohnsitzen völliger Zuversicht und an ungestörten Ruheorten.“ Stell dir vor, in einer solchen Sicherheit zu leben, daß du nicht einmal die Türen abschließen mußt und du zu irgendeiner Tages- oder Nachtzeit irgendwohin gehen kannst, ohne Angst haben zu müssen, überfallen oder vergewaltigt zu werden! Mit gutem Grund heißt es in der Bibel: „Sie werden in der Tat ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Psalm 37:11).

      9 Mit diesem Frieden wird Wohlstand einhergehen, und es werden nicht mehr jährlich Millionen an Unterernährung sterben, wie das heute der Fall ist. Da Jesus die Macht hatte, Tausende von Menschen zu speisen, indem er durch ein Wunder ein paar Brote und ein paar Fische vermehrte, wird er unter seiner Königreichsherrschaft die Menschen anleiten können, so daß sich Psalm 72:16 erfüllt: „Es wird Fülle an Getreide auf der Erde geben; auf dem Gipfel der Berge wird Überfluß sein.“ Und da Gottes Königreich alle politischen Barrieren beseitigen wird sowie die habgierige Geschäftswelt, die durch ihren Konkurrenzkampf die Verschwendung fördert, wird der reichliche Ertrag der Erde allen Menschen zugute kommen, nicht nur einigen wenigen. Ein für allemal wird es vorbei sein mit dem gespensterhaften Anblick von Kindern, die spindeldürre Arme und Beine und einen vor Hunger aufgetriebenen Bauch haben.

      Sinnvolle, erfreuliche Arbeit

      10. Worin wird sich die Arbeit in der neuen Ordnung von der heutigen unterscheiden?

      10 Heute sind viele Leute unglücklich wegen der Art Arbeit, die sie verrichten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Millionen andere haben überhaupt keine Arbeit. Sie sind arbeitslos. Aber in Gottes neuer Ordnung werden die Menschen große Freude an ihrer Arbeit finden. Und es wird nicht die Gefahr bestehen, daß ihre Bemühungen aufgrund von schlechten Wirtschaftsverhältnissen, von Katastrophen oder Kriegen zunichte gemacht werden. „Sie werden gewißlich Häuser bauen und sie bewohnen; und sie werden bestimmt Weingärten pflanzen und deren Fruchtertrag essen. Sie werden nicht bauen und ein anderer es bewohnen; sie werden nicht pflanzen und ein anderer essen. ... das Werk ihrer eigenen Hände werden meine Auserwählten verbrauchen. Sie werden sich nicht umsonst abmühen“ (Jesaja 65:21-23).

      11. Was werden die Untertanen des Königreiches Gottes zum Nutzen der Erde und des Lebens darauf vollbringen?

      11 Unter solch günstigen Arbeitsbedingungen und erfüllt von echter Nächstenliebe, werden die Untertanen des Königreiches zum Nutzen der Erde und des Lebens darauf Dinge vollbringen, die tausendmal wunderbarer sind als alles, was die Welt je gesehen hat. Deshalb konnte Jesus auf ein künftiges Paradies hinweisen (Lukas 23:43). Jesaja sagte voraus: „Die Steppe soll ... vor Freude schreien! Herrlich wie der Libanon soll sie werden, prächtig wie der Karmel und die Scharon-Ebene. ... Bäche ergießen sich durch die Steppe. Der glühende Sand verwandelt sich zum Teich, und im dürren Land sprudeln Wasserquellen. ... Freude und Wonne bleiben bei ihnen, Sorgen und Seufzen sind für immer vorbei“ (Jesaja 35:1, 2, 6, 7, 10, Die Bibel in heutigem Deutsch).

      Keine Krankheit und kein Tod mehr

      12. Wodurch veranschaulichte Jesus das wunderbare Heilungsprogramm, das er in Königsmacht durchführen wird?

      12 Es wäre jedoch betrüblich, all das zu haben und es dann zu verlieren, weil man krank und alt würde und sterben müßte. Aber was die Ärzte und die Wissenschaftler heute nicht tun können, wird Gott unter seiner Königreichsherrschaft tun. Er hat den Körper, den Verstand und die Gefühle des Menschen erschaffen. Er weiß, was nötig ist, damit der Mensch gesund und vollkommen sein kann. Als Jesus auf der Erde war, demonstrierte er die Macht zu heilen, die er von Gott erhalten hat und von der er in der neuen Ordnung Gebrauch machen wird: „Dann kamen große Volksmengen zu ihm, die Lahme, Krüppel, Blinde, Stumme und viele andere bei sich hatten, und sie warfen sie förmlich vor seine Füße, und er heilte sie, so daß die Volksmenge staunte, als sie sah, daß Stumme redeten und Lahme gingen und Blinde sahen“ (Matthäus 15:30, 31). Und wenn die Menschheit unter der Königreichsherrschaft vollkommen gemacht worden ist, ‘wird der Tod für immer verschlungen sein’ (Jesaja 25:8). Jehovas Liebe wird selbst denen zuteil, die schon lange tot sind, denn sie werden die Gelegenheit erhalten, in Gottes neuer Ordnung zu leben, indem sie in der Auferstehung zum Leben zurückgebracht werden. Dieses freudige Ereignis wird sich dann unzählige Male wiederholen, ja es wird sein wie damals, als Jesus ein Mädchen auferweckte und die Augenzeugen „außer sich vor Entzücken“ waren (Markus 5:41, 42; Johannes 5:28, 29).

      13. Was zu tun, mögen die Menschen in der neuen Ordnung Gelegenheit erhalten?

      13 Stell dir vor, was du in einer gerechten neuen Ordnung des Friedens und der Wohlfahrt mit einem vollkommenen Sinn und mit einem vollkommenen Körper alles tun könntest — und das, ohne je zu sterben! Denke an die vielen Dinge, die du schon immer tun wolltest, aber für die du dir nicht die Zeit nehmen oder die du dir nicht leisten konntest! Stell dir vor, wie es wäre, die majestätischen Berge zu sehen, die herrlichen Wälder, die mit Blumen übersäten Felder und Gärten, die faszinierende Tierwelt, die glitzernden, unverschmutzten Bäche und Seen sowie die köstlichen Speisen vieler Völker kennenzulernen und sich daran zu erfreuen! Denke auch an die Talente, die Männer und Frauen entwickeln werden, zum Beispiel auf dem Gebiet des Kunsthandwerks, der Architektur, der Landschaftsgestaltung, der Raumgestaltung, der Kunst und der Musik. Zweifellos werden die Menschen zu neuen Höhen des Ausdrucks und der Schönheit angeregt werden. Denke auch daran, daß wir dann besser mit dem vertraut werden, der all das möglich gemacht hat — Jehova Gott. Außerdem wird es faszinierend sein, das Ehrfurcht erweckende Universum mit seinen Galaxien, Sternen und Planeten besser kennenzulernen. Ja, „die Schöpfung selbst [wird] auch von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden ... zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“ (Römer 8:21).

      Die Wahrheit annehmen

      14. Warum können wir allen Verheißungen Jehovas volles Vertrauen schenken?

      14 Kannst du wirklich all diesen Verheißungen Gottes Glauben schenken? Ganz bestimmt! Du kannst der gleichen Überzeugung sein wie der gottesfürchtige Josua, der sagte: „Kein einziges Wort von allen guten Worten, die Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, [ist] dahingefallen ... Sie alle sind für euch eingetroffen. Kein einziges Wort von ihnen ist dahingefallen“ (Josua 23:14). Ja, für Gottes Verheißungen kannst du dein Leben einsetzen, denn was er sagt, ist die Wahrheit und wird unfehlbar eintreffen (Jesaja 46:9-11).

      15. Welche Einstellung der Welt weisen Gottes Diener zurück?

      15 Die Bibel zeigt deutlich, daß es die Wahrheit gibt, worin sie besteht, wo sie zu finden ist und wer sie hat. Die eigentliche Frage für jeden einzelnen lautet: Willst du die Wahrheit wirklich kennenlernen? „Wollen das nicht die meisten Menschen?“ mögen sich einige fragen. Nein, denn Jesus sagte, daß der Weg, der zu ewigem Leben führt, schmal ist und verhältnismäßig wenige ihn gehen (Matthäus 7:13, 14). Heute denken sehr viele Menschen so, wie es in Hiob 21:14-16 beschrieben wird: „Sie sprechen zu dem wahren Gott: ,Wende dich von uns weg! Und an der Erkenntnis deiner Wege haben wir kein Gefallen gefunden. Was hat der Allmächtige zu bedeuten, daß wir ihm dienen sollten, und wie nützen wir uns, daß wir mit ihm in Fühlung gekommen sind?‘“ Aber Hiob sagte: „Der Rat von Bösen ist fern von mir geblieben.“ Ihre Denkweise beruht nicht auf der Wahrheit, sondern auf der Lüge Satans, daß Menschen besser daran seien, wenn sie von Gott unabhängig wären.

      16. Wieso können wir sicher sein, daß jeder, der die Wahrheit aufrichtig wünscht, sie finden wird?

      16 Jeder, der aufrichtig wünscht, die Wahrheit zu finden, und der Gott darum bittet, ihm dabei zu helfen, wird sie gewiß finden. Das hängt nicht davon ab, wo er wohnt oder in was für Lebensumständen er sich befindet. Warum nicht? Weil, obwohl Jehova durch seine treuen Diener auf der Erde die gute Botschaft vom Königreich predigen läßt, bevor das Ende kommt, die Suche nach wahrheitsliebenden Personen nicht einfach Menschenwerk ist. Der himmlische König Jesus Christus und seine himmlischen Heerscharen stehen hinter der Botschaft, die in der ganzen Welt immer nachdrücklicher verkündigt wird (Matthäus 25:31, 32; Offenbarung 14:6, 7).

      17. Was muß jemand tun, der wirklich wünscht, die Wahrheit zu finden?

      17 Das ganze System der Dinge geht seinem Ende entgegen. Wenn du wirklich wünschst, die Wahrheit zu finden, und am Leben bleiben möchtest, mußt du das vor Gott und vor Menschen beweisen. Nimm eine genaue Erkenntnis des Wortes Gottes in dich auf. Versammle dich mit seinem Volk. ‘Fahre fort, zuerst das Königreich und Seine Gerechtigkeit zu suchen’ (Matthäus 6:33; Johannes 17:3; Hebräer 10:24, 25).

      18. Welche Segnungen werden bereits heute denen zuteil, die nach der Wahrheit leben?

      18 Während du das tust, wirst du viele Segnungen verspüren. Alle, die die Wahrheit kennenlernen und danach leben, werden in Sinn und Herz eine große Freiheit verspüren, da sie wissen, weshalb die Zeit so schlecht ist und was die Zukunft bringt. Sie werden auch von der nichtigen Lebensweise der Weltmenschen frei, die nur nach materiellem Gewinn streben, aber alles verlieren werden, wenn das gegenwärtige System endet (1. Johannes 2:15 bis 17). Und sie finden auch dadurch große Erleichterung, daß sie von religiösen Irrtümern frei geworden sind.

      19. Was wirst du tun, wenn du Liebe zur Wahrheit hast?

      19 Liebst du wirklich die Wahrheit? Dann wirst du auch den Gott der Wahrheit lieben. Du wirst die wunderbaren Wahrheiten lieben, die er über seine Königreichsherrschaft offenbart. Du wirst seine sichtbare, irdische Organisation lieben, die aus Menschen besteht, die er heute einsammelt, damit sie überleben (Jesaja 2:2-4). Du wirst dich durch nichts im Himmel oder auf der Erde davon abhalten lassen, dem Gott der Wahrheit, der dich frei machen kann, treu zu dienen (Johannes 8:31, 32).

      Kannst du die folgenden Fragen beantworten?

      □ Wie wird Jehova wahre Freiheit für die Menschen herbeiführen?

      □ Was wird die e i n e Weltregierung für die Menschheit bedeuten?

      □ Welchen lebendigen Beweis gibt es dafür, daß unter der Königreichsherrschaft wahrer Friede herrschen wird?

      □ Worin wird sich die Arbeit in der neuen Ordnung von der im gegenwärtigen System unterscheiden?

      □ Wieso können wir sicher sein, daß aufrichtige Wahrheitssucher die Wahrheit finden werden?

      [Bild auf Seite 17]

      Diejenigen, die das Ende des gegenwärtigen Systems überleben, werden bereits ‘ihre Schwerter zu Pflugscharen geschmiedet’ haben.

      [Bilder auf Seite 19]

      In Gottes neuer Ordnung werden die Menschen große Freude an günstigen Arbeitsbedingungen haben.

  • Tätige christliche Liebe
    Der Wachtturm 1983 | 15. Juli
    • Tätige christliche Liebe

      DIE Philippinen werden häufig von Taifunen und starken Monsunregen heimgesucht, was dann und wann zu größeren Überschwemmungen führt. In solchen Zeiten wird tätige christliche Liebe wirklich geschätzt, wie die folgende Erfahrung zeigt.

      Die Zeugen Jehovas von Mabuhay in Davao del Norte, dem südlichen Stadtbezirk von Carmen, waren von einer Überschwemmung nicht ernsthaft betroffen worden. Sie sorgten jedoch sogleich für die Bedürfnisse ihrer christlichen Brüder in der Stadt, die stark in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Reis und andere Lebensmittel wurden gesammelt und dorthin gebracht. Als der Bedarf der Brüder in dem betroffenen Gebiet gedeckt war, war noch so viel Vorrat vorhanden, daß man das übrige städtischen Beamten zur Verteilung an andere Bedürftige übergab.

      Aufgrund dieses liebevollen Interesses fühlten sich die städtischen Beamten veranlaßt, Jehovas Zeugen in Form einer Resolution zu loben, in der es auszugsweise wie folgt hieß:

      „DIE Zeugen Jehovas von Mabuhay kamen, ... als sie von der Notlage der Überschwemmungsopfer in diesem Stadtbezirk erfuhren, sogleich mit Lebensmitteln zu Hilfe, um die Not und das Elend zu mildern;

      ES SEI BESCHLOSSEN, ... eine Resolution zu fassen, durch die den Zeugen Jehovas von Mabuhay innigster Dank ausgesprochen wird ... für die Lebensmittelhilfe, die sie den Überschwemmungsopfern zuteil werden ließen.“

      Wie herzerfrischend ist es doch, von echten Christen zu hören, deren Hilfe in Notzeiten nicht nur in Worten besteht, sondern in ‘wirklicher Liebe, die sich in Taten zeigt’! (1. Johannes 3:18, Die Bibel in heutigem Deutsch).

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